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Posts Tagged ‘erkenntnis’

Die Welt ist weit…

Wir spüren nur die Enge in uns – und den Druck um uns herum.

Getrennt vom Leben neben uns, verzweifelt kämpfen wir darum

uns Platz zu schaffen, Raum zu finden

versuchen uns an das zu binden,

was uns Halt verspricht –

und dennoch, in dem reinsten Licht

der Klarheit unsres Angesichts

verblasst und auseinanderbricht

und uns befreit.

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Selbsterkenntnis ist ja bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung. Das ist eine Behauptung, die ich im Laufe meines Lebens meistens ignoriert habe. Ich hab immer genau gewusst was das Problem ist (nämlich ich), immer genau gewusst dass ich mich gerne in etwas hineinsteigere und in Selbstmitleid versinke…darüber war ich mir meistens im Klaren. Mein Problem war: ich änderte nichts daran. Ich fand mich mit der Tatsache ab, dass ich eben unkurierbar bin, einfach ein hoffnungsloser Fall in manchen Angelegenheiten. Und es war frustrierend, sehr sogar. Besonders nach den vielen Monaten in denen ich intensiv an mir und meinen Blockaden gearbeitet hatte und irgendwann feststellen musste, dass ich so nicht weiterkommen würde.

Und jetzt endlich, nach Wochen des Umherirrens in meinem Gedankenchaos, hab ich es endlich verstanden, letztendlich doch noch die ultimative Weisheit (nehmt mich nicht zu ernst^^) erlangt!! Ich habe es tatsächlich geschafft, aus meinem Kopfkäfig auszubrechen, den Schalter einfach umzulegen und auf Standby zu schalten. Und ganz plötzlich, unverhofft tun manche Dinge plötzlich einfach nicht mehr weh. Ganz plötzlich sind manche Ängste und Befürchtungen, die sich mit Sicherheit in selbsterfüllende Prophezeihungen verwandelt hätten, einfach verschwunden…weg!!!

Es ist schon eine seltsame Sache mit den Gefühlen…die Schmerzen sind ja schließlich immer nur in uns selbst, nur geben wir immer den Anderen, den Auslösern, die Schuld an unserem Herzeleid. Da verstrickt man sich so gern in „Ach hätt ich doch…ach könnt ich doch…ach würd er doch…ach wärs doch bloß…“-Gedanken und dabei verliert man völlig das eigentlich Wichtige und das einzige was in solchen Fällen hilft, aus den Augen, nämlich das Jetzt. Das einzige was wir haben und leben können, ist doch der Augenblick, und den soll ich mir mit Gedanken darüber verdunkeln, dass alles gerade nicht so sonnig ist wie früher?? Kein Wunder, wenn ich die ganze Zeit über die Vorhänge zugezogen habe, um schön tragisch im Selbstmitleid zu ersticken! Dann muss man die Sonne eben wieder herholen, oder wenigstens das Licht anmachen und siehe da…plötzlich ist alles wieder sonnig heiter und einfach wunderbar, weil man lebt, weil man fühlt, weil man den Augenblick genießt.

Es gibt so viele, die behaupten sie hätten den Weg zum wahren Glück gefunden, die behaupten sie hätten den besten Weg zur Zufriedenheit entdeckt. Und was sagen sie? Das, was jeder sagt, der verstanden hat worum es im Leben geht. Das, was alle wirklich Weisen und Erleuchteten (sofern sie es auch leben) sagen, jene Erkenntnis, zu denen unterschiedlichste Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen, völlig unabhängig voneinander gekommen sind…und zwar, dass das einzige was wir haben, der einzige Moment in dem wir leben, das Hier und Jetzt ist. Und da versteht es sich von selbst, dass grübeln über die Vergangenheit, ebenso wie über die Zukunft, einfach sinnlose Zeitverschwendung ist, vor allem, wenn diese Gedanken einem seelische Schmerzen bereiten. Jeder weiß das, oder? Jeder weiß, dass man den Augenblick genießen sollte und bewusst leben sollte, das ist keine neue Erkenntnis! Trotzdem muss es uns immer und immer wieder, oft erfolglos, eingeprügelt werden…

Ein apruptes Ende, viele Gedanken, die gerade herausgesprudelt sind und das Wissen, dass alles gut ist…vielleicht schaffe ich es diesmal, dass es anhält 🙂

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Ich muss mich korrigieren, von einem Moment auf den anderen anderte sich meine Sicht der Dinge. Es waren ein paar Worte, Bilder, wahre Bilder, die meine Seele wiederspiegelten und mir zeigten, dass ich mich nicht verstellen muss. Nein, ich muss nicht immer lächeln, muss niemandem heile Welt vorspielen, muss kein falsches Lächeln aufsetzen um andere nicht zu beunruhigen. Wieso sollte ich verbergen wie es mir geht? Wieso sollte ich sie glauben machen, in meinem Inneren sei alles in Ruhe und Ordnung? Mein Inneres ist momentan ein einziger Strudel, eine Müllhalde für angestaute Emotionen, unausgesprochene Worte, eingeschlossen und verriegelt mit schmerzhaft nach oben verzogenen Mundwinkeln. Ich habe das Recht meine Gefühle zu zeigen, ich darf sein, darf leben, für mich allein! Ich kann mich selbst aus dem Strudel befreien, kann schwimmen, muss nicht warten, bis mich jemand aus den Fluten zieht! Ich meine damit  nicht, dass man sich in seiner Trauer und Melancholie verlieren darf. Man muss immer daran denken, dass die Sonne wieder herauskommt, alles seinen Sinn hat, irgendwann einmal gut wird! Man soll das Lächeln nicht verlieren, denn auch jeder Regenschauer ist für etwas gut, ist Linderung für ein brennendes Herz, man darf auch nicht aufhören an das Schöne, das Gute zu glauben und man darf den Glauben an die Liebe nicht verlieren. Trotzdem muss man sich nie verstellen, nicht anderen zuliebe, nicht für sich selbst, denn man kann sein Herz nicht betrügen und man darf Emotionen nicht ignorieren, neimals verdrängen. Man muss sie zeigen, herauslassen, selbst wenn dies nur durch schreiben möglich ist…

Und deswegen werde ich versuchen mehr ich selbst zu sein, werde lächeln, aber werde auch weinen, kein falsches Lächeln mehr aufsetzen. Ich bin kein Clown mit aufemalten Lächeln, wenn ich jemanden zum Lachen bringe, so soll dies durch echte Freude geschehen und nicht durch alberne Visagen, Worte, Bewegungen. Der Mund lacht, wenn das Herz lacht!

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