Ich stelle den Motor ab, schalte das Licht aus und muss noch einen Moment im Auto sitze bleiben – atmen, das ist die Lösung – und dem glühenden Kopf noch einen Moment lassen um ein bisschen zu lüften und abzukühlen. Ich spüre meinen Herzschlag bis in die zugeschnürte Kehle, dabei frage ich mich, warum ich denn überhaupt so aufgeregt bin? Diese Unsicherheit ist es, das Nicht-Wissen worauf ich mich einlasse, was auf mich zukommt. Normalerweise plane ich, weiß was ich will, bereite ich vor und hab alles mehr oder weniger unter Kontrolle, Sicherheit! Und diesmal? Alles anders, weder mein Kopf, noch mein Bauch wissen Antwort und meinen nur „Du wirst schon sehen!“…na wunderbar! Der Atem ist wieder ruhig, das Klopfen in einem halbwegs normalem Rhythmus, dann gebe ich mir einen Ruck, öffne die Autotür (bleibe hängen, weil ich vergessen habe mich abzuschnallen) und schlendere grinsend zur Haustür. Dann ein Anruf, eine kurze Begrüßung und ein seltsames Gefühl, als ich die Treppen hinaufsteige. Ich packe meine Sachen aus und mache es mir auf dem einzigen Sessel in dem kleinen Raum bequem, während er noch ein paar Hausmännischen Pflichten nachgeht. Ich frage mich, warum er mir so selten in die Augen sieht. Ich würde ihm so gerne lange in die Augen blicken können – die schönsten Augen die ich je gesehen habe – und ein bisschen in den Seelenlabyrinthen abtauchen, aber es reicht immer nur für einen kurzen Augenblick. Wir reden nicht viel, schauen Filme an, kommentieren ab und zu ein wenig, trinken, schlafen ein, wachen auf…immer mit einem großen Sicherheitsabstand. Wir sind Fremde…Ich frage mich, warum wir jetzt gemeinsam hier sitzen…wir haben uns noch nicht oft gesehen, drei Mal bis jetzt und oft bis in die Nacht geschrieben. Chatten ist ein Segen und ein Fluch zugleich – die Distanz wird für diese Zeit aufgehoben und andere Geister sprechen miteinander, in den meisten Fällen entsteht die Kluft aber sofort wieder, sobald man sich dann gegenüber steht…Die Distanz stört mich, aber ich weiß nicht, wie ich sie überwinden kann, und weiß nicht einmal, ob ich sie überhaupt wirklich überwinden will. Denn dann stellt sich die Frage: Was dann?
Wir legen uns hin, nebeneinander unter einer Decke – physischer abstand: 5 Zentimeter, psychischer Abstand: eine unüberwindbare Schlucht…ich kann nicht schlafen, höre seinen Atem, spüre wie ich meinen anpasse…ich stelle mir vor, wie es wäre ihn zu küssen, meinen Kopf auf seine Schulter zu legen, aber der Weg von meinen Lippen zu seinen scheint eine unüberwindbare Distanz zu sein. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen! Ich wäre sowieso viel zu feige. Aber ich genieße es einfach jetzt, in diesem Augenblick hier zu liegen, allein zu zweit…
Am nächsten Morgen Nachmittag bin ich auch noch nicht klüger als davor. Die Stimmung ist entspannt distanziert, fremd und doch irgendwie nah. Ich würde am liebsten den ganzen Tag da bleiben, einfach gemeinsam nichts tun, aber der Kopf sagt ich muss gehn und ihm seine Ruhe lassen. Vielleicht sind unsere Mauern auch einfach zu dick, um einen gemeinsamen Raum zu ermöglichen, ich würde mir gerne mit dem Vorschlaghammer daran zu schaffen machen…
Und zurück bleibt ein großes Fragezeichen und noch weniger Klarheit darüber, was ich eigentlich will. Ich will wissen was es ist, dass uns zueinander zieht, das uns so plötzlich verbindet obwohl wir so verschieden sind. Ich würde es so gerne wissen und verstehen, aber vermutlich muss ich es selbst herausfinden und irgendwo in mir nach der Klarheit graben…gar nicht so einfach, bei meinem Kopfchaos. Aber es lenkt wenigstens ab und lässt Raum für Träume…die haben wir ja besonders gern, die Träume
Ist es Liebe? Verliebtheit? Bloße Träumerei? Flucht vor der Einsamkeit? Ein heimlicher Hilfeschrei?
Was suche ich bei dir? Sehne ich mich nur wieder nach einem Traumbild, das ich mir von dir erschaffe, oder könnte ich dich wirklich so wollen, wie du bist? Was sehe ich in dir? Was erwarte ich , ersehne ich mir?
