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Posts Tagged ‘Gefühle’

Es begann wie ein süßer Sommertraum, fast unwirklich, vollkommen, ein Rausch der Sinne, der Hoffnung auf viele klare Sternennächte weckte. Die heißen Küsse am Lagerfeuer, der Tag am See, all das ließ Wünsche groß werden, die jedoch schnell wieder in sich zusammenschrumpften. Doch die Hoffnung starb nicht, ich wollte den Traum nicht loslassen, dir den Raum lassen, aber doch nicht ganz den Blick abwenden… Dann wieder zu zweit unter Sternen, vom Rausch hingerissen, weggerissen, umgerissen…Dann wieder Stille, keine Worte, stumme Blicke. Es war von Anfang an ein ständiges auf und ab, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass du eigentlich wolltest, aber dir selber im Weg standst. An diesem dürren Zweig machte ich meine Liebe fest, meine Hoffnung. Doch ich hätte nie gedacht, wie schmerzhaft Schweigen sein kann. Du sahst mich nicht, hörtest mich nicht, miedest meinen Weg. Der Druck war unerträglich, Dein Schweigen erdolchte mich und deine flüchtenden Augen waren wie würgende Hände ums Herz. Doch ich blieb stehen, gab den Glauben immer noch nicht auf, dass du nur nicht über deinen eigenen Schatten springen konntest. Doch immer wenn man glaubt, es könnte nicht schlimmer kommen, belehrt einen das Leben eines Besseren…

Eine Woche gemeinsam auf einem Festival…Es begann wieder vielversprechend. Unsere Blicke trafen sich, funkelten, die versehentlichen Berührungen durchströmten mich wie warmer Sommerregen und ich glaubte zu spüren, dass sich auch in dir ein warmes Gefühl regt. Zarte Berührungen in der Nacht, deinen Geruch in der Nase, deine Haut…ich ertrank fast in der Nähe.., bis ich plötzlich jäh umgeworfen wurde, als sich plötzlich eine ungesehen Mauer auftat. Mit blutender Nase trat ich zurück, machte wieder Raum und hoffte, dass du die Mauer wieder umwerfen würdest…doch diesmal blieb sie stehen. Eine Woche lang würdigtest du mich keines Blickes, schenktest mir keine Worte, obwohl wir nebeneinander schliefen. Es war fast unerträglich und es wundert mich selbst, dass ich daran nicht zerbrochen bin. Vesseling sei Dank, kann ich nur wieder sagen…irgendwann hast du es auch nicht mehr ertragen und mir gesagt, dass du mich nicht willst. Ich hatte ganz vergessen, wie sich ein gebrochenes Herz anfühlt. Meine Brust schmerzte wie ein glühender Krater, das Herz zerfetzt…

Und das schlimmste ist, ich kann immer noch nicht aufhören dich zu lieben, dich zu wollen und kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass du vielleicht doch noch erkennst, dass ich bin was du willst…ich würde gerne einen Schalter umlegen und die Gefühle löschen, doch so schmerzlich es ist, ich muss sie annehmen wie sie sind…

Doch jetzt, wo der Schmerz langsam nachlässt, spüre ich neue Kraft in mir, spüre mich selbst wieder und beginne mehr und mehr zu verstehen…es bleibt spannend…

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Über die letzten Tage könnte ich ganze Bücher schreiben. Über die Höhen und Tiefen die mit rasender Geschwindigkeit Achterbahnschlaufen nahmen, über die inneren Prozesse die zu Rollen anfingen wie Lawinen, losgetreten von einem kleinen Kiesel der an die falsche (oder doch richtige?) Stelle fiel, über die Schlaflosen Nächte im Gedankenkarrussel, über den Schmerz in der Brustgegend als alle Traumseifenblasen auf einmal zu platzen schienen…Ich könnte Romane schreiben!

