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Posts Tagged ‘Liebe’

Göttin und Konigin nanntest Du mich.
Doch die Göttin ist vergessen,
sobald sie an Deiner Seite geht.

Du hast Dein Spiel gut gespielt, die Göttin in mir reingelegt,
bis sie sich sanft über Dich beugte.
Sie kam herab von ihrem Thron,
weil Deine Worte ihr schmeichelten.

Aber Deine Gebete sind vergessen,
und Du rufst die Göttin erst,
wenn Du in die Nacht hinausschreist
und nach dem Lichte suchst,
das eben noch so nah
und jetzt verschwunden ist…

 

©by johannatindomerel

 

 

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Komm, lass uns Träume trinken

Uns daran berauschen und den trügerischen Morgen

ein wenig länger Trug sein lassen.

Nimm noch einen Schluck,

das Leben ist kurz sagen die Leute

und man muss Tänze tanzen, solange die Musik spielt.

Oder die Welt klingen lassen, singen lassen

beben lassen im Takt der tanzenden Herzen.

Traumseifenblasen platzen,

lachen schillernd im Mondlicht,

bevor sie vergehen.

Hast du Angst?

Welche Ängste hat die Angst?

Komm, lass uns auf den Ängsten reiten,

Gedanken lähmen und

Zweifel zähmen.

Glaubst du, liebst du?

Hörst du das funkelnde Mondlicht

auf dem schwarzen See?

Siehst du die sanften Lieder des Waldes?

Schmeckst du das Gold der Abendsonne?

Fühlst du den Zauber in jedem Atemzug?

Komm, lass uns mit der Zeit tanzen,

Lass uns von Freiheit singen,

Lass uns Träume trinken,

Lass uns leben…

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Kurze Augenblicke beim Tanz durch die Menschen um uns herum, flüchtige Berührungen und Wünsche, die sich in der Menge verlieren. Der Rhythmus im Herz, die Leidenschaft im Blut bewegt unsere Körper, führt und zusammen und wieder auseinander, lässt ein unsichtbares Band entstehen, das uns für diesen Abend in seinem Bann hält. Ich sehe Dich, spüre die Anziehung und die Distanz und ich spiele mit, alles ist ein Spiel…eine Umarmung im Tanz, ich fühle Deinen Atem an meinem Hals, rieche Dich, spüre Deine Wärme an meinem Rücken. Wir bewegen uns wie ein Körper im Takt, Du führst mich, hältst meine Hände und bewegst meine Arme. Ich passe mich an, genieße es mich führen zu lassen Wir werden eins für diesen Moment. Meine Augen sind geschlossen, ich bin der Moment, bin die Bewegung, bin Du in diesem Moment. Die Zeit hält gebannt den Atem an in dieser Mondnacht, in der sich Himmel und Erde zärtlich zu berühren scheinen…

Das Lied ist aus. Wir halten einen Moment inne, doch die Zeit japst bereits nach Luft und der Zauber des Augenblicks verschwindet. Das Spiel geht weiter, einen Schritt näher zwei zurück. Irgendwann sitzt Du am Rand. Ich will mich selbst dazu überreden, weiterzutanzen, will Dir nicht nachlaufen, Dir nicht zu nahe kommen. Doch der Wunsch nach Nähe ist größer und ich überwinde meinen Stolz, der mir nachschreit, ich müsste mich jagen lassen, die kalte Schulter zeigen.

Ich setze mich zu Dir, lehne mich an dich und Du legst Deinen Arm um mich. Unser Atem gleich sich an, Du hebst mich und lässt mich wieder sinken. Deine Finger berühren sanft meine Hand, ich spiele mit ihnen, lasse sie zwischen meine gleiten, die Berührung raubt mir fast den Verstand. Die Musik spielt Lieder von Liebe, von Nähe, um uns herum wird getanzt, gefeiert und wir sitzen am Rand. Ganz sanft, fast schüchtern und zurückhaltend küsst Du meinen Nacken, alle Grenzen scheinen zu verschwimmen in diesem Augenblick, alles scheint sich im Raum zu verlieren und ich bin nichts mehr als reines Gefühl. Jede Berührung geht ohne Umwege ins Herz, alles wird warm, alles wird weit. Ich würde Dich gern küssen, doch ich weiß, dass das zu weit ginge. Wir beide spüren die Liebe und Verbundenheit und das genügt, es ist ein Geschenk und das wissen wir beide…

Ich spüre, wie Du zurückweichst, wie Du den Abstand zwischen unseren Seelen vergrößerst und ich lasse zu, dass sich das Band wieder löst. Du verabschiedest Dich, wir halten uns nocheinmal fest im Arm, bedanken uns für diesen Augenblick und dann gehen wir beide wieder unserer Wege. Erfüllt von Liebe, weit im Raum, wie die Sterne, die nie zusammen sind und doch gemeinsam strahlen.

Und dann wache ich auf nach einem seltsamen Traum. Und obwohl die Bilder bereits in meiner Erinnerung schwinden bleibt das Gefühl von Liebe und Verbundenheit. Ich erinnere mich an ein goldenes Traumband, das zwei Seelen verband. Und obwohl es nur Trugbilder der Nacht waren, fühle ich mich doch erfüllt und verzaubert. (T)Raumzeit…

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Es ist so wunderbar wenn man erleben darf, wie Menschen zu sich selbst heranwachsen – wie sie immer schöner und strahlender werden, weil sie neu entdecken wer sie wirklich sind. Diesen Prozess hatte ich selbst durchlaufen, aber bei sich selbst vergisst man schnell wie sehr man sich doch verändert hat. Es gab viele Rückschläge und der Weg war oft fast unerträglich schmerzhaft. Aber im Endeffekt war es doch irgendwie nötig, um dort anzukommen wo ich jetzt sein darf – ganz bei mir 🙂  Jetzt bin ich in einer anderen Position, darf andere zu sich selbst hinführen, ihnen zeigen wie sie sich selbst im Weg stehen und wie sie diese Blockaden auflösen können. Es ist erschreckend, wie sehr die Menschen mit ihren Themen identifiziert sind, wie sie gar nicht erkennen, wie sehr sie im Kampf sind. Sie merken nicht, dass sie gegen das Leben selbst kämpfen. Im Endeffekt will jeder nur geliebt werden, doch statt sich für die Liebe zu öffnen sieht jeder nur den Feind im anderen. Dabei verstehen sie nicht, dass sie nur ihren eigenen Schmerz im anderen erkennen. Aber wenn sie ihren Widerstand erkennen, wenn sie sehen, dass sie selbst eigentlich ihr einziger Feind im Raum sind, dann werden Mauern eingerissen und Masken fallen gelassen. Dann werden harte Gesichter auf einmal weich, trübe Auge wieder klar und Lachen erfüllt den Raum. Man entdeckt die Liebe wieder, erkennt, dass Liebe die volle Hingabe zum Moment, ans Jetzt, an Leben ist. Ich liebe diese Arbeit, es gibt nichts Schöneres für mich, als andere dorthin zu führen, wo sie ganz sie selbst sein können. Es ist immer wieder unglaublich, was bei dieser Arbeit passiert. Vesseling ist ein unglaubliches Geschenk und ich durfte mal wieder hautnah erfahren, wie nahezu Wunder geschehen. Es geht nur um die Annahme, dem Raum geben, was da ist und die volle Hingabe zum Augenblick. Keine Konzepte, keine Regeln, keine Grenzen, nur das Jetzt…Ich bin Fan vom Leben 🙂