Ungestellte Fragen, die im leeren Raum zwischen uns verklingen, ohne je gehört zu werden…verdammte Angst vor dem Fall…
Aber das schöne ist, es ist überhaupt nicht von Bedeutung die Antwort auf diese Fragen zu wissen, denn die Dinge entwickeln sich ohnehin von selbst und niemand kann ihren Lauf vorhersagen. Und was aus einer Bekanntschaft wird, das wird sich schon noch zeigen. Auf jeden Fall bin ich wieder eingestiegen, in das Spiel des Lebens, und bin gespannt was mir auf dem Spielfeld so alles begegnet…und da steht sie wieder, die kleine rote Spielfigur – bereit erneut geworfen zu werden, um einmal mehr aufzustehen…denn wie es endet, das ist sicher, aber wie es gespielt wird, das entscheide ich B-)
Ich war auf einem guten Weg, blickte voller Zuversicht voraus und glaubte an mich, konnte mich spüren, sehen…und dann auf einmal sah ich ihn und konnte mich nicht mehr sehen. Alles, was ich vorher so mühsam aufgelöst, abgelöst hatte, kam wieder hoch, alles umsonst, alles von vorne…Und je mir mir bewusst wurde, dass ich mich selbst aufgab, mich selbst verlor, mir selbst untreu wurde, mich belog und täuschte, desto mehr wuchs auch die Angst und der Widerstand. Ich hatte Angst, wollte mich nicht mehr sehen, aus Angst festzustellen, dass ich mich und alle nur täuschte. Jetzt sehe ich es und will es immer noch nicht wahrhaben. Und ich werde mich wieder in die „Schule“ begeben um wieder weiterzukommen, aber davor habe ich noch mehr Angst…vor dem Scheitern. Festzustellen, dass ich eine Lüge lebe vor mir selbst…ich bin gespannt wie es weiter geht, denn dort wo ich hingehe, da werden die Lügen durchschaut, die Mauern eingerissen. Ich würde es gerne wollen, aber dagegen wehre ich mich noch. Ich habe Angst meinen eigenen Masken erneut ins angesicht blicken zu müssen. Doch ich freue mich drauf, weil ich ja weiß, dass es gut wird.
Puh, ich habe schon viele Bücher abgebrochen, aber aus anderen Grunden: Sie waren mir zu langweilig, zu schlecht geschrieben, zu intellektuell, zu doof, zu kitschig, zu trocken, zu schwer oder es kamen mir andere Bücher dazwischen. Aus emotionalen Gründen habe ich glaub ich noch nie ein Buch abgebrochen. Ich hätte eines aus emotionalen Gründen sehr gerne abgebrochen, aber das war leider nicht möglich, weil es eine Schullektüre war, über die ich Referat halten musste (Verstörung von Thomas Bernhard, wie der Name schon sagt, ein etwas anstrengendes Buch).
Obwohl, ein Buch fällt mir gerade doch ein, dass immer noch angebrochen und beiseite gelegt irgendwo wartet: Schlafes Bruder von Robert Schneider…ein Buch, dass ich wirklich gerne lesen würde, aber dass mich irgendwie zu sehr mitnimmt. Viel darüber sagen kann ich ja nicht, da ich es nicht gelesen habe, aber allein die Sprache finde ich emotional schon sehr anstrengend und dann die triste Grundstimmung und Hoffnungslosigkeit, die ich mir vielleicht auch nur eingebildet habe, auf mich wirkte alles jedenfalls sehr bedrückend…Vielleicht schaffe ich es Abschnittsweise, es lohnt sich bestimmt zu lesen. Oder ich schau mir einfach mal den Film an^^der hat wunderbare Filmmusik:
Ich nutze den ruhigen Abend, um meinen Rückstand zum Projekt 52 Bücher ein bisschen aufzuholen. Deswegen kommt heute, zugegebenermaßen ein bisschen sehr verspätet das Buch der Weihnachtswoche, mit dem überraschenden Thema „Weihnachten“. Und zu diesem Thema darf ich einen meine absoluten Lieblings-Buchfiguren vorstellen: Findus!!! Der kleine Kater mit der grünen Latzhose?! Der bei einem liebenswerten alten Mann wohnt? Jaaa, genau der. Diese Bücher sind für mich die allerschönsten Kinderbücher die es gibt und man kann die Bilder 100 Mal ansehen und jedes Mal wieder findet man etwas neues.
