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Posts Tagged ‘Worte’

Über die letzten Tage könnte ich ganze Bücher schreiben. Über die Höhen und Tiefen die mit rasender Geschwindigkeit Achterbahnschlaufen nahmen, über die inneren Prozesse die zu Rollen anfingen wie Lawinen, losgetreten von einem kleinen Kiesel der an die falsche (oder doch richtige?) Stelle fiel, über die Schlaflosen Nächte im Gedankenkarrussel, über den Schmerz in der Brustgegend als alle Traumseifenblasen auf einmal zu platzen schienen…Ich könnte Romane schreiben!

Dann kam das Kleeblatt, vier Blätter mitten im Grün und ich verschenkte es, damit ich ein eigenes finden konnte. Es erinnerte mich daran, dass all die Tiefen einen Sinn hatten und ich gewann wieder die Zuversicht, dass ich daraus lernen, als innerer Sieger davonschreiten würde. Also überwand ich mich und führ Richtung Unwetter, Blitze zuckten über den schwarzen Himmel unter dem mein Ziel lag. Laute Blicke, stumme Lippen und ein aufgeregtes Gefühl ums Herz begleitete den Abend. Dann seine Worte, verwirrend, konfus, verstörend und irgendwie doch beruhigend? Es machte mich traurig, wie sehr er sich selbst im Weg stand, so weit weg davon war, das Leben so zu nehmen wie es kommt, die kleinen Hinweise zu sehen und die Chancen zu ergreifen, die mit lautem Rufen an ihm vorbei zogen. Es machte mich traurig, dass die Liebe so oft nicht frei sein kann und ich drehte mich um und ging wieder meiner Wege…allein…aber mit dem Wissen, dass ich nie allein war.

Und ich spürte die Kraft wieder, den Raum, das Licht der Sterne und die unendliche Weite die ich im Herzen trug. Ich wurde Liebe, ich war Liebe, werde immer sein. Und ich konnte es kaum erwarten, diese Kraft wieder hinaus zu tragen, zu teilen, damit mein Leuchten auch wieder auf mich zurückfallen konnte…

In wolkigen Nächten träumt man eben oft vom Sternenhimmel. Doch mit dem tiefen Wissen, dass das Licht immer da ist, der Sternenhimmel in mir,der unendliche Raum…

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Auf den letzten Drücker (obwohl, eigentlich bin ich schon zu spät) schaffe ich es dieses Mal doch noch, einen Artikel für das Projekt 52 Bücher zu schreiben. Ich hoffe man lässt es mir noch durchgehen, denn genau gesehen ist ja heute schon Freitag und somit Tag für ein neues Motto. Aber zu dem (eigentlich schon vergangenen) Motto möchte ich unbedingt noch etwas schreiben, denn es ist „der schönste Satz“. Und auch wenn es mir schwer fällt, einen Satz als den schönsten auszuzeichnen, so muss ich doch den Satz wählen, der mir am meistens ins Herz gegangen ist. Und zwar ist es ein Satz (eigentlich mehrere Sätze, die aber nicht voneinander zu trennen sind), der mich ganz erfüllte und tief in der Seele berührte und mir wortwörtlich aus der Seele sprach. Die Worte stammen von Hermann Hesse aus seinem wunderbaren Werk „Siddhartha“:

„Nichts war. Nichts wird sein. Alles ist, alles ist Wesen, ist Gegenwart.“

Als ich dieses Buch las, kam ich gerade von einem Kurs, einem Seminar, das mich für eine Zeit lang ganz ins Jetzt beförderte und zu mir selbst brachte. Ich konnte jeden Moment bewusst wahrnehmen und genießen, es gab nichts als den Augenblick, keine Vergangenheit, keine Zukunft, einfach nur sein im Hier und Jetzt. Und diese Zeilen sprachen/sprechen mir so aus dem Herz. leider ist dieses Gefühl inzwischen nicht mehr so präsent und ich hab mich wieder viel zu sehr in meinem Kopf verirrt, aber trotzdem halte ich mich an diesen Zeilen fest. Sie sind für mich wie mein eigenes Glaubensbekenntnis. Ich könnte unzählige wunderbare Sätze zitieren und ich könnte nicht wirklich sagen, dass einer schöner wäre als der andere. Aber dieser hier hat für mich eine sehr tiefe Bedeutung, weswegen ich mich dann doch hierfür entschieden habe 🙂

Ich werde keine Buchrezension schreiben, denn sowas mag ich nicht und bin ich auch nicht gut im Schreiben. Ich kann nur sagen, dass Siddhartha eines der schönsten Bücher ist, die ich je gelesen habe und eines der Bücher ist, die ich bestimmt noch viele Mal lesen werde. Das Leben ist wie ein Fluss 🙂

