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Archive for the ‘das Leben, das Universum und der ganze Rest’ Category

Die Welt ist weit…

Wir spüren nur die Enge in uns – und den Druck um uns herum.

Getrennt vom Leben neben uns, verzweifelt kämpfen wir darum

uns Platz zu schaffen, Raum zu finden

versuchen uns an das zu binden,

was uns Halt verspricht –

und dennoch, in dem reinsten Licht

der Klarheit unsres Angesichts

verblasst und auseinanderbricht

und uns befreit.

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Die Welt singt. Sie schwingt im Urklang, in der leisen Melodie, die alles durchdringt – dem Lied des Lebens. Und die Welt atmet im Takt…

„Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.“

(Joseph von Eichendorff, Wünschelrute)

 

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Komm, lass uns Träume trinken

Uns daran berauschen und den trügerischen Morgen

ein wenig länger Trug sein lassen.

Nimm noch einen Schluck,

das Leben ist kurz sagen die Leute

und man muss Tänze tanzen, solange die Musik spielt.

Oder die Welt klingen lassen, singen lassen

beben lassen im Takt der tanzenden Herzen.

Traumseifenblasen platzen,

lachen schillernd im Mondlicht,

bevor sie vergehen.

Hast du Angst?

Welche Ängste hat die Angst?

Komm, lass uns auf den Ängsten reiten,

Gedanken lähmen und

Zweifel zähmen.

Glaubst du, liebst du?

Hörst du das funkelnde Mondlicht

auf dem schwarzen See?

Siehst du die sanften Lieder des Waldes?

Schmeckst du das Gold der Abendsonne?

Fühlst du den Zauber in jedem Atemzug?

Komm, lass uns mit der Zeit tanzen,

Lass uns von Freiheit singen,

Lass uns Träume trinken,

Lass uns leben…

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Kennt ihr diese Träume, in denen man sich vorstellt man tut etwas, was man richtig gut kann und alle Freunde schauen dabei zu? Einen Auftritt vielleicht, oder einen Wettkampf, einen Vortrag, ein Konzert…was auch immer es sein mag? Man stellt sich vor, wie einem die Freunde bewundernd zusehen, zujubeln, applaudieren und jeder sieht, was man eigentlich drauf hat. Natürlich haben einen alle unterschätzt, nicht damit gerechnet, dass so ein Talent in einem schlummert und alle sehen einen danach mit komplett anderen Augen…

Nun, ich hatte oft solche Träume! Ich stellte mir vor, wie ich ein Konzert habe, Harfe spiele und singe. Besonders wenn ich verliebt war, habe ich mir immer gewünscht ER würde doch endlich sehen was ich kann, wer ich bin und mich mit anderen Augen sehen und sich dabei natürlich unsterblich in mich verlieben. Gut, soweit ging ich in den Träumen nicht immer, manchmal reichte mir schon die Vorstellung ein bisschen Respekt und Bewunderung für das zu bekommen, was ich kann.

Vor kurzem hatte ich einen solchen Auftritt, meinen ersten Auftritt mit Musikern, die Irische Musik machen. Dummerweise kam es zu einem großen Missverständnis. Ich ging von einem völlig anderen Programm aus und statt den sechs geprobten Stücken sollte ich ülötzlich über 20 Stücke spielen, von denen ich gut 70 % noch nie gehört hatte. Also fuhr ich zu dem Konzert mit dem Wissen, dass ich es einfach nicht gut machen konnte, dass ich es schlichtweg nicht können konnte! Und ich tat es einfach trotzdem (obwohl meine Nerven an dem Tag wirklich blank lagen). Ich wusste dass mein Exfreund kommen würde und dass er meine beste Freundin und Ihren Freund mitnehmen würde ( der Beste Freund von demjenigen, der mir den Sommer über so viel Kummer bereitet hatte). Damit hatte ich kein Problem, ich freute mich darauf!

Wir machten unseren Soundcheck und es war kurz vor Konzertbeginn und meine Freunde waren immer noch nicht da. Das Konzert fand in einem luxuriösen Hotel statt, prunkvoll ausgestattet, alles sehr edel. Dann, als wir soweit fertig und startbereit waren, sah ich durchs Fenster eine Horde Menschen ankommen, ich wusste sofort um wen es sich handelte… Und dann kamen sie alle herein – wilde Gestalten, teilweise mit Dreads und ausgesprochen alternativem Kleidungsstil – und setzten sich an einen Tisch mir gegenüber. Der Großteil war durch einen Raumteiler meinem Blick verborgen, der Einzige den ich sehen konnte war – wie sollte es auch anders sein – derjenige, bei dem ich es mir am meisten erträumt hätte und am meisten Angst davor gehabt hätte, dass er auftaucht. Ich konnte es kaum glauben – 6 Leute und sie kamen alle zu meinem Konzert – wie in einem dieser Träume. Nur zu dumm, dass sie ausgerechnet dann kommen, wenn ich das ganze Programm nicht kann, dachte ich mir. Das Ganze kam mir so surreal vor, es konnte einfach nicht wahr sein…Und wie so oft, sind die Dinge die man sich erträumt hat, wenn sie plötzlich wahr werden gar nicht so toll, wie man sie sich ausgemalt hat. Ich spielte mein Konzert und niemand bemerkte, dass ich die Stücke nicht konnte. Sie jubelten, lobten mich und saßen alle ganz zufrieden da. Es war ein schöner Abend, ein verrückter, wunderbarer Abend. Aber in meinen Träumen war eine solche Vorstellung viel größer und atemberaubender gewesen. Es war ganz normal, dass sie alle da waren. Ich freute mich darüber, es war ein schönes Gefühl, aber ich weiß jetzt auch, dass ich diesen Traum nicht weiter ausmalen muss. Wenn Träume wahr werden, sind sie oft sehr desillusionierend…zum Glück 😉