Das Buch, von dem ich erzählen will heißt „Morgen Findus wirds was geben“ und ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ungewöhnlich dick für ein Findus und Petterson Buch. In dem Buch verspricht Petterson seinem Kater Findus, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt und der Kater freut sich soo unendlich darauf, den Weihnachtsmann zu sehen, dass Petterson es nicht übers Herz bringt ihn zu enttäuschen. So heckt er einen kniffligen Plan aus und entwirft eine Maschine, die aussehen soll wie der Weihnachtsmann, Findus ein frohes Weihnachten wünschen, ihm die Geschenke geben und den Raum wieder verlassen soll. So tüftelt er ewig dahin und am Ende geht alles schief und Petterson ist schon am verzweifeln…aber am Ende kommt dann doch alles ganz anders…wie immer mit einem Hauch von Magie und kleinen oder großen Wundern! Ein wunderbares Buch!! Ich habe die Bücher schon als Kind geliebt und jetzt liebe ich sie mindestens genauso. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, voll kleiner versteckter Geheimnisse und Überraschungen und man kann Stunden damit zubringen, die Bilder zu betrachten. Und Findus ist einfach toll
Ein komisches Gefühl breitet sich in meinem Inneren aus – ein schmerzliches Stechen und bedrückende Schwere und doch habe ich zum ersten Mal wieder das Gefühl, dass Ruhe in mir einkehrt. Meine Hände zittern, mein Atem ist unruhig, aber es fühlt sich an, als würde der ganze angesammelte Druck sich so langsam wieder in die Bauchgegend absinken, wo er wieder in die Energie umgewandelt werden kann, die er sein sollte (Und ich spreche hier von rein energetischen Verdauungsvorgängen, keinen physischen ) Schwere, Leere, Erleichterung ein bisschen Bedauern, aber irgendwie doch das Wissen, dass es gut so ist, denn es ist vorbei. Das war dann wohl der Schlussstrich. Schluss mit geheuchelter Freundschaft und falschem Lächeln. Vielleicht war es echt für ihn, ich hatte ihm ja auch nichts getan, aber mich hat es krank gemacht. Damit ist jetzt vermutlich Schluss, nachdem was ich geschrieben habe. Ich habe ihm geschrieben wie es mir geht, hart aber sachlich, ohne Beschimpfungen ohne Lügen, wozu sollte das auch gut sein? Damit habe ich mir natürlich auch den Freundschaftsbonus vermiest, jetzt wird er nicht mehr nett zu mir sein, aber warum sollte er das auch? Schade dass es so kommen musste, aber es war abzusehen. Interessant finde ich es, was immer alles in Aussagen hineininterpretiert wird. Da schreibt man, dass man sich selbst belogen hat (also ich mich) und dann wird einem an den Kopf geschmissen, man würde behaupten er hätte einem (also mir) alles vorgelogen und nichts sei echt gewesen…naja, so ist das nunmal mit den Interpretationsspielräumen beim Schreiben. Aber auch gut…man versteht eben das, was man verstehen will, und wenn man glauben will, dass alle gegen einen sind und einem Vorwürfe machen, so muss es wohl so sein…es ist nicht wichtig…nicht mehr…es ist vorbei, und das ist gut so.
Natürlich tut es weh, loslassen tut immer weh und wenn man sich jemandem zum Feind machen muss, dann ist das auch keine schöne Entscheidung. Aber trotzdem noch besser als geheuchelte Freundschaft…Es ist das letzte Lied, Zeit ihn loszulassen und ich habe nicht vor ein neues zu dichten. Irgendwann vergeht der Schmerz des gekränkten Stolzes und dann werde ich deine Erinnerung vielleicht wieder besingen können, von den schönen alten Tagen singen…vielleicht auch nicht. Es werden neue Lieder kommen, und irgendwann werde ich bestimmt auch wieder von der Liebe singen, aber es werden andere Wanderer sein, denen die Nachtigall des Abends ihre Lieder zwitschert.
Wie Bob Dylan schon sagte:
But goodbye’s too good a word, gal
So I’ll just say fare thee well
I ain’t sayin’ you treated me unkind
You could have done better but I don’t mind
You just kinda wasted my precious time
But don’t think twice, it’s all right
(Bob Dylan – Don’t think twice)
Also geh und werde glücklich, ich bin froh, dass ich nicht mehr dabei zusehen muss! Ich bin dankbar für die Zeit, auch wenn ich mir das Ende anders gewünscht hätte. Doch so läuft das nunmal, niemand hat je behauptet, dass es einfach wäre. und jedem Ende wohnt schließlich ein Zauber inne, der neuen Anfang aufleben lässt. Und ich kann endlich loslassen, breite meine Arme aus und versuche wieder zu fliegen und zu fühlen was es heißt, frei zu sein…
„Es geht mir gut“, lächle ich und versuche den verzweifelten Seelenschrei hinter meinem traurigen Lächeln zu ersticken. Sie sehen nicht, welche Überwindung es mich kostet, mich selbst zu belügen. Sie hören die Schreie nicht, die durch die einsame schwarze Seelennacht hallen und den wütenden Sturm in mir übertönen. Alles fühlt sich so falsch an, immernoch…ich kann nicht mehr, will nicht mehr, fühle nur den unerträglichen Schmerz, der mir das Herz zerreißt. Alles wird gut, sagen sie und ich glaube Ihnen, doch ich frage mich wann…ich versuche das Positive zu sehen, lenke mich ab, umgebe mich mit vielen Menschen, unternehme schöne Dinge und kann dabei den Schmerz vergessen.
Aber ich bin viel allein, und mit dem Alleinsein bricht die Dunkelheit und das Gefühl der Einsamkeit wieder mit voller Gewalt über mich herein. Ich versuche zu lächeln, sage meinem Spiegelbild, wie froh ich sein kann wieder frei zu sein, mich endlich wieder finden zu können. Und ich habe ja recht dabei…aber es ist eben nur ein Teil. Ich fühle mich gestrandet, das Herz geschunden, weil es mit unermüdlicher Gewalt gegen die Klippen geschleudert wurde, solange, bis das Meer irgendwann die Güte besessen hat, es am Strand wieder auszuspucken.
