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Archive for the ‘Gedankenchaos’ Category

Göttin und Konigin nanntest Du mich.
Doch die Göttin ist vergessen,
sobald sie an Deiner Seite geht.

Du hast Dein Spiel gut gespielt, die Göttin in mir reingelegt,
bis sie sich sanft über Dich beugte.
Sie kam herab von ihrem Thron,
weil Deine Worte ihr schmeichelten.

Aber Deine Gebete sind vergessen,
und Du rufst die Göttin erst,
wenn Du in die Nacht hinausschreist
und nach dem Lichte suchst,
das eben noch so nah
und jetzt verschwunden ist…

 

©by johannatindomerel

 

 

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Komm, lass uns Träume trinken

Uns daran berauschen und den trügerischen Morgen

ein wenig länger Trug sein lassen.

Nimm noch einen Schluck,

das Leben ist kurz sagen die Leute

und man muss Tänze tanzen, solange die Musik spielt.

Oder die Welt klingen lassen, singen lassen

beben lassen im Takt der tanzenden Herzen.

Traumseifenblasen platzen,

lachen schillernd im Mondlicht,

bevor sie vergehen.

Hast du Angst?

Welche Ängste hat die Angst?

Komm, lass uns auf den Ängsten reiten,

Gedanken lähmen und

Zweifel zähmen.

Glaubst du, liebst du?

Hörst du das funkelnde Mondlicht

auf dem schwarzen See?

Siehst du die sanften Lieder des Waldes?

Schmeckst du das Gold der Abendsonne?

Fühlst du den Zauber in jedem Atemzug?

Komm, lass uns mit der Zeit tanzen,

Lass uns von Freiheit singen,

Lass uns Träume trinken,

Lass uns leben…

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Die letzten Wochen waren ein emotionaler Marathonlauf und ich hatte zwischendurch bereits die Hoffnung aufgegeben durchzuhalten. Ich sah mich bereits irgendwo am Wegrand zusammenbrechen, gescheitert an den vielen Hürden, die den bloßen Lauf zusätzlich erschwerten. Ich hatte keine Kraft mehr, sah mich gefangen in einem Strudel aus tiefster, verzweifelter Dunkelheit und den Ausweg konnte ich nicht sehen. Der Schmerz in der Brust war so groß und so betäubend, dass ich Angst hatte, es würde niemals aufhören, ich würde ewig in diesem Sog der Traurigkeit, Wertlosigkeit und Selbstzerstörung gefangen sein. Der Schmerz war einfach zu mächtig, nahm mich immer wieder in Besitz und überrollte mich wie die donnernden Wogen der See, an der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand. es gab kurze Momente des Glücks, der Leichtigkeit in denen ich dachte, es sei endlich überstanden, doch es war stets nur wie ein kleiner Fetzen blauer Himmel in einem wolkenverhangenen Himmel.

Dann kam ich wieder zurück in die Heimat, war dem Auslöser meines Leids wieder näher, was die Schmerzen in der brust noch mehr verstärkte. Ich fühlte mich wie unter einer Käseglöcke – alle Geräusche gedämpft, Bilder verzerrt – ich fühlte mich unwirklich, war gar nicht richtig da. Ich war ein Gespenst im Raum verloren, aufgelöst und doch nicht frei, im Spiegel sah ich mich nicht…

…und dann ganz langsam kam ich wieder in den Körper. Ich hatte Kurs – ein Wochenende Shiatsu-Ausbildung – und die Arbeit brachte mich dem Jetzt wieder einen Atemzug näher, drückte mich wieder in mich hinein, fing das Gespenst wieder ein. Und dann kam die nächste Enttäuschung, die dann der Schlüssel zur ersten Tür Richtung Freiheit werden sollte. Ich war verabredet, mir wurde abgesagt – das übliche, denn ich will ja nicht zu viel erwartetn. Stattdessen erfuhr ich, dass eine gute Freundin wieder im Land war – Jene, die die schlimmen Wochen mit mir gemeinsam durchgestanden hatte und die sich jetzt in der Höhle des Löwens befand. und ich wusste, ich musste mich stellen, musste herausfinden, ob meine ängste der letzten Wochen real oder nur reine Illusionen waren. Also führ ich hin und spürte bereits, dass etwas in mir anders war, unabhängiger. Ich bog in die Einfahrt und sag ihn auf der Bank sitzen. ich spürte sein Unbehagen und ignorierte meins und stellte zu meinem großen Erstaunen fest, dass die Schmerzen verschwunden waren. Einfach weg! Einfach so! Und wir saßen zusammen, als wäre nie etwas passiert, mieden unsere Blicke ein wenig, doch ich spürte keine Enge, keinen Druck! Das war die erste Tür…

Die zweite Tür kam einige Tage später, als mich nochmal eine Woge der Selbstzweifel überrollte. Eine Vesseling-Sitzung klärte die letzten dunklen Schleier aus mir heraus und konnte fühlen, wie sich Teile von mir neu zusammensetzten. Ich spürte, dass sich jetzt tatsächlich etwas änderte.

Und Jetzt? Ich fühle mich das erste Mal in meinem Leben wirklich frei. Ich habe in einem schmerzhaften Prozess gelernt, was loslassen wirklich heißt und habe zum ersten Mal wirklich keine Erwartungen. Zum ersten Mal erwarte ich nicht, dass mich jemand sieht, mich jemand glücklich macht, jemand da ist. Zum ersten Mal brauche ich niemanden um mich selbst zu sehen und zu lieben ( wirklich zu sehen!). Zum ersten Mal fühle ich mich wirklich frei. Es ist egal was ist, was kommt, was ich gerne hätte…denn ich bin allein – eins mit allem! und ich bin bereit für die nächste Runde Achterbahn, eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt 🙂

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Es begann wie ein süßer Sommertraum, fast unwirklich, vollkommen, ein Rausch der Sinne, der Hoffnung auf viele klare Sternennächte weckte. Die heißen Küsse am Lagerfeuer, der Tag am See, all das ließ Wünsche groß werden, die jedoch schnell wieder in sich zusammenschrumpften. Doch die Hoffnung starb nicht, ich wollte den Traum nicht loslassen, dir den Raum lassen, aber doch nicht ganz den Blick abwenden… Dann wieder zu zweit unter Sternen, vom Rausch hingerissen, weggerissen, umgerissen…Dann wieder Stille, keine Worte, stumme Blicke. Es war von Anfang an ein ständiges auf und ab, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass du eigentlich wolltest, aber dir selber im Weg standst. An diesem dürren Zweig machte ich meine Liebe fest, meine Hoffnung. Doch ich hätte nie gedacht, wie schmerzhaft Schweigen sein kann. Du sahst mich nicht, hörtest mich nicht, miedest meinen Weg. Der Druck war unerträglich, Dein Schweigen erdolchte mich und deine flüchtenden Augen waren wie würgende Hände ums Herz. Doch ich blieb stehen, gab den Glauben immer noch nicht auf, dass du nur nicht über deinen eigenen Schatten springen konntest. Doch immer wenn man glaubt, es könnte nicht schlimmer kommen, belehrt einen das Leben eines Besseren…

