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Posts Tagged ‘Zeit’

Kurze Augenblicke beim Tanz durch die Menschen um uns herum, flüchtige Berührungen und Wünsche, die sich in der Menge verlieren. Der Rhythmus im Herz, die Leidenschaft im Blut bewegt unsere Körper, führt und zusammen und wieder auseinander, lässt ein unsichtbares Band entstehen, das uns für diesen Abend in seinem Bann hält. Ich sehe Dich, spüre die Anziehung und die Distanz und ich spiele mit, alles ist ein Spiel…eine Umarmung im Tanz, ich fühle Deinen Atem an meinem Hals, rieche Dich, spüre Deine Wärme an meinem Rücken. Wir bewegen uns wie ein Körper im Takt, Du führst mich, hältst meine Hände und bewegst meine Arme. Ich passe mich an, genieße es mich führen zu lassen Wir werden eins für diesen Moment. Meine Augen sind geschlossen, ich bin der Moment, bin die Bewegung, bin Du in diesem Moment. Die Zeit hält gebannt den Atem an in dieser Mondnacht, in der sich Himmel und Erde zärtlich zu berühren scheinen…

Das Lied ist aus. Wir halten einen Moment inne, doch die Zeit japst bereits nach Luft und der Zauber des Augenblicks verschwindet. Das Spiel geht weiter, einen Schritt näher zwei zurück. Irgendwann sitzt Du am Rand. Ich will mich selbst dazu überreden, weiterzutanzen, will Dir nicht nachlaufen, Dir nicht zu nahe kommen. Doch der Wunsch nach Nähe ist größer und ich überwinde meinen Stolz, der mir nachschreit, ich müsste mich jagen lassen, die kalte Schulter zeigen.

Ich setze mich zu Dir, lehne mich an dich und Du legst Deinen Arm um mich. Unser Atem gleich sich an, Du hebst mich und lässt mich wieder sinken. Deine Finger berühren sanft meine Hand, ich spiele mit ihnen, lasse sie zwischen meine gleiten, die Berührung raubt mir fast den Verstand. Die Musik spielt Lieder von Liebe, von Nähe, um uns herum wird getanzt, gefeiert und wir sitzen am Rand. Ganz sanft, fast schüchtern und zurückhaltend küsst Du meinen Nacken, alle Grenzen scheinen zu verschwimmen in diesem Augenblick, alles scheint sich im Raum zu verlieren und ich bin nichts mehr als reines Gefühl. Jede Berührung geht ohne Umwege ins Herz, alles wird warm, alles wird weit. Ich würde Dich gern küssen, doch ich weiß, dass das zu weit ginge. Wir beide spüren die Liebe und Verbundenheit und das genügt, es ist ein Geschenk und das wissen wir beide…

Ich spüre, wie Du zurückweichst, wie Du den Abstand zwischen unseren Seelen vergrößerst und ich lasse zu, dass sich das Band wieder löst. Du verabschiedest Dich, wir halten uns nocheinmal fest im Arm, bedanken uns für diesen Augenblick und dann gehen wir beide wieder unserer Wege. Erfüllt von Liebe, weit im Raum, wie die Sterne, die nie zusammen sind und doch gemeinsam strahlen.

Und dann wache ich auf nach einem seltsamen Traum. Und obwohl die Bilder bereits in meiner Erinnerung schwinden bleibt das Gefühl von Liebe und Verbundenheit. Ich erinnere mich an ein goldenes Traumband, das zwei Seelen verband. Und obwohl es nur Trugbilder der Nacht waren, fühle ich mich doch erfüllt und verzaubert. (T)Raumzeit…

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Die letzten Tage fühle ich mich rastlos, unruhig, melancholisch,getrieben… Die Gedanken sind unruhig und zittrig, wie Blätter an dürren Zweigen, die versuchen den Halt nicht zu verlieren, noch ein bisschen länger an den Sommerträumen festzuhalten, den Fall noch ein bisschen hinaus zu zögern. Doch irgendwann kommt der Windstoß, der eine ganz besondere Windstoß, der sie losreißt, von dem Leben dass sie nicht aufgeben wollten. Der eine Windstoß, der den Blättern die letzten Widerstandskraft nimmt und sie erbarmungslos und doch sanft, in den Armen des Windes geborgen, davon trägt. Und dann fliegen sie, leicht und frei, lassen sich fallen, lassen sich treiben, tanzen dem Ende entgegen, das neuer Anfang, neues Leben ist…