Dann kam das Kleeblatt, vier Blätter mitten im Grün und ich verschenkte es, damit ich ein eigenes finden konnte. Es erinnerte mich daran, dass all die Tiefen einen Sinn hatten und ich gewann wieder die Zuversicht, dass ich daraus lernen, als innerer Sieger davonschreiten würde. Also überwand ich mich und führ Richtung Unwetter, Blitze zuckten über den schwarzen Himmel unter dem mein Ziel lag. Laute Blicke, stumme Lippen und ein aufgeregtes Gefühl ums Herz begleitete den Abend. Dann seine Worte, verwirrend, konfus, verstörend und irgendwie doch beruhigend? Es machte mich traurig, wie sehr er sich selbst im Weg stand, so weit weg davon war, das Leben so zu nehmen wie es kommt, die kleinen Hinweise zu sehen und die Chancen zu ergreifen, die mit lautem Rufen an ihm vorbei zogen. Es machte mich traurig, dass die Liebe so oft nicht frei sein kann und ich drehte mich um und ging wieder meiner Wege…allein…aber mit dem Wissen, dass ich nie allein war.

Und ich spürte die Kraft wieder, den Raum, das Licht der Sterne und die unendliche Weite die ich im Herzen trug. Ich wurde Liebe, ich war Liebe, werde immer sein. Und ich konnte es kaum erwarten, diese Kraft wieder hinaus zu tragen, zu teilen, damit mein Leuchten auch wieder auf mich zurückfallen konnte…

In wolkigen Nächten träumt man eben oft vom Sternenhimmel. Doch mit dem tiefen Wissen, dass das Licht immer da ist, der Sternenhimmel in mir,der unendliche Raum…

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Wenn ich doch ein bisschen Klarheit hätte! Wenn ich doch nur ein bisschen aufräumen könnte, in dem Chaos aus Gedanken, die die Gefühle klein werden lassen und versuchen sie zu begreifen, zu kontrollieren! Wenn ich mich doch nur verstehen könnte, sehen könnte, wonach ich eigentlich Ausschau halte, was ich suche, was ich will! Wenn ich doch nur den Mut hätte, einmal den Mund aufzumachen und zu sagen, was in mir vorgeht, was ich fühle und nicht weiß ob ich fühle! Wenn ich mich doch einfach einmal trauen würde die Sicherheit aufzugeben und etwas zu riskieren! Wenn ich doch nur wüsste, wie ich das anstellen soll…

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Und weil ich schon mal hier sitze und nichts besseres zu tun haben will, schreibe ich gleich noch einen Artikel zur Woche 9, somit habe ich meinen Rückstand dann auch aufgeholt. Obwohl ich an dem Thema ein bisschen zu kauen habe und nicht wirklich weiß, was für ein Buch ich wählen soll. Das Thema: Bücher, deren (an sich sehr lesenswerter) Inhalt Euch so mitgenommen hat, das ihr aus emotionalen Gründen nicht weiterlesen konntet. (Das abgebrochene Buch.)

Puh, ich habe schon viele Bücher abgebrochen, aber aus anderen Grunden: Sie waren mir zu langweilig, zu schlecht geschrieben, zu intellektuell, zu doof, zu kitschig, zu trocken, zu schwer oder es kamen mir andere Bücher dazwischen. Aus emotionalen Gründen habe ich glaub ich noch nie ein Buch abgebrochen. Ich hätte eines aus emotionalen Gründen sehr gerne abgebrochen, aber das war leider nicht möglich, weil es eine Schullektüre war, über die ich Referat halten musste (Verstörung von Thomas Bernhard, wie der Name schon sagt, ein etwas anstrengendes Buch).