Eine Woche gemeinsam auf einem Festival…Es begann wieder vielversprechend. Unsere Blicke trafen sich, funkelten, die versehentlichen Berührungen durchströmten mich wie warmer Sommerregen und ich glaubte zu spüren, dass sich auch in dir ein warmes Gefühl regt. Zarte Berührungen in der Nacht, deinen Geruch in der Nase, deine Haut…ich ertrank fast in der Nähe.., bis ich plötzlich jäh umgeworfen wurde, als sich plötzlich eine ungesehen Mauer auftat. Mit blutender Nase trat ich zurück, machte wieder Raum und hoffte, dass du die Mauer wieder umwerfen würdest…doch diesmal blieb sie stehen. Eine Woche lang würdigtest du mich keines Blickes, schenktest mir keine Worte, obwohl wir nebeneinander schliefen. Es war fast unerträglich und es wundert mich selbst, dass ich daran nicht zerbrochen bin. Vesseling sei Dank, kann ich nur wieder sagen…irgendwann hast du es auch nicht mehr ertragen und mir gesagt, dass du mich nicht willst. Ich hatte ganz vergessen, wie sich ein gebrochenes Herz anfühlt. Meine Brust schmerzte wie ein glühender Krater, das Herz zerfetzt…

Und das schlimmste ist, ich kann immer noch nicht aufhören dich zu lieben, dich zu wollen und kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass du vielleicht doch noch erkennst, dass ich bin was du willst…ich würde gerne einen Schalter umlegen und die Gefühle löschen, doch so schmerzlich es ist, ich muss sie annehmen wie sie sind…

Doch jetzt, wo der Schmerz langsam nachlässt, spüre ich neue Kraft in mir, spüre mich selbst wieder und beginne mehr und mehr zu verstehen…es bleibt spannend…

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Über die letzten Tage könnte ich ganze Bücher schreiben. Über die Höhen und Tiefen die mit rasender Geschwindigkeit Achterbahnschlaufen nahmen, über die inneren Prozesse die zu Rollen anfingen wie Lawinen, losgetreten von einem kleinen Kiesel der an die falsche (oder doch richtige?) Stelle fiel, über die Schlaflosen Nächte im Gedankenkarrussel, über den Schmerz in der Brustgegend als alle Traumseifenblasen auf einmal zu platzen schienen…Ich könnte Romane schreiben!

Dann kam das Kleeblatt, vier Blätter mitten im Grün und ich verschenkte es, damit ich ein eigenes finden konnte. Es erinnerte mich daran, dass all die Tiefen einen Sinn hatten und ich gewann wieder die Zuversicht, dass ich daraus lernen, als innerer Sieger davonschreiten würde. Also überwand ich mich und führ Richtung Unwetter, Blitze zuckten über den schwarzen Himmel unter dem mein Ziel lag. Laute Blicke, stumme Lippen und ein aufgeregtes Gefühl ums Herz begleitete den Abend. Dann seine Worte, verwirrend, konfus, verstörend und irgendwie doch beruhigend? Es machte mich traurig, wie sehr er sich selbst im Weg stand, so weit weg davon war, das Leben so zu nehmen wie es kommt, die kleinen Hinweise zu sehen und die Chancen zu ergreifen, die mit lautem Rufen an ihm vorbei zogen. Es machte mich traurig, dass die Liebe so oft nicht frei sein kann und ich drehte mich um und ging wieder meiner Wege…allein…aber mit dem Wissen, dass ich nie allein war.

Und ich spürte die Kraft wieder, den Raum, das Licht der Sterne und die unendliche Weite die ich im Herzen trug. Ich wurde Liebe, ich war Liebe, werde immer sein. Und ich konnte es kaum erwarten, diese Kraft wieder hinaus zu tragen, zu teilen, damit mein Leuchten auch wieder auf mich zurückfallen konnte…

In wolkigen Nächten träumt man eben oft vom Sternenhimmel. Doch mit dem tiefen Wissen, dass das Licht immer da ist, der Sternenhimmel in mir,der unendliche Raum…

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Meine Welt steht Kopf…nichts ist mehr, wie es vorher einmal war. Alles verändert sich mit so rasender Geschwindigkeit, dass ich mich fühle, wie in einem Karussell – unangeschnallt versuche ich mich festzuhalten, zum aussteigen ist es zu spät…oder nicht? Vielleicht wäre es gut, die Zeiger zurück zu stellen, von vorne beginnen, wieder versuchen wieder wie vorher weiterzumachen…vielleicht würde es ja diesmal klappen…Aber ich weiß, es ist zu spät um auszusteigen. Ich habe gleich mehrere Runden gebucht, bin dann zu langsam aufgestiegen und konnte mich nur noch an irgendetwas festklammern, als das Karussell plötzlich losschoss – ne neue Runde, ne neue Wahnsinnsfahrt…

Meine Welt steht Kopf und ich versuche mich in der neuen Perspektive zurechtzufinden, doch es gelingt mir nicht. Ich verwechsele unten und oben, links und recht, vorne und hinten…nichts ist mehr wie die Welt, die ich gekannt habe. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn da nicht die Zweifel wären, die sich immer wieder in mein Inneres schleichen. Die Zweifel, die sagen, dass irgendetwas nicht ganz richtig ist, irgendetwas ver-rückt ist, die mir einreden wollen, wieder zum alten, sicheren zurückzukehren. Alles wieder beim alten, das wäre so einfach…doch ein anderer Teil von mir weiß auch, dass es falsch wäre, dass es kein Zurück mehr gibt. Dieser Teil sagt mir, dass der Weg hart wird, dass ich mir in der Dunkelheit vielleicht oft den Kopf anstoßen werde, aber dass der Weg trotzdem gut ist, denn es ist mein Weg und ich muss ihn gehen. Doch meine Welt steht Kopf und ich kann keinen Kopfstand…

Verrückt, was einem das Leben oft abverlangt. Zuerst eine Woche auf Kurs, der mich mal wieder komplett umkrämpelt, dann die Konfrontation Zuhause, Trennung, Versöhnung, große Chancen, große Herausforderungen, lange Reisen, viele Erfahrungen, neues unbekanntes Land, Abschied, Trauer, Freude, Abenteuer…so vieles in so kurzer Zeit und ich merke selbst, wie ich mich mit jedem Tag verändere. Wie ich wachse, umgeworfen werde, aufstehe und immer weiter und sicherer meinen Weg gehe.  Die Zweifel sind da und sie schreien lauthals um Aufmerksamkeit. Ein kleiner Teil von mir möchte noch ein bisschen in Selbstmitleid baden, aber dieser Teil ist nur noch sehr klein. Im Gegensatz dazu wird eine Stimme lauter, die ich vorher selten gehört habe – die tiefste und ehrlichste aller Stimmen, die Stimme meines inneren Bildes, die nun endlich erhört wird und ich langsam anfange, es an die Oberfläche zu holen. Manchmal ist es noch ein wenig trotzig, manchmal traurig, weil ich es immer noch nicht verstehen will, immer noch nicht mutig genug bin, doch immerhin – ich kann es sehen, das Bild, höre seine Stimme, höre auf seine Wünsche und versuche zu wachsen an den Aufgaben, die es mir ständig stellt.

