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Nichts bleibt…

Der Wandel ist die Antriebskraft des Lebens…nichts bleibt, man kann nichts festhalten. Manchmal hat man das Gefühl endlich angekommen zu sein, endlich am richtigen Fleck zu sein, bei den richtigen Menschen zu sein. Es regt sich der Wunsch, dass alles so bleiben soll wie es ist, sich nichts verändert, niemals…ein sehr utopischer Wunsch…

Ankommen kann man nur auf der Reise – erkennen, dass sich die Landschaft am Wegrand, die Weggefährten und der Weg selbst ständig verändern, nichts von Dauer ist. Es gibt nur den Moment und wenn man den nicht lebt und liebt und feiert, dann ist man schon so gut wie tot…

Zur Zeit habe ich das Gefühl meine Welten stürzen wie Ozeanbrecher über mir zusammen. Keine Zeit Luft zu holen, denn kaum bin ich aus der einen Woge wieder aufgetaucht bricht die nächste über mich herein. Ich muss mich korrigieren, es gibt eine Sache die bleibt – das Chaos! Kaum habe ich das Gefühl, ich habe etwas/jemanden gefunden verschwindet es/er/sie wieder aus meinem Leben, weggerissen von der unaufhaltsamen Strömung der See. Und ich? Ich bleibe stehen, schaue nach, weine nach und wünsche mir einmal mehr, ich könnte die Dinge festhalten. Es wäre so schön, wenn Manches einfach mal so bleiben könnte, wie es ist.

Aber alles ist gut, wie immer! Dass es so sein muss, weiß ich auch, dass der Wandel der Herzschlag des Lebens ist weiß ich auch, dass ich lernen werde und weiter gehen werde, weiß ich auch…schmerzhaft ist es trotzdem manchmal, wenn man die Traumburgen vor sich zusammenstürzen sieht – ein Feuerwerk aus schelmisch schillernden Traumseifenblasen, die in alle Richtungen auseinander stieben…Und ich lächle, weil mir mal wieder bewusst wird, dass ich mehr im Traum, als in mir gelebt habe. Jede Veränderung bringt Raum für Neues und allein sein bringt Raum für Kreativität. Die meisten großen Kunstwerke wären wohl kaum ohne die süße Melancholie und das Gefühl der Einsamkeit und Sehnsucht enstanden.

In einem Moment der Klarheit, als mal wieder alles Sinn zu machen schien, entstand dieses Lied. Ein Lied über die Liebe und den Wandel und die Schönheit im Verfall…

Deswegen ein Hoch auf die Einsamkeit, die Sehnsucht, das Verlangen, die Träume und Hoffnungen und nicht zuvergessen die lange Dunkelheit und Kälte des Winters 🙂

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Der alte Weg…

Mich hat der alte Göttinnenkult schon immer fasziniert. Die große Mutter, die sowohl Leben, als auch Tod verkörpert, die Schönheit der Nacht, das geheimnisvolle Licht des Mondes, die stille Kraft der Dunkelheit und der Erde…Gerade bin ich ein wenig wortarm, deswegen lasse ich lieber Musik sprechen. Vor ca. zwei Jahren entstand dieses Lied, ein bisschen Naturmystik…viel Spaß beim träumen 🙂

(T)Raumzeit

Kurze Augenblicke beim Tanz durch die Menschen um uns herum, flüchtige Berührungen und Wünsche, die sich in der Menge verlieren. Der Rhythmus im Herz, die Leidenschaft im Blut bewegt unsere Körper, führt und zusammen und wieder auseinander, lässt ein unsichtbares Band entstehen, das uns für diesen Abend in seinem Bann hält. Ich sehe Dich, spüre die Anziehung und die Distanz und ich spiele mit, alles ist ein Spiel…eine Umarmung im Tanz, ich fühle Deinen Atem an meinem Hals, rieche Dich, spüre Deine Wärme an meinem Rücken. Wir bewegen uns wie ein Körper im Takt, Du führst mich, hältst meine Hände und bewegst meine Arme. Ich passe mich an, genieße es mich führen zu lassen Wir werden eins für diesen Moment. Meine Augen sind geschlossen, ich bin der Moment, bin die Bewegung, bin Du in diesem Moment. Die Zeit hält gebannt den Atem an in dieser Mondnacht, in der sich Himmel und Erde zärtlich zu berühren scheinen…