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HerbstEs ist Herbst. Der kalte Wind singt davon und die Blätter, die sich dieses Jahr mit ihren Festtagsfarben etwas zurückhalten, flüstern von der dunklen Zeit, Kälte, Rückzug. Die verklärenden Sonnenstrahlen lassen die Bäume auflodern, verwandeln Braun in glühendes Lava. Die diesige Luft verleiht dem Bild einen unwirklichen, verschleierten Hauch. Die Wand zwischen den Welten scheint dünn zu werden, ein Schimmer Anderswelt leuchtet durch den Dunst hindurch. Die Welt riecht nach Verfall, nach sterbenden Blättern, nach Ruhe. Ich liebe diesen Frieden, den der Herbst hereinträgt. Ich liebe den modrigen Duft, die kalten Winde, sogar den Wolkenverhangenen Himmel, denn die Welt zwingt einen zu sich selbst zurück. Das Außen gibt so wenig Nahrung in dieser Zeit, das man die Quelle der Kraft in sich selbst suchen muss, irgendwo im tiefsten Inneren vergraben, manchmal fast vergessen. Bei Wärme und Sonnenschein übersieht man das taube, kalte Gefühl im Inneren oft. Zuviel Ablenkung, zuviel trügerischer Schein. Der Herbst ist ehrlich…

Es geht mir gut, irgendwie…meine Stimmung hat sich dem Herbst angepasst. Melancholie und Sehnsucht sind meine Wegbegleiter und ich genieße es, sie an meiner Seite zu habe, Es wäre so schön, nicht allein zu sein, seufzt die Sehnsucht und blickt wehmütig in die Ferne Richtung Berge. Ich stimme ihr mit einem traurigen Lächeln zu. Das Bett ist kalt, mir fehlt die Nähe, die Wärme, das Feuer. Ob ich wohl jemals wieder lieben werde? flüstert die Melancholie mit ihrer süßen, schwermütigen Stimme. Mein Herz krampft sich zusammen bei ihren Worten. Ihre Frage klingt in meinen Ohren nach und legt sich wie eine Decke aus weichen Tränen auf meine Seele. Nie wieder lieben…ich weiß dass das Blödsinn ist, ich weiß, dass ich wieder lieben werde, mich wieder verlieben werde, mich wieder verlieren werde. Aber nicht jetzt, jetzt ist Herbst. Gemeinsam allein gehe ich mit meinen alten Freundinnen Seite an Seite durch die Oktoberlandschaft. Wir genießen das Schweigen, die Stille. Jedes Bild geht ins Herz, jeder Duft in die Seele und ich bin zufrieden. Denn ich fühle die Sehnsucht und die Melacholie an meiner Seite, ich lebe und ich liebe, allein aber zufrieden. Denn auch Herbst und Winter gehören in meine Welt und die Schönheit in der Melancholie zu sehen, war mir schon immer zu eigen. Zeit für mich, Zeit in mich zu gehen, Zeit um wieder zu mir zu kommen. Jetzt ist Herbst 🙂

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Ich habe ihm einen Text geschrieben, genauer gesagt einen Liedtext und ich hätte nie gedacht, dass es tatsächlich dazu kommen würde, nach allem was passiert war…

Es war in jener Nacht, als wir zusammen am Lagerfeuer lagen, uns küssten und in den Armen hielten und ich mir einmal mehr wünschte, den Mond und die Sterne anhalten zu können. Er erzählte mir von einem Lied, dass ihm im Kopf herumtanzte und noch nicht herauskommen wollte. „Ich will doch nur eins: Ich will leben…“ sang er mir vor, Aus seinen Worten sprach der Wunsch nach Ausbruch, nach Freiheit…Ich sagte ihm, ich könnte ihm einen Text schreiben, oder es zumindest versuchen. Das war bevor ich ihn das erste Mal küsste…

Und danach konnte ich keinen Text mehr schreiben, denn meine Gedanken kreisten nur noch um Küsse und Lagerfeuer und Sternenhimmel und Mondschein und ich wusste dass er nicht der Typ war, der von Liebe sang. Seit dem ist viel Wasser die Soca hinabgeflossen (aber das ist eine andere Geschichte). Das Band riss, die Freundschaft nur ein wackliges Gerüst, zusammengehalten durch die Leute um uns herum und jede Begegnung eine schmerzhafte Erfahrung. Keine Nähe, keine sehnsuchtsvollen Blicke, keine Küsse am Lagerfeuer, das alles musste ich mir auf unangenehme Art und Weise aus dem Kopf schlagen und die Prügelei mit mir selbst dauerte länger als gedacht. Irgendwann ließ er einen Kommentar zu dem Lied los, dass es noch nicht fertig sei, weil ich ihm ja noch keinen Text gegeben hätte. Ich verkniff mir da die Bemerkung, dass ich nach allem was er (mir an-)getan sicher keinen Text mehr für ihn schreiben könnte und ich verbannte das Thema aus meinem Kopf.

Jetzt, nach über einem Monat – die Wogen sind halbwegs geglättet und ich kann ohne Implosionen seine Gegenwart ertragen – liege ich in der Badewanne und plötzlich kommt mir dieses Lied in den Sinn. Und der Text entsteht wie von selbst, fließt einfach heraus, so wie es immer ist wenn die Zeit einer Sache gekommen ist. Und ich lasse die Sätze im Geist groß werden und sie fühlen sich so wahr an, si richtig, so ehrlich…ich weiß, dass der Text ER ist, dass es SEIN Lied ist, dass ich IHN beschreibe und gleichzeitig bin ICH es selbst, über die ich singe. Plötzlich kann ich ihn verstehen, ich sehen…ein wunderschöner Augenblick und nein – es sind dabei keinerlei Drogen im Spiel, (wie es einem manche Menschen immer unterstellen wollen, sobald man ihnen von solchen Erfahrungen berichtet).

Ich habe Angst davor ihm den Text zu geben, vielleicht ist er ihm zu nah, zu echt? Ein Text auf Bayrisch, sehr ungewöhnlich für mich, die Worte lesen sich fremd. Es ist ja auch nicht mein Text, sondern seiner, die Worte mussten wohl im Dialekt kommen. Ich bin gespannt wie er reagieren wird. Ich für meinen Teil fühle mich im Moment sehr befreit, erfüllt von einem tiefen Gefühl der Verbundenheit und Liebe und tiefer Dankbarkeit dafür…

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Farbenmeer, hundert Gesichter,

tausende Lichter kreisen um mich her.

