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Posts Tagged ‘Angst’

Ich sah dich stehen –

einsam –

im Nebel der

verschleierten Zwischenwelt.

Du konntest mich nicht sehen,

drüben auf der anderen Seite,

denn dein Herz

hatte das Sehen längst verlernt,

die Augen geschlossen.

Ich hörte,

wie der weiße Nebel

deinen stummen Schrei

verschluckte.

Du hörtest nicht,

wie deine Seele um Hilfe rief –

wortlos klingend, stumm verhallend.

Ich streckte dir

zitternd

meine kalten Finger hin

und teilte den Nebel

zwischen uns.

Doch du sahst mich nicht,

leere Augen, leeres Herz.

Ich rief nach dir,

doch die Sprache des Herzens

kanntest du nicht.

Du wolltest bleiben,

in deiner verschleierten Zwischenwelt

zwischen Schatten und Licht.

Denn deinen eigenen Schatten

fürchtetest du

und das Licht

erinnerte dich

an die Dunkelheit.

So nahm dich der Nebel

in seine kalten Arme,

ein Hauch von Trost,

erstickter Schmerz.

Und du hörst deine Tränen nicht fallen

Und du hörst nicht,

wie dein Herz nach Wärme

und Licht ruft.

Und deine Seele schreit.

Doch ich höre dich auch nicht mehr…

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Ich stelle den Motor ab, schalte das Licht aus und muss noch einen Moment im Auto sitze bleiben – atmen, das ist die Lösung – und dem glühenden Kopf noch einen Moment lassen um ein bisschen zu lüften und abzukühlen. Ich spüre meinen Herzschlag bis in die zugeschnürte Kehle, dabei frage ich mich, warum ich denn überhaupt so aufgeregt bin? Diese Unsicherheit ist es, das Nicht-Wissen worauf ich mich einlasse, was auf mich zukommt. Normalerweise plane ich, weiß was ich will, bereite ich vor und hab alles mehr oder weniger unter Kontrolle, Sicherheit! Und diesmal? Alles anders, weder mein Kopf, noch mein Bauch wissen Antwort und meinen nur „Du wirst schon sehen!“…na wunderbar! Der Atem ist wieder ruhig, das Klopfen in einem halbwegs normalem Rhythmus, dann gebe ich mir einen Ruck, öffne die Autotür (bleibe hängen, weil ich vergessen habe mich abzuschnallen) und schlendere grinsend zur Haustür. Dann ein Anruf, eine kurze Begrüßung und ein seltsames Gefühl, als ich die Treppen hinaufsteige. Ich packe meine Sachen aus und mache es mir auf  dem einzigen Sessel in dem kleinen Raum bequem, während er noch ein paar Hausmännischen Pflichten nachgeht. Ich frage mich, warum er mir so selten in die Augen sieht. Ich würde ihm so gerne lange in die Augen blicken können – die schönsten Augen die ich je gesehen habe – und ein bisschen in den Seelenlabyrinthen abtauchen, aber es reicht immer nur für einen kurzen Augenblick. Wir reden nicht viel, schauen Filme an, kommentieren ab und zu ein wenig, trinken, schlafen ein, wachen auf…immer mit einem großen Sicherheitsabstand. Wir sind Fremde…Ich frage mich, warum wir jetzt gemeinsam hier sitzen…wir haben uns noch nicht oft gesehen, drei Mal bis jetzt und oft bis in die Nacht geschrieben. Chatten ist ein Segen und ein Fluch zugleich – die Distanz wird für diese Zeit aufgehoben und andere Geister sprechen miteinander, in den meisten Fällen entsteht die Kluft aber sofort wieder, sobald man sich dann gegenüber steht…Die Distanz stört mich, aber ich weiß nicht, wie ich sie überwinden kann, und weiß nicht einmal, ob ich sie überhaupt wirklich überwinden will. Denn dann stellt sich die Frage: Was dann?