Und dann packe ich den Optimismus wieder aus, denn die Hoffnung habe ich noch immer, auch wenn ich gerade nicht an meine Träume glaube. Der Glaube an die Liebe wird schon wiederkommen, irgendwann. Ich weiß ja auch, dass das gerade einfach nur ein Loch ist, aus dem ich bald wieder herausklettern und Licht atmen werde…bald! Und immerhin ist die längste nacht des Jahres mal wieder vorrüber und die Tage werden wieder heller, vielleicht ja auch in mir!
Und ich bin so unendlich dankbar, dass ich jetzt nicht allein bin, dass ich die allerliebsten Menschen um mich habe, die es auf dieser weiten Welt gibt. Bei Ihnen kann ich auch einfach weinen, mich in den Arm nehmen lassen und ganz klein sein. Dann versuchen sie auch nicht mir zu sagen, dass alles nicht so schlimm ist. Sie versuchen einfach nur, mich wieder zum Lachen zu bringen…und das funktionert heute mit den gleichen Methoden wie vor 15 Jahren. Und dann tut es zwar trotzdem noch weh, aber mit einem Lächeln kann man den Schmerz dann doch viel leichter ertragen und ihn manchmal sogar vergessen! Das ist wie mit Dinosaurier-Plastern – mit dem schönen Pflaster mit den hübschen Bildern tut der Schnitt gleich gar nicht mehr so weh Ihr seid die Allerallerbesten, Danke!!!! <3
Beim darken Johann und beim Fellmonsterchen bin ich über dieses schöne Stöckchen gestolpert, das ich mir gleich mitnehmen musste:
10 mögliche Titel meiner Biographie
Ich weiß zwar nicht, wen meine Biographie interessieren würde aber mir sind doch ziemlich viele mögliche Titel durch den Kopf geschwirrt und es war sehr schwierig, mich auf eine Auswahl von 10 Titeln zu beschränken (vor allem musste ich die Titel dann teilweise doch ein wenig zensieren, ich will ja nicht, dass hier ein schlechtes Bild von mir entsteht) . Aber hier sind sie, die titel für die Biographie, die es nie geben wird:
1. Einfach wär doch langweilig
2. Warum eigentlich nicht?
3. Normal ist anders
4. Wenn ich groß bin, werd ich Gimli
5. Tagebuch einer Nachtigall
6. Mit Panther und Schwert
7. Traumtänzerin
8. Herz an Kopf: „SOS!“
9. Der Affe wars!
10. Ich finds hier unten auch ganz schön
und und und… hätte nicht gedacht, dass mir trotz meines verhältnismäßig kurzen Lebens doch relativ viele Titel einfallen
Puh, ich als Bedienungsanleitungsverweigerin und nicht Kochen-Könnerin, geschweige denn Kochbücherleserin habe mit dem Thema der Woche „Kochbücher/Bedienungsanleitungen“ so meine Schwierigkeiten. Wenn ich koche, dann improvisiere ich meistens (sämtliche Variationen mit Nudeln oder Reis), aber ich glaub ein Kochbuch hab ich noch nie aufgeschlagen.
Aber ein Kochbuch kenne ich doch, auch wenn ich es nicht selbst besitze und ich habe sogar schon bei der Zubereitung eines Rezepts mitgewirkt. Und zwar handelt es sich dabei um das wunderbare „Hobbit Kochbuch – Rezepte aus dem Auenland“ in dem die Rezepte der Hobbits nach Tageszeiten (1&2 Frühstück, 11 Uhr Imbiss, Mittagessen, 4 Uhr Tee, Abendessen und Nachtmahl) eingeteilt sind. Wir kochten uns damals die Auenländische „Biersuppe“ und so manch einer mag dabei das Gesicht verziehen, denn die Zutaten sind:
1/2 Liter nicht zu starkes Bier,
1/2 Liter frische Milch,
1/2 Liter Wasser,
eine große Hand voll getrockneter Weintrauben,
zwei große Löffel feines Mehl,
einen kleinen Löffel Zimt,
zwei oder drei große Löffel Zucker,
ein Dotter vom Hühnerei,
einige Scheiben weißes Brot,
zwei große Löffel Butter sowie etwas Salz.
Jawohl, Zimt und Milch und Mehl mit BIER. Und das Ganze schmeckt köstlich! Es ist zwar eher eine süße Mahlzeit, die mehr an Grießbrei erinnert, aber durchaus schmackhaft. Wir kochten die Biersuppe als Aufwärmer vor einem feuchtfröhlichen Abend – man hat eine gute Grundlage und bei der richtigen Dosierung heitert sie die Gemüter auch schon ein wenig auf. Also ich kann sie nur empfehlen die Biersuppe und bekomme gerade richtig Lust darauf mal wieder eine zu machen Prost!