Manchmal fühle ich mich überfordert, klein, kraftlos…doch dann meldet sich wieder eine leise Stimme und in der Dunkelheit erscheint eine strahlende Hand, die mir wieder auf die Füße hilft. Es geht immer vorwärts, manchmal holprig, aber es geht voran. Und ich bin voller Aufregung und erwartungsvoller Freude, was hinter der nächsten Kurve wartet. Ich bin bereit…

Meine Welt steht Kopf…aber aus der Perspektive sieht das ganze ja eigentlich auch mal ganz nett aus 😉

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Jetzt lieg ich hier in meinem Hotelzimmer – allein – und versuche zu verstehen, was da mit uns passiert ist, was mit uns passiert. Ich will es nicht verstehen, kann es nicht begreifen, nicht glauben…

Ich liege da und die Musik in meinen Ohren bringt Zeiten zum klingen, in denen ich mich so gut fühlte wie noch nie, so sicher, so in mir selbst…Zeiten, in denen ich mir sicher war, dass jede Entscheidung, die ich treffe eine Richtige ist, Zeiten in denen ich mir sicher war, dass alles gut werden würde, alles gut ist. Und jetzt liege ich da, Musik von Liebe und Hoffnung in den Ohren und frage mich, ob ich den größten Fehler meines Lebens begangen habe, mit der Entscheidung die ich getroffen habe. Eigentlich hast du die Entscheidung für uns getroffen und ich mache dir keine Vorwürfe. Es war der einfache Weg, den du gewählt hast, und wer könnte dir dafür einen Vorwurf machen…War es ein Fehler, habe ich auf die falsche Stimme gehört? Ist es richtig, dass mir meine Freiheit mehr wert ist als eine feste Beziehung mit einem wunderbaren Menschen? Warum kann ich mich nicht einfach binden, warum nicht einfach auf dem Boden bleiben, wenn ich doch weiß, dass ich in den besten Händen bin, die mich nur halten könnten…irgendwo tief in mir weiß ich, dass ich das Richtige getan habe, als ich dir die Wahrheit über mich erzählte, als ich dir sagte dass ich dich liebe und trotzdem frei sein muss…War das falsch? Hätte ich mich selbst einsperren, zurückhalten sollen, für uns? Ich hätte mir vorstellen können, lange Zeit mit dir gemeinsam des Weges zu gehen. Auch wenn ich mal kleine Umwege genommen hätte – ich wäre wieder zurückgekommen, um mit dir Seite an Seite zu gehen. Doch der Gedanke macht dich krank, tut dir weh. Und ich verstehe dich und trotzdem wünsche ich mir nichts mehr, als mit dir zusammen zu sein. Es macht mich so unendlich traurig dich zu verlieren, ich kann es noch gar nicht fassen. Das große Glück gefunden, und so schnell wieder verloren, weil es einfach nicht passt? Das kann ich nicht glauben, doch ich verstehe dich so gut…ich habe mich verändert, die letzten Monate, sehr sogar und ich erkenne mich teilweise selbst nicht mehr. Doch ich kann mich nicht selbst verleumden…es würde mich krank machen, ich habe es die letzen Wochen selbst erfahren. Also haben wir uns wieder verloren, obwohl wir so viel gewinnen könnten, so viel geben könnten. Es macht mich so unendlich traurig, dass ich meine Liebe nicht leben darf, dass es nicht sein darf. Und ich bin wütend, auf mich selbst, weil ich mich nicht einfach mit dem was da war zufrieden konnte, und auf dich, weil du nicht versuchen willst mich zu verstehen, weil ich das Gefühl habe, du läufst davon. Aber trotzdem…ich verstehe dich so gut…

Jetzt sind wir wieder allein, ich und der Mond. Ich sehe mich auf der Waldlichtung stehen, der Mond fällt auf mein Gesicht, die Tränen, mein weißes Kleid, das lange Haar und ich singe wieder allein mit dem Mond, meinem Freund in dunkler Nacht. Denn die Nacht ist mein Freund und vielleicht muss ich allein sein um frei zu sein, die Nacht ist mein Freund. Ich weiß es nicht…ich sehe nur mein inneres Bild, es sinkt vor Trauer und Schmerz auf die Knie und weint in die Nacht, weil wieder eine Liebe nicht leben darf. Habe ich einen Fehler gemacht? Du bist ein unglaublich toller Mann, vielleicht hätte ich mit dir sogar alt werden können. Und doch ist mein Herz wie ein Vogel, es muss fliegen, frei sein…Du wärst der Ort gewesen, an den ich immer wieder zurück gekehrt wäre. Doch nun muss ich wohl in der Luft bleiben, erstmal keinen Boden unter den Füßen, bis die Kraft ausgeht…und bis dahin werde ich weiter machen wie immer. Atmen…atmen…atmen…in Wahrheit sind wir ja doch immer allein. Das einzige Zuhause, das uns immer bleibt ist tief in uns. Aber es nimmt den Schmerz nicht…aber es ist doch alles gut so, wie es ist. Was sollen wir wohl lernen? Warum dürfen wir nicht einfach gemeinsam sein? Was müssen wir lernen? Warum müssen wir uns verlieren? Ich habe keine Antworten und ich bin das Fragen müde. Ich werde weiterleben, weiterlieben, weitersingen, weitertanzen, weiterweinen, weiterlachen – ich hätte es lieber zu zweit getan, aber leben muss man ja ohnehin allein. Ich hoffe nur du wirst jetzt glücklich…

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Wenn ich doch ein bisschen Klarheit hätte! Wenn ich doch nur ein bisschen aufräumen könnte, in dem Chaos aus Gedanken, die die Gefühle klein werden lassen und versuchen sie zu begreifen, zu kontrollieren! Wenn ich mich doch nur verstehen könnte, sehen könnte, wonach ich eigentlich Ausschau halte, was ich suche, was ich will! Wenn ich doch nur den Mut hätte, einmal den Mund aufzumachen und zu sagen, was in mir vorgeht, was ich fühle und nicht weiß ob ich fühle! Wenn ich mich doch einfach einmal trauen würde die Sicherheit aufzugeben und etwas zu riskieren! Wenn ich doch nur wüsste, wie ich das anstellen soll…