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Es war der Mond,
der mit windstillem Flüstern
nach der Sonne rief.
Ich hörte sein Rufen
durch die bebende Nacht.
*
Nimm meine Hand,
bevor sie im Nebel der Zeit verschwindet
und lass uns gemeinsam
über tauschwere Halme springen,
auf dem Haupt der knorrigen Riesen
nach Wolkendrachen Ausschau halten,
uns auf ihren Rücken schwingen
und auf Sternen tanzen,
den bleichen, stillen Wächtern
des Novembertraums.
*
Der Märchenmund lacht,
als wir ihm von dem Funken erzählen,
der das Meer abkühlte,
er schenkt uns einen Traum
vom Trauermond
der beschloss Licht zu werden
und schüchtern die Erde küsste.
*
Reich mir deine Wolkenfinger,
folge mir
in den Nebel der Vergangenheit,
die nie Zukunft werden wollte,
lass uns träumen
von der Welt,
in der die Zeit
mit der Ewigkeit tanzt
und der Mond andächtig den Atem anhält
um die Nacht nicht zu wecken…

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“ Irgendwie siehst du so erwachsen aus…also ich weiß auch nicht, irgendwie reifer halt!“…hmm, schon komisch wenn man das von Leuten hört die man das letzte Mal vor einem Jahr gesehen hat. Es machte mich ein bisschen nachdenklich und ja, ich merke, dass ich mich wirklich verändert habe. Ich bin zwar trotzdem noch genau so kindisch und mache mich immer wieder gerne zum Affen, aber ich hoffe das mache ich mit 50 auch noch^^ Nein, es ist etwas anderes, was mir gar nicht wirklich bewusst war. Das letzte halbe Jahr hat mich verändert, vielleicht ist es  das Studieren, die Freiheit, die Selbstverantwortung…ich bin selbstbewusster geworden, versuche mich nicht mehr zu verstellen, habe mich selbst lieben und schätzen gelernt, etwas, das ich in der Schulzeit nie konnte. Ich finde es ist komisch, wenn einen Gleichaltrige als „so erwachsen“ bezeichnen, besonders weil ich mich selbst ja auch nicht anders fühle. Ich weiß nicht ob ich mich darüber freuen soll, aber ich denke doch, das die Veränderung größtenteils positiv ist. Das letzte Jahr war voller wichtiger Erfahrungen, ich habe Dinge gefunden, für die ich mich wieder begeistern kann, habe Menschen kennengelernt, die sehr wichtig für mich geworden sind…ich bin immer noch orientierungslos, weiß nicht, welche Bahnen mein Leben einschlagen wird, doch ich habe den notwenigen Mut, mich den Abenteuern des Lebens zu stellen, mit allen die mich dabei begleiten wollen, aber vorwärts gehen kann ich auch alleine, ich muss mich nicht mehr tragen lassen!

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Was ein paar wenige Worte doch anrichten können. Ein paar Worte, die die Grundpfeiler meiner Welt zum Beben brachten und die eine oder andere tregende Säule einstürzen ließen…mit ihnen zerbrachen auch die Träume, die darauf aufgebaut waren. Tief in meinem Herzen ahnte ich es ja bereits, als ich ein paar wenige Zeilen las, die mir das Herz zerspringen ließen, vor Angst vor Verzweiflung. Ich ahnte es, doch ich hatte noch die Hoffnung, dass es nicht ernst gemeint war. Jetzt habe ich die Bestätigung, und ich hätte am liebsten laut losgeschrien, ich wollte ihn halten, doch meine Hände waren gefesselt, unfähig ihn zu berühren, zu weit weg, zu schwach. Man sollte sein Herz einfach nicht verschenken, denn niemand bleibt einem ewig erhalten, und dann ist es weg, das Herz. Man muss akzeptieren, dass einen manche Menschen nunmal  nur ein kleines Stück des Weges begleiten, ein paar Erfahrungen teilen, und irgendwann gelangt  man zu einer Kreuzung…so muss jeder eine Entscheidung treffen und die Wege trennen sich.

Doch wenn ich auf mein Leben zurück blicke, dann hatte doch alles seinen Sinn, manch wunderbare Erfahrung kann nicht ohne eine schmerzliche Vorhergehende gemacht werden und so wird auch bestimmt dieser Scheideweg seinen Sinn haben. Vielleicht um mich loszulösen, um meinen Geist zu befreien, um mein Herz zurückzuholen…ich werde es sehen, irgendwann…aber momentan fühle ich mich hilflos und verlassen

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