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HerbstEs ist Herbst. Der kalte Wind singt davon und die Blätter, die sich dieses Jahr mit ihren Festtagsfarben etwas zurückhalten, flüstern von der dunklen Zeit, Kälte, Rückzug. Die verklärenden Sonnenstrahlen lassen die Bäume auflodern, verwandeln Braun in glühendes Lava. Die diesige Luft verleiht dem Bild einen unwirklichen, verschleierten Hauch. Die Wand zwischen den Welten scheint dünn zu werden, ein Schimmer Anderswelt leuchtet durch den Dunst hindurch. Die Welt riecht nach Verfall, nach sterbenden Blättern, nach Ruhe. Ich liebe diesen Frieden, den der Herbst hereinträgt. Ich liebe den modrigen Duft, die kalten Winde, sogar den Wolkenverhangenen Himmel, denn die Welt zwingt einen zu sich selbst zurück. Das Außen gibt so wenig Nahrung in dieser Zeit, das man die Quelle der Kraft in sich selbst suchen muss, irgendwo im tiefsten Inneren vergraben, manchmal fast vergessen. Bei Wärme und Sonnenschein übersieht man das taube, kalte Gefühl im Inneren oft. Zuviel Ablenkung, zuviel trügerischer Schein. Der Herbst ist ehrlich…

Es geht mir gut, irgendwie…meine Stimmung hat sich dem Herbst angepasst. Melancholie und Sehnsucht sind meine Wegbegleiter und ich genieße es, sie an meiner Seite zu habe, Es wäre so schön, nicht allein zu sein, seufzt die Sehnsucht und blickt wehmütig in die Ferne Richtung Berge. Ich stimme ihr mit einem traurigen Lächeln zu. Das Bett ist kalt, mir fehlt die Nähe, die Wärme, das Feuer. Ob ich wohl jemals wieder lieben werde? flüstert die Melancholie mit ihrer süßen, schwermütigen Stimme. Mein Herz krampft sich zusammen bei ihren Worten. Ihre Frage klingt in meinen Ohren nach und legt sich wie eine Decke aus weichen Tränen auf meine Seele. Nie wieder lieben…ich weiß dass das Blödsinn ist, ich weiß, dass ich wieder lieben werde, mich wieder verlieben werde, mich wieder verlieren werde. Aber nicht jetzt, jetzt ist Herbst. Gemeinsam allein gehe ich mit meinen alten Freundinnen Seite an Seite durch die Oktoberlandschaft. Wir genießen das Schweigen, die Stille. Jedes Bild geht ins Herz, jeder Duft in die Seele und ich bin zufrieden. Denn ich fühle die Sehnsucht und die Melacholie an meiner Seite, ich lebe und ich liebe, allein aber zufrieden. Denn auch Herbst und Winter gehören in meine Welt und die Schönheit in der Melancholie zu sehen, war mir schon immer zu eigen. Zeit für mich, Zeit in mich zu gehen, Zeit um wieder zu mir zu kommen. Jetzt ist Herbst 🙂

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Die letzten Wochen waren ein emotionaler Marathonlauf und ich hatte zwischendurch bereits die Hoffnung aufgegeben durchzuhalten. Ich sah mich bereits irgendwo am Wegrand zusammenbrechen, gescheitert an den vielen Hürden, die den bloßen Lauf zusätzlich erschwerten. Ich hatte keine Kraft mehr, sah mich gefangen in einem Strudel aus tiefster, verzweifelter Dunkelheit und den Ausweg konnte ich nicht sehen. Der Schmerz in der Brust war so groß und so betäubend, dass ich Angst hatte, es würde niemals aufhören, ich würde ewig in diesem Sog der Traurigkeit, Wertlosigkeit und Selbstzerstörung gefangen sein. Der Schmerz war einfach zu mächtig, nahm mich immer wieder in Besitz und überrollte mich wie die donnernden Wogen der See, an der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand. es gab kurze Momente des Glücks, der Leichtigkeit in denen ich dachte, es sei endlich überstanden, doch es war stets nur wie ein kleiner Fetzen blauer Himmel in einem wolkenverhangenen Himmel.

Dann kam ich wieder zurück in die Heimat, war dem Auslöser meines Leids wieder näher, was die Schmerzen in der brust noch mehr verstärkte. Ich fühlte mich wie unter einer Käseglöcke – alle Geräusche gedämpft, Bilder verzerrt – ich fühlte mich unwirklich, war gar nicht richtig da. Ich war ein Gespenst im Raum verloren, aufgelöst und doch nicht frei, im Spiegel sah ich mich nicht…

…und dann ganz langsam kam ich wieder in den Körper. Ich hatte Kurs – ein Wochenende Shiatsu-Ausbildung – und die Arbeit brachte mich dem Jetzt wieder einen Atemzug näher, drückte mich wieder in mich hinein, fing das Gespenst wieder ein. Und dann kam die nächste Enttäuschung, die dann der Schlüssel zur ersten Tür Richtung Freiheit werden sollte. Ich war verabredet, mir wurde abgesagt – das übliche, denn ich will ja nicht zu viel erwartetn. Stattdessen erfuhr ich, dass eine gute Freundin wieder im Land war – Jene, die die schlimmen Wochen mit mir gemeinsam durchgestanden hatte und die sich jetzt in der Höhle des Löwens befand. und ich wusste, ich musste mich stellen, musste herausfinden, ob meine ängste der letzten Wochen real oder nur reine Illusionen waren. Also führ ich hin und spürte bereits, dass etwas in mir anders war, unabhängiger. Ich bog in die Einfahrt und sag ihn auf der Bank sitzen. ich spürte sein Unbehagen und ignorierte meins und stellte zu meinem großen Erstaunen fest, dass die Schmerzen verschwunden waren. Einfach weg! Einfach so! Und wir saßen zusammen, als wäre nie etwas passiert, mieden unsere Blicke ein wenig, doch ich spürte keine Enge, keinen Druck! Das war die erste Tür…

Die zweite Tür kam einige Tage später, als mich nochmal eine Woge der Selbstzweifel überrollte. Eine Vesseling-Sitzung klärte die letzten dunklen Schleier aus mir heraus und konnte fühlen, wie sich Teile von mir neu zusammensetzten. Ich spürte, dass sich jetzt tatsächlich etwas änderte.