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Ich hatte gestern eine interessante Diskussion mit mir selbst, die damit endete, dass ein Teil meiner Selbst einen anderen herzlich ausgelacht hat…

Zur Zeit habe ich immer sehr stark mit meinem inneren Schweinehund zu kämpfen, bin motivationslos, kraftlos, kann mich zu nichts aufraffen, unzufrieden aber auch nicht gewillt etwas zu ändern. Selbstmitleid ist schon eine gemeine, weitverbreitete Gesellschaftskrankheit…Aber gestern hab ich es geschafft den Schweinehund an den Ohren zu packen und ihn hinaus zu schleifen, um einen schönen Winterspaziergang bei Eiseskälte zu machen. Die Sonne stand schon tief und ließ das gefrorene Land in verklärt silbrigem Licht strahlen und ich genoss den kalten Wind der meinen Kopf ein bisschen aufräumte. Die Berge waren kaum zu sehen, nur eine blasse, dunkle Silhouette am Horizont, als könnte man durch einen Nebelschleier eine dahinterliegende, verborgene Welt erahnen. Ich wollte meinen Kopf frei kriegen und den Spaziergang genießen.

Doch als ich so vor mich hinmarschierte, merkte ich plötzlich was für unsinnige Gedanken ich die ganze Zeit über schon hatte. Und zwar führte ich in meinem Kopf einen Dialog mit einer Person, der ich meinen momentanen Herzenszustand erläuterte. Und meine Worte waren doch tatsächlich Folgende: „Weißt du, ich habe von ganzem Herzen geliebt, ich habe alles von mir gegeben, meine ganze Seele, mein Herz wie ein offenes Buch vorgelegt…und dann wurde ich fallengelassen und gebrochen. Ich kann nicht mehr vertrauen, ich weiß nicht mehr, wie es möglich ist Nähe zuzulassen. Ich habe meinen Glauben an die Liebe verloren und weiß nicht ob ich mich jemals wieder auf etwas einlassen kann…“ Bis zu diesem Punkt dauerte es ungefähr, bis mir bewusst wurde was für einen absoluten BULLSHIT ich da eigentlich von mir gebe. Und dann hab ich mich erstmal ordentlich zur Schnecke gemacht, was ich mir denn eigentlich einbilde, so einen absoluten Blödsinn zusammenzulügen. Ich sei ja nur ins Selbstmitleid verliebt und alles was ich damit erreichen wolle wäre Mitleid und dass jemand sagt: „Oh, du armes armes Mädchen, wie konnte man dir das nur antun!?“ Ich werde deine Wunden heilen!“ Und bei dieser Erkenntnis wurde dann auch dem anderen Teil von mir schlecht und er sah ein, dass diese Einstellung alles andere als lobenswert und effektiv ist. Und dann nahm ich das kleine trotzige, schmollende, verletze Kind in den Arm und sagte ihm, dass ich es doch sowieso lieb habe und dass das das einzige ist was zählt und dass es endlich mal aufhören soll zu glauben, es müsse von irgendjemandem gerettet werden und geheilt werden. NIEMAND kann die Wunden anderer Menschen heilen! Die Wunden heilen von selbst, mit der Zeit…aber natürlich nur wenn man nicht die ganze Zeit daran herumkratzt?! Ist ja klar, dass es nicht afhört weh zu tun, wenn ich die frisch gewachsene Kruste sofort wieder in einem Anflug von Selbstmitleid herunterreiße! Die Wunden heilen von selbst, aber man muss sie in Ruhe lassen, aufhören immer wieder daran zu kratzen…

Und schließlich waren wir uns dann einig, dass wir damit jetzt endlich mal aufhören würden und dass wir uns nicht mehr ständig einreden würden, dass wir nicht mehr lieben könnten. Solche Glaubensgrundsätze sind heimtückisch, denn man hält sie immer für Tatsachen und sie manifestieren sich dann auch wirklich. Doch wenn man seine eigenen „Prinzipien“ und Glaubensgrundsätze mal hinterfragt, stellt man meistens fest, dass man sich eigentlich die ganze Zeit nur selbst etwas vormacht…was sind wir doch für geniale Schaupieler^^

Ich für meine(n) Teil(e) werde meine Gedanken auf jeden Fall wieder mehr auf falsche Glaubessätze überprüfen, da schwirren glaub ich einige in meinem Kopf herum. Manchmal muss man sich selbst einfach ein kleinen Tritt in den Allerwertesten geben und die Aufmerksamkeit wieder auf das Jetzt richten. Denn alles andere ist Blödsinn!! 🙂

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Ich stelle den Motor ab, schalte das Licht aus und muss noch einen Moment im Auto sitze bleiben – atmen, das ist die Lösung – und dem glühenden Kopf noch einen Moment lassen um ein bisschen zu lüften und abzukühlen. Ich spüre meinen Herzschlag bis in die zugeschnürte Kehle, dabei frage ich mich, warum ich denn überhaupt so aufgeregt bin? Diese Unsicherheit ist es, das Nicht-Wissen worauf ich mich einlasse, was auf mich zukommt. Normalerweise plane ich, weiß was ich will, bereite ich vor und hab alles mehr oder weniger unter Kontrolle, Sicherheit! Und diesmal? Alles anders, weder mein Kopf, noch mein Bauch wissen Antwort und meinen nur „Du wirst schon sehen!“…na wunderbar! Der Atem ist wieder ruhig, das Klopfen in einem halbwegs normalem Rhythmus, dann gebe ich mir einen Ruck, öffne die Autotür (bleibe hängen, weil ich vergessen habe mich abzuschnallen) und schlendere grinsend zur Haustür. Dann ein Anruf, eine kurze Begrüßung und ein seltsames Gefühl, als ich die Treppen hinaufsteige. Ich packe meine Sachen aus und mache es mir auf  dem einzigen Sessel in dem kleinen Raum bequem, während er noch ein paar Hausmännischen Pflichten nachgeht. Ich frage mich, warum er mir so selten in die Augen sieht. Ich würde ihm so gerne lange in die Augen blicken können – die schönsten Augen die ich je gesehen habe – und ein bisschen in den Seelenlabyrinthen abtauchen, aber es reicht immer nur für einen kurzen Augenblick. Wir reden nicht viel, schauen Filme an, kommentieren ab und zu ein wenig, trinken, schlafen ein, wachen auf…immer mit einem großen Sicherheitsabstand. Wir sind Fremde…Ich frage mich, warum wir jetzt gemeinsam hier sitzen…wir haben uns noch nicht oft gesehen, drei Mal bis jetzt und oft bis in die Nacht geschrieben. Chatten ist ein Segen und ein Fluch zugleich – die Distanz wird für diese Zeit aufgehoben und andere Geister sprechen miteinander, in den meisten Fällen entsteht die Kluft aber sofort wieder, sobald man sich dann gegenüber steht…Die Distanz stört mich, aber ich weiß nicht, wie ich sie überwinden kann, und weiß nicht einmal, ob ich sie überhaupt wirklich überwinden will. Denn dann stellt sich die Frage: Was dann?