Gestern war so ein Abend, der in meiner Seele wieder lang verborgne Träume und Sehnsüchte weckte. Die Musik bei diesem wunderbaren Konzert weckte mich aus meinem traumlosen Schlaf, ließ das Herz tanzen, die Seele fliegen und erinnerte mich wieder an die verschleierten Zwischenwelten, in die ich mich schon lange nicht mehr geflüchtet hatte. Ich erinnerte mich wieder an die Träume, die mich früher in weite Ferne trugen, weg vom Alltag, tief hinein in die Seelenlabyrinthe der verzauberten Waldreiche und Auen. Ich jagte mit den Falken durch die Winde, ritt auf Wolkendrachen, pflückte Sterne vom Himmel, tanze mit Elfen auf tauschweren Lichtungen, folgte den Flötenklängen des Pan, schlief in dem Armen alter Bäume und wachte auf, vom Lachen der Blätter geweckt…Ich hatte das Träumen verlernt. Oder besser gesagt traute ich mich nicht mehr zu träumen, denn mit jedem Traum verstärkte sich die Sehnsucht, dass sie doch Wirklichkeit werden mögen. Jeder Traum machte das trübe Dasein in der „echten“ Welt (was auch immer man als die echte Welt bezeichnen mag) ein bisschen trister und trostloser.
Doch so funktioniert das mit dem Zaubern eben nicht – man kann sich nicht in andere Welten zaubern – man muss erkennen, dass sie immer schon hier waren, dass es nie eine Trennung zwischen den Welten gegeben hat, dass man diese Wunderwelten immer im eigenen Herzen trägt. Und öffnet man dann Herz und Seele, sieht man sie plötzlich, die Wolkendrachen, die Waldelfen und Wurzelgnome, die sich hinter knorrigen Bäumen verstecken. Dann hört man plötzlich den leisen Gesang der Wassernymphen (den man zuvor für bloßes Bachgeplätscher gehalten hat) und das Fauchen der Windreiter, die unermüdlich durch die Lande jagen. Dann sieht man wieder, dass der Himmel einem das schönste Geschenk macht, wenn er gefrorene Sterne zum Boden rieseln lässt, jede kleinste Schneeflocke das größte, vollendete Kunstwerk. Und man hört, wie die Erde wohlig aufatmet, als die weiße Decke über sie gelegt wird und sie sanft umhüllt. Dann schließt sie die Augen und lächelt, denn auch sie will einmal Zeit zu träumen…
…und auf einmal kann ich es wieder, das Träumen. Doch es sind keine trügerischen Traumseifenblasen, die platzen sobald sie die Sonne sehen. D i e s e Träume sind nur das wache Auge des Herzens, das den Zauber des Lebens wieder sehen will…
Diesmal ist das Thema eigentlich eines, zu dem mir sofort hunderte Bücher einfallen, aber genau das macht es wieder so schwierig.
Magie
Und zu diesem Thema fallen mir so viele Bücher ein, weil ich am liebsten Bücher lese, in denen es in irgendeiner Art und Weise um Magie geht. Da wäre natürlich mal Harry Potter, aber das wäre zu einfach, dann natürlich die ganzen wunderbaren Pratchetts und sowieso der ganze Fantasy-Kram…aber irgendwie will ich darüber nicht schreiben…und gerade hatte ich mich entschieden und jetzt fällt mir doch wieder etwas anderes ein…schlimm ist das, ich glaub mit diesem Thema würde ich die Wochen voll kriegen^^Aber jetzt fang ich mal mit einem an:
„Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley.
Eines der Bücher, das in vielen Regalen zu finden ist und wohl kaum eine Möchtegern-Hexe nicht gelesen hat. Als ich das Buch zum ersten Mal versucht habe zu lesen, war ich vielleicht 10 Jahre al und hab mich sehr durchkämpfen müssen. Aber auch damals war ich schon sehr fasziniert von dem „alten Weg“, der alten Magie, der Muttergöttin usw. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich es mal wieder gelesen, und dieses Mal nahezu verschlungen. Ich finde die Art wunderbar, wie sie die Artus-Sage aus anderer Sicht erklärt, wie sie versucht den Geist der Zeit aufleben zu lassen, die politischen Umbrüche, Intrigen, Machtkämpfe, Werte, der ständige Kampf zwischen Verantwortung und Sehnsüchten…und vor allem die Magie. Nicht die Fantasy-Kitsch-Blitzschleuder Magie, sondern die echte Magie von Ritualen, Zeremonien und der Macht des Glaubens, einfach diese archaischen Urenergien, die dort freigesetzt werden und gelebt werden. In mir weckte das Buch große Sehnsucht und den Wunsch, diese Magie zu spüren…und irgendwie auch alles mit ein bisschen mehr Wertschätzung und ehrfürchtigen, oder vielmehr bewundernden Augen betrachten und diese Kraft zu erwecken. Und ich fand immer schon diese Muttergöttin so faszinierend – grausam, liebend, unbarmherzig, sanft, Licht, Dunkelheit, Leben und Tod…Magie einfach!