Und Jetzt? Ich fühle mich das erste Mal in meinem Leben wirklich frei. Ich habe in einem schmerzhaften Prozess gelernt, was loslassen wirklich heißt und habe zum ersten Mal wirklich keine Erwartungen. Zum ersten Mal erwarte ich nicht, dass mich jemand sieht, mich jemand glücklich macht, jemand da ist. Zum ersten Mal brauche ich niemanden um mich selbst zu sehen und zu lieben ( wirklich zu sehen!). Zum ersten Mal fühle ich mich wirklich frei. Es ist egal was ist, was kommt, was ich gerne hätte…denn ich bin allein – eins mit allem! und ich bin bereit für die nächste Runde Achterbahn, eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt 🙂

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Ich habe ihm einen Text geschrieben, genauer gesagt einen Liedtext und ich hätte nie gedacht, dass es tatsächlich dazu kommen würde, nach allem was passiert war…

Es war in jener Nacht, als wir zusammen am Lagerfeuer lagen, uns küssten und in den Armen hielten und ich mir einmal mehr wünschte, den Mond und die Sterne anhalten zu können. Er erzählte mir von einem Lied, dass ihm im Kopf herumtanzte und noch nicht herauskommen wollte. „Ich will doch nur eins: Ich will leben…“ sang er mir vor, Aus seinen Worten sprach der Wunsch nach Ausbruch, nach Freiheit…Ich sagte ihm, ich könnte ihm einen Text schreiben, oder es zumindest versuchen. Das war bevor ich ihn das erste Mal küsste…

Und danach konnte ich keinen Text mehr schreiben, denn meine Gedanken kreisten nur noch um Küsse und Lagerfeuer und Sternenhimmel und Mondschein und ich wusste dass er nicht der Typ war, der von Liebe sang. Seit dem ist viel Wasser die Soca hinabgeflossen (aber das ist eine andere Geschichte). Das Band riss, die Freundschaft nur ein wackliges Gerüst, zusammengehalten durch die Leute um uns herum und jede Begegnung eine schmerzhafte Erfahrung. Keine Nähe, keine sehnsuchtsvollen Blicke, keine Küsse am Lagerfeuer, das alles musste ich mir auf unangenehme Art und Weise aus dem Kopf schlagen und die Prügelei mit mir selbst dauerte länger als gedacht. Irgendwann ließ er einen Kommentar zu dem Lied los, dass es noch nicht fertig sei, weil ich ihm ja noch keinen Text gegeben hätte. Ich verkniff mir da die Bemerkung, dass ich nach allem was er (mir an-)getan sicher keinen Text mehr für ihn schreiben könnte und ich verbannte das Thema aus meinem Kopf.

Jetzt, nach über einem Monat – die Wogen sind halbwegs geglättet und ich kann ohne Implosionen seine Gegenwart ertragen – liege ich in der Badewanne und plötzlich kommt mir dieses Lied in den Sinn. Und der Text entsteht wie von selbst, fließt einfach heraus, so wie es immer ist wenn die Zeit einer Sache gekommen ist. Und ich lasse die Sätze im Geist groß werden und sie fühlen sich so wahr an, si richtig, so ehrlich…ich weiß, dass der Text ER ist, dass es SEIN Lied ist, dass ich IHN beschreibe und gleichzeitig bin ICH es selbst, über die ich singe. Plötzlich kann ich ihn verstehen, ich sehen…ein wunderschöner Augenblick und nein – es sind dabei keinerlei Drogen im Spiel, (wie es einem manche Menschen immer unterstellen wollen, sobald man ihnen von solchen Erfahrungen berichtet).

Ich habe Angst davor ihm den Text zu geben, vielleicht ist er ihm zu nah, zu echt? Ein Text auf Bayrisch, sehr ungewöhnlich für mich, die Worte lesen sich fremd. Es ist ja auch nicht mein Text, sondern seiner, die Worte mussten wohl im Dialekt kommen. Ich bin gespannt wie er reagieren wird. Ich für meinen Teil fühle mich im Moment sehr befreit, erfüllt von einem tiefen Gefühl der Verbundenheit und Liebe und tiefer Dankbarkeit dafür…

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Es begann wie ein süßer Sommertraum, fast unwirklich, vollkommen, ein Rausch der Sinne, der Hoffnung auf viele klare Sternennächte weckte. Die heißen Küsse am Lagerfeuer, der Tag am See, all das ließ Wünsche groß werden, die jedoch schnell wieder in sich zusammenschrumpften. Doch die Hoffnung starb nicht, ich wollte den Traum nicht loslassen, dir den Raum lassen, aber doch nicht ganz den Blick abwenden… Dann wieder zu zweit unter Sternen, vom Rausch hingerissen, weggerissen, umgerissen…Dann wieder Stille, keine Worte, stumme Blicke. Es war von Anfang an ein ständiges auf und ab, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass du eigentlich wolltest, aber dir selber im Weg standst. An diesem dürren Zweig machte ich meine Liebe fest, meine Hoffnung. Doch ich hätte nie gedacht, wie schmerzhaft Schweigen sein kann. Du sahst mich nicht, hörtest mich nicht, miedest meinen Weg. Der Druck war unerträglich, Dein Schweigen erdolchte mich und deine flüchtenden Augen waren wie würgende Hände ums Herz. Doch ich blieb stehen, gab den Glauben immer noch nicht auf, dass du nur nicht über deinen eigenen Schatten springen konntest. Doch immer wenn man glaubt, es könnte nicht schlimmer kommen, belehrt einen das Leben eines Besseren…

Eine Woche gemeinsam auf einem Festival…Es begann wieder vielversprechend. Unsere Blicke trafen sich, funkelten, die versehentlichen Berührungen durchströmten mich wie warmer Sommerregen und ich glaubte zu spüren, dass sich auch in dir ein warmes Gefühl regt. Zarte Berührungen in der Nacht, deinen Geruch in der Nase, deine Haut…ich ertrank fast in der Nähe.., bis ich plötzlich jäh umgeworfen wurde, als sich plötzlich eine ungesehen Mauer auftat. Mit blutender Nase trat ich zurück, machte wieder Raum und hoffte, dass du die Mauer wieder umwerfen würdest…doch diesmal blieb sie stehen. Eine Woche lang würdigtest du mich keines Blickes, schenktest mir keine Worte, obwohl wir nebeneinander schliefen. Es war fast unerträglich und es wundert mich selbst, dass ich daran nicht zerbrochen bin. Vesseling sei Dank, kann ich nur wieder sagen…irgendwann hast du es auch nicht mehr ertragen und mir gesagt, dass du mich nicht willst. Ich hatte ganz vergessen, wie sich ein gebrochenes Herz anfühlt. Meine Brust schmerzte wie ein glühender Krater, das Herz zerfetzt…

Und das schlimmste ist, ich kann immer noch nicht aufhören dich zu lieben, dich zu wollen und kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass du vielleicht doch noch erkennst, dass ich bin was du willst…ich würde gerne einen Schalter umlegen und die Gefühle löschen, doch so schmerzlich es ist, ich muss sie annehmen wie sie sind…

Doch jetzt, wo der Schmerz langsam nachlässt, spüre ich neue Kraft in mir, spüre mich selbst wieder und beginne mehr und mehr zu verstehen…es bleibt spannend…

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Über die letzten Tage könnte ich ganze Bücher schreiben. Über die Höhen und Tiefen die mit rasender Geschwindigkeit Achterbahnschlaufen nahmen, über die inneren Prozesse die zu Rollen anfingen wie Lawinen, losgetreten von einem kleinen Kiesel der an die falsche (oder doch richtige?) Stelle fiel, über die Schlaflosen Nächte im Gedankenkarrussel, über den Schmerz in der Brustgegend als alle Traumseifenblasen auf einmal zu platzen schienen…Ich könnte Romane schreiben!

