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Posts Tagged ‘Frühling’

Ich drehe mich im Kreis und sehe die Blätter wie in Zeitraffer aus ihren Knospen schießen, sehe die explodierende Farbgewalt der Blüten, das leuchtende grün der Blätter, die saftigen Wiesen, weiß-graue Wolkenfetzen, die über den tiefblauen Himmel jagen, ich drehe mich immer schneller und alles verschwimmt zu einem bunten Farbenmeer. Ich sauge den würzigen, modrigen Geruch des trockenen Waldbodens in mich auf, als wäre er mein Lebenselexier, ich versuche alles in mich aufzunehmen. Der süßliche Duft zarter Blumen steigt mir in die Nase, ich will die Richtung einfangen, doch es war nur ein Moment, der Wind trägt den Duft hinfort, nimmt den scharfen Geruch frisch gemähter Wiesen mit sich, streicht sanft über das sich wiegende Gras, streift  die schwankende Baumwipfel. Ich breite meine Arme aus, strecke die Nase in den Wind, fühle den Wind, der sanft durch meine Finger streift und mich vom Boden hebt. Ich fliege, reite auf dem Wind, bis zum Horizont…

Die Stadt ist wie verwandelt, alles lebt, lacht… die steinerne Welt strahlt von Innen, außen strahlt sie im goldenen Sonnenlicht. Was im Winter wie eine verschanzte Geisterstadt wirkte ist jetzt ein verzaubertes Städtchen unter blühenden Bäumen. Magnolien werden von Kirschen abgelöst, der schwere Duft benebelt die Sinne, die Plätze sind wieder belebt, die Cafés haben ihre Außengarnitur wieder herausgekramt, auf denen jetzt die zufriedenen Gäste ihre Cappuccinos, Kaffees, Heißen Schokoladen usw. schlürfen und glückliche Blicke auf die prächtigen Bauten, goldenen Dächer und leuchtenden Blüten werfen. Die anderen tummeln sich am Fluss, räkeln sich im Gras, trinken, lachen, sonnen sich…überflüssiger Kleidung entledigt man sich schnell, sie wollen Wärme spüren, sich von den Strahlen kitzeln lassen, alle Zellen mit Licht volltanken. Das Rauschen des Flussen vermischt sich mit dem Dröhnen der Motoren, die Wassermassen strömen unaufhaltsam weiter, drängen sich durch das Flussbett, schlängeln sich durch die Stadt. Die Sonne zaubert Lächeln auf die Gesichter der Menschen, alte Paare sitzen händchenhaltend auf den Uferbänken…es ist Frühling und alle spüren das!! Die Stadt ist kaum wieder zu erkennen…

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Eigentlich wollte ich die letzten Tage immer einen ausführlichen Artikel über den Frühling, die Sonne, die Wärme, die Blumen, das erste Grün der Blätter…schreiben, aber irgendwie fehlte die Motivation und auch die Zeit, da ich eigentlich so gut wie jede freie Minute  in der Sonne oder unter dem Sternenhimmel verbrachte. Aber irgendwie fehlen mir im Moment die Worte, um meiner Freude Ausdruck zu verleihen. Ich bin dankbar für die Wärme, die die lästige, unnachgiebige Winterkälte vertreibt, dankbar für die Blumen, die den Wald in ein blaues Märchenland verwandeln, ich genieße es, wieder barfuß herumzulaufen, den Boden unter den Füßen zu spüren, gierig sauge ich das Licht in mir auf…so lange habe ich darauf gewartet, ich frage mich, wie lange ich  noch die dunkle, nasse Winternacht ertragen hätte? Ich fühle mich gleich ein bisschen besser, das Licht lässt mich viele Dinge leichter ertragen, doch immer noch lastet ein dunkler Schatten auf meiner Seele, eine stille Schwermut, die mich verfolgt und nicht von mir ablässt. Die Sonne heilt nicht alle Wunden, vertreibt nicht jeden Kummer, aber sie gibt mir die Kraft weiter zu kämpfen, meinen Weg zu gehen und gibt mir hoffentlich den Mut wieder neu zu lieben…ich will wieder von vorne beginnen, Vergangenes endgültig hinter mir lassen…

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Juhu, mein erster Sonnenbrand!! Aber wer kann denn bei den ersten warmen Sonnenstrahlen noch vernünftig denken und denkt an so etwas nebensächliches wie Sonnencreme? Naja, dank meiner (gerade etwas eingeschränkten) Frühlingseuphorie empfinde ich das stetige Kribbeln und Brennen trotzdem als angenehm und lasse mich nicht davon abhalten weiterhin so viel Licht wie möglich zu tanken…davon hab ich nämlich das letzte viertel Jahr eindeutig zu wenig abbekommen…