Es fällt mir schwer, mich festzuhalten

in dem Strudel nicht zu verlieren

ich lass los, will es riskieren, alles riskieren,

nichts festhalten, kein Stillstand,

nie wieder Stillstand…

Nur der ewige Kreis in dem sich unsere Augen spiegeln

unser Blick sich findet und der Kuss ein Band besiegelt

das nie ewig hält.

zum Glück…

Wenn man fällt, kann man glauben man fliegt.

Fliegt im Farbenmeer, während alles verschwimmt.

Meine Seele singt und tanzt und ein Funke pflanzt

ein neues Samenkorn in meinem Herzen.

Flügel sprießen, ich atme Freiheit, einfach sein.

Einfach tanzen bis zum morgen, ohne Sorgen.

Du und ich ein stiller Kampf unterdrückter Liebe.

Das Band reisst wieder.

Zum Glück.

Unsere Hände lassen los. Freiheit!

Ersehnte Freiheit, halt mich in deinem Arm, ich tanze mit dir.

Schütze mich vor den Blicken der Gierigen, die noch nicht fallen und fliegen und tanzen…

Ich tanze hinab, mir dir, ohne dich, allein zu zweit.

So weit ist der Raum…

 

Und wie in einem wirren Traum, wache ich auf

und der morgen lacht mich an.

Oder aus, als ich um sieben ins Haus falle.

Nein fliege, nach durchtanzter Nacht,

als gäbs keinen Morgen mehr…

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Meine Welt steht Kopf…nichts ist mehr, wie es vorher einmal war. Alles verändert sich mit so rasender Geschwindigkeit, dass ich mich fühle, wie in einem Karussell – unangeschnallt versuche ich mich festzuhalten, zum aussteigen ist es zu spät…oder nicht? Vielleicht wäre es gut, die Zeiger zurück zu stellen, von vorne beginnen, wieder versuchen wieder wie vorher weiterzumachen…vielleicht würde es ja diesmal klappen…Aber ich weiß, es ist zu spät um auszusteigen. Ich habe gleich mehrere Runden gebucht, bin dann zu langsam aufgestiegen und konnte mich nur noch an irgendetwas festklammern, als das Karussell plötzlich losschoss – ne neue Runde, ne neue Wahnsinnsfahrt…

Meine Welt steht Kopf und ich versuche mich in der neuen Perspektive zurechtzufinden, doch es gelingt mir nicht. Ich verwechsele unten und oben, links und recht, vorne und hinten…nichts ist mehr wie die Welt, die ich gekannt habe. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn da nicht die Zweifel wären, die sich immer wieder in mein Inneres schleichen. Die Zweifel, die sagen, dass irgendetwas nicht ganz richtig ist, irgendetwas ver-rückt ist, die mir einreden wollen, wieder zum alten, sicheren zurückzukehren. Alles wieder beim alten, das wäre so einfach…doch ein anderer Teil von mir weiß auch, dass es falsch wäre, dass es kein Zurück mehr gibt. Dieser Teil sagt mir, dass der Weg hart wird, dass ich mir in der Dunkelheit vielleicht oft den Kopf anstoßen werde, aber dass der Weg trotzdem gut ist, denn es ist mein Weg und ich muss ihn gehen. Doch meine Welt steht Kopf und ich kann keinen Kopfstand…

Verrückt, was einem das Leben oft abverlangt. Zuerst eine Woche auf Kurs, der mich mal wieder komplett umkrämpelt, dann die Konfrontation Zuhause, Trennung, Versöhnung, große Chancen, große Herausforderungen, lange Reisen, viele Erfahrungen, neues unbekanntes Land, Abschied, Trauer, Freude, Abenteuer…so vieles in so kurzer Zeit und ich merke selbst, wie ich mich mit jedem Tag verändere. Wie ich wachse, umgeworfen werde, aufstehe und immer weiter und sicherer meinen Weg gehe.  Die Zweifel sind da und sie schreien lauthals um Aufmerksamkeit. Ein kleiner Teil von mir möchte noch ein bisschen in Selbstmitleid baden, aber dieser Teil ist nur noch sehr klein. Im Gegensatz dazu wird eine Stimme lauter, die ich vorher selten gehört habe – die tiefste und ehrlichste aller Stimmen, die Stimme meines inneren Bildes, die nun endlich erhört wird und ich langsam anfange, es an die Oberfläche zu holen. Manchmal ist es noch ein wenig trotzig, manchmal traurig, weil ich es immer noch nicht verstehen will, immer noch nicht mutig genug bin, doch immerhin – ich kann es sehen, das Bild, höre seine Stimme, höre auf seine Wünsche und versuche zu wachsen an den Aufgaben, die es mir ständig stellt.

Manchmal fühle ich mich überfordert, klein, kraftlos…doch dann meldet sich wieder eine leise Stimme und in der Dunkelheit erscheint eine strahlende Hand, die mir wieder auf die Füße hilft. Es geht immer vorwärts, manchmal holprig, aber es geht voran. Und ich bin voller Aufregung und erwartungsvoller Freude, was hinter der nächsten Kurve wartet. Ich bin bereit…

Meine Welt steht Kopf…aber aus der Perspektive sieht das ganze ja eigentlich auch mal ganz nett aus 😉