Das Lied ist aus. Wir halten einen Moment inne, doch die Zeit japst bereits nach Luft und der Zauber des Augenblicks verschwindet. Das Spiel geht weiter, einen Schritt näher zwei zurück. Irgendwann sitzt Du am Rand. Ich will mich selbst dazu überreden, weiterzutanzen, will Dir nicht nachlaufen, Dir nicht zu nahe kommen. Doch der Wunsch nach Nähe ist größer und ich überwinde meinen Stolz, der mir nachschreit, ich müsste mich jagen lassen, die kalte Schulter zeigen.

Ich setze mich zu Dir, lehne mich an dich und Du legst Deinen Arm um mich. Unser Atem gleich sich an, Du hebst mich und lässt mich wieder sinken. Deine Finger berühren sanft meine Hand, ich spiele mit ihnen, lasse sie zwischen meine gleiten, die Berührung raubt mir fast den Verstand. Die Musik spielt Lieder von Liebe, von Nähe, um uns herum wird getanzt, gefeiert und wir sitzen am Rand. Ganz sanft, fast schüchtern und zurückhaltend küsst Du meinen Nacken, alle Grenzen scheinen zu verschwimmen in diesem Augenblick, alles scheint sich im Raum zu verlieren und ich bin nichts mehr als reines Gefühl. Jede Berührung geht ohne Umwege ins Herz, alles wird warm, alles wird weit. Ich würde Dich gern küssen, doch ich weiß, dass das zu weit ginge. Wir beide spüren die Liebe und Verbundenheit und das genügt, es ist ein Geschenk und das wissen wir beide…

Ich spüre, wie Du zurückweichst, wie Du den Abstand zwischen unseren Seelen vergrößerst und ich lasse zu, dass sich das Band wieder löst. Du verabschiedest Dich, wir halten uns nocheinmal fest im Arm, bedanken uns für diesen Augenblick und dann gehen wir beide wieder unserer Wege. Erfüllt von Liebe, weit im Raum, wie die Sterne, die nie zusammen sind und doch gemeinsam strahlen.

Und dann wache ich auf nach einem seltsamen Traum. Und obwohl die Bilder bereits in meiner Erinnerung schwinden bleibt das Gefühl von Liebe und Verbundenheit. Ich erinnere mich an ein goldenes Traumband, das zwei Seelen verband. Und obwohl es nur Trugbilder der Nacht waren, fühle ich mich doch erfüllt und verzaubert. (T)Raumzeit…

Fan vom Leben :-)

Es ist so wunderbar wenn man erleben darf, wie Menschen zu sich selbst heranwachsen – wie sie immer schöner und strahlender werden, weil sie neu entdecken wer sie wirklich sind. Diesen Prozess hatte ich selbst durchlaufen, aber bei sich selbst vergisst man schnell wie sehr man sich doch verändert hat. Es gab viele Rückschläge und der Weg war oft fast unerträglich schmerzhaft. Aber im Endeffekt war es doch irgendwie nötig, um dort anzukommen wo ich jetzt sein darf – ganz bei mir 🙂  Jetzt bin ich in einer anderen Position, darf andere zu sich selbst hinführen, ihnen zeigen wie sie sich selbst im Weg stehen und wie sie diese Blockaden auflösen können. Es ist erschreckend, wie sehr die Menschen mit ihren Themen identifiziert sind, wie sie gar nicht erkennen, wie sehr sie im Kampf sind. Sie merken nicht, dass sie gegen das Leben selbst kämpfen. Im Endeffekt will jeder nur geliebt werden, doch statt sich für die Liebe zu öffnen sieht jeder nur den Feind im anderen. Dabei verstehen sie nicht, dass sie nur ihren eigenen Schmerz im anderen erkennen. Aber wenn sie ihren Widerstand erkennen, wenn sie sehen, dass sie selbst eigentlich ihr einziger Feind im Raum sind, dann werden Mauern eingerissen und Masken fallen gelassen. Dann werden harte Gesichter auf einmal weich, trübe Auge wieder klar und Lachen erfüllt den Raum. Man entdeckt die Liebe wieder, erkennt, dass Liebe die volle Hingabe zum Moment, ans Jetzt, an Leben ist. Ich liebe diese Arbeit, es gibt nichts Schöneres für mich, als andere dorthin zu führen, wo sie ganz sie selbst sein können. Es ist immer wieder unglaublich, was bei dieser Arbeit passiert. Vesseling ist ein unglaubliches Geschenk und ich durfte mal wieder hautnah erfahren, wie nahezu Wunder geschehen. Es geht nur um die Annahme, dem Raum geben, was da ist und die volle Hingabe zum Augenblick. Keine Konzepte, keine Regeln, keine Grenzen, nur das Jetzt…Ich bin Fan vom Leben 🙂