Mein Windstoß ist noch nicht gekommen, ich klammere mich in gelähmtem Eifer fest und versuche den Zweig festzuhalten. Ich kann noch nicht fliegen, kann nicht loslassen, mich nicht fallen lassen, dem Wind nicht vertrauen…aber er wird kommen, der Windstoß, der mich meiner Kältestarre entreißt und in die Lüfte wirft. Denn ich will wieder fliegen…

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gefunden…

Schon seltsam, da kommt man sein ganzes Leben ohne diese Person aus, lebt glücklich und zufrieden vor sich hin, mit den üblichen Berg und Talfahrten, träumt vielleicht ab und zu von einem anderen Leben, kommt aber im Großen und Ganzen doch recht gut mit sich allein zurecht.  Man muss schließlich auch alleine glücklich sein können…Und dann reicht ein Kuss, eine lange Umarmung, ein tiefer Augenblick und die ganze Welt macht einen Kopfstand. Von einem Moment auf den anderen ist plötzlich nichts mehr so, wie es einmal war. Und obwohl man vorher Jahre lang ohne diesen Menschen gelebt hat, wird plötzlich jede Sekunde, in der man ihn nicht in den Armen halten kann, zur unerträglichen Qual, die einem den Verstand rauben kann. Jeder Tag zieht sich in die Ewigkeit, die Stunden verstreichen im Schneckentempo und der ersehnte Tag scheint in unerreichbare Ferne zu rücken…und plötzlich steht er da und die Welt steht still. Die ganze Umgebung verschwimmt zu einem unbedeutenden Etwas, nicht existent in diesem Moment. Die Welt da draußen gibt es nicht, keine Menschen, keine Verpflichtungen, keine Ängste, keinen Alltag…es gibt nur die zwei Augenpaare, die sich nicht mehr voneinander lösen wollen, und die Lippen, die miteinander verschmelzen und der Zeit ihren letzten Funken Bedeutung rauben. Und das allerschönste, unglaublichste dabei ist, dass dies alles kein Traum ist, kein Trugbild der Sehnsucht, sondern nur die Geschichte zweier Menschen, die sich endlich gefunden haben um gemeinsam ein Stück des Weges zu gehen…

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O, I need
The darkness
The sweetness
The sadness
The weakness
I need this

I need
A lullaby
A kiss goodnight
Angel sweet
Love of my life
O, I need this

(Natalie Merchant-My Skin)

Diese wenigen Zeilen spiegeln gerade allzu gut mein Inneres wider. Mein Herz fühlt sich im Moment zittrig an, aufgewühlt, zerrissen…es fühlt sich wieder verletzlich an, unsicher…ein komisches Gefühl und doch kein Schlechtes. Ich kann nicht sagen, dass es mir gut geht, zu viele alte Erinnerungen wurden aufgewirbelt. Ich weiß nicht was ich denken soll, fühlen soll. Ich fühle den alten Schmerz, die Narben zwicken, die Melancholie überkommt mich wieder, ich fühle mich schwach und verletzlich-aber ich weiß wieder, wie es ist Nähe zu spüren, Geborgenheit und Vertrauen, das wonach ich mich seit langer zeit sehne…doch da ist auch Angst, Angst vor dem Gedanken daran, dass es immer nur halb und niemals ganz sein wird und dass alles Gute irgendwann ein Ende hat. Doch das was zählt ist einzig und allein das Jetzt-und ich weiß genau, dass das Jetzt gut so ist, wie es ist, so schwer und kompliziert es manchmal auch sein mag…

