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Was für ein Wochenende!!! Ich glaub ich werde mich heute in den Garten legen und ein paar Stunden Scchlaf nachholen.

Am Freitag im Morgengrauen auf den Weg zur Wohnung gemacht,  nach einer langen Nacht,verwirrt von den Vogelgesängen, die seltsam fehl am Platz wirkten. Nach drei Stunden Schlaf aufgestanden und zum Zug (mit einer ganzen Stunde Verspätung war ich dann zuhause*grummel*). Den Samstag den Kopf zerbrochen, über unüberlegt Handlungen…aber es war eben eine Feier, ich sollte mir nicht so viele Gedanken darüber machen!

Samstag Nachmittag auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht, bei strahlendem Sonnenschein ließen wir die Berge hinter uns und begaben uns in die große Stadt (für mich Landkind^^) in gespannter Vorfreude auf den Abend.

Das Konzert war der einfach nur parfekt, das beste, schönste, lustigste, das ich je erlebt habe. Noch nie habe ich so viel getanzt, bin rumgesprungen, hab mich im Kreis gedreht (ich hab auch noch nie so geschwitzt), das ganze Konzert konnte ich nicht stillhalten, das lässt diese Musik einfach nicht zu! Und die Leute um uns herum ausgelassen, keine Angst davor, sich zum Affen zu machen, die Emotionen explodierten, die Musik durchdrang die Körper, schoss durch jede Zelle, die Trommeln, jagten den Herzschlag in die Höhe, aller Augen leuchteten feurig. Ab und zu wurde jemand aus dem moshpit geschleudert, stieß mich zur Seite, doch war ist egal, alles war egal. Das letzte Stück, ein letztes Mal gedreht, gehüpft, geklatscht…Danach im strömenden Regen durch die Stadt marschiert, aber der Regen machte auch nicht mehr viel Unterschied.

Und heute Mittag fuhren wir wieder gutgelaunt nach Hause, Musik aufgedreht, Fenster weit offen, mit den Händen Windreiten gespielt.  Ein schönes Wochenende mit schönen Erinnerungen, selten hatte ich soviel Spass und sollte die Band mal wieder in der Nähe sein…ich werde dabei sein!!!

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Und ich denk immer noch an Dich
Wie könnt ich auch den Kuss vergessen
Von einem Traum war ich besessen
Und dieser Traum verzehrte mich

Wie Feuer brannten Deine Küsse
Ein sanfter trügerischer Schmerz
In heißen Flammen stand mein Herz
Wie ich die Wärme doch vermisse…

Der Morgen kam und mit dem Licht
erloschen still die letzten Funken
Scheue Blicke, traumestrunken
fanden wir die Worte nicht

Ein schöner Traum, nur allzugerne
lassen sich die Sinne trügen
Die Seele schweigt und leere Lügen
vehallen lautlos in der Ferne

Und ich denk immer noch an Dich
Wie könnt ich diesen Kuss vergessen
Von einem Traum war ich besessen
Doch weiß ich nun: ich träumte nicht!

©by johannatindomerel

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Ich will von niemandem mehr hören, dass es hübsche Frauen im Leben leichter hätten…jedem, der das behauptet ziehe ich persönlich mein Schwert über die Rübe (ja, ich habe eines, es ist zwar aus Holz, tut aber trotzdem weh!!) Ich will nicht abstreiten, dass man ab und zu ein wenig bevorzugt wird, wenn ich mir aber dann irgendwelche öbszönen Anmachsprüche von Männern anhören muss, die vermutlich zwanzig Jahre älter sind als ich, dann kommt mir doch echt die Kotze hoch!! Im vorbeigehen werden mir dann plumpe Sprüche zugeworfen(obwohl ich in männlicher Begleitung bin!) und dann streicht auch noch eine ( unglaublich verführerische) Hand über meinen Rücken…was soll das?!? Wofür halten die wohl Frauen wie mich? Nur weil ich rote Haare habe heißt das noch lange nicht, dass ich ein „leichtes Mädchen“ wäre…leider bin ich ein sehr friedliebender Mensch und so gerne ich mich auch dagegen wehren würde bleibe ich still sitzen, verziehe nur den Mund und schenke ihnen ein paar verächtliche Blicke…so hat jeder sein Los zu tragen und der Ansicht, dass es schöne Frauen im Leben leichter haben, kann ich mich nicht anschließen…alles hat irgendwo seine Schattenseiten!