Wir legen uns hin, nebeneinander unter einer Decke – physischer abstand: 5 Zentimeter, psychischer Abstand: eine unüberwindbare Schlucht…ich kann nicht schlafen, höre seinen Atem, spüre wie ich meinen anpasse…ich stelle mir vor, wie es wäre ihn zu küssen, meinen Kopf auf seine Schulter zu legen, aber der Weg von meinen Lippen zu seinen scheint eine unüberwindbare Distanz zu sein. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen! Ich wäre sowieso viel zu feige. Aber ich genieße es einfach jetzt, in diesem Augenblick hier zu liegen, allein zu zweit…

Am nächsten Morgen Nachmittag bin ich auch noch nicht klüger als davor. Die Stimmung ist entspannt distanziert, fremd und doch irgendwie nah. Ich würde am liebsten den ganzen Tag da bleiben, einfach gemeinsam nichts tun, aber der Kopf sagt ich muss gehn und ihm seine Ruhe lassen. Vielleicht sind unsere Mauern auch einfach zu dick, um einen gemeinsamen Raum zu ermöglichen, ich würde mir gerne mit dem Vorschlaghammer daran zu schaffen machen…

Und zurück bleibt ein großes Fragezeichen und noch weniger Klarheit darüber, was ich eigentlich will. Ich will wissen was es ist, dass uns zueinander zieht, das uns so plötzlich verbindet obwohl wir so verschieden sind. Ich würde es so gerne wissen und verstehen, aber vermutlich muss ich es selbst herausfinden und irgendwo in mir nach der Klarheit graben…gar nicht so einfach, bei meinem Kopfchaos. Aber es lenkt wenigstens ab und lässt Raum für Träume…die haben wir ja besonders gern, die Träume 😉

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Ich war auf einem guten Weg, blickte voller Zuversicht voraus und glaubte an mich, konnte mich spüren, sehen…und dann auf einmal sah ich ihn und konnte mich nicht mehr sehen. Alles, was ich vorher so mühsam aufgelöst, abgelöst hatte, kam wieder hoch, alles umsonst, alles von vorne…Und je mir mir bewusst wurde, dass ich mich selbst aufgab, mich selbst verlor, mir selbst untreu wurde, mich belog und täuschte, desto mehr wuchs auch die Angst und der Widerstand. Ich hatte Angst, wollte mich nicht mehr sehen, aus Angst festzustellen, dass ich mich und alle nur täuschte. Jetzt sehe ich es und will es immer noch nicht wahrhaben. Und ich werde mich wieder in die „Schule“ begeben um wieder weiterzukommen, aber davor habe ich noch mehr Angst…vor dem Scheitern. Festzustellen, dass ich eine Lüge lebe vor mir selbst…ich bin gespannt wie es weiter geht, denn dort wo ich hingehe, da werden die Lügen durchschaut, die Mauern eingerissen. Ich würde es gerne wollen, aber dagegen wehre ich mich noch. Ich habe Angst meinen eigenen Masken erneut ins angesicht blicken zu müssen. Doch ich freue mich drauf, weil ich ja weiß, dass es gut wird.

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Ich kann nicht schlafen, will mich nicht hinlegen weil ich weiß, dass ich wieder stundenlang wachliegen werde, nachdenken werde, mich im Kreise drehen, mit dem Schlaf ums Einschlafen kämpfen werde. Ich würde mich gern ruhig stellen, den Hebel zum Schlafmodus umlegen, aber mein Herz rast ist einer eingeschnürten Brust, die Enge raubt mir den Atem. Ich frag mich, was für einen Käfig ich mir da überstülpe, mit welchen Ketten ich mich einschnüre, ich sehe ihn nicht, spüre nur die Enge, die mir keinen Raum lässt. Mein Kopf will Herz und Bauch fragen was los ist, doch sein fragender Ruf kommt nicht an, wird vom Quietschen des Gedankenkarussels, das nicht aufhören will sich zu drehen, übertönt. Mein Herz schlägt, ich höre es ja und spüre es. zumindest hat mein Kopf jetzt erkannt, dass ein Herz ja gar nicht gebrochen werden kann , oder zumindest nicht gebrochen sein kann, solange es noch schlägt. Aber irgendwas funktioniert da bei mir gerade gar nicht. Ich frag mich was ich will, was ich suche, was ich mir erwarte…als Antwort bekomme ich, dass ich mir doch eigentlich gar nicht viel erwarte und weiß auf was ich mich einlasse, im Leben…aber warum bin ich dann enttäuscht? Wieso bin ich unzufrieden mit dem was ich tue? Wieso unzufrieden mit einem Zustand den ich selbst wähle und dabei ja auch noch weiß auf was ich mich einlasse und welchen Weg ich einschlage? Irgendwie funktioniert die Kopf-Herz-Kommunikation nicht so ganz und der Bauch spinnt momentan sowieso rum (alte Zicke…). Aber es heißt ja so schön: Es gibt keine größere Distanz auf dieser Welt, als jene von unserem Verstand zu unserem Herz. Und da ist leider allzuviel Wahres dran. Ich hatte geglaubt, die Beiden ganz gut miteinander ins Gespräch gebracht und versöhnt zu haben, aber momentan scheinen sie sich mal wieder sehr uneinig zu sein…

…und ich will immer noch nicht schlafen, mein Bauch fühlt sich an, als befände sich ein Laufrad darin, in dem die Organe um die Wette laufen. Und mein Herz fühlt sich an, als wäre es in eine Blechdose gequetscht und als versuche es verzweifelt sie zu zersprengen, aber schafft es nicht einmal eine Beule hineinzubringen…

Naja, vielleicht hilft ja schlafen…

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Die letzten Tage fühle ich mich rastlos, unruhig, melancholisch,getrieben… Die Gedanken sind unruhig und zittrig, wie Blätter an dürren Zweigen, die versuchen den Halt nicht zu verlieren, noch ein bisschen länger an den Sommerträumen festzuhalten, den Fall noch ein bisschen hinaus zu zögern. Doch irgendwann kommt der Windstoß, der eine ganz besondere Windstoß, der sie losreißt, von dem Leben dass sie nicht aufgeben wollten. Der eine Windstoß, der den Blättern die letzten Widerstandskraft nimmt und sie erbarmungslos und doch sanft, in den Armen des Windes geborgen, davon trägt. Und dann fliegen sie, leicht und frei, lassen sich fallen, lassen sich treiben, tanzen dem Ende entgegen, das neuer Anfang, neues Leben ist…