Dann kam das Kleeblatt, vier Blätter mitten im Grün und ich verschenkte es, damit ich ein eigenes finden konnte. Es erinnerte mich daran, dass all die Tiefen einen Sinn hatten und ich gewann wieder die Zuversicht, dass ich daraus lernen, als innerer Sieger davonschreiten würde. Also überwand ich mich und führ Richtung Unwetter, Blitze zuckten über den schwarzen Himmel unter dem mein Ziel lag. Laute Blicke, stumme Lippen und ein aufgeregtes Gefühl ums Herz begleitete den Abend. Dann seine Worte, verwirrend, konfus, verstörend und irgendwie doch beruhigend? Es machte mich traurig, wie sehr er sich selbst im Weg stand, so weit weg davon war, das Leben so zu nehmen wie es kommt, die kleinen Hinweise zu sehen und die Chancen zu ergreifen, die mit lautem Rufen an ihm vorbei zogen. Es machte mich traurig, dass die Liebe so oft nicht frei sein kann und ich drehte mich um und ging wieder meiner Wege…allein…aber mit dem Wissen, dass ich nie allein war.

Und ich spürte die Kraft wieder, den Raum, das Licht der Sterne und die unendliche Weite die ich im Herzen trug. Ich wurde Liebe, ich war Liebe, werde immer sein. Und ich konnte es kaum erwarten, diese Kraft wieder hinaus zu tragen, zu teilen, damit mein Leuchten auch wieder auf mich zurückfallen konnte…

In wolkigen Nächten träumt man eben oft vom Sternenhimmel. Doch mit dem tiefen Wissen, dass das Licht immer da ist, der Sternenhimmel in mir,der unendliche Raum…

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(Warnung der Autorin: Ein langer unpoetischer Text über einen perfekten Tag. Für die sonstigen lyrischen Umschreibungen ist an diesem Tag einfach zu viel passiert, das herausgeschrieben werden muss, das würde sonst ein ganzer Roman werden 😉 )

 

Freitag war einer dieser Tage, die in sich einfach perfekt sind, von Anfang bis zum Ende, das nicht kam. Schon Vormittags bei der Vesseling-Sitzung spürte ich deutlich, dass sich etwas verändert hatte. Die Sitzung war intensiv und ich konnte wahrnehmen, wie sich eine stetige Unsicherheit in ein immer heller loderndes Feuer verwandelte. Doch da dachte ich noch nicht daran, wie schnell sich die Veränderung im Außen zeigen würde…

…Mittag ging rum, ich bekam einen kleinen Texter-Auftrag, setzte mich mit meinem Laptop in ein kleines lauschiges Eck im üppigen Garten und schrieb ein paar Zeilen bis ich irgendwann von einem orange aufleuchtenden Skypefenster überrascht wurde, Noch überraschter war ich von der kurzen Nachricht in der mir ein spezieller Freund verkündete, es sei die letzte Gelegenheit für diesen Monat mit ihm Ausreiten zu gehen. Mein Herz machte Freudensprünge, als ich die Nachricht las…das Einzige was meine Freude trübte, war der Gedanke, dass ich nicht viel Zeit für den „Ausritt“ hatte. Doch als er meinte, eine Stunde würds auch schon tun, sprang ich unter die Dusche und wartete dann auf den unerwarteten Besucher. Allein der Anblick, als er vor meiner Tür stand – mit schwerer Bikerlederjacke und Banditentuch um den Hals – machte den Tag schon nahezu perfekt. Seine blauen Augen blitzen als er mich zu seinem „Pferd“ – einer Harley führte. Ich schwang mich hinter ihm auf den Ledersitz und schlang meine Arme eng um seinen Körper, dann donnerten wir los.  Die Bäume und Wiesen flogen an uns vorbei, die kurvigen Straßen führten uns durch die gewaltige Bergkulisse unserer traumhaften Gegend und ich genoß jeden Augenblick, sog alle Sinneseindrücke in mich auf. Zeitweise schloß ich die Augen und spürte nur die Bewegung, blindes Vertrauen, alles war Eins- unsere Körper, das Motorrad, die Kuven – es gab nur noch das Gefühl für diesen Augenblick…

Sicher setzte er mich wieder Zuhause ab und wir redeten darüber, dass ich sie am Abend vielleicht noch zu einem Fest begleiten würde und verblieben bei einem distanzierten „bis nachher vielleicht“. Ich fuhr zu meiner Sitzung, saß sie ab bis um 10, bevor ich mich wieder bei dem Freund (um die Anonymität zu wahren künftig X genannt)meldete um über die Abendplanung informiert zu werden. Das Fest hatten sie (Also X und ein Freund von ihm, wir nennen ihn kreativerweise fortan Y) sich aus dem Kopf geschlagen und waren statt dessen zu einem Freund (ihn werde ich hier Q nennen, da der name Z bereits vergeben ist) gefahren. Q war aber nicht Zuhause, deswegen beratschlagten sich XY was wir tun könnten, während ich bei der Tankstelle einen Kasten Bier besorgte. Inzwischen waren die beiden zu dem Schluss gekommen, mit Q’s Zustimmung bei ihm Zuhause zu bleiben und sich dort zu betrinken. Also führ ich mit meinem Kasten Bier zu den beiden anderen, frei von Erwartungen was der Abend bringen könnte, da das in dieser Gesellschaft ohnehin nie vorauszusehen ist…

Ich kam in dem kleinen Paradis im Nirgendwo an und stellte zu meiner großen Freude fest, dass Z’s Auto in der Einfahrt stand, mit ihm hatte ich nicht gerechnet. Mit überraschter miene begrüßte er mich. Der Kronkorken sprang davon und ich genoß die kalten Schlucke Bier, die meine Kehle hinunterrannen.Wir redeten, tranken, genossen die Stille und X entfachte irgendwann voller Aktionismus ein großes Feuer. Ab da war der Abend schon fast zu perfekt. Wir saßen Biertrinkend am großen lodernden Lagerfeuer unterm klaren Sternenhimmel. Ich und 3 Männer – nette, atraktive Männer – es könnte kaum schöner sein…also fast nicht. X saß im Liegestuhl und ich durfte mit ansehen, wie er einen großen lodernden Holzscheit aus dem Feuer zog und sich damit lässig seine Zigarette anzündete…ich schmolz mal wieder dahin bei seinem Anblick, er würde immer mein Krieger bleiben und ich speicherte das Bild tief in meiner internen Festplatte ab. Ich bedankte mich bei ihm für diesen Moment, der für sich schon perfekt war. Irgendwann wankte dann Q daher. Man sah einen großen Schemen mit Dreads auf das Feuer zuwanken und auch dieser Moment landete wie so viele in meinem Speicher.Ich, allein mit vier netten Männern, der Abend war perfekt…eine Sternschnuppe schoß über den Himmel, und ich wünschte mir, dass dieser Abend noch lange andauern sollte. Z saß neben mir und wir redeten lange, ich genoß es, ihm endlich einmal so nahe zu sein. Ab und zu berührten sich unsere Knie oder Ellbogen und bei jeder Berührung schoß mir ein wohliger Schauer durch den Körper. Er wollte schon lange gehen, da er am nächsten Tag arbeiten musste, doch nach ein paar Stunden saß er zu meiner Freude immer noch neben mir. Meine Nachbarn zu meiner anderen Seite wechselten immer wieder und auch deren Gesellschaft genoß ich sehr. Besonders als ich zwischen X und Z saß wurde mir warm…zwei der attraktivsten und anziehendsten Männer in meinem Umfeld saßen rechts und links von mir. ich spürte ihre Wärme, hörte ihren Atem, blickte in ihre funkelnden Augen und doch waren sie noch zu weit weg in diesem Moment…doch es war perfekt. Ich weiß micht wie oft ich an diesem Abend dachte, dass der Abend einfach perfekt war und wie dankbar ich für dieses Geschenk war…Nach und nach würde meine Gesellschaft müde und Y und Q legten sich als erste schlafen. Mit X und Z trank ich noch einige Biere und ich fragte mich, wer von beiden wohl länger aushalten würde und wen ich an diesem Abend denn vielleicht noch küssen würde…