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Gestern war ein toller Tag, einer dieser Tage, die noch lange nachhallen und das Herz mit Zufriedenheit erfüllen 🙂

Ich finde es gibt nichts Schöneres, als das Wissen, dass man einem Menschen eine richtig große Freude gemacht hat. Ich weiß, dass ich gestern vielen Leuten ein wunderbares Geschenk gemacht habe und etwas Gutes getan habe. Wir haben im „Seniorenwohnheim“ angefragt, ob wir nicht einmal ein kleines Konzert für die Bewohner machen dürften, mit Gesang und Klavier, einfach so, ohne Eintritt, um den Leuten eine Freude zu machen und damit wir die Möglichkeit haben auch mal aufzutreten. Wir waren drei Sänger und eine Pianistin, es war ein wirklich schönes und anspruchsvolles Programm. Für all diese alten Menschen war es etwas Besonderes, manche waren zu Tränen gerührt. Es ist ein wunderbares Gefühl, dort vorne zu stehen und zu sehen, wie man die Zuhörer mit seinem Gesang berührt, sie mitreisst mit den Stimmungen, man blickt in die Gesichter, die gerührt, mitfühlend, lächelnd zu einem aufsehen…genau das ist es, was ich an Musik, speziell, wenn ich selbst auftreten kann , so sehr liebe…dieses Gefühl, zu den Seelen der Menschen durchzudringen, sie zu berühren und zu bewegen. Das sind einzigartige Momente, meine ganz persönliche Droge, die mich berauscht und in Euphorie versetzt… Eine Schwester sagte uns danach noch einmal, was für eine Freude wir Vielen gemacht hätten, dass es etwas ganz Besonderes für die Menschen war. Das war es für uns auch! Es hat das Herz erwärmt, die Seele gestreichelt und den Geist beruhigt…das Leben ist schön!

Am späteren Nachmittag wieder zu Hause entschloss ich mich dann dazu, noch einen kleinen Ausritt zu machen. Es war herrlich warm, die Sonne schien und das sanfte Abendlicht legte sich allmählich über das Land. Ich ritt durch grüne Wälder, unter blühenden Bäumen hindurch, die Luft voller Pollen (zum Glück hab ich keinen Heuschnupfen). Der würzige Duft von Brennnesseln stieg mir in die Nase, der schwere Blütenduft betörte die Sinne. Das saftige Grün der Wiesen lud zum reinbeissen ein, übersät von gelben Farbtupfern. Dann im gestrecktem Galopp den Hügel hinauf, mit Blick auf den Horizont, die Blumenwiese jagt vorbei, der Wind peitscht ins Gesicht, lässt die Haare wehen, hebt mich in die Luft und lässt mich fliegen…herrlich, noch so eine meine persönlichen Drogen (wahrscheinlich brauche ich deswegen auch keine anderen Rauschgifte^^) Alles roch nach Frühling, die satten Farben verwandelten sich mehr und mehr in ein sanftes, strahlendes Gold. Es war ein wunderbarer Ausritt, das Leben ist schön!!