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Es ist unglaublich, was sich in einer Woche alles tun kann, wie man sich in wenigen Tagen verändern kann…ich wusste, dass die Woche intensiv werden würde. Ich hatte sogar Angst davor, weil es schmerzhaft ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, nicht wegzusehen, die Bilder aufzulösen, die Rollen abzugeben. Es ist nicht einfach, sich auf so einen Prozess einzulassen. Es ist jedesmal ein bisschen wie sterben, denn mit allem, das ich zurücklasse, stirbt ein kleiner Teil von mir – aber nur, um mich wieder ein Stück näher zu mir zu bringen. Diese Woche war anders als die letzen. Auch in den letzten Kursen hat sich viel bei mir gelöst, aber diesmal war alles anders. Noch bewusster, noch offener… Diesmal kann ich sagen, ich habs wirklich kapiert (wurde auch langsam Zeit…). Zum ersten Mal kann ich wirklich zu dem stehen, was ich kann, ohne Angst haben zu müssen, dass ich dabei irgendjemandem vor den Kopf stoße. Die Zweifel sind weg, die Angst ist weg und ich fühle mich einfach nur gut, leicht, frei, zufrieden, angekommen im Jetzt, in mir…einfach wunderbar. Ich würde das Gefühl gerne in Worte fassen, aber es gelingt mir nicht, die Worte wollen nicht herausfließen. Aber es ist ja auch gar nicht wichtig. Gut ist es – und zwar immernoch und die Veränderungen, die auch in meinem Umfeld geschehen sind noch ein deutlicherer Beweis für das, was sich in mir verändert hat. Schön wenn man das Gefühl auch außerhalb der „geschützten Werkstätte“ umsetzen kann und die Veränderung ins Leben tragen kann. Ich freue mich darauf, auf alles was kommt, alle Entwicklungen, Veränderungen, Bekanntschaften, Abenteuer und all die wunderbaren Menschen in dieser Welt, die meine Wege kreuzen und kreuzen werden. JETZT gehts erst richtig los 🙂 10…9…8…7…6…5…4…3…2…1…Gutes neues Jetzt!!! 😉

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Ist es Liebe? Verliebtheit? Bloße Träumerei? Flucht vor der Einsamkeit? Ein heimlicher Hilfeschrei?

Was suche ich bei dir? Sehne ich mich nur wieder nach einem Traumbild, das ich mir von dir erschaffe, oder könnte ich dich wirklich so wollen, wie du bist? Was sehe ich in dir? Was erwarte ich , ersehne ich mir?

Ungestellte Fragen, die im leeren Raum zwischen uns verklingen, ohne je gehört zu werden…verdammte Angst vor dem Fall…

Aber das schöne ist, es ist überhaupt nicht von Bedeutung die Antwort auf diese Fragen zu wissen, denn die Dinge entwickeln sich ohnehin von selbst und niemand kann ihren Lauf vorhersagen. Und was aus einer Bekanntschaft wird, das wird sich schon noch zeigen. Auf jeden Fall bin ich wieder eingestiegen, in das Spiel des Lebens, und bin gespannt was mir auf dem Spielfeld so alles begegnet…und da steht sie wieder, die kleine rote Spielfigur – bereit erneut geworfen zu werden, um einmal mehr aufzustehen…denn wie es endet, das ist sicher, aber wie es gespielt wird, das entscheide ich B-)

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Ein komisches Gefühl breitet sich in meinem Inneren aus – ein schmerzliches Stechen und bedrückende Schwere und doch habe ich zum ersten Mal wieder das Gefühl, dass Ruhe in mir einkehrt. Meine Hände zittern, mein Atem ist unruhig, aber es fühlt sich an, als würde der ganze angesammelte Druck sich so langsam wieder in die Bauchgegend absinken, wo er wieder in die Energie umgewandelt werden kann, die er sein sollte (Und ich spreche hier von rein energetischen Verdauungsvorgängen, keinen physischen 😉 ) Schwere, Leere, Erleichterung ein bisschen Bedauern, aber irgendwie doch das Wissen, dass es gut so ist, denn es ist vorbei. Das war dann wohl der Schlussstrich. Schluss mit geheuchelter Freundschaft und falschem Lächeln. Vielleicht war es echt für ihn, ich hatte ihm ja auch nichts getan, aber mich hat es krank gemacht. Damit ist jetzt vermutlich Schluss, nachdem was ich geschrieben habe. Ich habe ihm geschrieben wie es mir geht, hart aber sachlich, ohne Beschimpfungen ohne Lügen, wozu sollte das auch gut sein? Damit habe ich mir natürlich auch den Freundschaftsbonus vermiest, jetzt wird er nicht mehr nett zu mir sein, aber warum sollte er das auch? Schade dass es so kommen musste, aber es war abzusehen. Interessant finde ich es, was immer alles in Aussagen hineininterpretiert wird. Da schreibt man, dass man sich selbst belogen hat (also ich mich) und dann wird einem an den Kopf geschmissen, man würde behaupten er hätte einem (also mir) alles vorgelogen und nichts sei echt gewesen…naja, so ist das nunmal mit den Interpretationsspielräumen beim Schreiben. Aber auch gut…man versteht eben das, was man verstehen will, und wenn man glauben will, dass alle gegen einen sind und einem Vorwürfe machen, so muss es wohl so sein…es ist nicht wichtig…nicht mehr…es ist vorbei, und das ist gut so.

Natürlich tut es weh, loslassen tut immer weh und wenn man sich jemandem zum Feind machen muss, dann ist das auch keine schöne Entscheidung. Aber trotzdem noch besser als geheuchelte Freundschaft…Es ist das letzte Lied, Zeit ihn loszulassen und ich habe nicht vor ein neues zu dichten. Irgendwann vergeht der Schmerz des gekränkten Stolzes und dann werde ich deine Erinnerung vielleicht wieder besingen können, von den schönen alten Tagen singen…vielleicht auch nicht. Es werden neue Lieder kommen, und irgendwann werde ich bestimmt auch wieder von der Liebe singen, aber es werden andere Wanderer sein, denen die Nachtigall des Abends ihre Lieder zwitschert.