Irgendwann ging X auch fort und kehrte nicht mehr zurück. Nun waren wir nur noch zu zweit…Z, der eigentlich schon vor vier Stunden schlafen wollte, saß immer noch neben mir und wir starrten gemeinsam ins Feuer und fröstelten ein wenig, da es draußen – außerhalb unserer Decken – so kalt war, dass unser Atem Rauch schlug. Obwohl er ständig den Anschein erweckte, als wollte er gleich gehen, hielten wir das Feuer in Brand und er war immer noch da. Wir setzten uns auf den Boden und ich lud ihn ein, sich mit unter meine Decke zu gesellen, als er schlotternd vom Holznachlegen ankam. Wir rutschten immer näher…jetzt schon sehr nahe, aber trotzdem noch distanziert. Die Körperwärme von der Seite war angenehm und machte Lust auf mehr. Die ganze Zeit schoß mir durch den Kopf, wie es wäre ihn zu küssen, doch ich wagte es nicht, ihn anzusehen…da kam die nächste Sternschnuppe und ich wünschte mir, dass ich ihn an diesem Abend noch küssen würde. Der Himmel wurde schon heller und immer noch saßen wir nebeneinander da. Er sagte wie schön es hier sei – mit mir – und ich dachte mir nur „verdammt jetzt küss mich doch endlich“, doch er bewegte sich nicht. Ich rutschte näher, legte meinen Kopf auf seine Schulter und meine Herz hüpfte, als ich spürte wie er langsam in ganz kleinen, kaum merklichen Bewegungen meinen Arm streichelte. Ich legte meinen Arm um ihn und streichelte seine Brust, auch in ganz kleinen zögerlichen Bewegungen. Der Abend wurde immer perfekter… Alles in mir wollte ihn küssen, seine Lippen schmecken, seinen Atem spüren…izwischen lagen wir schon Kopf an Kopf aneinander und genossen die schüchterne Nähe. Irgendwann überwand ich mich dann und tat, was ich noch nie getan hatte – ich machte den ersten Schritt. Ich wollte seinen Kopf sanft mit meiner Hand zu mir drehen und ihn küssen, doch da zögerte er plötzlich und wich ein wenig zurück. Ihn plagte sein Gewissen, weil ich die Freundin von einem Kumpel war und für ihn das irgendwie nicht in Ordnung war…ich meinte das sei schon ok, es sei ja so auch schon ein mehr als perfekter Abend. Als er meinte, er wolle ja und ich ihn daraufhin fragte, warum er es dann nicht tat, küsste ich ihn erneut, diesmal ohne Gegenwehr und unsere Lippen suchten gierig nacheinander. Als wollte wir uns gegenseitig aufatmen und den Augenblick verschlingen küssten wir uns, feurig wild, sanft, behutsam, leidenschaftlich…ich brannte, mein ganzer Körper war wie Feuer, meine Lippen brannten, mein Kopf, meine Gedanken…alles loderte. Der Morgen brach an, die Vögel sangen, Nebel zog übers Feld, über das sich ein silbriger Feuerball erhob, während wir eng umschlungen auf der Erde am Feuer lagen – Dreck- und Rußverschmiert –  und nicht aufhören konnten, uns zu küssen. Ich wusste nicht, ob uns die anderen sehen konnten, aber es war mir in diesem Moment auch egal…das Feuer muß brennen, dachte ich. Es war so unwirklich, so schön, so intensiv, dass es mir vorkam wie ein Traum und ich hatte Angst vor dem Aufwachen. Doch wenn man nicht schläft muss man das Aufwachen auch nicht fürchten…es war halb sieben, ich musste gleich zu Hause sein…wir küssten uns wie Süchtige, die noch einen letzten Zug (und noch einen und noch einen…)  nehmen wollten, bevor sie wieder in den Entzug mussten. Immer noch vom inneren Feuer gewärmt küsste ich ihn ein letztes Mal, bevor ich ohne mich ein weiteres mal umzudrehen ins Auto stieg und davonfuhr, nach einer durchwachten Nacht…am Lagerfeuer…unterm Sternenhimmel…allein mit vier netten Männern…und einer von ihnen machte den Abend zu einem der allerschönsten, die ich je hatte…obwohl dazu alle ihren Teil beigetragen hatten. Mit einer großen gefüllten Schatzkiste an Augenblicken führ ich in das restliche Wochenende und verliere mich jetzt noch in der Traumwelt, wenn ich die Schatzkiste an Erinnerungen öffne und den Duft einsauge…

Zu schön um wahr zu sein? Vielleicht war es ja doch nur ein Traum, doch ich schwebe noch ein wenig weiter, in der Traumseifenblase…ein perfekter Tag…

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Was ist da nur über uns zusammengebrochen? Wir sehen uns im kleinen Skypefenster, gefühlte Dimensionen auseinander mit tränenfeuchten Augen an. Der Schmerz steht uns ins Gesicht geschrieben, doch beide sind wir gelähmt. Ich fühle keine Liebe, doch das ist nicht immer so…wieso spüre ich so oft diese tiefe Liebe und Verbundenheit und wie kann sie dann wieder einfach weg sein? Ich fühle mich wie ein Verräter, weil ich mir selbst nicht über meine Gefühle im Klaren bin und dich im Dunkel tappen lasse. Ich kann nicht sagen „Ich liebe dich nicht mehr“, denn das stimmt nicht, doch tiefe Liebe kann ich auch nicht empfinden. ich fühle mich taub, leer…wie von fern spüre ich den dumpfen, dröhnenden Schmerz in der Brust, doch Antworten gibt mir der Schmerz keine. Er sagt nur „Bleib Zusammen, dann wirst du leiden, trenne dich und es wird auch nicht besser“. Toll…da muss ich wohl durch. Doch der Gedanke uns zu trennen fühlt sich so unwirklich an, unmöglich an…ich will nicht dass es auseinander geht, doch ich weiß nicht, ob es zusammen noch funktionieren kann. Bin ich ein Lügner? Lüge ich mich selbst an, indem ich mir einzureden versuche, dass ich es probieren will? Oder mache ich mir etwas vor, wenn ich glaube, allein ginge es mir besser? Fragen, Fragen, Fragen, endlos viele Fragen und keine Antworten bis hinter den Horizont. Ich weiß nicht, wie lange mir die Kraft noch reicht.