Mit meinem Kopf funktioniert die Kooperation zum Sätze formulieren gerade nicht so gut, deswegen lass ichs jetzt einfach mal gut sein. Auf jeden Fall ein gutes Buch! Und wie sollten alle versuchen, wieder viel mehr zu zaubern und an die Magie zu glauben
Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Artikel über einen ganz besonderen Ort geschrieben, an dem die Welt den Atem anzuhalten scheint und der ganze Alltagsstress ein bisschen weniger wichtig und erschlagend erscheint. Ein Ort, der schöner nicht liegen könnte – schützend umarmt von Bergen und Wäldern liegt er da, nicht weit von einem wunderschönen See. Überhaupt ist es einfach die wunderbarste Landschaft überhaupt und natürlich eine der allerschönsten Gegenden der Welt. Und wie ich schon damals schrieb, ist dort ein Teil von mir zu Hause. Ich wollte eigentlich aussteigen, meine Verantwortung abgeben und mich aus der ganzen Sache rausziehen, aber irgendwie komme ich einfach nicht los, muss doch wieder hin, wieder in diese wunderbare Welt mit all diesen wunderbaren verrückten Menschen. Ich liebe sie alle, noch immer! Schon seltsam, wenn man sich doch schon so viele Jahre kennt, seine Erfahrungen gemeinsam gemacht hat und miteinander gereift und ein bisschen erwachsener und noch viel kindischer geworden ist. Diese Menschen sehe ich so selten, und doch versteht man sich immer wieder wortlos, meist bei unzähligen einigen Gläsern Wein. Und dann sitzt man da, die letzten Flaschen geleert, nach einer zum Tag gemachten Nacht…schlafen gehen lohnt sich nicht mehr, deswegen geht man lieber noch spazieren, lässt sich in den Schnee fallen und da liegt man dann da…zu viert, glücklich (ich zumindest) und zufrieden (ich zumindest) im Schnee…bis sich dann schließlich doch der Kopf einschaltet und dem Körper erklärt, dass Schnee nach einer viertel Stunde doch ein bisschen kalt werden kann. Dann geht man zitternd zurück, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen (ich zumindest), kuschelt sich noch zusammen wie Hühner auf der Stange, unter viele Decken ins Bett, um das Zittern ein bisschen zu beruhigen, genießt die Nähe…eine schöne Nacht mit wunderbaren Menschen, wie immer Mancheiner sagt, es sei eine blöde Idee gewesen, das sehe ich anders, weil es sich fast immer lohnt…
Aber nichts bleibt wie es war, die Welt dreht sich weiter, und auch wenn an diesem Ort die Zeit ein bisschen länger Luft zu holen scheint, so kann er den Veränderungen doch nicht ganz entkommen. Eine Ära geht zu Ende, aber wir werden es hoffentlich auch allein gemeinsam schaffen, den Zauber dieses Ortes am Leben zu erhalten, den magisch werden Dinge nur, wenn man sie dazu werden lässt
Ich kann nicht schlafen, will mich nicht hinlegen weil ich weiß, dass ich wieder stundenlang wachliegen werde, nachdenken werde, mich im Kreise drehen, mit dem Schlaf ums Einschlafen kämpfen werde. Ich würde mich gern ruhig stellen, den Hebel zum Schlafmodus umlegen, aber mein Herz rast ist einer eingeschnürten Brust, die Enge raubt mir den Atem. Ich frag mich, was für einen Käfig ich mir da überstülpe, mit welchen Ketten ich mich einschnüre, ich sehe ihn nicht, spüre nur die Enge, die mir keinen Raum lässt. Mein Kopf will Herz und Bauch fragen was los ist, doch sein fragender Ruf kommt nicht an, wird vom Quietschen des Gedankenkarussels, das nicht aufhören will sich zu drehen, übertönt. Mein Herz schlägt, ich höre es ja und spüre es. zumindest hat mein Kopf jetzt erkannt, dass ein Herz ja gar nicht gebrochen werden kann , oder zumindest nicht gebrochen sein kann, solange es noch schlägt. Aber irgendwas funktioniert da bei mir gerade gar nicht. Ich frag mich was ich will, was ich suche, was ich mir erwarte…als Antwort bekomme ich, dass ich mir doch eigentlich gar nicht viel erwarte und weiß auf was ich mich einlasse, im Leben…aber warum bin ich dann enttäuscht? Wieso bin ich unzufrieden mit dem was ich tue? Wieso unzufrieden mit einem Zustand den ich selbst wähle und dabei ja auch noch weiß auf was ich mich einlasse und welchen Weg ich einschlage? Irgendwie funktioniert die Kopf-Herz-Kommunikation nicht so ganz und der Bauch spinnt momentan sowieso rum (alte Zicke…). Aber es heißt ja so schön: Es gibt keine größere Distanz auf dieser Welt, als jene von unserem Verstand zu unserem Herz. Und da ist leider allzuviel Wahres dran. Ich hatte geglaubt, die Beiden ganz gut miteinander ins Gespräch gebracht und versöhnt zu haben, aber momentan scheinen sie sich mal wieder sehr uneinig zu sein…