Wie Bob Dylan schon sagte:

But goodbye’s too good a word, gal
So I’ll just say fare thee well
I ain’t sayin’ you treated me unkind
You could have done better but I don’t mind
You just kinda wasted my precious time
But don’t think twice, it’s all right

(Bob Dylan – Don’t think twice)

Also geh und werde glücklich, ich bin froh, dass ich nicht mehr dabei zusehen muss! Ich bin dankbar für die Zeit, auch wenn ich mir das Ende anders gewünscht hätte. Doch so läuft das nunmal, niemand hat je behauptet, dass es einfach wäre. und jedem Ende wohnt schließlich ein Zauber inne, der neuen Anfang aufleben lässt. Und ich kann endlich loslassen, breite meine Arme aus und versuche wieder zu fliegen und zu fühlen was es heißt, frei zu sein…

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Gestern war so ein Abend, der in meiner Seele wieder lang verborgne Träume und Sehnsüchte weckte. Die Musik bei diesem wunderbaren Konzert weckte mich aus meinem traumlosen Schlaf, ließ das Herz tanzen, die Seele fliegen und erinnerte mich wieder an die verschleierten Zwischenwelten, in die ich mich schon lange nicht mehr geflüchtet hatte. Ich erinnerte mich wieder an die Träume, die mich früher in weite Ferne trugen, weg vom Alltag, tief hinein in die Seelenlabyrinthe der verzauberten Waldreiche und Auen. Ich jagte mit den Falken durch die Winde, ritt auf Wolkendrachen, pflückte Sterne vom Himmel, tanze mit Elfen auf tauschweren Lichtungen, folgte den Flötenklängen des Pan, schlief in dem Armen alter Bäume und wachte auf, vom Lachen der Blätter geweckt…Ich hatte das Träumen verlernt. Oder besser gesagt traute ich mich nicht mehr zu träumen, denn mit jedem Traum verstärkte sich die Sehnsucht, dass sie doch Wirklichkeit werden mögen. Jeder Traum machte das trübe Dasein in der „echten“ Welt (was auch immer man als die echte Welt bezeichnen mag) ein bisschen trister und trostloser.

Doch so funktioniert das mit dem Zaubern eben nicht – man kann sich nicht in andere Welten zaubern – man muss erkennen, dass sie immer schon hier waren, dass es nie eine Trennung zwischen den Welten gegeben hat, dass man diese Wunderwelten immer im eigenen Herzen trägt. Und öffnet man dann Herz und Seele, sieht man sie plötzlich, die Wolkendrachen, die Waldelfen und Wurzelgnome, die sich hinter knorrigen Bäumen verstecken. Dann hört man plötzlich den leisen Gesang der Wassernymphen (den man zuvor für bloßes Bachgeplätscher gehalten hat) und das Fauchen der Windreiter, die unermüdlich durch die Lande jagen. Dann sieht man wieder, dass der Himmel einem das schönste Geschenk macht, wenn er gefrorene Sterne zum Boden rieseln lässt, jede kleinste Schneeflocke das größte, vollendete Kunstwerk. Und man hört, wie die Erde wohlig aufatmet, als die weiße Decke über sie gelegt wird und sie sanft umhüllt. Dann schließt sie die Augen und lächelt, denn auch sie will einmal Zeit zu träumen…

…und auf einmal kann ich es wieder, das Träumen. Doch es sind keine trügerischen Traumseifenblasen, die platzen sobald sie die Sonne sehen. D i e s e  Träume sind nur das wache Auge des Herzens, das den Zauber des Lebens wieder sehen will…

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Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Artikel über einen ganz besonderen Ort geschrieben, an dem die Welt den Atem anzuhalten scheint und der ganze Alltagsstress ein bisschen weniger wichtig und erschlagend erscheint. Ein Ort, der schöner nicht liegen könnte – schützend umarmt von Bergen und Wäldern liegt er da, nicht weit von einem wunderschönen See. Überhaupt ist es einfach die wunderbarste Landschaft überhaupt und natürlich eine der allerschönsten Gegenden der Welt. Und wie ich schon damals schrieb, ist dort ein Teil von mir zu Hause. Ich wollte eigentlich aussteigen, meine Verantwortung abgeben und mich aus der ganzen Sache rausziehen, aber irgendwie komme ich einfach nicht los, muss doch wieder hin, wieder in diese wunderbare Welt mit all diesen wunderbaren verrückten Menschen. Ich liebe sie alle, noch immer! Schon seltsam, wenn man sich doch schon so viele Jahre kennt, seine Erfahrungen gemeinsam gemacht hat und miteinander gereift und ein bisschen erwachsener und noch viel kindischer geworden ist. Diese Menschen sehe ich so selten, und doch versteht man sich immer wieder wortlos, meist bei unzähligen einigen Gläsern Wein. Und dann sitzt man da, die letzten Flaschen geleert, nach einer zum Tag gemachten Nacht…schlafen gehen lohnt sich nicht mehr, deswegen geht man lieber noch spazieren, lässt sich in den Schnee fallen und da liegt man dann da…zu viert, glücklich (ich zumindest) und zufrieden (ich zumindest) im Schnee…bis sich dann schließlich doch der Kopf einschaltet und dem Körper erklärt, dass Schnee nach einer viertel Stunde doch ein bisschen kalt werden kann. Dann geht man zitternd zurück, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen (ich zumindest), kuschelt sich noch zusammen wie Hühner auf der Stange, unter viele Decken ins Bett, um das Zittern ein bisschen zu beruhigen, genießt die Nähe…eine schöne Nacht mit wunderbaren Menschen, wie immer 🙂 Mancheiner sagt, es sei eine blöde Idee gewesen, das sehe ich anders, weil es sich fast immer lohnt…

Aber nichts bleibt wie es war, die Welt dreht sich weiter, und auch wenn an diesem Ort die Zeit ein bisschen länger Luft zu holen scheint, so kann er den Veränderungen doch nicht ganz entkommen. Eine Ära geht zu Ende, aber wir werden es hoffentlich auch allein gemeinsam schaffen, den Zauber dieses Ortes am Leben zu erhalten, den magisch werden Dinge nur, wenn man sie dazu werden lässt 🙂