Danach den Abend still ausklingen lassen, am Lagerfeuer im eigenen Garten. Die Blicke verloren sich in der wabernden Glut, sahen zu, wie die Flammen am Holz leckten und die Scheite langsam verzehrten. Flammen züngelten in die Höhe, spieen Funken, die im Schwarz der Nacht verglimmten(verglommen?). Wir führten lange Gespräche über Kindheitsträume, Gott und die Welt, das Feuer wärmte in (immernoch recht) kalter Nacht. Der Abend endete mit einer leuchtenden Sternsnuppen, die am Himmelszelt aufblitzte, über den schwarzen Nachthimmel schoss und im Nichts verschwand. Und mit einem guten Wunsch und den Erinnerungen an einen guten Tag begab ich mich schließlich zu Bett…Das Leben ist schön!!!

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Ich drehe mich im Kreis und sehe die Blätter wie in Zeitraffer aus ihren Knospen schießen, sehe die explodierende Farbgewalt der Blüten, das leuchtende grün der Blätter, die saftigen Wiesen, weiß-graue Wolkenfetzen, die über den tiefblauen Himmel jagen, ich drehe mich immer schneller und alles verschwimmt zu einem bunten Farbenmeer. Ich sauge den würzigen, modrigen Geruch des trockenen Waldbodens in mich auf, als wäre er mein Lebenselexier, ich versuche alles in mich aufzunehmen. Der süßliche Duft zarter Blumen steigt mir in die Nase, ich will die Richtung einfangen, doch es war nur ein Moment, der Wind trägt den Duft hinfort, nimmt den scharfen Geruch frisch gemähter Wiesen mit sich, streicht sanft über das sich wiegende Gras, streift  die schwankende Baumwipfel. Ich breite meine Arme aus, strecke die Nase in den Wind, fühle den Wind, der sanft durch meine Finger streift und mich vom Boden hebt. Ich fliege, reite auf dem Wind, bis zum Horizont…

Die Stadt ist wie verwandelt, alles lebt, lacht… die steinerne Welt strahlt von Innen, außen strahlt sie im goldenen Sonnenlicht. Was im Winter wie eine verschanzte Geisterstadt wirkte ist jetzt ein verzaubertes Städtchen unter blühenden Bäumen. Magnolien werden von Kirschen abgelöst, der schwere Duft benebelt die Sinne, die Plätze sind wieder belebt, die Cafés haben ihre Außengarnitur wieder herausgekramt, auf denen jetzt die zufriedenen Gäste ihre Cappuccinos, Kaffees, Heißen Schokoladen usw. schlürfen und glückliche Blicke auf die prächtigen Bauten, goldenen Dächer und leuchtenden Blüten werfen. Die anderen tummeln sich am Fluss, räkeln sich im Gras, trinken, lachen, sonnen sich…überflüssiger Kleidung entledigt man sich schnell, sie wollen Wärme spüren, sich von den Strahlen kitzeln lassen, alle Zellen mit Licht volltanken. Das Rauschen des Flussen vermischt sich mit dem Dröhnen der Motoren, die Wassermassen strömen unaufhaltsam weiter, drängen sich durch das Flussbett, schlängeln sich durch die Stadt. Die Sonne zaubert Lächeln auf die Gesichter der Menschen, alte Paare sitzen händchenhaltend auf den Uferbänken…es ist Frühling und alle spüren das!! Die Stadt ist kaum wieder zu erkennen…

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Da steht er nun auf der Bühne, die Scheinwerfer auf ihn gerichtet und lächelt sein Gewinnerlächeln. Es ist alles nur ein Spiel, ein einziges großes Spiel, und ich die kleine rote Spielfigur, kurz vor dem Fall…

