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Posts Tagged ‘Einsamkeit’

Komm, lass uns Träume trinken

Uns daran berauschen und den trügerischen Morgen

ein wenig länger Trug sein lassen.

Nimm noch einen Schluck,

das Leben ist kurz sagen die Leute

und man muss Tänze tanzen, solange die Musik spielt.

Oder die Welt klingen lassen, singen lassen

beben lassen im Takt der tanzenden Herzen.

Traumseifenblasen platzen,

lachen schillernd im Mondlicht,

bevor sie vergehen.

Hast du Angst?

Welche Ängste hat die Angst?

Komm, lass uns auf den Ängsten reiten,

Gedanken lähmen und

Zweifel zähmen.

Glaubst du, liebst du?

Hörst du das funkelnde Mondlicht

auf dem schwarzen See?

Siehst du die sanften Lieder des Waldes?

Schmeckst du das Gold der Abendsonne?

Fühlst du den Zauber in jedem Atemzug?

Komm, lass uns mit der Zeit tanzen,

Lass uns von Freiheit singen,

Lass uns Träume trinken,

Lass uns leben…

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Der Wandel ist die Antriebskraft des Lebens…nichts bleibt, man kann nichts festhalten. Manchmal hat man das Gefühl endlich angekommen zu sein, endlich am richtigen Fleck zu sein, bei den richtigen Menschen zu sein. Es regt sich der Wunsch, dass alles so bleiben soll wie es ist, sich nichts verändert, niemals…ein sehr utopischer Wunsch…

Ankommen kann man nur auf der Reise – erkennen, dass sich die Landschaft am Wegrand, die Weggefährten und der Weg selbst ständig verändern, nichts von Dauer ist. Es gibt nur den Moment und wenn man den nicht lebt und liebt und feiert, dann ist man schon so gut wie tot…

Zur Zeit habe ich das Gefühl meine Welten stürzen wie Ozeanbrecher über mir zusammen. Keine Zeit Luft zu holen, denn kaum bin ich aus der einen Woge wieder aufgetaucht bricht die nächste über mich herein. Ich muss mich korrigieren, es gibt eine Sache die bleibt – das Chaos! Kaum habe ich das Gefühl, ich habe etwas/jemanden gefunden verschwindet es/er/sie wieder aus meinem Leben, weggerissen von der unaufhaltsamen Strömung der See. Und ich? Ich bleibe stehen, schaue nach, weine nach und wünsche mir einmal mehr, ich könnte die Dinge festhalten. Es wäre so schön, wenn Manches einfach mal so bleiben könnte, wie es ist.

Aber alles ist gut, wie immer! Dass es so sein muss, weiß ich auch, dass der Wandel der Herzschlag des Lebens ist weiß ich auch, dass ich lernen werde und weiter gehen werde, weiß ich auch…schmerzhaft ist es trotzdem manchmal, wenn man die Traumburgen vor sich zusammenstürzen sieht – ein Feuerwerk aus schelmisch schillernden Traumseifenblasen, die in alle Richtungen auseinander stieben…Und ich lächle, weil mir mal wieder bewusst wird, dass ich mehr im Traum, als in mir gelebt habe. Jede Veränderung bringt Raum für Neues und allein sein bringt Raum für Kreativität. Die meisten großen Kunstwerke wären wohl kaum ohne die süße Melancholie und das Gefühl der Einsamkeit und Sehnsucht enstanden.

In einem Moment der Klarheit, als mal wieder alles Sinn zu machen schien, entstand dieses Lied. Ein Lied über die Liebe und den Wandel und die Schönheit im Verfall…

Deswegen ein Hoch auf die Einsamkeit, die Sehnsucht, das Verlangen, die Träume und Hoffnungen und nicht zuvergessen die lange Dunkelheit und Kälte des Winters 🙂