Kennt ihr diese Träume, in denen man sich vorstellt man tut etwas, was man richtig gut kann und alle Freunde schauen dabei zu? Einen Auftritt vielleicht, oder einen Wettkampf, einen Vortrag, ein Konzert…was auch immer es sein mag? Man stellt sich vor, wie einem die Freunde bewundernd zusehen, zujubeln, applaudieren und jeder sieht, was man eigentlich drauf hat. Natürlich haben einen alle unterschätzt, nicht damit gerechnet, dass so ein Talent in einem schlummert und alle sehen einen danach mit komplett anderen Augen…

Nun, ich hatte oft solche Träume! Ich stellte mir vor, wie ich ein Konzert habe, Harfe spiele und singe. Besonders wenn ich verliebt war, habe ich mir immer gewünscht ER würde doch endlich sehen was ich kann, wer ich bin und mich mit anderen Augen sehen und sich dabei natürlich unsterblich in mich verlieben. Gut, soweit ging ich in den Träumen nicht immer, manchmal reichte mir schon die Vorstellung ein bisschen Respekt und Bewunderung für das zu bekommen, was ich kann.

Vor kurzem hatte ich einen solchen Auftritt, meinen ersten Auftritt mit Musikern, die Irische Musik machen. Dummerweise kam es zu einem großen Missverständnis. Ich ging von einem völlig anderen Programm aus und statt den sechs geprobten Stücken sollte ich ülötzlich über 20 Stücke spielen, von denen ich gut 70 % noch nie gehört hatte. Also fuhr ich zu dem Konzert mit dem Wissen, dass ich es einfach nicht gut machen konnte, dass ich es schlichtweg nicht können konnte! Und ich tat es einfach trotzdem (obwohl meine Nerven an dem Tag wirklich blank lagen). Ich wusste dass mein Exfreund kommen würde und dass er meine beste Freundin und Ihren Freund mitnehmen würde ( der Beste Freund von demjenigen, der mir den Sommer über so viel Kummer bereitet hatte). Damit hatte ich kein Problem, ich freute mich darauf!