Wir legen uns hin, nebeneinander unter einer Decke – physischer abstand: 5 Zentimeter, psychischer Abstand: eine unüberwindbare Schlucht…ich kann nicht schlafen, höre seinen Atem, spüre wie ich meinen anpasse…ich stelle mir vor, wie es wäre ihn zu küssen, meinen Kopf auf seine Schulter zu legen, aber der Weg von meinen Lippen zu seinen scheint eine unüberwindbare Distanz zu sein. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen! Ich wäre sowieso viel zu feige. Aber ich genieße es einfach jetzt, in diesem Augenblick hier zu liegen, allein zu zweit…

Am nächsten Morgen Nachmittag bin ich auch noch nicht klüger als davor. Die Stimmung ist entspannt distanziert, fremd und doch irgendwie nah. Ich würde am liebsten den ganzen Tag da bleiben, einfach gemeinsam nichts tun, aber der Kopf sagt ich muss gehn und ihm seine Ruhe lassen. Vielleicht sind unsere Mauern auch einfach zu dick, um einen gemeinsamen Raum zu ermöglichen, ich würde mir gerne mit dem Vorschlaghammer daran zu schaffen machen…

Und zurück bleibt ein großes Fragezeichen und noch weniger Klarheit darüber, was ich eigentlich will. Ich will wissen was es ist, dass uns zueinander zieht, das uns so plötzlich verbindet obwohl wir so verschieden sind. Ich würde es so gerne wissen und verstehen, aber vermutlich muss ich es selbst herausfinden und irgendwo in mir nach der Klarheit graben…gar nicht so einfach, bei meinem Kopfchaos. Aber es lenkt wenigstens ab und lässt Raum für Träume…die haben wir ja besonders gern, die Träume 😉

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Ich war auf einem guten Weg, blickte voller Zuversicht voraus und glaubte an mich, konnte mich spüren, sehen…und dann auf einmal sah ich ihn und konnte mich nicht mehr sehen. Alles, was ich vorher so mühsam aufgelöst, abgelöst hatte, kam wieder hoch, alles umsonst, alles von vorne…Und je mir mir bewusst wurde, dass ich mich selbst aufgab, mich selbst verlor, mir selbst untreu wurde, mich belog und täuschte, desto mehr wuchs auch die Angst und der Widerstand. Ich hatte Angst, wollte mich nicht mehr sehen, aus Angst festzustellen, dass ich mich und alle nur täuschte. Jetzt sehe ich es und will es immer noch nicht wahrhaben. Und ich werde mich wieder in die „Schule“ begeben um wieder weiterzukommen, aber davor habe ich noch mehr Angst…vor dem Scheitern. Festzustellen, dass ich eine Lüge lebe vor mir selbst…ich bin gespannt wie es weiter geht, denn dort wo ich hingehe, da werden die Lügen durchschaut, die Mauern eingerissen. Ich würde es gerne wollen, aber dagegen wehre ich mich noch. Ich habe Angst meinen eigenen Masken erneut ins angesicht blicken zu müssen. Doch ich freue mich drauf, weil ich ja weiß, dass es gut wird.

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Ich kann nicht schlafen, will mich nicht hinlegen weil ich weiß, dass ich wieder stundenlang wachliegen werde, nachdenken werde, mich im Kreise drehen, mit dem Schlaf ums Einschlafen kämpfen werde. Ich würde mich gern ruhig stellen, den Hebel zum Schlafmodus umlegen, aber mein Herz rast ist einer eingeschnürten Brust, die Enge raubt mir den Atem. Ich frag mich, was für einen Käfig ich mir da überstülpe, mit welchen Ketten ich mich einschnüre, ich sehe ihn nicht, spüre nur die Enge, die mir keinen Raum lässt. Mein Kopf will Herz und Bauch fragen was los ist, doch sein fragender Ruf kommt nicht an, wird vom Quietschen des Gedankenkarussels, das nicht aufhören will sich zu drehen, übertönt. Mein Herz schlägt, ich höre es ja und spüre es. zumindest hat mein Kopf jetzt erkannt, dass ein Herz ja gar nicht gebrochen werden kann , oder zumindest nicht gebrochen sein kann, solange es noch schlägt. Aber irgendwas funktioniert da bei mir gerade gar nicht. Ich frag mich was ich will, was ich suche, was ich mir erwarte…als Antwort bekomme ich, dass ich mir doch eigentlich gar nicht viel erwarte und weiß auf was ich mich einlasse, im Leben…aber warum bin ich dann enttäuscht? Wieso bin ich unzufrieden mit dem was ich tue? Wieso unzufrieden mit einem Zustand den ich selbst wähle und dabei ja auch noch weiß auf was ich mich einlasse und welchen Weg ich einschlage? Irgendwie funktioniert die Kopf-Herz-Kommunikation nicht so ganz und der Bauch spinnt momentan sowieso rum (alte Zicke…). Aber es heißt ja so schön: Es gibt keine größere Distanz auf dieser Welt, als jene von unserem Verstand zu unserem Herz. Und da ist leider allzuviel Wahres dran. Ich hatte geglaubt, die Beiden ganz gut miteinander ins Gespräch gebracht und versöhnt zu haben, aber momentan scheinen sie sich mal wieder sehr uneinig zu sein…