…und ich will immer noch nicht schlafen, mein Bauch fühlt sich an, als befände sich ein Laufrad darin, in dem die Organe um die Wette laufen. Und mein Herz fühlt sich an, als wäre es in eine Blechdose gequetscht und als versuche es verzweifelt sie zu zersprengen, aber schafft es nicht einmal eine Beule hineinzubringen…
Da ich mir ja jetzt vorgenommen habe, fleißiger bei Fellmonsterchens 52 Bücher Projekt mitzumachen, mache ich heut gleich mal einen auf Oberstreber und schreibe gleich meinen zweiten Beitrag des heutigen Tages. Als ich das Thema „Russische (und was so drumherum liegt) Literatur“ las, überlas ich das Literatur zunächst und wollte schon was über Animal Buch von einem russischen Autor gelesen. Ich habe ein Reclam von Tolstoi im Regal stehen, der Bildung wegen (haha) (ich weiß nicht mal welches), habe es aber, außer beim Kauf und ins Regal stellen noch nie angerührt. Krieg und Frieden steht auch im Regal, ich hatte es auch schon kurz in der hand, bevor meine Arme auf Grund des Gewichts nachgaben und ich das Buch mit Hilfe eines Flaschenzugs wieder ins Regal stellte. Aber zu meiner Rettung fiel mir dann doch noch ein, dass ich schon 2 1/2 Seiten Dostojewski gelesen habe! Und zwar ist es ein kurzer Ausschnitt aus „Die Teufel“, den ich in einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Von der Gelassenheit“, welches mir immer als Klo-Lektüre diente, las. So ganz verstanden hab ich es nicht…
Also in dem Text unterhalten sich ein paar Männer, wie viele genau kann ich nicht sagen, über das Leben, da sich einer von ihnen, der das Leben sehr liebt und ein glücklicher Mensch ist, sich erschießen möchte. Dies erscheint den anderen doch ein wenig befremdlich…weiter geht es um die Zeit und Glück und schließlich erklärt ein Mann namens Kirillow (ich vermute es ist jener, der sich erschießen möchte) von seiner Erkenntis beim Anblick eines Blattes , dass immer alles gut ist, und dass die Menschen nicht unglücklich wären, wenn sie erkennen würden, dass sie glücklich sind und immer alles gut ist. Und es geht all jenen gut, welche wissen, dass alles gut ist. Und solange die Menschen nicht wissen, dass es ihnen gut geht, wird es ihnen schlecht gehen….so viel dazu.
Irgendwie schon ein interessanter Text(ausschnitt), wenn auch ein bisschen verwirrend und verstörend, denn laut Kirillow ist es auch gut, wenn jemand einem Kind den Kopf zerschmettert, da ja alles gut ist. Ich konnte dem Gesprächsverlauf nicht ganz folgen, was daran liegen könnte, dass ich nur 2 1/2 Seiten davon las, aber irgendwie gefällt mir die schlichte, etwas derbe Art. Vielleicht werde ich mir „Die Teufel“ ja einmal ganz zu Gemüte führen
Auf den letzten Drücker (obwohl, eigentlich bin ich schon zu spät) schaffe ich es dieses Mal doch noch, einen Artikel für das Projekt 52 Bücher zu schreiben. Ich hoffe man lässt es mir noch durchgehen, denn genau gesehen ist ja heute schon Freitag und somit Tag für ein neues Motto. Aber zu dem (eigentlich schon vergangenen) Motto möchte ich unbedingt noch etwas schreiben, denn es ist „der schönste Satz“. Und auch wenn es mir schwer fällt, einen Satz als den schönsten auszuzeichnen, so muss ich doch den Satz wählen, der mir am meistens ins Herz gegangen ist. Und zwar ist es ein Satz (eigentlich mehrere Sätze, die aber nicht voneinander zu trennen sind), der mich ganz erfüllte und tief in der Seele berührte und mir wortwörtlich aus der Seele sprach. Die Worte stammen von Hermann Hesse aus seinem wunderbaren Werk „Siddhartha“:
„Nichts war. Nichts wird sein. Alles ist, alles ist Wesen, ist Gegenwart.“
Als ich dieses Buch las, kam ich gerade von einem Kurs, einem Seminar, das mich für eine Zeit lang ganz ins Jetzt beförderte und zu mir selbst brachte. Ich konnte jeden Moment bewusst wahrnehmen und genießen, es gab nichts als den Augenblick, keine Vergangenheit, keine Zukunft, einfach nur sein im Hier und Jetzt. Und diese Zeilen sprachen/sprechen mir so aus dem Herz. leider ist dieses Gefühl inzwischen nicht mehr so präsent und ich hab mich wieder viel zu sehr in meinem Kopf verirrt, aber trotzdem halte ich mich an diesen Zeilen fest. Sie sind für mich wie mein eigenes Glaubensbekenntnis. Ich könnte unzählige wunderbare Sätze zitieren und ich könnte nicht wirklich sagen, dass einer schöner wäre als der andere. Aber dieser hier hat für mich eine sehr tiefe Bedeutung, weswegen ich mich dann doch hierfür entschieden habe
