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Posts Tagged ‘Zufriedenheit’

Mein Herz rast, ich bleibe noch einen Moment im Auto sitzen um meinen Atem zu beruhigen, doch lange halte ich es nicht aus. Ein entschlossener Atemzug, ich steige aus dem Wagen (diesmal ohne Zwischenfälle) schließe die Tür und mache mich auf die Suche nach der richtigen Hausnummer. Ich betätige die Klingel, Deine Stimme befielt mir wo ich lang muss. Was mein Herz doch für einen Sprung macht, als Deine Stimme erklingt, so angenehm, so anziehend…wir reden Stundenlang, ich höre Dir gerne zu, ich erzähle gerne. Manchmal bleiben unsere Blicke verheißungsvoll aneinander hängen, doch statt dass wir uns nähern, rutschen wir wieder ein Stück zurück – bloß nicht zu nahe. Immer wieder blicken sich unsere Augen an, erwartungsvoll, unsicher, kontrolliert. Immer diese Kontrolle, ich wünschte ich könnte sie einfach loslassen, mich einfach loslassen, wenn da nicht diese Unsicherheit wäre – schließlich braucht man die Kontrolle nur gegen die Unsicherheit, die Angst…Ich genieße jeden Augenblick, jede Geschichte, jeden Tropfen Whiskey, aber ich frage mich, warum es immer so läuft, wir uns jedes Mal mit vorsichtiger Distanz gegenübertreten, als hätten wir Angst etwas zu verlieren? Haben wir etwas zu verlieren? Würden wir etwas verlieren, wenn wir uns näher kämen? Lieben wir einen Traum, eine Traumseifenblase die platzt, sobald ein winziges Stück der Seele sie berührt? Wenn es immer so weiter gehen würde, es wäre auch gut…

Dann halte ich die Spannung nicht mehr aus, ich will Dich, Deine Lippen spüren, Dich riechen, Dich schmecken, Deinen Körper fühlen. Fast unbeholfen berühren sich unsere Lippen, fast wie beim ersten Kuss. Es ist immer der erste Kuss mit Dir, immer wieder, wie die erste Liebe. Doch schnell finden unsere Lippen wieder zueinander, ich spüre Deinen Atem an meinem Hals, sauge Deinen Duft in mich auf, als würde ich ihn das letzte Mal in mich aufnehmen können…ich liege in Deinen Armen, auf Deiner Schulter, Du bist mein Krieger, warst es immer, wirst es immer sein und ich darf Deine Göttin sein, für diese Nacht. Sonne und Mond, nie vereint und doch braucht der Mond die Sonne um zu leuchten…soll es wirklich so enden? Wird es jemals enden? Aus den Augenwinkeln erhasche ich Blicke, die Du mir zuwirfst, ein zufriedenes Lächeln huscht über Deinen Mund. Zu gerne wüsste ich, ob Du mich in diesen Momenten liebst, oder ob es doch einfach nur Zufriedenheit ist…

Aber eigentlich ist es auch gar nicht so wichtig. In diesen Nächten, hält die Zeit den Atem an. Alles außer der tickenden Uhr scheint stehen zu bleiben. Wir bewegen uns im unendlichen Raum, zeitlos für eine kurze Ewigkeit. Allein zu zweit? Die Gedanken sollen verschwinden, das Gedankenkarussell dreht sich so schnell, dass ich den Ausstieg nicht mehr sehe. Einfach sitzenbleiben, entspannen, loslassen und mal wieder einen der schönsten Momente in meinem Leben genießen, zu zweit. Und wenn es nach mir ginge, könnte es ewig so weitergehen…

Die Sonne streichelt mein Gesicht ich blinzele durch die müden Augen. Für einen Moment kommt es mir vor, als spürte ich Deinen Atem an meinem Hals, als würdest Du mir sanft über die Schultern steicheln…doch es ist nur die zweite Decke, die leer auf der anderen Hälte des Bettes liegt. Ein seltsamer Geruch steigt mir in die Nase…riecht irgendwie nach Seifenblasen…

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…es ist immer noch alles gut! Einfach sein…

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Gestern war ein toller Tag, einer dieser Tage, die noch lange nachhallen und das Herz mit Zufriedenheit erfüllen 🙂

Ich finde es gibt nichts Schöneres, als das Wissen, dass man einem Menschen eine richtig große Freude gemacht hat. Ich weiß, dass ich gestern vielen Leuten ein wunderbares Geschenk gemacht habe und etwas Gutes getan habe. Wir haben im „Seniorenwohnheim“ angefragt, ob wir nicht einmal ein kleines Konzert für die Bewohner machen dürften, mit Gesang und Klavier, einfach so, ohne Eintritt, um den Leuten eine Freude zu machen und damit wir die Möglichkeit haben auch mal aufzutreten. Wir waren drei Sänger und eine Pianistin, es war ein wirklich schönes und anspruchsvolles Programm. Für all diese alten Menschen war es etwas Besonderes, manche waren zu Tränen gerührt. Es ist ein wunderbares Gefühl, dort vorne zu stehen und zu sehen, wie man die Zuhörer mit seinem Gesang berührt, sie mitreisst mit den Stimmungen, man blickt in die Gesichter, die gerührt, mitfühlend, lächelnd zu einem aufsehen…genau das ist es, was ich an Musik, speziell, wenn ich selbst auftreten kann , so sehr liebe…dieses Gefühl, zu den Seelen der Menschen durchzudringen, sie zu berühren und zu bewegen. Das sind einzigartige Momente, meine ganz persönliche Droge, die mich berauscht und in Euphorie versetzt… Eine Schwester sagte uns danach noch einmal, was für eine Freude wir Vielen gemacht hätten, dass es etwas ganz Besonderes für die Menschen war. Das war es für uns auch! Es hat das Herz erwärmt, die Seele gestreichelt und den Geist beruhigt…das Leben ist schön!