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Was tut man, wenn es zusammen nicht funktioniert und man sich doch nicht trennen kann? Was macht man, wenn es zusammen viel zu oft schwer und drückend ist und der andere doch ein Teil der eigenen Welt ist und man fürchtet, sie könne plötzlich aufhören sich zu drehen, sobald man die unsagbaren Worte ausspricht? Was macht man, wenn ein Teil in einem sagt: „Es ist vorbei“ und die andere Stimme weiter darauf beharrt, dass es ja irgendwie doch alles gut ist? Was macht man, wenn man weiß, dass es so wie es ist nicht gut für einen ist und trotzdem will man sich nicht trennen? Ich verstehe mich nicht, ich verstehe uns nicht, ich verstehe nicht, wie es so weit kommen konnte.  Die zu Elefanten gemachten Mücken trampelten ohne Rücksicht unsere Welt kaputt, rissen alle Illusionen nieder und brachten die Grundfesten zum erbeben. Die Säulen stehen noch, aber sie sind so wacklig, dass ich es nicht mehr wage etwas darauf zu bauen. Ein paar Worte reichten um eine Schlucht zwischen uns auf zu reißen. Du kannst vielleicht weiter springen als ich, aber für mich ist die Distanz nicht überwindbar und ich weiß auch nicht, ob ich es riskieren würde. Aber es tut weh, alles tut weh, ich bekomme kaum Luft, so eng ist es mir um die Brust. Für dich ist alles gut? Ich kann es kaum glauben. Für mich ist nichts gut, die Nähe und Verbundenheit ist für mich nicht mehr spürbar. Manchmal rollen die Tränen einfach hinab, weil es mich so traurig macht dich nicht mehr greifen zu können, dich nicht mehr spüren zu können.  Zusammen allein – wir versuchen ein Bild aufrecht zu erhalten, das schon lange verwaschen wurde und die einst feinen Züge zu Fratzen verzerrte. Ich hab keine Kraft mehr, weiß nicht was ich tun soll, was wir tun sollen…ich will dich nicht verlieren und doch weiß ich, dass wir uns so nur gegenseitig die Kraft rauben. Vielleicht wäre es ohne dich besser, doch der Gedanke betäubt mich. Vielleicht ist es doch mit dir schöner, doch der Gedanke lähmt mich…Was tut man, wenn Herz und Kopf beide auf der Stelle treten und große Fragezeichen in die Luft starren? Wenn die Ratlosigkeit alles mit ihrem dumpfen Mantel umhüllt? Im Moment ist mein sehnlichster Wunsch Klarheit, damit sich endlich wieder Leichtigkeit ausbreiten kann…

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Mein Herz rast, ich bleibe noch einen Moment im Auto sitzen um meinen Atem zu beruhigen, doch lange halte ich es nicht aus. Ein entschlossener Atemzug, ich steige aus dem Wagen (diesmal ohne Zwischenfälle) schließe die Tür und mache mich auf die Suche nach der richtigen Hausnummer. Ich betätige die Klingel, Deine Stimme befielt mir wo ich lang muss. Was mein Herz doch für einen Sprung macht, als Deine Stimme erklingt, so angenehm, so anziehend…wir reden Stundenlang, ich höre Dir gerne zu, ich erzähle gerne. Manchmal bleiben unsere Blicke verheißungsvoll aneinander hängen, doch statt dass wir uns nähern, rutschen wir wieder ein Stück zurück – bloß nicht zu nahe. Immer wieder blicken sich unsere Augen an, erwartungsvoll, unsicher, kontrolliert. Immer diese Kontrolle, ich wünschte ich könnte sie einfach loslassen, mich einfach loslassen, wenn da nicht diese Unsicherheit wäre – schließlich braucht man die Kontrolle nur gegen die Unsicherheit, die Angst…Ich genieße jeden Augenblick, jede Geschichte, jeden Tropfen Whiskey, aber ich frage mich, warum es immer so läuft, wir uns jedes Mal mit vorsichtiger Distanz gegenübertreten, als hätten wir Angst etwas zu verlieren? Haben wir etwas zu verlieren? Würden wir etwas verlieren, wenn wir uns näher kämen? Lieben wir einen Traum, eine Traumseifenblase die platzt, sobald ein winziges Stück der Seele sie berührt? Wenn es immer so weiter gehen würde, es wäre auch gut…

Dann halte ich die Spannung nicht mehr aus, ich will Dich, Deine Lippen spüren, Dich riechen, Dich schmecken, Deinen Körper fühlen. Fast unbeholfen berühren sich unsere Lippen, fast wie beim ersten Kuss. Es ist immer der erste Kuss mit Dir, immer wieder, wie die erste Liebe. Doch schnell finden unsere Lippen wieder zueinander, ich spüre Deinen Atem an meinem Hals, sauge Deinen Duft in mich auf, als würde ich ihn das letzte Mal in mich aufnehmen können…ich liege in Deinen Armen, auf Deiner Schulter, Du bist mein Krieger, warst es immer, wirst es immer sein und ich darf Deine Göttin sein, für diese Nacht. Sonne und Mond, nie vereint und doch braucht der Mond die Sonne um zu leuchten…soll es wirklich so enden? Wird es jemals enden? Aus den Augenwinkeln erhasche ich Blicke, die Du mir zuwirfst, ein zufriedenes Lächeln huscht über Deinen Mund. Zu gerne wüsste ich, ob Du mich in diesen Momenten liebst, oder ob es doch einfach nur Zufriedenheit ist…

Aber eigentlich ist es auch gar nicht so wichtig. In diesen Nächten, hält die Zeit den Atem an. Alles außer der tickenden Uhr scheint stehen zu bleiben. Wir bewegen uns im unendlichen Raum, zeitlos für eine kurze Ewigkeit. Allein zu zweit? Die Gedanken sollen verschwinden, das Gedankenkarussell dreht sich so schnell, dass ich den Ausstieg nicht mehr sehe. Einfach sitzenbleiben, entspannen, loslassen und mal wieder einen der schönsten Momente in meinem Leben genießen, zu zweit. Und wenn es nach mir ginge, könnte es ewig so weitergehen…

Die Sonne streichelt mein Gesicht ich blinzele durch die müden Augen. Für einen Moment kommt es mir vor, als spürte ich Deinen Atem an meinem Hals, als würdest Du mir sanft über die Schultern steicheln…doch es ist nur die zweite Decke, die leer auf der anderen Hälte des Bettes liegt. Ein seltsamer Geruch steigt mir in die Nase…riecht irgendwie nach Seifenblasen…

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Schweigen schwebte durch die Nacht,

Sternenglanz sprach stumme Worte

öffnete verborgne Orte

dunkel strahlend ihre Pracht.

*

Silbern spiegelte der kühle

Tau das sanfte Licht der Sterne

Die Seele flog, nah ward die Ferne

als ich den Raum im Herzen spürte.

*

Und wir standen eng umschlungen

in dem grenzenlosen Raum

Zeitlos – wie ein süßer Traum

von dem Zauber ganz durchdrungen.

*

Deine Lippen fanden sachte

meine – und die stumme Zeit

tanzte mit der Ewigkeit

als still der Mond sein Licht entfachte.

*

Und wir breiteten die Schwingen

unsrer Seelen aus und flogen

in die Ferne und wir zogen

aus, um von dem Licht zu singen.