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Sonnenstrahlen lächeln mir entgegen, versprechen Wärme und Frühling, aber der eisige Wind jagt mich beinahe zurück ins warme Haus. Grausam und kalt reisst er an meinen Kleidern, treibt mir Gänsehaut auf die Haut. Ich zittere, laufe um der Kälte zu entfliehen, doch ich kann ihr nicht entkommen, nicht der Kälte in mir…eine kalte schützende Eisschicht betäubt glühende Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, es tut immer noch weh, keine Schmerztabletten für gebrochene Herzen, eingestürzte Wolkenburgen, verblasste Hoffnungsschimmer…das Eis taut, trotz eisigen Winden und das Herz ist den launischen Spielen des Lebens schutzlos ausgeliefert. Aber was einen nicht umringt macht einen ja angeblich stärker, also hoffe ich das mein Herz stark genug ist, für alles was kommt und dass es lernt geduldig zu sein, auszuharren und auf den richtigen Moment zu warten, in dem es dann anfangen darf in heftigen Freudensprüngen auf und ab zu hüpfen. Bis dahin muss ich es irgendwie alleine aushalten, versuchen mich abzulenken, Augenblicke genießen, weitergehen und nicht in „Was-wäre-wenn-Gedanken“ hängen bleiben.

Aber im Moment verkrieche ich mich lieber wieder unter meiner Decke und träume vom Leben…

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Bald ist es geschafft, noch ein bisschen Geduld, ein bisschen durchhalten, dann ist sie überwunden, die lange, dunkle, kalte Zeit. Die ersten Blumen brechen am Wegrand hervor, Gänseblümchen betupfen die Wiese mit kleinen Farbklecksen, die Sonnenstrahlen wärmen das tiefgekühlte Herz, dessen Eisschicht langsam zu tropfen beginnt. Es wird Frühling, mit seiner sanften Gewalt treibt er den Winter aus. Und mag der Herr Winter auch noch so sehr protestieren und seine eisigen Winde über das Land und durch die Gassen jagen, der Frühling beginnt bereits seinen festlichen Einzug, sein Mantel zartgrün bespickt mit Gänseblümchen, Huflattich, Leberblümchen, Narzissen…seine Krone das strahlende Licht der Sonne. Dieser Macht vermag auch der Herr Winter nicht länger zu trotzen und schmilzt langsam dahin, bei dem lieblichen Anblick der Blumen, die ihre Blüten dem wärmenden Sonnenlicht entgegen strecken. Es dauert nicht mehr lange, dann werde ich wieder unter grünen Bäumen wandeln, meine Haut von Sonnenstrahlen kitzeln lassen, barfuß über die Wiesen gehen…barfuß, den ganzen Winter sehne ich mich schon danach! Jetzt dauert es nicht mehr lange, und bis dahin mache ich mir warme Gedanken und träume  von wärmenden Sonnenstrahlen, grünen Bäumen und Blumenwiesen 🙂

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hmm, Regen 🙂 manchmal mag ich ihn!Eine schöne Abwechslung zum Schnee und ein Vorbote des Frühlings…also hüpfe ich singend durch den Regen, fröhlich summend und genieße die Tropfen, die auf meinen brennenden Kopf trommeln, zischend  verdampfen und langsam mein hitziges Gemüt abkühlen…manchmal,mag ich ich, den Regen, wie er den Winter vertreibt, die letzten Schneereste wegschwemmt und lodernde Seelenflammen löscht…

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Sie ist zurück, die weiße Schneedecke, die Kälte, das Eis. Es waren ein paar Tage, die mich vom Frühling träumen ließen, doch jetzt bin ich wieder aufgewacht, unsanft geweckt von beißender Kälte, es war eben doch nur ein Traum von Sonne und von Wärme. Auch der Winter hat seine eigene stille Schönheit, die das Land mit Ruhe überzieht und in eine weiche, weiße Decke hüllt. Doch wärmen kann diese Decke nicht und das Funkeln der Schneekristalle kann mein Herz nicht erhellen…vielleicht sollte ich mich einfach verkriechen, verstecken, schlafen und erst im Frühling, wenn alles wieder erwacht und aufblüht wieder aus meiner Höhle herauskommen…

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