Mein Windstoß ist noch nicht gekommen, ich klammere mich in gelähmtem Eifer fest und versuche den Zweig festzuhalten. Ich kann noch nicht fliegen, kann nicht loslassen, mich nicht fallen lassen, dem Wind nicht vertrauen…aber er wird kommen, der Windstoß, der mich meiner Kältestarre entreißt und in die Lüfte wirft. Denn ich will wieder fliegen…

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Irgendwie sind Männer schon amüsante, faszinierende Wesen, zumindest im betrunkenen Zustand. Da predigen sie einem im nüchternen Zustand davon, wie unkompliziert sie  es mit einer Affaire halten wollen, dass sie ja keinen Stress wollen, keine Verantwortung und überhaupt, einfach keine Probleme wollen und das Ganze auch noch vor ihren Freunden geheim halten wollen. Frau hat kein Problem mit diesen Abmachungen, weil ihr im Moment auch nach nichts anderem ist, und eine unkomplizierte „spezielle Freundschaft“ mit jemandem, mit dem man auch noch gut reden kann, ja eigentlich etwas sehr schönes ist.

Frau begegnet Mann dann unerwartet in vollkommen betrunkenem Zustand (Frau noch relativ nüchtern) und Mann ist vollkommen überwältigt, wie unkompliziert Frau ist, und kann es gar nicht glauben, dass sie keinen Terror macht, als er sie zum rauchen alleine stehen lässt und will einfach nicht glauben, dass Frau das Ganze wirklich so unkompliziert sieht. Mann wird indessen immer betrunkener, macht Frau wunderbare Komplimente wie „ich find dich ja ganz ehrlich eigentlich schon irgendwie relativ süß“. Frau bedankt sich für das unglaublich charmante Kompliment und weiß die großen Geständnisse nicht ganz einzuschätzen und amüsiert sich sehr über das fast verlegene Verhalten des Mannes. Dann redet Mann mit Freunden, kommt zurück und küsst Frau unerwartet vor seinen Freunden, mit dem Kommentar „Hallo Schatz“, was Frau dann doch ein wenig perplex macht.

Später plant Frau mit Mann und seinen Freunden noch weiterzuziehen und andere Orte unsicher zu machen. Mann blockt plötzlich vollkommen ab und geht ein Stück weg. Frau will nur wissen ob Mann mitkommt oder nicht, Mann fängt plötzlich an etwas unverständliches rumzustottern von wegen „wie soll das denn gehn…und Zukunft…und keine Ahnung!“ Auf Frage von Frau, wovon er eigentlich rede, weil es gerade nur um die Planung der nächsten paar Stunden ginge und die Zukunft dabei relativ egal sei, meint Mann nur „keine Ahnung“. Und dann plötzlich ist Mann verschwunden, auf Nimmerwiedersehen und Frau fährt allein mit Freunden von Mann weiter.

Versteh einer die Männer…Da heißt es immer wir wären so kompliziert und alles, dabei steht Mann sich eigentlich oft nur selbst im Weg. Frau bleibt ein bisschen verwirrt zurück, aber kann sich doch recht über den Abend und die seltsamen Konversationen amüsieren…einfach wäre doch viel zu unkompliziert^^

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Seltsam irgendwie, wenn man einem Menschen gegenüber steht, den man einst geliebt hat, mit dem man Stunden, Tage, Monate voll wunderbarer und schmerzhafter Augenblicke verbracht hat. Und alles was einst an Magie zwischen den Herzen war ist nur noch eine schale, trügerische Erinnerung an eine Traumseifenblase, die geplatzt ist, als man sie einfangen wollte. So schrecklich seltsam, wenn einem der Mensch, dem man bis in die tiefsten Seelengründe blicken konnte plötzlich so fremd und unbekannt erscheint, als sei man sich nie näher gewesen. Die Seelenbänder sind gerissen, seine Augen leer, mein Herz schweigt, ich erkenne ihn nicht mehr. Es ist so unverständlich für Kopf und Herz, wenn der Boden aufreißt und sich von einem Moment auf den anderen eine nie dagewesen Schlucht auftut, die sich nie wieder schließen wird…

Ich drehe mich um, blicke nicht zurück. Wieder ein Lebensabschnitt beendet, wieder um viele Erfahrungen reifer, wieder ein Neubeginn, endlich wieder frei!! Die Erinnerung an das Zerbrochene schmerzt, aber der Blick nach vorn und der Blick in mich selbst lässt mein Herz vor Freude und Aufregung höher schlagen. Ich spüre einen Hauch von Schicksal, ein Gefühl dass mich immer überkommt wenn ich mir einrede dass alles gut ist und dass noch viel Großes und Kleines auf mich wartet und ich es kaum erwarten kann wieder voll Tatendrang weiterzumarschieren. Und dann hüpft auch wieder die ungestüme Freude herbei und Seite an Seite schlendern wir lächelnd durch die Straßen und ich versuche ein Prusten zu unterdrücken, weil sie mir so viel wahren Blödsinn ins Ohr kichert.

Als ich jünger war (oder sollte ich sagen NOCH jünger war) hab ich mir eingeredet, mein einziges wirkliches Lebensziel ist es, meine große Liebe zu finden und mit ihm zu leben und zu sterben. Und wenn ich ihn nicht finde? Dann verbringe ich mein ganzes Leben mit der Suche danach und sterbe mit dem Gewissen, dass ich nie wirklich gelebt habe und einem Traum nachgejagt habe, der vielleicht nicht für mich bestimmt war. Natürlich sehne ich mich wie Jede(r) nach einem Partner mit dem alles passt, aber man ist schließlich auch allein ganz, oder sollte es zumindest sein. Diese ewige Suche nach dem Richtigen macht einfach keinen Sinn, denn was kommt kommt und ist gut so und was nicht kommt soll vermutlich nicht so sein (außer man ist zu blöd um sein Glück zu erkennen, soll ja vorkommen). Ich fühle mich so gut wie seit einer Ewigkeit nicht mehr, habe endlich mal wieder eine leise Ahnung davon, wer ich bin. Wer ICH BIN, nicht wer ich glaube dass andere meinen dass ich bin. Das ist schön 🙂

Gute Nacht!

P.S.: Das war jetzt ein sehr verwirrter Blogeintrag und vielleicht nicht so schmalzig sülzig poetisch wie sonst, aber was raus muss muss raus!