*

Mir scheint es war ein Frühlingstraum,

der mich ins Sternenmeer entführte

und meine Seele tief berührte

und ließ Unendlichkeit mich schaun…

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Meine Welt steht Kopf…nichts ist mehr, wie es vorher einmal war. Alles verändert sich mit so rasender Geschwindigkeit, dass ich mich fühle, wie in einem Karussell – unangeschnallt versuche ich mich festzuhalten, zum aussteigen ist es zu spät…oder nicht? Vielleicht wäre es gut, die Zeiger zurück zu stellen, von vorne beginnen, wieder versuchen wieder wie vorher weiterzumachen…vielleicht würde es ja diesmal klappen…Aber ich weiß, es ist zu spät um auszusteigen. Ich habe gleich mehrere Runden gebucht, bin dann zu langsam aufgestiegen und konnte mich nur noch an irgendetwas festklammern, als das Karussell plötzlich losschoss – ne neue Runde, ne neue Wahnsinnsfahrt…

Meine Welt steht Kopf und ich versuche mich in der neuen Perspektive zurechtzufinden, doch es gelingt mir nicht. Ich verwechsele unten und oben, links und recht, vorne und hinten…nichts ist mehr wie die Welt, die ich gekannt habe. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn da nicht die Zweifel wären, die sich immer wieder in mein Inneres schleichen. Die Zweifel, die sagen, dass irgendetwas nicht ganz richtig ist, irgendetwas ver-rückt ist, die mir einreden wollen, wieder zum alten, sicheren zurückzukehren. Alles wieder beim alten, das wäre so einfach…doch ein anderer Teil von mir weiß auch, dass es falsch wäre, dass es kein Zurück mehr gibt. Dieser Teil sagt mir, dass der Weg hart wird, dass ich mir in der Dunkelheit vielleicht oft den Kopf anstoßen werde, aber dass der Weg trotzdem gut ist, denn es ist mein Weg und ich muss ihn gehen. Doch meine Welt steht Kopf und ich kann keinen Kopfstand…

Verrückt, was einem das Leben oft abverlangt. Zuerst eine Woche auf Kurs, der mich mal wieder komplett umkrämpelt, dann die Konfrontation Zuhause, Trennung, Versöhnung, große Chancen, große Herausforderungen, lange Reisen, viele Erfahrungen, neues unbekanntes Land, Abschied, Trauer, Freude, Abenteuer…so vieles in so kurzer Zeit und ich merke selbst, wie ich mich mit jedem Tag verändere. Wie ich wachse, umgeworfen werde, aufstehe und immer weiter und sicherer meinen Weg gehe.  Die Zweifel sind da und sie schreien lauthals um Aufmerksamkeit. Ein kleiner Teil von mir möchte noch ein bisschen in Selbstmitleid baden, aber dieser Teil ist nur noch sehr klein. Im Gegensatz dazu wird eine Stimme lauter, die ich vorher selten gehört habe – die tiefste und ehrlichste aller Stimmen, die Stimme meines inneren Bildes, die nun endlich erhört wird und ich langsam anfange, es an die Oberfläche zu holen. Manchmal ist es noch ein wenig trotzig, manchmal traurig, weil ich es immer noch nicht verstehen will, immer noch nicht mutig genug bin, doch immerhin – ich kann es sehen, das Bild, höre seine Stimme, höre auf seine Wünsche und versuche zu wachsen an den Aufgaben, die es mir ständig stellt.

Manchmal fühle ich mich überfordert, klein, kraftlos…doch dann meldet sich wieder eine leise Stimme und in der Dunkelheit erscheint eine strahlende Hand, die mir wieder auf die Füße hilft. Es geht immer vorwärts, manchmal holprig, aber es geht voran. Und ich bin voller Aufregung und erwartungsvoller Freude, was hinter der nächsten Kurve wartet. Ich bin bereit…

Meine Welt steht Kopf…aber aus der Perspektive sieht das ganze ja eigentlich auch mal ganz nett aus 😉

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Jetzt lieg ich hier in meinem Hotelzimmer – allein – und versuche zu verstehen, was da mit uns passiert ist, was mit uns passiert. Ich will es nicht verstehen, kann es nicht begreifen, nicht glauben…

Ich liege da und die Musik in meinen Ohren bringt Zeiten zum klingen, in denen ich mich so gut fühlte wie noch nie, so sicher, so in mir selbst…Zeiten, in denen ich mir sicher war, dass jede Entscheidung, die ich treffe eine Richtige ist, Zeiten in denen ich mir sicher war, dass alles gut werden würde, alles gut ist. Und jetzt liege ich da, Musik von Liebe und Hoffnung in den Ohren und frage mich, ob ich den größten Fehler meines Lebens begangen habe, mit der Entscheidung die ich getroffen habe. Eigentlich hast du die Entscheidung für uns getroffen und ich mache dir keine Vorwürfe. Es war der einfache Weg, den du gewählt hast, und wer könnte dir dafür einen Vorwurf machen…War es ein Fehler, habe ich auf die falsche Stimme gehört? Ist es richtig, dass mir meine Freiheit mehr wert ist als eine feste Beziehung mit einem wunderbaren Menschen? Warum kann ich mich nicht einfach binden, warum nicht einfach auf dem Boden bleiben, wenn ich doch weiß, dass ich in den besten Händen bin, die mich nur halten könnten…irgendwo tief in mir weiß ich, dass ich das Richtige getan habe, als ich dir die Wahrheit über mich erzählte, als ich dir sagte dass ich dich liebe und trotzdem frei sein muss…War das falsch? Hätte ich mich selbst einsperren, zurückhalten sollen, für uns? Ich hätte mir vorstellen können, lange Zeit mit dir gemeinsam des Weges zu gehen. Auch wenn ich mal kleine Umwege genommen hätte – ich wäre wieder zurückgekommen, um mit dir Seite an Seite zu gehen. Doch der Gedanke macht dich krank, tut dir weh. Und ich verstehe dich und trotzdem wünsche ich mir nichts mehr, als mit dir zusammen zu sein. Es macht mich so unendlich traurig dich zu verlieren, ich kann es noch gar nicht fassen. Das große Glück gefunden, und so schnell wieder verloren, weil es einfach nicht passt? Das kann ich nicht glauben, doch ich verstehe dich so gut…ich habe mich verändert, die letzten Monate, sehr sogar und ich erkenne mich teilweise selbst nicht mehr. Doch ich kann mich nicht selbst verleumden…es würde mich krank machen, ich habe es die letzen Wochen selbst erfahren. Also haben wir uns wieder verloren, obwohl wir so viel gewinnen könnten, so viel geben könnten. Es macht mich so unendlich traurig, dass ich meine Liebe nicht leben darf, dass es nicht sein darf. Und ich bin wütend, auf mich selbst, weil ich mich nicht einfach mit dem was da war zufrieden konnte, und auf dich, weil du nicht versuchen willst mich zu verstehen, weil ich das Gefühl habe, du läufst davon. Aber trotzdem…ich verstehe dich so gut…