Obwohl, ein Buch fällt mir gerade doch ein, dass immer noch angebrochen und beiseite gelegt irgendwo wartet: Schlafes Bruder von Robert Schneider…ein Buch, dass ich wirklich gerne lesen würde, aber dass mich irgendwie zu sehr mitnimmt. Viel darüber sagen kann ich ja nicht, da ich es nicht gelesen habe, aber allein die Sprache finde ich emotional schon sehr anstrengend und dann die triste Grundstimmung und Hoffnungslosigkeit, die ich mir vielleicht auch nur eingebildet habe, auf mich wirkte alles jedenfalls sehr bedrückend…Vielleicht schaffe ich es Abschnittsweise, es lohnt sich bestimmt zu lesen. Oder ich schau mir einfach mal den Film an^^der hat wunderbare Filmmusik:

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Es ist spät, aber ich finde keinen Schlaf. Die dunkle Nacht klopft wütend an das Fenster, lässt das leere Haus beben und ächzen, aber es ist nicht das ewige Geheule des Sturmes das mich nicht schlafen lässt. Die Sehnsucht hat sich mal wieder eingeschlichen. Nicht die aussichtslose, hoffnungslose, selbstmitleidige Sehnsucht (naja, vielleicht ein bisschen Selbstmitleid), vielmehr ist es das Gefühl nur halb zu sein und trotzdem mehr als jemals zu vor. Das Wissen, nicht allein zu sein ist wunderbar, aber bei dem Gedanke an einsame Tage und Nächte  krampft sich mein Magen zusammen. Die alte süße Melancholie überkommt mich. Ich verbanne die heimtückische Stimme, die mir ins Ohr zischt, dass ich vorsichtig sein muss, nicht mit offenen Karten spielen darf, dass die Liebe ein gefährliches Spiel ist, das man nicht zu schnell für gewonnen erklären darf. Ich lächle und bringe sie sanft zum Schweigen, auch wenn ihre Worte mir kleine Stiche versetzen. Die Angst ist immer noch da, die Angst Ihn wieder zu verlieren. Und wenn irgendetwas dazu führen könnte, dann ist es genau diese vollkommen überflüssige, kräftezehrende Angst. Ich dachte ich hätte sie besiegt, ich dachte sie sei gegangen, als ich beschloss meine Rüstung abzulegen. Trotzdem versetzen mir manche Dinge unerwartete Stiche, deren Ursache ich selbst nicht erkenne, ich weiß dass es keinen Grund dafür gibt. Wahrscheinlich ist es nur, weil ich gerade allein zu Hause sitze, weil es dunkel ist und die Dunkelheit an dem Zimmer nagt und ich mich gerade einfach nichts sehnlicher Wünsche, als Ihn in den Armen zu halten. Ich weiß dass es Ihm genauso geht, dass er die gleichen sinnlosen Ängste hat wie ich…ich hoffe nur, dass uns diese Gedanken nicht wieder in unsere kleinen Schneckenhäuser treiben, jeder für sich, denn Liebe ist gefährlich.

Und dann schleicht sich plötzlich wieder ein leises Lächeln auf meine Lippen, weil mir mal wieder meine eigene Dummheit bewusst wird. Ich weiß, dass es mir noch nie bei jemandem besser gegangen ist, dass ich mich noch nie sicherer und mehr am richtigen Platz gefühlt habe, als bei Ihm und ich weiß, dass diesmal alles gut ist. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt und die Vergangenheit holt einen nicht mehr ein, wenn man immer schön einen Fuß vor den anderen setzt. Mag der Sturm auch noch so cholerisch wüten, ich bin hier, allein, zu zweit und alles ist gut…und es tut gut die Sehnsucht wieder zuspüren, das Brennen im Bauch, das Gefühl, allein nicht atmen zu können…selbst die kleinen Stiche fühlen sich irgendwie, auf ihre seltsame Art und Weise gut an. Ich kann mein Herz wieder fühlen…

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Manchmal ist Liebe leise. Langsam, ganz langsam schleicht sie sich heran, ihre Berührung ist so sanft wie ein lauer Sommerwind. Sie streicht einem liebkosend über die Wangen und man denkt, es sind nur die Sonnenstrahlen die einen wärmen. Das wohlige Gefühl in der Brust schiebt man auf den Sommer, die Wärme, das Licht, die Blumen, Schmetterlinge, das Leben. Die Liebe ist so leise, dass man sie manchmal vielleicht gar nicht hört. Sie ist nur ein stilles Flüstern, wie das leise Murmeln eines kleinen Baches, das man mehr spürt, als hört. Liebe schreit nicht, Liebe stellt keine Forderungen, hat keine großen Erwartungen, will niemanden ändern, Liebe ist leise…