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Selbsterkenntnis ist ja bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung. Das ist eine Behauptung, die ich im Laufe meines Lebens meistens ignoriert habe. Ich hab immer genau gewusst was das Problem ist (nämlich ich), immer genau gewusst dass ich mich gerne in etwas hineinsteigere und in Selbstmitleid versinke…darüber war ich mir meistens im Klaren. Mein Problem war: ich änderte nichts daran. Ich fand mich mit der Tatsache ab, dass ich eben unkurierbar bin, einfach ein hoffnungsloser Fall in manchen Angelegenheiten. Und es war frustrierend, sehr sogar. Besonders nach den vielen Monaten in denen ich intensiv an mir und meinen Blockaden gearbeitet hatte und irgendwann feststellen musste, dass ich so nicht weiterkommen würde.

Und jetzt endlich, nach Wochen des Umherirrens in meinem Gedankenchaos, hab ich es endlich verstanden, letztendlich doch noch die ultimative Weisheit (nehmt mich nicht zu ernst^^) erlangt!! Ich habe es tatsächlich geschafft, aus meinem Kopfkäfig auszubrechen, den Schalter einfach umzulegen und auf Standby zu schalten. Und ganz plötzlich, unverhofft tun manche Dinge plötzlich einfach nicht mehr weh. Ganz plötzlich sind manche Ängste und Befürchtungen, die sich mit Sicherheit in selbsterfüllende Prophezeihungen verwandelt hätten, einfach verschwunden…weg!!!

Es ist schon eine seltsame Sache mit den Gefühlen…die Schmerzen sind ja schließlich immer nur in uns selbst, nur geben wir immer den Anderen, den Auslösern, die Schuld an unserem Herzeleid. Da verstrickt man sich so gern in „Ach hätt ich doch…ach könnt ich doch…ach würd er doch…ach wärs doch bloß…“-Gedanken und dabei verliert man völlig das eigentlich Wichtige und das einzige was in solchen Fällen hilft, aus den Augen, nämlich das Jetzt. Das einzige was wir haben und leben können, ist doch der Augenblick, und den soll ich mir mit Gedanken darüber verdunkeln, dass alles gerade nicht so sonnig ist wie früher?? Kein Wunder, wenn ich die ganze Zeit über die Vorhänge zugezogen habe, um schön tragisch im Selbstmitleid zu ersticken! Dann muss man die Sonne eben wieder herholen, oder wenigstens das Licht anmachen und siehe da…plötzlich ist alles wieder sonnig heiter und einfach wunderbar, weil man lebt, weil man fühlt, weil man den Augenblick genießt.

Es gibt so viele, die behaupten sie hätten den Weg zum wahren Glück gefunden, die behaupten sie hätten den besten Weg zur Zufriedenheit entdeckt. Und was sagen sie? Das, was jeder sagt, der verstanden hat worum es im Leben geht. Das, was alle wirklich Weisen und Erleuchteten (sofern sie es auch leben) sagen, jene Erkenntnis, zu denen unterschiedlichste Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen, völlig unabhängig voneinander gekommen sind…und zwar, dass das einzige was wir haben, der einzige Moment in dem wir leben, das Hier und Jetzt ist. Und da versteht es sich von selbst, dass grübeln über die Vergangenheit, ebenso wie über die Zukunft, einfach sinnlose Zeitverschwendung ist, vor allem, wenn diese Gedanken einem seelische Schmerzen bereiten. Jeder weiß das, oder? Jeder weiß, dass man den Augenblick genießen sollte und bewusst leben sollte, das ist keine neue Erkenntnis! Trotzdem muss es uns immer und immer wieder, oft erfolglos, eingeprügelt werden…

Ein apruptes Ende, viele Gedanken, die gerade herausgesprudelt sind und das Wissen, dass alles gut ist…vielleicht schaffe ich es diesmal, dass es anhält 🙂

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Einfach und doch so schwer…ich sollte es besser wissen, besser können, besser fühlen. Ich sollte wissen, dass es unnötig ist, dass es allein ich selbst bin, die sich das Leben so schwer macht. Viel hat sich getan, viel hat sich bewegt in mir, vieles gelöst, vieles ist leichter geworden, viele Blockaden verschwunden. Doch jene, die am allertiefsten sitzen, holen mich dafür umso stärker ein. Der Kopf wehrt sich, weil er weiß, dass ich diejenige bin, die alles kaputt macht, aber ein anderer Teil fängt bei jedem kleinsten Stich an zu bluten und schiebt alles auf die bösen Wunden, die mir zugefügt werden. Dabei bin ich doch diejenige, die den Dolch nochmal umdreht, wenn er schon im Herz steckt. Ich hasse mich dafür, dass ich mich immer in jede Kleinigkeit so hineinsteigere und in tiefstem Selbstmitleid versinke. Das verfluchte Ego, diese verdammten Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen…wehe sie werden enttäuscht, wehe ich werde enttäuscht, dann ist die Welt ihrem Untergang wieder einen gewaltigen Sprung näher. Es ist ein verfluchter Teufelskreis…meine ganze Welt ist ver-rückt, ich kenne mich gerade selbst nicht mehr, sehe mich nicht, fühle mich nicht, erkenne mich nicht, ich bin nur halb, wenn überhaupt. Ich hab mich verloren, verschenkt, was auch immer…es ist gut, es ist alles gut so wie es ist. Ich muss mich wiederfinden, wieder allein ganz werden. Eine Beziehung kann nicht funktionieren, wenn man allein nicht funktioniert. Ich muss meine eigene Kraft wieder finden, darf nicht von einer anderen abhängig sein…ist das so? Rede ich mir wieder irgendein Kopfkonzept ein? Ich darf niemanden brauchen? Man kann niemals jemanden zu sehr lieben, aber man muss sich selbst genauso lieben, sonst funktioniert das ganze eben nicht. Und dann redet man sich wieder ein, man müsste sich mehr Zeit für sich nehmen, auf Abstand gehen, damit man nicht so abhängig ist blablabla…

Ich hatte eine wunderbare Vision: Ein nebeneinander im unendlichen Raum, ohne voneinader abhängig zu sein-Seite an Seite ohne sich gegenseitig einzuengen. Aber manchmal ist mir Seite an Seite eben nicht genug…wieso schreib ich das hier gerade eigentlich alles? Ich wollte nicht mehr jammern, ich wollte überhaupt nicht mehr jammern! Aber manchmal ist es trotzdem gut, die Klagen aufzuschreiben, am nächsten Tag sieht man oft, wie belanglos sie eigentlich waren und wie schwer man sich das Leben doch immer macht. Deswegen höre ich jetzt wieder auf und tanze ein bisschen durch den Raum. Tanzen ist immer gut 🙂 eigentlich ist Leichtigkeit gar nicht so schwer…