…und ich will immer noch nicht schlafen, mein Bauch fühlt sich an, als befände sich ein Laufrad darin, in dem die Organe um die Wette laufen. Und mein Herz fühlt sich an, als wäre es in eine Blechdose gequetscht und als versuche es verzweifelt sie zu zersprengen, aber schafft es nicht einmal eine Beule hineinzubringen…

Naja, vielleicht hilft ja schlafen…

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Die letzten Tage fühle ich mich rastlos, unruhig, melancholisch,getrieben… Die Gedanken sind unruhig und zittrig, wie Blätter an dürren Zweigen, die versuchen den Halt nicht zu verlieren, noch ein bisschen länger an den Sommerträumen festzuhalten, den Fall noch ein bisschen hinaus zu zögern. Doch irgendwann kommt der Windstoß, der eine ganz besondere Windstoß, der sie losreißt, von dem Leben dass sie nicht aufgeben wollten. Der eine Windstoß, der den Blättern die letzten Widerstandskraft nimmt und sie erbarmungslos und doch sanft, in den Armen des Windes geborgen, davon trägt. Und dann fliegen sie, leicht und frei, lassen sich fallen, lassen sich treiben, tanzen dem Ende entgegen, das neuer Anfang, neues Leben ist…

Mein Windstoß ist noch nicht gekommen, ich klammere mich in gelähmtem Eifer fest und versuche den Zweig festzuhalten. Ich kann noch nicht fliegen, kann nicht loslassen, mich nicht fallen lassen, dem Wind nicht vertrauen…aber er wird kommen, der Windstoß, der mich meiner Kältestarre entreißt und in die Lüfte wirft. Denn ich will wieder fliegen…

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Und auf einmal ist der Regenbogen wieder da, das Leuchten in unseren Augen, die Liebe und der Glaube daran, dass alles gut ist und wir es irgendwann doch noch schaffen werden, über unsere Schatten zu springen. Mich haben die letzten Tage/Wochen viel gelehrt, viel ist mir klar geworden, vieles hab ich verstanden. Ich hab mich wieder auf die Reise gemacht. Ich habe noch viel zu lernen, muss lernen die Dinge  leichter zu nehmen, nicht so persönlich zu nehmen, doch ich bin wieder auf einem guten Weg in Richtung „Licht“. Nur allzu gern klammern wir uns an der Dunkelheit fest, die uns umhüllt hat, an den Themen und Traumata, die wir als unser Ich bezeichnen und ihnen widerstandslos die Macht über unser Leben geben. Wir geben der Vergangenheit die Schuld an unseren Problemen im Jetzt, eine einfach Lösung mit der man sich für alles rechtfertigen kann. Loslassen ist viel schwerer, wieso ist Leichtigkeit so schwer? Alles gar nicht so einfach, wenn man ein Gehirn hat, dass einem immer einzureden versucht, was man in seinem Leben tun darf und was nicht, besonders was man tun kann und was nicht. Nur allzu gut wenn man es ab und zu zum schweigen bringen kann und wieder auf den Bauch vertraut…alles wieder gut 🙂