Wir machten unseren Soundcheck und es war kurz vor Konzertbeginn und meine Freunde waren immer noch nicht da. Das Konzert fand in einem luxuriösen Hotel statt, prunkvoll ausgestattet, alles sehr edel. Dann, als wir soweit fertig und startbereit waren, sah ich durchs Fenster eine Horde Menschen ankommen, ich wusste sofort um wen es sich handelte… Und dann kamen sie alle herein – wilde Gestalten, teilweise mit Dreads und ausgesprochen alternativem Kleidungsstil – und setzten sich an einen Tisch mir gegenüber. Der Großteil war durch einen Raumteiler meinem Blick verborgen, der Einzige den ich sehen konnte war – wie sollte es auch anders sein – derjenige, bei dem ich es mir am meisten erträumt hätte und am meisten Angst davor gehabt hätte, dass er auftaucht. Ich konnte es kaum glauben – 6 Leute und sie kamen alle zu meinem Konzert – wie in einem dieser Träume. Nur zu dumm, dass sie ausgerechnet dann kommen, wenn ich das ganze Programm nicht kann, dachte ich mir. Das Ganze kam mir so surreal vor, es konnte einfach nicht wahr sein…Und wie so oft, sind die Dinge die man sich erträumt hat, wenn sie plötzlich wahr werden gar nicht so toll, wie man sie sich ausgemalt hat. Ich spielte mein Konzert und niemand bemerkte, dass ich die Stücke nicht konnte. Sie jubelten, lobten mich und saßen alle ganz zufrieden da. Es war ein schöner Abend, ein verrückter, wunderbarer Abend. Aber in meinen Träumen war eine solche Vorstellung viel größer und atemberaubender gewesen. Es war ganz normal, dass sie alle da waren. Ich freute mich darüber, es war ein schönes Gefühl, aber ich weiß jetzt auch, dass ich diesen Traum nicht weiter ausmalen muss. Wenn Träume wahr werden, sind sie oft sehr desillusionierend…zum Glück 😉

HerbstEs ist Herbst. Der kalte Wind singt davon und die Blätter, die sich dieses Jahr mit ihren Festtagsfarben etwas zurückhalten, flüstern von der dunklen Zeit, Kälte, Rückzug. Die verklärenden Sonnenstrahlen lassen die Bäume auflodern, verwandeln Braun in glühendes Lava. Die diesige Luft verleiht dem Bild einen unwirklichen, verschleierten Hauch. Die Wand zwischen den Welten scheint dünn zu werden, ein Schimmer Anderswelt leuchtet durch den Dunst hindurch. Die Welt riecht nach Verfall, nach sterbenden Blättern, nach Ruhe. Ich liebe diesen Frieden, den der Herbst hereinträgt. Ich liebe den modrigen Duft, die kalten Winde, sogar den Wolkenverhangenen Himmel, denn die Welt zwingt einen zu sich selbst zurück. Das Außen gibt so wenig Nahrung in dieser Zeit, das man die Quelle der Kraft in sich selbst suchen muss, irgendwo im tiefsten Inneren vergraben, manchmal fast vergessen. Bei Wärme und Sonnenschein übersieht man das taube, kalte Gefühl im Inneren oft. Zuviel Ablenkung, zuviel trügerischer Schein. Der Herbst ist ehrlich…

Es geht mir gut, irgendwie…meine Stimmung hat sich dem Herbst angepasst. Melancholie und Sehnsucht sind meine Wegbegleiter und ich genieße es, sie an meiner Seite zu habe, Es wäre so schön, nicht allein zu sein, seufzt die Sehnsucht und blickt wehmütig in die Ferne Richtung Berge. Ich stimme ihr mit einem traurigen Lächeln zu. Das Bett ist kalt, mir fehlt die Nähe, die Wärme, das Feuer. Ob ich wohl jemals wieder lieben werde? flüstert die Melancholie mit ihrer süßen, schwermütigen Stimme. Mein Herz krampft sich zusammen bei ihren Worten. Ihre Frage klingt in meinen Ohren nach und legt sich wie eine Decke aus weichen Tränen auf meine Seele. Nie wieder lieben…ich weiß dass das Blödsinn ist, ich weiß, dass ich wieder lieben werde, mich wieder verlieben werde, mich wieder verlieren werde. Aber nicht jetzt, jetzt ist Herbst. Gemeinsam allein gehe ich mit meinen alten Freundinnen Seite an Seite durch die Oktoberlandschaft. Wir genießen das Schweigen, die Stille. Jedes Bild geht ins Herz, jeder Duft in die Seele und ich bin zufrieden. Denn ich fühle die Sehnsucht und die Melacholie an meiner Seite, ich lebe und ich liebe, allein aber zufrieden. Denn auch Herbst und Winter gehören in meine Welt und die Schönheit in der Melancholie zu sehen, war mir schon immer zu eigen. Zeit für mich, Zeit in mich zu gehen, Zeit um wieder zu mir zu kommen. Jetzt ist Herbst 🙂