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Es ist spät, aber ich finde keinen Schlaf. Die dunkle Nacht klopft wütend an das Fenster, lässt das leere Haus beben und ächzen, aber es ist nicht das ewige Geheule des Sturmes das mich nicht schlafen lässt. Die Sehnsucht hat sich mal wieder eingeschlichen. Nicht die aussichtslose, hoffnungslose, selbstmitleidige Sehnsucht (naja, vielleicht ein bisschen Selbstmitleid), vielmehr ist es das Gefühl nur halb zu sein und trotzdem mehr als jemals zu vor. Das Wissen, nicht allein zu sein ist wunderbar, aber bei dem Gedanke an einsame Tage und Nächte  krampft sich mein Magen zusammen. Die alte süße Melancholie überkommt mich. Ich verbanne die heimtückische Stimme, die mir ins Ohr zischt, dass ich vorsichtig sein muss, nicht mit offenen Karten spielen darf, dass die Liebe ein gefährliches Spiel ist, das man nicht zu schnell für gewonnen erklären darf. Ich lächle und bringe sie sanft zum Schweigen, auch wenn ihre Worte mir kleine Stiche versetzen. Die Angst ist immer noch da, die Angst Ihn wieder zu verlieren. Und wenn irgendetwas dazu führen könnte, dann ist es genau diese vollkommen überflüssige, kräftezehrende Angst. Ich dachte ich hätte sie besiegt, ich dachte sie sei gegangen, als ich beschloss meine Rüstung abzulegen. Trotzdem versetzen mir manche Dinge unerwartete Stiche, deren Ursache ich selbst nicht erkenne, ich weiß dass es keinen Grund dafür gibt. Wahrscheinlich ist es nur, weil ich gerade allein zu Hause sitze, weil es dunkel ist und die Dunkelheit an dem Zimmer nagt und ich mich gerade einfach nichts sehnlicher Wünsche, als Ihn in den Armen zu halten. Ich weiß dass es Ihm genauso geht, dass er die gleichen sinnlosen Ängste hat wie ich…ich hoffe nur, dass uns diese Gedanken nicht wieder in unsere kleinen Schneckenhäuser treiben, jeder für sich, denn Liebe ist gefährlich.

Und dann schleicht sich plötzlich wieder ein leises Lächeln auf meine Lippen, weil mir mal wieder meine eigene Dummheit bewusst wird. Ich weiß, dass es mir noch nie bei jemandem besser gegangen ist, dass ich mich noch nie sicherer und mehr am richtigen Platz gefühlt habe, als bei Ihm und ich weiß, dass diesmal alles gut ist. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt und die Vergangenheit holt einen nicht mehr ein, wenn man immer schön einen Fuß vor den anderen setzt. Mag der Sturm auch noch so cholerisch wüten, ich bin hier, allein, zu zweit und alles ist gut…und es tut gut die Sehnsucht wieder zuspüren, das Brennen im Bauch, das Gefühl, allein nicht atmen zu können…selbst die kleinen Stiche fühlen sich irgendwie, auf ihre seltsame Art und Weise gut an. Ich kann mein Herz wieder fühlen…

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Und plötzlich hörte ich ihr leises Flüstern. Fast schüchtern beugte sie sich an mein Ohr, und ihr Worte legten sich wie Balsam auf mein mein aufgewühltes Herz. Es sei endlich an der Zeit, meinte sie, ich solle meine alten Vorstellungen und Ängste einfach zurück lassen und mich fallen lassen, vertrauen, mich auf das große Abenteuer einlassen, dass darauf wartet in mein Leben zu dürfen. Sie meinte, ich hätte lange genug gewartet und still vor mich hingelitten, trügerisch schillernden Traumseifenblasen nachgeschaut, die irgendwann letztendlich doch immer platzen. Es sei an der Zeit aufzuwachen und festzustellen, dass das echte Leben, die wahre Liebe tausenmal schöner ist, als der schönste Traum, den sich der Kopf ausmalen kann. Ich solle mutig sein, mich aufrichten, meinem Licht die Möglichkeit geben die dunkelste Nacht der Seele zu erhellen, mein Herz öffnen und zulassen, dass sich die Seelen zu einem unlösbaren Knoten verschlingen, den keine Gewalt der Welt mehr lösen kann. Sie sagte mir, dass ich ihr vertrauen solle, dass ich diesmal nicht enttäuscht werden würde, dass endlich, zum allerersten Mal einfach alles gut werden würde, dass ich keine Angst haben müsse. Es sei jetzt endlich an der Zeit mich zu verlieben, nicht nur halb, es sei an der Zeit mein ganzes Herz zu verschenken, denn ich würde alles mit Zinsen zurückbekommen. Die vielen Wunden, Narben und Löcher würden endlich geschlossen werden. Sanft küsste sie meine Stirn und sagte mir, dass ich das, wonach ich die ganze Zeit gesucht hatte bereits in meinen Armen halte.

Und ich öffne die Augen und lächle, denn ich blicke in die die Augen, die nicht unterschiedlicher sein könnten als meine und doch ein Spiegel meiner Seele sind und ich lächle, weil ich weiß, dass diesmal alles gut wird, dass dies kein Traum ist, aus dem ich irgendwann mit Tränen in den Augen wieder aufwachen werde. Das hier ist echt, greifbar, fühlbar, ich spüre, dass ich etwas großes unendlich wertvolles in den Händen halte 🙂

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Manchmal ist Liebe leise. Langsam, ganz langsam schleicht sie sich heran, ihre Berührung ist so sanft wie ein lauer Sommerwind. Sie streicht einem liebkosend über die Wangen und man denkt, es sind nur die Sonnenstrahlen die einen wärmen. Das wohlige Gefühl in der Brust schiebt man auf den Sommer, die Wärme, das Licht, die Blumen, Schmetterlinge, das Leben. Die Liebe ist so leise, dass man sie manchmal vielleicht gar nicht hört. Sie ist nur ein stilles Flüstern, wie das leise Murmeln eines kleinen Baches, das man mehr spürt, als hört. Liebe schreit nicht, Liebe stellt keine Forderungen, hat keine großen Erwartungen, will niemanden ändern, Liebe ist leise…

Doch ich warte auf die laute Liebe. Auf das große Feuerwerk, auf den Festmarsch, mit Fahnen und Trompeten, auf das große Feuer, die unerschöpflichen Flamme. Vielleicht höre ich das sanfte Flüstern der leisen Liebe nicht, vielleicht lausche ich  in die falsche Richtung…oder vielleicht ist es doch nur der süße Sommerwind, der mir über die Wangen streicht, meine Haare zerstrubbelt und meine Seele fliegen lässt…Liebe ist leise, aber könnte ich sie wirklich überhören?

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