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Ich stelle den Motor ab, schalte das Licht aus und muss noch einen Moment im Auto sitze bleiben – atmen, das ist die Lösung – und dem glühenden Kopf noch einen Moment lassen um ein bisschen zu lüften und abzukühlen. Ich spüre meinen Herzschlag bis in die zugeschnürte Kehle, dabei frage ich mich, warum ich denn überhaupt so aufgeregt bin? Diese Unsicherheit ist es, das Nicht-Wissen worauf ich mich einlasse, was auf mich zukommt. Normalerweise plane ich, weiß was ich will, bereite ich vor und hab alles mehr oder weniger unter Kontrolle, Sicherheit! Und diesmal? Alles anders, weder mein Kopf, noch mein Bauch wissen Antwort und meinen nur „Du wirst schon sehen!“…na wunderbar! Der Atem ist wieder ruhig, das Klopfen in einem halbwegs normalem Rhythmus, dann gebe ich mir einen Ruck, öffne die Autotür (bleibe hängen, weil ich vergessen habe mich abzuschnallen) und schlendere grinsend zur Haustür. Dann ein Anruf, eine kurze Begrüßung und ein seltsames Gefühl, als ich die Treppen hinaufsteige. Ich packe meine Sachen aus und mache es mir auf  dem einzigen Sessel in dem kleinen Raum bequem, während er noch ein paar Hausmännischen Pflichten nachgeht. Ich frage mich, warum er mir so selten in die Augen sieht. Ich würde ihm so gerne lange in die Augen blicken können – die schönsten Augen die ich je gesehen habe – und ein bisschen in den Seelenlabyrinthen abtauchen, aber es reicht immer nur für einen kurzen Augenblick. Wir reden nicht viel, schauen Filme an, kommentieren ab und zu ein wenig, trinken, schlafen ein, wachen auf…immer mit einem großen Sicherheitsabstand. Wir sind Fremde…Ich frage mich, warum wir jetzt gemeinsam hier sitzen…wir haben uns noch nicht oft gesehen, drei Mal bis jetzt und oft bis in die Nacht geschrieben. Chatten ist ein Segen und ein Fluch zugleich – die Distanz wird für diese Zeit aufgehoben und andere Geister sprechen miteinander, in den meisten Fällen entsteht die Kluft aber sofort wieder, sobald man sich dann gegenüber steht…Die Distanz stört mich, aber ich weiß nicht, wie ich sie überwinden kann, und weiß nicht einmal, ob ich sie überhaupt wirklich überwinden will. Denn dann stellt sich die Frage: Was dann?

Wir legen uns hin, nebeneinander unter einer Decke – physischer abstand: 5 Zentimeter, psychischer Abstand: eine unüberwindbare Schlucht…ich kann nicht schlafen, höre seinen Atem, spüre wie ich meinen anpasse…ich stelle mir vor, wie es wäre ihn zu küssen, meinen Kopf auf seine Schulter zu legen, aber der Weg von meinen Lippen zu seinen scheint eine unüberwindbare Distanz zu sein. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen! Ich wäre sowieso viel zu feige. Aber ich genieße es einfach jetzt, in diesem Augenblick hier zu liegen, allein zu zweit…

Am nächsten Morgen Nachmittag bin ich auch noch nicht klüger als davor. Die Stimmung ist entspannt distanziert, fremd und doch irgendwie nah. Ich würde am liebsten den ganzen Tag da bleiben, einfach gemeinsam nichts tun, aber der Kopf sagt ich muss gehn und ihm seine Ruhe lassen. Vielleicht sind unsere Mauern auch einfach zu dick, um einen gemeinsamen Raum zu ermöglichen, ich würde mir gerne mit dem Vorschlaghammer daran zu schaffen machen…

Und zurück bleibt ein großes Fragezeichen und noch weniger Klarheit darüber, was ich eigentlich will. Ich will wissen was es ist, dass uns zueinander zieht, das uns so plötzlich verbindet obwohl wir so verschieden sind. Ich würde es so gerne wissen und verstehen, aber vermutlich muss ich es selbst herausfinden und irgendwo in mir nach der Klarheit graben…gar nicht so einfach, bei meinem Kopfchaos. Aber es lenkt wenigstens ab und lässt Raum für Träume…die haben wir ja besonders gern, die Träume 😉

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„Es geht mir gut“, lächle ich und versuche den verzweifelten Seelenschrei hinter meinem traurigen Lächeln zu ersticken. Sie sehen nicht, welche Überwindung es mich kostet, mich selbst zu belügen. Sie hören die Schreie nicht, die durch die einsame schwarze Seelennacht hallen und den wütenden Sturm in mir übertönen. Alles fühlt sich so falsch an, immernoch…ich kann nicht mehr, will nicht mehr, fühle nur den unerträglichen Schmerz, der mir das Herz zerreißt. Alles wird gut, sagen sie und ich glaube Ihnen, doch ich frage mich wann…ich versuche das Positive zu sehen, lenke mich ab, umgebe mich mit vielen Menschen, unternehme schöne Dinge und kann dabei den Schmerz vergessen.

Aber ich bin viel allein, und mit dem Alleinsein bricht die Dunkelheit und das Gefühl der Einsamkeit wieder mit voller Gewalt über mich herein. Ich versuche zu lächeln, sage meinem Spiegelbild, wie froh ich sein kann wieder frei zu sein, mich endlich wieder finden zu können. Und ich habe ja recht dabei…aber es ist eben nur ein Teil. Ich fühle mich gestrandet, das Herz geschunden, weil es mit unermüdlicher Gewalt gegen die Klippen geschleudert wurde, solange, bis das Meer irgendwann die Güte besessen hat, es am Strand wieder auszuspucken.