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Irgendjemand hat da oben wohl einen sehr fragwürdigen Sinn für Humor. Bei der Häufung ironisch anmutender, zufälliger Begegnungen ist es mir kaum mehr möglich nicht an Schicksal, Gott oder andere höhere Mächte zu glauben, die ganz eindeutig ihre Finger im Spiel haben und vermutlich irgendwo sitzen und schadenfroh lachen. Nennen wir diese Mächte im weiteren Verlauf einfach das Leben, denn es bleibt sich ja ohnehin gleich, wie man die Dinge beim Namen nennt. Auf jeden Fall hat jemand viel Spass dabei, das Drehbuch für Meines zu schreiben….Improvisationstheater… Oder vielleicht meint es das Leben auch nur gut? Vielleicht hat es gar keine bösen Hintergedanken, wenn es mir, wie in einem schlechten Film ständig nur das vor Augen führt, das (den) ich am wenigsten sehen möchte? Vielleicht will es mir nur helfen, schnell über das Vergangene hinwegzukommen, indem es mir immer wieder zeigt, dass es endgültig vorbei ist und mir freundlicherweise vor Augen führt, wie besagte Person zusammen mit anderen herumrennt! Wie viele Menschen gibt es? Wie viele Menschen bewegen sich jeden Tag durch diese Stadt und wie oft treffe ich in der Stadt Menschen die ich kenne? So gut wie nie…mit nie meine ich wirklich selten, so gut wie gar nicht. Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem genau die Person, die man von allen Menschen auf der Welt am allerwenigsten treffen möchte, immer überall zu den ungünstigsten Augenblicken antrifft? Mit immer überall meine ich unwahrscheinlich häufig und an den unwahrscheinlichsten Orten und immer zu den unwahrscheinlichsten Zeiten!! Wie wahrscheinlich ist die Tatsache, dass sich diese Person immer zu ungünstigen Zeitpunkten am gleichen Ort aufhält wie ich (mal abgesehen davon, dass in dieser Hinsicht kein Zeitpunkt der richtige wäre)?? Ich bin schlecht in Mathe, aber statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit  sehr gering. Vielleicht sollte ich Lotto spielen, wenn ich da das gleiche „Glück“ hätte, wäre ich schnell sehr sehr reich. Aber dabei darf man natürlich einige energetische Naturgesetze nicht vergessen, denen kann man sich leider nicht entziehen.

Naja, sei es wie es sei und wie es ist…irgendwie find ichs ja doch schon fast wieder lustig, zumindest ironisch und ich bin ja doch ein Freund der Ironie. Und das Leben ist nun mal ironisch und irgendjemand hat zumindest seinen Spass beim zuschaun. Und ich? Tja, ich werd wohl lernen müssen mitzulachen…

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Ich hatte das Zaubern verlernt…ich hatte verlernt alles um mich lebendig werden zu lassen, die Welt um mich tanzen zu lassen, im Rhythmus der Erde. Ich hatte verlernt das Kleine unendlich groß werden zu lassen und mit dieser Größe den weiten Raum meines Herzens bis in den letzten Winkel auszufüllen. Ich hatte verlernt die kleinste Flamme heller als das strahlende Licht der Sonne leuchten zu lassen und nur mit einem stillen Gedanken den dunkelsten Raum zu erhellen. Ich hatte verlernt tiefe Wunden mit einem warmen Lächeln zu heilen und Tränen der Trauer zu Quellen des Lebens werden zu lassen. Ich hatte verlernt kalte Masken mit der Wärme meines Herzens zu schmelzen und unüberwindbare Mauern einzureißen, indem ich sie nur behutsam mit den Fingern berührte. Ich hatte verlernt an die Magie zu glauben, die mich durchströmt, mit allem verbindet, mächtig und verletzlich, stark und zart, unendlich groß und klein macht. Ich hatte verlernt auf das Leben zu vertrauen, mich führen zu lassen vom Puls der Erde, der Stimme des Windes. Ich hatte verlernt auf dem Rücken der Wolkendrachen bis zu den fernsten Sternen zu fliegen, mich fallen zu lassen, durch Zeit und Raum zu schweben, getragen von den Händen der Magie, des Universums, des Lichts, das alles ist und nichts…

Ich wachte auf, geweckt von einer bekannten Stimme, die mich wie eine alte Freundin zu sich rief. Ich wachte auf und hielt die Welt in Händen – meine Welt, die ich liebevoll und mit erstaunten Augen betrachten konnte. Und ich wurde klein und die Welt um mich wuchs und wurde größer und größer. Ich wachte auf und fühlte, wie der Zauber meinen Körper durchströmte, die Magie jede Zelle pulsieren ließ, und alles war Licht…und dann wachte ich auf.

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Die letzten Tage fühle ich mich rastlos, unruhig, melancholisch,getrieben… Die Gedanken sind unruhig und zittrig, wie Blätter an dürren Zweigen, die versuchen den Halt nicht zu verlieren, noch ein bisschen länger an den Sommerträumen festzuhalten, den Fall noch ein bisschen hinaus zu zögern. Doch irgendwann kommt der Windstoß, der eine ganz besondere Windstoß, der sie losreißt, von dem Leben dass sie nicht aufgeben wollten. Der eine Windstoß, der den Blättern die letzten Widerstandskraft nimmt und sie erbarmungslos und doch sanft, in den Armen des Windes geborgen, davon trägt. Und dann fliegen sie, leicht und frei, lassen sich fallen, lassen sich treiben, tanzen dem Ende entgegen, das neuer Anfang, neues Leben ist…

Mein Windstoß ist noch nicht gekommen, ich klammere mich in gelähmtem Eifer fest und versuche den Zweig festzuhalten. Ich kann noch nicht fliegen, kann nicht loslassen, mich nicht fallen lassen, dem Wind nicht vertrauen…aber er wird kommen, der Windstoß, der mich meiner Kältestarre entreißt und in die Lüfte wirft. Denn ich will wieder fliegen…

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Irgendwie sind Männer schon amüsante, faszinierende Wesen, zumindest im betrunkenen Zustand. Da predigen sie einem im nüchternen Zustand davon, wie unkompliziert sie  es mit einer Affaire halten wollen, dass sie ja keinen Stress wollen, keine Verantwortung und überhaupt, einfach keine Probleme wollen und das Ganze auch noch vor ihren Freunden geheim halten wollen. Frau hat kein Problem mit diesen Abmachungen, weil ihr im Moment auch nach nichts anderem ist, und eine unkomplizierte „spezielle Freundschaft“ mit jemandem, mit dem man auch noch gut reden kann, ja eigentlich etwas sehr schönes ist.