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Jetzt hab ich doch glatt meinen Geburtstag übersehen!! Genau gestern vor einem Jahr, am 12.7.2008,  wunrde mein Blog geboren. Eigentlich wollte ich dieses Ereignis mit einer großen Jubiläumsausgabe feiern, in alten Einträgen stöbern, eine Best of-Liste erstellen, die schrägsten Suchanfragen usw…aber eigentlich steht mir danach gerade nicht der Sinn. Vielleicht folgt ein derartiger Eintrag in den nächsten Tagen, aber im Moment habe ich weder die Zeit, noch die Geduld um mich hinzusetzen und mich ans Schreiben zu machen. Überhaupt steht mir der Sinn im Moment nach anderen Dingen, ich will Sonne und sprotze nur so vor Tatendrang, deswegen muss der Blog zur Zeit ein wenig darunter leiden. Aber die nächsten Regentage kommen bestimmt, dann werde ich einiges nachzuholen haben…

Fest steht, dass es eine gute Entscheidung war, meine Gedanken nieder zu schreiben. Es war ein notwendiges Ventil für meine Angestauten Emotionen, außerdem entdeckte ich eine neue Leidenschaft, die schon lange darauf gewartet hatte, ausgelebt zu werden: Das Schreiben! In diesem letzten Jahr ist sehr viel geschehen, vieles, beinahe alles, hat sich verändert…ich habe mich verändert, sehr stark sogar! Ich bin mutiger geworden, selbstbewusster, habe vieles über mich gelernt, Stärken und Schwächen entdeckt und ich habe es endlich gewagt wieder richtig, in vollen Zügen, zu leben!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich auf meiner Reise begleiten, all die lauten und leisen Leser, die es, auf welche Weise auch immer, auf mein Blog verschlagen hat 🙂 Man schreibt ja eben doch nicht nur allein für sich selbst, oder?!

Ich hoffe, dass ich die nötige Motivation wieder finde, damit es auch noch ein “ 2 Jahre Johannatindomerel“ geben wird 😉

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Ich kann mich einfach nicht zur Arbeit überwinden, kann mich nicht diszipliniert meinen Aufgaben widmen, mir fehlt es einfach an jeglicher Motivation. Erstens, weil ich keinen Plan habe, wie ich diese Arbeit schreiben soll und zweitens, weil ich weiß, dass ich dieses Studium sowieso nicht weiter machen will. Ich sollte die Arbeit schreiben, um mir zu beweisen, dass ich es kann…aber im Moment habe ich gar kein Bedürfnis danach, mir irgendetwas zu beweisen. Ich fühle mich gut und bin zufrieden mit meiner momentanen Lebenssituation und ich kann auch mit der Erkenntnis leben, dass ich keine Selbstdisziplin habe. Ich kann auch damit leben, dass ich beim wissenschaftlich arbeiten versagt habe…ich will doch überhaupt nicht wissenschaftlich arbeiten. Ich weiß, es gibt Menschen, denen liegt sowas, die fühlen sich gut, wenn sie über ein Thema alles wissenswerte erarbeitet haben, aber ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Hiiiiiiiilfeeeeeee, schenkt mir jemand noch ein bisschen zusätzliche Zeit? Nicht dass ich zu wenig Zeit hätte…ich brauche bloß noch viel mehr Zeit um mich aufzuraffen und meinen Arsch hochzukriegen und mich endlich-ENDLICH an die Arbeit zu machen!!! Stattdessen sitze ich hier und schreibe diesen dämlich Eintrag…

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Sommer, Sonne, Strand und Meer…einfach traumhaft. Zwei Wochen zum Abschalten, zum Lesen, zum Schreiben, zum Dichten, zum Nachdenken…ein bisschen Abstend gewinnen, sich sammeln und über manche Dinge hinwegkommen…manchmal brauche ich einfach ein bisschen Abstand zu der Welt, den Menschen, den Alltagsgewohnheiten, Abstand von der Technik, keinen Laptop, kein Internet…schwierig, aber es geht und es tut sowas von gut! Jetzt bin ich bereit für neue Abenteuer, Hindernisse, Erfahrungen, das Leben kann weiter gehn, ich erwarte es mit offenen Armen 🙂

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