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Vielleicht war es unbedacht, als du mir das Messer ins Herz gebohrt hast. Vielleicht war es unbeabsichtigt, ein Unfall, ein Versehen, doch sind Worte erst einmal ausgesprochen, so können sie nicht mehr zurück genommen werden. Mit tränenden Augen  spürte ich den Schmerz, fühlte den langsamen Tod eines großen Teils meines Herzens, den ich dir  einst bedingungslos  geschenkt hatte. Zu viele Fragen, zu viel Stolz-der verdammte Stolz, der uns schon mehrere harte Hiebe versetzt hat. Unerträglich ist das Wissen, dass es allein wir selbst sind, die unbedingt versuchen müssen alles kaputt zu machen-kranker Masochismus. In deinen Augen ist Schmerz, Fragen, Vorwürfe, Unverständnis-es ist mein Schmerz, du kannst ihn nicht fühlen, für dich hatten die Worte nicht dieselbe Bedeutung wie für mich, du verstehst es nicht. Fragen und Vorwürfe jagen durch den Raum, gepaart mit Angst und Wut und überall dieser verdammt verblendete Stolz, der uns ständig daran hindert bedingungslos zu lieben….aber du hast-aber ich will-aber ICH brauche…das ständige Gefühl zu kurz zu kommen, nicht genug Freiheit zu haben. Wieso kann man sich in Beziehung nicht frei fühlen? Wieso braucht man immer seine Freiheit vom Partner? Ich blicke in deine Augen, sehe den Jungen, den Mann, den Gegner, den Geliebten, Schatten, Licht und sehe mich selbst in dir…Wie kann man sich so ähnlich sein und es doch nicht schaffen, sich gegenseitig zu stützen, in die eigene Kraft zu bringen? Wieso müssen wir immer kämpfen?

Und plötzlich ist die Liebe weg, versteckt sich wieder hinter den stälernen Mauern des getretenen Herzens und hat Angst, will nicht mehr lieben, nicht mehr verletzt werden. Doch am meisten Angst hat sie davor, nicht mehr lieben zu können, lieben zu dürfen. Alles fühlt sich so falsch an. Die Fehler, die wir uns am Anfang schworen niemals zu machen, alle diese Fehler habe ich begangen, hast auch du begangen. Ich hab dich eingesperrt, wollte dich besitzen, wollte dich um meine Bedürfnisse zu erfüllen, könnte dich nicht einfach frei sein lassen. Ich kann es mir nicht verzeihen und doch kann ich es nicht ändern. Du wendest dich von mir ab, ich will dich bei mir haben, du fühlst dich bedrängt, du läufst davon-immer das gleiche…Es ist so gemein, dass einem die Menschen, die man am meisten liebt immer die allergrößten Schmerzen zufügen können. Niemand hat mich je so verletzt wie du und trotzdem will ich dich nicht verlieren, weil mich auch noch niemand so geliebt hat und ich noch niemanden so geliebt habe. Aber es tut so unendlich weh, weil ich Angst davor habe, die gleichen Fehler wieder zu begehen. Ich weiß nicht, ob ich es soweit aus meinem Stolz und Ego herausschaffe, dich bedingungslos zu lieben, ohne etwas von dir zu verlangen, außer deiner Liebe. Ich weiß es nicht…gerade gleube ich nicht, dass ich die Kraft habe und das tut am meisten weh. Ich will dich nicht verlieren, weil zu viel Gutes da ist, aber im Moment glaube ich nicht, dass wir es jemals schaffen werden nebeneinander zu gehen, ohne einander in Besitz nehmen zu wollen und ohne ständig unseren Stolz über die Liebe zu stellen. Ich sehe das Leuchten deiner Augen auf den Bildern, mein Leuchten, sehe die Liebe, die Verbundenheit. Und von einem Moment auf den anderen soll das alles nur Schall und Rauch sein? Ich verstehe es nicht, ich glaube es nicht, ich sitze, warte, hoffe und habe Angst davor, wie es mit uns weitergeht. Ich wünsche mir so  sehnlich, dass ich dich einfach wieder lieben kann, ganz und gar so wie du bist, mit deinen vielen Gesichtern, von denen du immer noch glaubst, dass ich sie nicht sehen würde-du unterschätzt mich, wie so viele-ich will mich dir wieder vollkommen öffnen können, mit dir sein, gemeinsam fliegen und tanzen, die Zeit anhalten und mit der Welt flüstern-es ist doch noch nicht alles verloren, oder?

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