Frau begegnet Mann dann unerwartet in vollkommen betrunkenem Zustand (Frau noch relativ nüchtern) und Mann ist vollkommen überwältigt, wie unkompliziert Frau ist, und kann es gar nicht glauben, dass sie keinen Terror macht, als er sie zum rauchen alleine stehen lässt und will einfach nicht glauben, dass Frau das Ganze wirklich so unkompliziert sieht. Mann wird indessen immer betrunkener, macht Frau wunderbare Komplimente wie „ich find dich ja ganz ehrlich eigentlich schon irgendwie relativ süß“. Frau bedankt sich für das unglaublich charmante Kompliment und weiß die großen Geständnisse nicht ganz einzuschätzen und amüsiert sich sehr über das fast verlegene Verhalten des Mannes. Dann redet Mann mit Freunden, kommt zurück und küsst Frau unerwartet vor seinen Freunden, mit dem Kommentar „Hallo Schatz“, was Frau dann doch ein wenig perplex macht.

Später plant Frau mit Mann und seinen Freunden noch weiterzuziehen und andere Orte unsicher zu machen. Mann blockt plötzlich vollkommen ab und geht ein Stück weg. Frau will nur wissen ob Mann mitkommt oder nicht, Mann fängt plötzlich an etwas unverständliches rumzustottern von wegen „wie soll das denn gehn…und Zukunft…und keine Ahnung!“ Auf Frage von Frau, wovon er eigentlich rede, weil es gerade nur um die Planung der nächsten paar Stunden ginge und die Zukunft dabei relativ egal sei, meint Mann nur „keine Ahnung“. Und dann plötzlich ist Mann verschwunden, auf Nimmerwiedersehen und Frau fährt allein mit Freunden von Mann weiter.

Versteh einer die Männer…Da heißt es immer wir wären so kompliziert und alles, dabei steht Mann sich eigentlich oft nur selbst im Weg. Frau bleibt ein bisschen verwirrt zurück, aber kann sich doch recht über den Abend und die seltsamen Konversationen amüsieren…einfach wäre doch viel zu unkompliziert^^

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Seltsam irgendwie, wenn man einem Menschen gegenüber steht, den man einst geliebt hat, mit dem man Stunden, Tage, Monate voll wunderbarer und schmerzhafter Augenblicke verbracht hat. Und alles was einst an Magie zwischen den Herzen war ist nur noch eine schale, trügerische Erinnerung an eine Traumseifenblase, die geplatzt ist, als man sie einfangen wollte. So schrecklich seltsam, wenn einem der Mensch, dem man bis in die tiefsten Seelengründe blicken konnte plötzlich so fremd und unbekannt erscheint, als sei man sich nie näher gewesen. Die Seelenbänder sind gerissen, seine Augen leer, mein Herz schweigt, ich erkenne ihn nicht mehr. Es ist so unverständlich für Kopf und Herz, wenn der Boden aufreißt und sich von einem Moment auf den anderen eine nie dagewesen Schlucht auftut, die sich nie wieder schließen wird…

Ich drehe mich um, blicke nicht zurück. Wieder ein Lebensabschnitt beendet, wieder um viele Erfahrungen reifer, wieder ein Neubeginn, endlich wieder frei!! Die Erinnerung an das Zerbrochene schmerzt, aber der Blick nach vorn und der Blick in mich selbst lässt mein Herz vor Freude und Aufregung höher schlagen. Ich spüre einen Hauch von Schicksal, ein Gefühl dass mich immer überkommt wenn ich mir einrede dass alles gut ist und dass noch viel Großes und Kleines auf mich wartet und ich es kaum erwarten kann wieder voll Tatendrang weiterzumarschieren. Und dann hüpft auch wieder die ungestüme Freude herbei und Seite an Seite schlendern wir lächelnd durch die Straßen und ich versuche ein Prusten zu unterdrücken, weil sie mir so viel wahren Blödsinn ins Ohr kichert.

Als ich jünger war (oder sollte ich sagen NOCH jünger war) hab ich mir eingeredet, mein einziges wirkliches Lebensziel ist es, meine große Liebe zu finden und mit ihm zu leben und zu sterben. Und wenn ich ihn nicht finde? Dann verbringe ich mein ganzes Leben mit der Suche danach und sterbe mit dem Gewissen, dass ich nie wirklich gelebt habe und einem Traum nachgejagt habe, der vielleicht nicht für mich bestimmt war. Natürlich sehne ich mich wie Jede(r) nach einem Partner mit dem alles passt, aber man ist schließlich auch allein ganz, oder sollte es zumindest sein. Diese ewige Suche nach dem Richtigen macht einfach keinen Sinn, denn was kommt kommt und ist gut so und was nicht kommt soll vermutlich nicht so sein (außer man ist zu blöd um sein Glück zu erkennen, soll ja vorkommen). Ich fühle mich so gut wie seit einer Ewigkeit nicht mehr, habe endlich mal wieder eine leise Ahnung davon, wer ich bin. Wer ICH BIN, nicht wer ich glaube dass andere meinen dass ich bin. Das ist schön 🙂

Gute Nacht!

P.S.: Das war jetzt ein sehr verwirrter Blogeintrag und vielleicht nicht so schmalzig sülzig poetisch wie sonst, aber was raus muss muss raus!

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Und schließlich schweigen die Träume. Der verzweifelte Schrei nach der Liebe, die meinen zitternden Händen entglitt, verhallt in der klaren, stillen Leere des inneren Raumes. Es war einer dieser Träume, bei denen man schon lange glaubt wach zu sein und irgendwann aufwacht um festzustellen, dass es doch nur ein Traum war. Der Traum von der Liebe wurde zum Albtraum, weil ich versuchte mich an etwas festzuklammern, was nur ein flüchtiger Gedanke gewesen war, verlor den Halt beim Versuch die falschen Versprechungen an mein Herz nicht loszulassen. Ich kämpfte für die Liebe, nicht um Ihn…Ich bin aufgewacht, schmerzhaft auf dem Boden aufgeschlagen, fassungslos und mit einem in taussende Stücke zersplitterten Herzen.

