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Posts Tagged ‘Distanz’

Du liegst vor mir, die Augen geschlossen, dein Atem ruhig und gleichmäßig. Ich schaue dich an und lächle, du siehst so friedlich aus, so entspannt und zufrieden. Meine Hände wandern über deinen Rücken, deinen Nacken, deinen Kopf, die Arme… ich spüre deine warme Haut unter meinen Händen, meine Finger wandern die Linien ab, suchen sich ihren Weg über deinen Körper. Ich fühle die Muskeln, die Energieströme, die deinen Körper durchfließen und ich genieße es, dir so nah sein zu können. Und wieder sind wir uns so nah und doch kann ich die Entfernung zwischen unseren Seelen nicht überbrücken. Ich frage mich, was in dir vorgeht, wenn ich dich so berühre, denn jede Berührung hinterlässt ihre Spuren. Ich frage mich, ob ich nur über die Oberfläche streiche, oder ob etwas nach innen dringt, sich etwas in deiner Seele rührt . Ganz selbstverständlich wandern meine Hände über dich, ertasten dich…doch als es dann vorbei ist, fahren wir wieder unsere Schutzvorrichtungen aus und die Nähe rückt wieder in weite Ferne. Ich bin gespannt, ob wir diesen Abstand irgendwann einmal verringern wollen oder nicht, es wird sich zeigen. Doch es ist gut so, denn man kann jemanden ja auch mit etwas Abstand gerne haben…

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Wie fremd du mir geworden bist!

Dein Blick spricht tausend leere Lügen

Die dich noch mehr als mich betrügen-

Wie fremd du mir geworden bist!

<o>

Ich hör dich, kann dich nicht verstehen-

Ich kenne deine Stimme nicht,

wie sie in falschen Zungen spricht.

Ich hör dich, kann dich nicht verstehen!

<o>

Ich seh dich, doch mein Herz ist blind,

kann deine Seele nicht mehr sehen

seh deinen trüben Schatten stehen-

Ich seh dich, doch mein Herz ist blind.

<o>

Wie fremd du mir geworden bist-

Dein Bild verblasst im Strom der Zeit

verschwindet in der Ewigkeit.

Wie fremd du mir geworden bist…

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Er sagte, er sei eine einsame Insel- Ich lächelte und schenkte ihm ein Spielzeugboot.

Er sagte, er sei rastlos, ständig auf der Suche, nie am Ziel- Ich lächelte und malte ihm ein buntes Haus.

Er sagte, sein Leben stünde auf dem Kopf- Ich lächelte und machte einen Kopfstand.

Er sagte, die Erde drehe sich viel zu schnell- Ich lächelte und stellte die Uhr zurück.

Er sagte, ich verstünde seine Welt nicht, kannte seine Träume nicht- Ich lächelte und pflückte ihm einen Stern vom Himmel.

Er lächelte und meinte, ich solle von meiner Wolke herunterkommen- Da weinte ich, und schwere Tropfen prasselten vom Himmel herab…

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Und dann ist alles wie zuvor, nichts mehr zu spüren von der Leichtigkeit, der Zuversicht. Von einem Moment auf den anderen ist alles nichts weiter als ein schöner, verschleierter Traum. Du wachst auf und merkst, dass alles nur ein Trugbild war, täuschend echt und unvergesslich. Doch die Bilder lassen dich nicht los, du redest dir ein, dass es nicht wirklich war, nur ein Traum, ein alberner Traum…und doch so realistisch, beinahe greifbar. Und dann willst du weiter träumen, doch du hast Angst vor dem Erwachen, denn es gibt nichts ernüchternderes, als nach wunderschönen Träumen aufzuwachen und festzustellen, dass du doch wieder nur in deinem Bett liegst, in deinem Zimmer, allein unter deiner Decke.

Vielleicht sollte ich mich damit abfinden, dass wir niemals zusammen finden werden, vielleicht weil wir beide zu viel Angst haben. Ich zumindest habe Angst und kann mit der Situation nicht umgehen. Doch ich klammere mich immer noch  an der Hoffnung fest, dass irgendwann einmal alles gut wird und dass vielleicht doch alles auch seinen Sinn und seine Richtigkeit hat…

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Ich glaube ich habe dich verloren, noch bevor ich Gelegenheit hatte, dich wirklich kennenzulernen. Es gab eine Zeit, da glaubte ich daran, dass wir uns ähnlich sind, dass wir uns nahe stehen, obwohl wir uns nur flüchtig kannten. Ich spürte eine Verbindung zwischen unseren Seelen, fühlte mich zu dir hingezogen, hatte wieder Hoffnung, dass ich irgendwann jemanden finde, mit dem ich träumen und leben kann.

Von dieser Nähe und Verbundenheit ist nichts mehr zu spüren, ein breiter Spalt ist zwischen uns, dessen Tiefe nicht abzuschätzen ist. Wir verhalten uns sachlich, distanziert, diese Wärme, die von dir ausging ist von einem Tag auf den anderen verschwunden! Ich frage mich, was wohl passiert ist, was mit dir geschehen ist, oder ob ich gar selber Schuld bin…

Die Antwort wirst du mir wohl schuldig bleiben, denn du stehst auf der anderen Seite des Abgrunds und du kannst den traurigen, fragenden Blick in meinen Augen von dort drüben nicht erkennen…

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