Be(f)reit

Die letzten Wochen waren ein emotionaler Marathonlauf und ich hatte zwischendurch bereits die Hoffnung aufgegeben durchzuhalten. Ich sah mich bereits irgendwo am Wegrand zusammenbrechen, gescheitert an den vielen Hürden, die den bloßen Lauf zusätzlich erschwerten. Ich hatte keine Kraft mehr, sah mich gefangen in einem Strudel aus tiefster, verzweifelter Dunkelheit und den Ausweg konnte ich nicht sehen. Der Schmerz in der Brust war so groß und so betäubend, dass ich Angst hatte, es würde niemals aufhören, ich würde ewig in diesem Sog der Traurigkeit, Wertlosigkeit und Selbstzerstörung gefangen sein. Der Schmerz war einfach zu mächtig, nahm mich immer wieder in Besitz und überrollte mich wie die donnernden Wogen der See, an der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand. es gab kurze Momente des Glücks, der Leichtigkeit in denen ich dachte, es sei endlich überstanden, doch es war stets nur wie ein kleiner Fetzen blauer Himmel in einem wolkenverhangenen Himmel.

Dann kam ich wieder zurück in die Heimat, war dem Auslöser meines Leids wieder näher, was die Schmerzen in der brust noch mehr verstärkte. Ich fühlte mich wie unter einer Käseglöcke – alle Geräusche gedämpft, Bilder verzerrt – ich fühlte mich unwirklich, war gar nicht richtig da. Ich war ein Gespenst im Raum verloren, aufgelöst und doch nicht frei, im Spiegel sah ich mich nicht…

…und dann ganz langsam kam ich wieder in den Körper. Ich hatte Kurs – ein Wochenende Shiatsu-Ausbildung – und die Arbeit brachte mich dem Jetzt wieder einen Atemzug näher, drückte mich wieder in mich hinein, fing das Gespenst wieder ein. Und dann kam die nächste Enttäuschung, die dann der Schlüssel zur ersten Tür Richtung Freiheit werden sollte. Ich war verabredet, mir wurde abgesagt – das übliche, denn ich will ja nicht zu viel erwartetn. Stattdessen erfuhr ich, dass eine gute Freundin wieder im Land war – Jene, die die schlimmen Wochen mit mir gemeinsam durchgestanden hatte und die sich jetzt in der Höhle des Löwens befand. und ich wusste, ich musste mich stellen, musste herausfinden, ob meine ängste der letzten Wochen real oder nur reine Illusionen waren. Also führ ich hin und spürte bereits, dass etwas in mir anders war, unabhängiger. Ich bog in die Einfahrt und sag ihn auf der Bank sitzen. ich spürte sein Unbehagen und ignorierte meins und stellte zu meinem großen Erstaunen fest, dass die Schmerzen verschwunden waren. Einfach weg! Einfach so! Und wir saßen zusammen, als wäre nie etwas passiert, mieden unsere Blicke ein wenig, doch ich spürte keine Enge, keinen Druck! Das war die erste Tür…

Die zweite Tür kam einige Tage später, als mich nochmal eine Woge der Selbstzweifel überrollte. Eine Vesseling-Sitzung klärte die letzten dunklen Schleier aus mir heraus und konnte fühlen, wie sich Teile von mir neu zusammensetzten. Ich spürte, dass sich jetzt tatsächlich etwas änderte.

Und Jetzt? Ich fühle mich das erste Mal in meinem Leben wirklich frei. Ich habe in einem schmerzhaften Prozess gelernt, was loslassen wirklich heißt und habe zum ersten Mal wirklich keine Erwartungen. Zum ersten Mal erwarte ich nicht, dass mich jemand sieht, mich jemand glücklich macht, jemand da ist. Zum ersten Mal brauche ich niemanden um mich selbst zu sehen und zu lieben ( wirklich zu sehen!). Zum ersten Mal fühle ich mich wirklich frei. Es ist egal was ist, was kommt, was ich gerne hätte…denn ich bin allein – eins mit allem! und ich bin bereit für die nächste Runde Achterbahn, eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt 🙂