Ich werde keine Buchrezension schreiben, denn sowas mag ich nicht und bin ich auch nicht gut im Schreiben. Ich kann nur sagen, dass Siddhartha eines der schönsten Bücher ist, die ich je gelesen habe und eines der Bücher ist, die ich bestimmt noch viele Mal lesen werde. Das Leben ist wie ein Fluss
Irgendjemand hat da oben wohl einen sehr fragwürdigen Sinn für Humor. Bei der Häufung ironisch anmutender, zufälliger Begegnungen ist es mir kaum mehr möglich nicht an Schicksal, Gott oder andere höhere Mächte zu glauben, die ganz eindeutig ihre Finger im Spiel haben und vermutlich irgendwo sitzen und schadenfroh lachen. Nennen wir diese Mächte im weiteren Verlauf einfach das Leben, denn es bleibt sich ja ohnehin gleich, wie man die Dinge beim Namen nennt. Auf jeden Fall hat jemand viel Spass dabei, das Drehbuch für Meines zu schreiben….Improvisationstheater… Oder vielleicht meint es das Leben auch nur gut? Vielleicht hat es gar keine bösen Hintergedanken, wenn es mir, wie in einem schlechten Film ständig nur das vor Augen führt, das (den) ich am wenigsten sehen möchte? Vielleicht will es mir nur helfen, schnell über das Vergangene hinwegzukommen, indem es mir immer wieder zeigt, dass es endgültig vorbei ist und mir freundlicherweise vor Augen führt, wie besagte Person zusammen mit anderen herumrennt! Wie viele Menschen gibt es? Wie viele Menschen bewegen sich jeden Tag durch diese Stadt und wie oft treffe ich in der Stadt Menschen die ich kenne? So gut wie nie…mit nie meine ich wirklich selten, so gut wie gar nicht. Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem genau die Person, die man von allen Menschen auf der Welt am allerwenigsten treffen möchte, immer überall zu den ungünstigsten Augenblicken antrifft? Mit immer überall meine ich unwahrscheinlich häufig und an den unwahrscheinlichsten Orten und immer zu den unwahrscheinlichsten Zeiten!! Wie wahrscheinlich ist die Tatsache, dass sich diese Person immer zu ungünstigen Zeitpunkten am gleichen Ort aufhält wie ich (mal abgesehen davon, dass in dieser Hinsicht kein Zeitpunkt der richtige wäre)?? Ich bin schlecht in Mathe, aber statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Vielleicht sollte ich Lotto spielen, wenn ich da das gleiche „Glück“ hätte, wäre ich schnell sehr sehr reich. Aber dabei darf man natürlich einige energetische Naturgesetze nicht vergessen, denen kann man sich leider nicht entziehen.
Naja, sei es wie es sei und wie es ist…irgendwie find ichs ja doch schon fast wieder lustig, zumindest ironisch und ich bin ja doch ein Freund der Ironie. Und das Leben ist nun mal ironisch und irgendjemand hat zumindest seinen Spass beim zuschaun. Und ich? Tja, ich werd wohl lernen müssen mitzulachen…
Ich hatte das Zaubern verlernt…ich hatte verlernt alles um mich lebendig werden zu lassen, die Welt um mich tanzen zu lassen, im Rhythmus der Erde. Ich hatte verlernt das Kleine unendlich groß werden zu lassen und mit dieser Größe den weiten Raum meines Herzens bis in den letzten Winkel auszufüllen. Ich hatte verlernt die kleinste Flamme heller als das strahlende Licht der Sonne leuchten zu lassen und nur mit einem stillen Gedanken den dunkelsten Raum zu erhellen. Ich hatte verlernt tiefe Wunden mit einem warmen Lächeln zu heilen und Tränen der Trauer zu Quellen des Lebens werden zu lassen. Ich hatte verlernt kalte Masken mit der Wärme meines Herzens zu schmelzen und unüberwindbare Mauern einzureißen, indem ich sie nur behutsam mit den Fingern berührte. Ich hatte verlernt an die Magie zu glauben, die mich durchströmt, mit allem verbindet, mächtig und verletzlich, stark und zart, unendlich groß und klein macht. Ich hatte verlernt auf das Leben zu vertrauen, mich führen zu lassen vom Puls der Erde, der Stimme des Windes. Ich hatte verlernt auf dem Rücken der Wolkendrachen bis zu den fernsten Sternen zu fliegen, mich fallen zu lassen, durch Zeit und Raum zu schweben, getragen von den Händen der Magie, des Universums, des Lichts, das alles ist und nichts…
Ich wachte auf, geweckt von einer bekannten Stimme, die mich wie eine alte Freundin zu sich rief. Ich wachte auf und hielt die Welt in Händen – meine Welt, die ich liebevoll und mit erstaunten Augen betrachten konnte. Und ich wurde klein und die Welt um mich wuchs und wurde größer und größer. Ich wachte auf und fühlte, wie der Zauber meinen Körper durchströmte, die Magie jede Zelle pulsieren ließ, und alles war Licht…und dann wachte ich auf.