Jetzt sind wir wieder allein, ich und der Mond. Ich sehe mich auf der Waldlichtung stehen, der Mond fällt auf mein Gesicht, die Tränen, mein weißes Kleid, das lange Haar und ich singe wieder allein mit dem Mond, meinem Freund in dunkler Nacht. Denn die Nacht ist mein Freund und vielleicht muss ich allein sein um frei zu sein, die Nacht ist mein Freund. Ich weiß es nicht…ich sehe nur mein inneres Bild, es sinkt vor Trauer und Schmerz auf die Knie und weint in die Nacht, weil wieder eine Liebe nicht leben darf. Habe ich einen Fehler gemacht? Du bist ein unglaublich toller Mann, vielleicht hätte ich mit dir sogar alt werden können. Und doch ist mein Herz wie ein Vogel, es muss fliegen, frei sein…Du wärst der Ort gewesen, an den ich immer wieder zurück gekehrt wäre. Doch nun muss ich wohl in der Luft bleiben, erstmal keinen Boden unter den Füßen, bis die Kraft ausgeht…und bis dahin werde ich weiter machen wie immer. Atmen…atmen…atmen…in Wahrheit sind wir ja doch immer allein. Das einzige Zuhause, das uns immer bleibt ist tief in uns. Aber es nimmt den Schmerz nicht…aber es ist doch alles gut so, wie es ist. Was sollen wir wohl lernen? Warum dürfen wir nicht einfach gemeinsam sein? Was müssen wir lernen? Warum müssen wir uns verlieren? Ich habe keine Antworten und ich bin das Fragen müde. Ich werde weiterleben, weiterlieben, weitersingen, weitertanzen, weiterweinen, weiterlachen – ich hätte es lieber zu zweit getan, aber leben muss man ja ohnehin allein. Ich hoffe nur du wirst jetzt glücklich…

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Wenn ich doch ein bisschen Klarheit hätte! Wenn ich doch nur ein bisschen aufräumen könnte, in dem Chaos aus Gedanken, die die Gefühle klein werden lassen und versuchen sie zu begreifen, zu kontrollieren! Wenn ich mich doch nur verstehen könnte, sehen könnte, wonach ich eigentlich Ausschau halte, was ich suche, was ich will! Wenn ich doch nur den Mut hätte, einmal den Mund aufzumachen und zu sagen, was in mir vorgeht, was ich fühle und nicht weiß ob ich fühle! Wenn ich mich doch einfach einmal trauen würde die Sicherheit aufzugeben und etwas zu riskieren! Wenn ich doch nur wüsste, wie ich das anstellen soll…

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Denkst du ab und zu mich? Abends, wenn die dunkle Nacht zum Fenster hereinschaut und die Sterne flüsternd von der Einsamkeit singen? Erinnerst du dich noch an mich? An mein Lächeln, meine Stimme, meine Hände…kannst du die Berührungen noch auf deiner Haut spüren? Erinnerst du dich an den Geschmack meiner Küsse, meinen Atem an deinem Hals, im Rhythmus deines Herzschlags? Erinnerst du dich, wie wir uns in die Augen blickten, als gäbe es nichts wichtigereres auf der Welt, nichts wertvolleres…als wir uns ansahen, als wollten wir uns für immer behalten und niemals wieder loslassen? Weißt du noch, wie wir uns wieder und wieder erzählten, wie wir uns verliebt hatten, wie sich unsere Seelen gefunden hatten? Weißt du noch, wie magisch uns damals jeder Augenblick erschien, wie wertvoll jede Sekunde war, in der wir uns in den Armen halten durften?

Und schließlich ließen wir uns doch los, ließen uns frei, ließen uns ziehen. Schließlich lösten wir die Umarmung um uns wieder Raum zu geben, um eigene Wege zu gehen. Wir schlossen die Augen, damit die Seelen sich aus dem Blick verlieren konnten. Meine Seele wollte es nicht verstehen, in dem Moment, wollte noch nicht loslassen, nicht allein sein. Doch jetzt fliegt sie wieder, in Freiheit, in Schönheit, voller Kraft. Und ich bin dir dankbar, denn ich hätte meine Flügel nie selbst ausgebreitet, wenn du mich nicht fallengelassen hättest. Denn so lernte ich wieder zu fliegen.

Ich habe vergessen wie du riechst, wie deine Küsse schmecken, wie deine Hände berühren…ich weiß nicht mehr, wie es war, in deinem Blick abzutauchen und mich in den Seelenlabyrinthen treiben zu lassen, in dein Herz zu blicken und mich darin wieder zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie es war in deinen Armen zu liegen, deinen Atem zu spüren…

…doch ich weiß, es war ein gutes Gefühl! Ich denke oft an dich, erinnere mich an die Zeit, die gemeinsamen Erlebnisse, die Freude, den Schmerz…Die Erinnerungen bleiben, sie schlummern in einem goldenen Kästchen in meinem Herzen – gut verschlossen, aber jeder Zeit da um sie anzusehen, mich zu erinnern. Ich habe mich wieder gefunden, mich neu gefunden. Ich wünsche dir, dass du irgendwann auch einen Weg zu dir findest, dich endlich befreien kannst…

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Sieh mich an und sag mir kann

mein Blick Geschichten Dir erzählen?

Wenn Du mich anschaust, siehst Du dann,

wie mich die stummen Worte quälen,

wie sich in mir Gefühle regen

und Wünsche förmlich explodieren?

Verzweifelt wehr‘ ich mich dagegen,

will die Kontrolle nicht verlieren.

Wenn Du in diese Augen schaust,

siehst du dann, wie ich drum flehe,

dass Du mir nah kommst, Du dich traust,

weil ich schon innerlich zergehe

Und nicht den Mut hab Dir zu sagen,

dass ich Dich gern hab und vielleicht

noch mehr, ich würd so gerne fragen:

„Willst Du mich auch?“ Es wär doch leicht?!

Doch ich bin dumm und bleibe stumm

Ich sag kein Wort und dreh mich um

und wünscht ich hätte mich getraut.

Und wenn ich mir dann auf die Lippen beiße,

denk ich nur „Scheiße!

Ich habs versaut!“

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Ich sah dich stehen –

einsam –

im Nebel der

verschleierten Zwischenwelt.

Du konntest mich nicht sehen,

drüben auf der anderen Seite,

denn dein Herz

hatte das Sehen längst verlernt,

die Augen geschlossen.

Ich hörte,

wie der weiße Nebel

deinen stummen Schrei

verschluckte.

Du hörtest nicht,

wie deine Seele um Hilfe rief –

wortlos klingend, stumm verhallend.

Ich streckte dir

zitternd

meine kalten Finger hin

und teilte den Nebel

zwischen uns.

Doch du sahst mich nicht,

leere Augen, leeres Herz.

Ich rief nach dir,

doch die Sprache des Herzens

kanntest du nicht.

Du wolltest bleiben,

in deiner verschleierten Zwischenwelt

zwischen Schatten und Licht.

Denn deinen eigenen Schatten

fürchtetest du

und das Licht

erinnerte dich

an die Dunkelheit.

So nahm dich der Nebel

in seine kalten Arme,

ein Hauch von Trost,

erstickter Schmerz.

Und du hörst deine Tränen nicht fallen

Und du hörst nicht,

wie dein Herz nach Wärme

und Licht ruft.

Und deine Seele schreit.

Doch ich höre dich auch nicht mehr…

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