Doch früher oder später wäre ich ohnehin aufgewacht, und wenn nicht, so ist es umso besser, dass ich unsanft aus dem Tiefschlaf geweckt worden bin. Es war gut, alles ist gut…für irgendetwas. Ich sehe die Dinge klarer, mich selbst wieder klarer und erkenne, dass ich Ihn nicht brauche, dass es mir ohne Ihn besser gegangen ist, es war ein einziger Kampf. Seine Lügen hallen in meinem Herzen nach, verklingen leise in den Seelenabgründen, wo sie tief im dunkel verschlossen werden. Doch es ist gut, denn alle Wunden heilen und der Schmerz macht lebendig, lehrt mich wieder das Licht zu sehen. Und ich habe Zeit…ein Leben für die Liebe, jeden Tag, jede Sekunde! Liebe wird nicht dadurch zerstört, dass einem das Herz zerbricht, Liebe setzt es wieder zusammen und flüstert einem ins Ohr, dass das Leben wunderbar ist und dass man dankbar für jeden Atemzug sein muss. Manchmal wankt der Glaube an die Liebe, doch nicht die Liebe selbst. Sie ist in meinem Herzen, ist die Kraft die mich vorwärts treibt, die mich begeistert innehalten lässt, wenn ich den Tanz von Schmetterlingen im Sonnenlicht beobachte, oder auf einem Berggipfel fern von allem stehe oder einem geliebten Menschen in die Augen sehe. Ich habe es nicht verstanden, ich habe Liebe mit Abhängigkeit und Selbstaufgabe verwechselt. Nun habe ich mich wiedergefunden, diesmal musste es wohl auf die harte Tour geschehen. Aber es ist gut, weil eigentlich alles nicht so schlimm ist!

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„Es ist nicht wichtig ob du verrückt bist, oder nicht“, brummte die Lady auf der Liege unter ihrem tief über die Stirn gezogenen Strohhut hervor. „Du selbst musst du sein, darauf kommt es an. Wenn du verrückt bist, musst du es akzeptieren, so ist das nunmal. Und wer will denn schon normal sein? Und die meisten „Normalen“, die dich verächtlich anschauen weil du nicht bist wie sie, sind doch insgeheim nur neidisch, weil sie sich nicht trauen ein bisschen verrückter zu sein. Glaub mir, Schätzchen, eine Prise Verrücktheit macht das Leben doch erst lebenswert und interessant. Eigentlich sind doch die Normalen die Verrückten, wenn man es genau nimmt!“ Mit einer beiläufigen Handbewegung, ohne sich aus ihrem Liegestuhl aufzurichten, winkte mich die Lady weiter und deutete mir die Richtung, in die ich gehen sollte. Ich wanderte weiter, durch die goldene Nebelwelt, die bizarre Strukturen aufsteigen ließ und kam schließlich zu einer kristallenen Höhle. Mein Geistführer, ein außerordentlich kleiner Lilliputaner, der mir nicht einmal bis zur Hüfte reichte, grinste mich breit an und streckte mir die Hand hin. Ich ließ mich von ihm durch den schimmernden Höhlengang führen, der von einem einem immer wärmeren, gleißenderen Licht erfüllt wurde. Dann betraten wir die lichtdurchflutete Säulenhalle. Fein gewundene Säulen aus strahlendem Licht wuchsen in den Himmel und verschwanden im Irgendwo. Sie bildeten einen Kreis und säumten ein Becken aus kristallklarem Wasser, das im goldenen Licht schimmerte und davon durchdrungen war. Der Geistführer führte mich zum Becken und bedeutete mir hineinzusehen. Ich ließ meinen Blick über das strahlende Wasser gleiten und wartete, dass etwas geschehen würde. Ich versuchte, etwas im Wasser zu erkennen, doch außer dem beständigen Glitzern und Schimmern konnte ich nichts wahrnehmen. Eine Zeit lang blickte ich so auf das Wasser, ohne dass sich etwas rührte, bis plötzlich ein Bild vor meinem inneren Auge auf der Wasseroberfläche auftauchte- Ich sah das Meer, die stürmische See, haushohe Wellen und wütende Gischt. In dem aufgewühlten Wasser trieb ein Boot. Wie ein Spielzeugboot wurde es von den Wellen hin und hergeschleudert, doch es sank nicht. Es überließ sich ganz den Fluten, ließ sich treiben… „Dein Geist ist wie die See“, piepste mein Geistführer von unten herauf, fischte das Boot aus dem Wasser und gab es mir in die Hand. Ich betrachtete es liebevoll und lächelte, während ich die Worte auf mich wirken ließ. Die Seele der See-mal ruhig und klar, mal zornig, aufgewühlt und gefährlich, voll unzähliger Geheimnisse, die für die meisten für immer unsichtbar blieben. Ein interessantes, starkes Bild und doch nicht das, was ich mir erwartet hatte…

Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Geistführer und bedankte mich. Dann wandte ich mich um, es war wieder an der Zeit, diese Welt zu verlassen. Ich kam wieder bei der Lady vorbei, die immer noch unverändert auf ihrem Liegestuhl lag. Ich wollte sie nicht wecken und ging an ihr vorbei auf das Nebeltor zu. Als ich gerade durch den Bogen schreiten und mich wieder auf den Weg nach Unten machen wollte, bellte plötzlich die kehlige Stimme der Frau unter dem Strohhut hervor: „Nicht jeder ist eine Blumenwiese, Schätzchen!“ Dann lachte sie und winkte mir zum Abschied, bevor sich die goldene Nebelwelt in strahlende Lichtfäden auflöste und verschwand.

Ich lächelte, denn ich hatte wieder etwas Bedeutendes verstanden, auf meiner wundersamen Reise…

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