Doch ich warte auf die laute Liebe. Auf das große Feuerwerk, auf den Festmarsch, mit Fahnen und Trompeten, auf das große Feuer, die unerschöpflichen Flamme. Vielleicht höre ich das sanfte Flüstern der leisen Liebe nicht, vielleicht lausche ich  in die falsche Richtung…oder vielleicht ist es doch nur der süße Sommerwind, der mir über die Wangen streicht, meine Haare zerstrubbelt und meine Seele fliegen lässt…Liebe ist leise, aber könnte ich sie wirklich überhören?

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Heute kam mich meine alte Freundin, die Sehnsucht, besuchen. Ganz sachte klopfte sie an meine Zimmertür und ich bat sie herein. Ich genoss die sanfte Umarmung, den süßen Schmerz,  fühlte, wie mein Herz beim Klang ihrer samtigen Stimme immer wärmer wurde. Sie entschuldigte sich, dass sie so lange Zeit nicht mehr hier gewesen war, aber im Winter, so erklärte sie mir, war sie immer ausgebucht. Sie musste sich in die Herzen so Vieler schleichen, dass sie gar nicht mehr wusste, wo sie anfangen, beziehungsweise weiter machen sollte. Ich versicherte ihr, dass ich vollstes Verständnis hätte und dass ich in letzer Zeit ohnehin viel zu beschäftigt gewesen sei. Ich erzählte ihr von allem, was mir in letzter Zeit widerfahren war. Sie fragte mich, ob ich einsam sei? Ich antwortete ihr, dass ich zurecht käme. Manchmal fühle ich mich schon ein wenig allein, aber das sei in Ordnung so, ich sei ja gerne allein. Sie blickte mich mit ihren sanften Augen an, die selbst das kälteste Herz zum schmelzen brachten. Ich sagte ihr, dass ich sie irgendwie vermisst hätte. Da lächelte sie ihr Lächeln, das selbst dem fröhlichsten Menschen die Tränen in die Augen trieb und ich fühlte, wie verletzlich ich doch war, wie dünn und empfindlich doch meine Haut ohne die Rüstung war, die ich entschlossen hatte, abzulegen. Ihre Berührung war wie warmer Sommerregen, der sich wie eine reinigende Decke auf meine Haut legte. Sie flüsterte mir leise ins Ohr, dass ich mich öffnen solle, dass das Glück zu dem kommt, der nicht danach sucht, dass ich mich in Geduld üben solle. Ich nickte wie ein artiges Kind, das Gesicht in ihrem seidigen Haar verborgen, das strahlte wie eine kühle Vollmondnacht. Sie nahm mich in ihre Arme, strich mir die Tränen von der Wange, küsste mich auf die Stirn und sagte mir, dass sie mich nun verlassen musste. Sie musste weiter, zu jenen, die das Ende der kalten Zeit herbeisehnten und sich in der Dunkelheit des Winters verloren. Aber sie würde wieder kommen, wenn es an der Zeit sei.

Ich blickte ihr nach, wie sie lautlos die Tür hinter sich schloss und mich allein in meinem Zimmer zurück ließ. Und ich lächelte, weil sie mich berührt hatte und ich das süße Gefühl der Sehnsucht wieder in meinem Herzen spüren konnte. Allein stand ich vor meinem Fenster, den Blick auf die Wolkenverhangenen Berge gerichtet. Die schweren Regenvorhänge wanderten über das Land, verwandelten die weiße Winterpracht in eine trübe grau-braune Masse. Ich nahm einen tiefen Atemzug und ließ die Gefühle einfach zu, fühlte mich eins mit der Unendlichkeit des Himmels und der Erde, spürte die kleine Flamme in mir, die an meinem Herz zehrte und ich lächelte, weil Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Schmerz, Freude und Verzweiflung eigentlich ein und dasselbe sind…

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