Am späteren Nachmittag wieder zu Hause entschloss ich mich dann dazu, noch einen kleinen Ausritt zu machen. Es war herrlich warm, die Sonne schien und das sanfte Abendlicht legte sich allmählich über das Land. Ich ritt durch grüne Wälder, unter blühenden Bäumen hindurch, die Luft voller Pollen (zum Glück hab ich keinen Heuschnupfen). Der würzige Duft von Brennnesseln stieg mir in die Nase, der schwere Blütenduft betörte die Sinne. Das saftige Grün der Wiesen lud zum reinbeissen ein, übersät von gelben Farbtupfern. Dann im gestrecktem Galopp den Hügel hinauf, mit Blick auf den Horizont, die Blumenwiese jagt vorbei, der Wind peitscht ins Gesicht, lässt die Haare wehen, hebt mich in die Luft und lässt mich fliegen…herrlich, noch so eine meine persönlichen Drogen (wahrscheinlich brauche ich deswegen auch keine anderen Rauschgifte^^) Alles roch nach Frühling, die satten Farben verwandelten sich mehr und mehr in ein sanftes, strahlendes Gold. Es war ein wunderbarer Ausritt, das Leben ist schön!!

Danach den Abend still ausklingen lassen, am Lagerfeuer im eigenen Garten. Die Blicke verloren sich in der wabernden Glut, sahen zu, wie die Flammen am Holz leckten und die Scheite langsam verzehrten. Flammen züngelten in die Höhe, spieen Funken, die im Schwarz der Nacht verglimmten(verglommen?). Wir führten lange Gespräche über Kindheitsträume, Gott und die Welt, das Feuer wärmte in (immernoch recht) kalter Nacht. Der Abend endete mit einer leuchtenden Sternsnuppen, die am Himmelszelt aufblitzte, über den schwarzen Nachthimmel schoss und im Nichts verschwand. Und mit einem guten Wunsch und den Erinnerungen an einen guten Tag begab ich mich schließlich zu Bett…Das Leben ist schön!!!

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Mir tut alles weh! Ich habe Muskelkater an Muskeln, von deren Existenz ich überhaupt nichts wusste…aber ich fühle mich gut, richtig gut! Mit dem Gefühl, etwas geleistet zu haben und anschließender totalen Entspannung! Ich bin ausgelastet, wie schon seit einer Ewigkeit nicht mehr! Erst jetzt merke ich, wie sehr mir dieses Trainung gefehlt hat und ich bin wieder neu entschlossen weiter zu machen, besser zu werden, noch mehr zu geben!

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Heute ist ein guter Tag, heute ist einer dieser tage, an den ich fast vollkommen zufrieden bin. Das Wetter ist besser als die letzten Tage, es ist nicht schön, aber auch nicht wirklich schlecht. Es geht ein angenehmer Wind, große, schwere Wolken ziehen wie Mauern über den Himmel, zwischendurch kann sich ein Stück blauer Himmel seinen Weg in die Freiheit erkämpfen. Gute Musik im Hintergrund, keine Verpflichtungen, keine Ängste…ich habe es für einen Moment geschafft mal für einen Augenblick nicht an meine Sorgen zu denken. Mein Leben ist gar nicht so schlimm, ich mache  es mir nur immer kompliziert. Natürlich läuft meistens nichts nach Plan und manchmal ist das Leben brutal und unbarmherzig und ich bewundere manche Menschen, die so üble Streiche des Schicksal überleben ohne zu verzweifeln.

Vergleiche ich meine Situation mit der mancher anderer Menschen, kommt es mir fast lächerlich vor, dass ich meine Situation als schwierig empfinde… ich denke die ganze Zeit, dass ich im Moment eigentlich sehr unglücklich sein müsste: ein  Lebensabschnitt, der bisjetzt mein ganzes tun bestimmt hat,die Schule, ist vorbei und ich weiß nicht was auf mich zu kommt…nicht wirklich ein Grund um unglücklich zu sein. Aber meine Beziehung geht zu Bruch, oder ist schon lange zu Bruch gegangen, aber wir hängen immer noch an dünnen Fasern zusammen und schaffen es nicht uns zu lösen…ein Grund, der mich wirklich unglücklich machen sollte, doch irendwie fällt es mir im Moment schwer traurig darüber zu sein…vielleicht auch nur, weil ich andere Menschen kennengelernt habe und weiß, dass mein Leben weitergeht und dass ich ohne ihn sehr wohl weiterleben kann.

Ich bin ständig auf der Suche nach jemandem, dem ich mich anvertrauen kann, der mir zuhört, mir versichert, dass es auch anders geht. Eine Zeit lang dachte ich, das Leben ist einfach so, ich habe daran gezweifelt, dass es wirkliche Liebe gibt, da ich sie noch nie wirklich gespürt hatte. Bis ich dann gemerkt habe, dass er einfach der Falsche für mich ist…bzw er ist nicht der Falsche, das wäre nicht fair, aber er ist einfach nicht der Richtige.

Doch es macht mich traurig, dass dies alles so emotionslos an mir vorüberzieht…ich habe diese Feststellung gemacht und sie als sachliche Feststellung akzeptiert. Manchmal habe ich Angst, dass ich in dieser Zeit, in der ich mit ihm zusammen war ein Stück von mir selbst verloren habe, mich zu sehr angepasst habe…ich weiß es nicht…ich hoffe, dass ich auch ein Stück weit zu mir selbst gefunden habe!

Heute ist ein schöner Tag, ich bin nicht traurig. Heute ist ein guter Tag, ich bin nicht unglücklich, es geht mir sogar gut! Ich frage mich: Was ist los mit mir???

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