Er war ein Spieler, schon immer gewesen, doch er war keiner von denen, die immer ein As im Ärmel hatten. Er war kein Falschspieler, noch nie gewesen, weil er es nicht nötig hatte, weil es sein Spiel war und er derjenige, der die Regeln erstellte. Und die anderen machten mit, ohne dass sie diese Regeln kannten, sie wussten nicht einmal um was sie spielten, was der Gewinn war. Er wusste es, denn es war sein Spiel, mit seinen Regeln, der Gewinn? Das Leben selbst, dem Unvorhergesehenen immer einen Schritt voraus zu sein, Zufälle nutzen, Spielzüge kreuzen, die Figuren nach seinem Belieben aufstellen.
Manchmal fühlte er sich selbst wie eine Figur auf einem gigantischen Spielbrett. „Mensch-ärgere-dich-nicht“ dröhnte es in seinem Kopf, wenn er aus der Bahn geworfen wurde. Auch er konnte nicht immer gewinnen, das wusste er, doch darum ging es ja gar nicht. Es ging um das Spiel selbst und darum, wie er mit der Situation umging. Stolz und erhobenen Hauptes nahm er die kleinen Niederlagen an, denn er wusste, dass am Ende er der Sieger sein würde, denn die anderen kannten seine Regeln nicht. Und dann lächelte er das Lächeln eines Gewinners, der weiß, dass sein Plan aufgehen wird.

Er hatte einmal gesagt, er sei niemand, der nur Spielchen treibt. Er gab sich nicht mit unbedeutenden Brettpartien ab. Er spielte das einzig wahre Spiel des Lebens, nichts für schwache Nerven, voll unvorhergesehener Zufälle, Hindernisse, Fallen.
Er sah sich selbst gerne in einem nie enden wollenden Schauspiel, mit ihm in der Hauptrolle. Sobald sich der Vorhang hob, wurde er mit Applaus von der tobenden Menge willkommen geheißen, alle begierig an seinem Leben teilzuhaben, zu sehen, wie er sich durch die unvorhergesehenen Tücken des Alltags kämpfte. Er war ein Kämpfer, doch er schlug sich immer alleine durchs Leben, denn niemand würde seinen Kampf verstehen. Er sah sich gerne als den tragischen Helden einer Tragödie, dennoch träumte er von einem Happyend, seinem ganz persönlichen Glück, dem er entgegenlächelte. Er hatte dieses Lächeln vor dem Spiegel geübt, jedes Mal bevor er auf die Bühne getreten war. Das Lächeln musste jedem von Anfang an zeigen, dass er der Gewinner war, der trotz aller Schwierigkeiten am Ende den Sieg davon tragen würde.
Ich hatte die Angst hinter diesem Lächeln erkannt, hatte den Hilfe suchenden Schrei in seinen Augen gesehen. Gebannt verfolgte ich jede Vorstellung seines Lebens, lachte mit ihm, weinte mit ihm. Sehnsuchtsvoll hingen meine Augen an seinen, verirrten sich in seinen Seelenlabyrinthen. Ich versuchte mich zu befreien, den Ausgang zu finden, doch er hatte mich in seinem Netz gefangen. Meine Augen suchten nach etwas, was mich verstehen ließ, ich wollte ihn kennen, in sein Herz blicken, doch das Gewinnerlächeln hielt mich davon ab zwischen den Zeilen zu lesen. Ich wusste nicht, ob er meinen Blick verstand, doch ich wartete, still und geduldig, ich wusste, irgendwann würde mein großer Auftritt kommen.

Da stand er nun, auf seiner großen, leeren Bühne, stolz und erhaben. Alle Augen ruhten auf ihm, lechzten danach ihn leiden zu sehen, lachen zu sehen, alles drehte sich um ihn, denn es war seine Bühne, seine Welt.
Er war ein Meister der Improvisation. Scheinbar jeder Situation gewachsen, meisterte er erhaben jedes Wortgefecht, behielt die Kontrolle über das Geschehen.
Nur die Frauen brachten ihn ab und an aus dem Konzept. Manche von ihnen wollten sich nicht an sein Drehbuch halten, ignorierten seine Regeln. Sie wollten nicht nur Nebendarsteller in seinem Stück sein, gaben sich nicht mit ihren Rollen zufrieden und lebten sie nach ihren eigenen Vorstellungen. Ihr Verhalten war unvorhersehbar, unberechenbar, er konnte ihre Schritte nicht voraus ahnen, und das machte ihm Angst. Die Angst machte ihn schwach und blind, die Kontrolle über sein Spiel drohte ihm zu entgleiten. Er schreckte vor dem Gedanken zurück sich den Regeln anderer Menschen anzuvertrauen. Er war niemand, der mit sich spielen ließ, niemand, der anderen die Regie über sein Leben überließ.
Unter dem tosenden Applaus des Publikums führte er diese Menschen von der Bühne, bevor sie eine zu große Rolle in seinem Stück einnehmen konnten. Dann ließ er den purpurnen Vorhang fallen, denn es war Zeit für eine neue Szene, mit neuen Nebendarstellern.

Und plötzlich streckt er mir die Hand entgegen, meine Finger schließen sich um seine und er zieht mich auf die Bühne. Ich stehe dort oben und blicke in die erwartungsvollen Gesichter der Menschen unter mir. Ich sehe den Staub vor den Strahlern tanzen, versuche mich nicht ablenken zu lassen, doch das leise Summen der Birnen lässt mich den Augenblick vergessen.
Geblendet vom grellen Licht der Scheinwerfer versuche ich in seinem Gesicht zu lesen, doch seine Miene ist eisern und verschlossen.
Dort stehe ich nun an seiner Seite, mein Herz rast, die Gedanken kreisen, es hat mir die Sprache verschlagen. Ich bin kein Meister der Improvisation wie er, ich habe meinen Text vergessen. Die Zeit scheint still zu stehen, gebannt wartet das Publikum auf eine Reaktion meinerseits, sie wagen kaum zu atmen, das Schweigen wird unerträglich. Verzweifelt suche ich nach Worten, doch ich scheine sie verloren zu haben, das Sprechen verlernt, die eigene Sprache vergessen. Im Boden versinken will ich, mich in Luft auflösen, als Staub vor den Scheinwerfern tanzen, nur nicht hier stehen, vor ihm, mit verschlagener Sprache. Ich fühle wie mein Gesicht rot wird, die Scham in die Wangen steigt, und dann lächelt er. Er hat alles im Griff, verliert nie die Kontrolle, denn es ist sein Stück. Wir spielen gemeinsam, er mit mir, ich mit ihm?
Ich kenne das Drehbuch nicht, ich weiß nicht wie es weitergehen wird, doch ich spiele meine Rolle, lebe den Augenblick, genieße das Gefühl, auf seiner Bühne zu stehen. Ich sehe die Blicke der Zuschauer, wie sie gerührt und hoffnungsvoll das Geschehen beobachten. Einige zweifeln, glauben nicht an das trügerische Glück, blicken hinter den falschen Schein des grellen Bühnenlichtes. Alle fühlen sie mit uns, leiden und hoffen, teilen unsere Verzweiflung und Zuversicht. Vielleicht gibt es ja diesmal das erhoffte Happyend? Vielleicht erkennt er dieses Mal, dass er in seinem Kampf nicht allein ist? Ich bin bereit an seiner Seite zu kämpfen, nach seinen Regeln, obwohl ich nicht weiß wofür wir kämpfen. Ich erinnere mich an die Angst hinter seinem Gewinnerlächeln und spiele weiter, mit ihm auf seiner Bühne. Unserer Bühne? Und dann tanzen wir, er führt, ich lasse mich führen, vertraue mich seinen Armen an. Ich spüre die Kraft, die durch seinen ganzen Körper fließt, die Energie, die Gier nach Leben. Ich spüre Hitze in mir aufsteigen, während dieses Gefühl auch auf mich übergeht, die Kraft durchschießt meine Adern und ich will fliegen, gemeinsam mit ihm über die höchsten Gipfel, bis zu den Sternen. Immer schneller drehen wir uns, jeder Schritt bewusst gesetzt, unsere Füße tragen uns trittsicher über den Bühnenboden, wir selbst in einen Mantel aus wirbelndem Staub gehüllt. Alles dreht sich unaufhaltsam weiter und wir tanzen rastlos im grellen Licht des Scheinwerfers …die Menge applaudiert, als meine Lippen die Seinen berühren, vielleicht gibt es ja doch ein Happyend, vielleicht versteht er endlich, dass er keine Angst mehr haben muss, auch nicht vor der Liebe. Seine Augen suchen meine, fragend und verständnislos blicken sie mich an, ich verliere mich in seinen Seelenblicken, versuche Liebe zu erkennen, doch alles was ich sehe ist mein eigenes Spiegelbild, das sich hoffnungsvoll in seinem Blick verirrt hat. Doch es war nur ein kurzer Moment der Schwäche, dann trägt er wieder seine Maske und lächelt sein Spielerlächeln.
Ich erkenne die Angst hinter seinem krampfhaft verzogenen Mund, langsam wendet er den Blick ab, dreht mir den Rücken zu, ich weiß was jetzt kommt…
Wir treten an den Rand der Bühne, verneigen uns tief unter dem Applaus der Zuschauer, ich sehe Tränen in so manchen Augen blitzen, die Enttäuschung, als der Vorhang fällt…er sieht mir nicht nach, als ich von der Bühne trete, in der Menge verschwinde. Ich sehe aus der Ferne, wie er seine neue Spielfigur auf die Bühne zieht, die Schöne mit den hellen Augen, die eine kleine Rolle in seinem Stück übernehmen darf, und ich weiß bereits, wie auch diese Szene enden wird.

Da steht er nun auf der Bühne, die Scheinwerfer auf ihn gerichtet und lächelt sein Gewinnerlächeln. Es ist alles nur ein Spiel, ein einziges großes Spiel, und ich die kleine rote Spielfigur, kurz nach dem Fall…

©by johannatindomerel

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Es waren ein Video und ein Lied, die mein Leben in neue Bahnen lenkten, mich von Grund auf veränderten. Es war vor nicht einmal einem Jahr, zu Sommerbeginn, als es warm war, Veränderung lag in der Luft…es war eine aufregende Zeit, eine der intensivsten die ich je erlebt habe, voll Abenteuerlust, Begeistung, Leidenschaft, magischer Momente…ich erinnere mich noch an dieses flaue Gefühl im Magen, ein intensives, wunderbares Gefühl, ich genoss jeden Augenblick, sog alles in mich auf, ich wusste, dass das Leben unglaublich schön sein kann, wenn man sich darauf einlässt. Ich erinnere mich an den Geruch dieses Sommers, an die Musik, an das Rasen meines Herzens…ein Video, ein Lied und die Menschen, die in dieses Lied gehören, haben mein Leben geändert und ich kann sagen, eindeutig zum Guten!! Ich bin dankbar für diese Zeit, für die immer noch in mir pulsierenden Erinnerungen und ich sehne mich zurück, wünsche mir diesen letzten Sommer herbei…und heute? Ich spüre die Magie nicht mehr, der nicht ganz alltägliche Alltag hat die Oberhand gewonnen, doch manchmal spüre ich den Funken, ein leises Flüstern, ein Windhauch, der mir den Geruch des Sommers in die Nase weht, und dann spüre ich wieder, dass der Zauber allgegenwärtig ist, dass ich mich nur schon daran gewöhnt habe. Und dann freue ich mich auf den neuen Sommer, aufs barfuß auf nassem Boden herumtanzen, während der warme Sommerregen auf meine Haut prasselt, auf  das am Fluss liegen, auf lange Gespräche bei Lagerfeuer und Wein, auf unvergessliche Begegnungen, auf viele Sommer voll wunderbar magischer Momente!!! Also Schluss mit Winter, lasst ihn uns zum Tor hinausjagen…es ist Zeit für den Frühling, ich fange schonmal an den Teppich auszurollen!

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