Und dann packe ich den Optimismus wieder aus, denn die Hoffnung habe ich noch immer, auch wenn ich gerade nicht an meine Träume glaube. Der Glaube an die Liebe wird schon wiederkommen, irgendwann. Ich weiß ja auch, dass das gerade einfach nur ein Loch ist, aus dem ich bald wieder herausklettern und Licht atmen werde…bald! Und immerhin ist die längste nacht des Jahres mal wieder vorrüber und die Tage werden wieder heller, vielleicht ja auch in mir!

Und ich bin so unendlich dankbar, dass ich jetzt nicht allein bin, dass ich die allerliebsten Menschen um mich habe, die es auf dieser weiten Welt gibt. Bei Ihnen kann ich auch einfach weinen, mich in den Arm nehmen lassen und ganz klein sein. Dann versuchen sie auch nicht mir zu sagen, dass alles nicht so schlimm ist. Sie versuchen einfach nur, mich wieder zum Lachen zu bringen…und das funktionert heute mit den gleichen Methoden wie vor 15 Jahren. Und dann tut es zwar trotzdem noch weh, aber mit einem Lächeln kann man den Schmerz dann doch viel leichter ertragen und ihn manchmal sogar vergessen! Das ist wie mit Dinosaurier-Plastern – mit dem schönen Pflaster mit den hübschen Bildern tut der Schnitt gleich gar nicht mehr so weh 🙂 Ihr seid die Allerallerbesten, Danke!!!! ❤

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Zeit um mal wieder die Worte anderer sprechen zu lassen…

WIE MEINE TRÄUME NACH DIR SCHREIN

Wie meine Träume nach dir schrein.
Wir sind uns mühsam fremd geworden,
jetzt will es mir die Seele morden,
dies arme, bange Einsamsein.

Kein Hoffen, das die Segel bauscht.
Nur diese weite, weiße Stille,
in die mein tatenloser Wille
in atemlosem Bangen lauscht.

Rainer Maria Rilke

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Als deine Lippen meine sanft berührten,
da hielt die Welt gebannt den Atem an.
Der Bach schwieg still und auch die Bäume spürten,
dass etwas Großes seinen Anfang nahm.
 
Da tanzten unsere Seelen unter Sternen,
und sahen wie der Mond das Wasser küsst.
Gemeinsam wollten wir das Fliegen lernen
und glaubten, dass es Schicksal sein müsst.
 
Voll Liebe reichte ich dir meine Hände
und konnte tief in deine Seele sehen.
Doch plötzlich prallte ich an kalte Wände
und spürte dich aus unsrer Welt entfliehn.
 
Ich sehne mich nach dir und deine Wärme
erfüllt noch immer meinen leeren Raum.
Die Seele weilt noch bei dir in der Ferne
und wartet aufs Erwachen aus dem Traum.
 
Die Liebe bleibt, du bist in meinem Herzen,
ich kann das Licht um unsere Seelen spürn.
Bringt auch die Liebe noch so große Schmerzen,
nur sie kann mich den Weg des Glückes führen.

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Es ist spät, aber ich finde keinen Schlaf. Die dunkle Nacht klopft wütend an das Fenster, lässt das leere Haus beben und ächzen, aber es ist nicht das ewige Geheule des Sturmes das mich nicht schlafen lässt. Die Sehnsucht hat sich mal wieder eingeschlichen. Nicht die aussichtslose, hoffnungslose, selbstmitleidige Sehnsucht (naja, vielleicht ein bisschen Selbstmitleid), vielmehr ist es das Gefühl nur halb zu sein und trotzdem mehr als jemals zu vor. Das Wissen, nicht allein zu sein ist wunderbar, aber bei dem Gedanke an einsame Tage und Nächte  krampft sich mein Magen zusammen. Die alte süße Melancholie überkommt mich. Ich verbanne die heimtückische Stimme, die mir ins Ohr zischt, dass ich vorsichtig sein muss, nicht mit offenen Karten spielen darf, dass die Liebe ein gefährliches Spiel ist, das man nicht zu schnell für gewonnen erklären darf. Ich lächle und bringe sie sanft zum Schweigen, auch wenn ihre Worte mir kleine Stiche versetzen. Die Angst ist immer noch da, die Angst Ihn wieder zu verlieren. Und wenn irgendetwas dazu führen könnte, dann ist es genau diese vollkommen überflüssige, kräftezehrende Angst. Ich dachte ich hätte sie besiegt, ich dachte sie sei gegangen, als ich beschloss meine Rüstung abzulegen. Trotzdem versetzen mir manche Dinge unerwartete Stiche, deren Ursache ich selbst nicht erkenne, ich weiß dass es keinen Grund dafür gibt. Wahrscheinlich ist es nur, weil ich gerade allein zu Hause sitze, weil es dunkel ist und die Dunkelheit an dem Zimmer nagt und ich mich gerade einfach nichts sehnlicher Wünsche, als Ihn in den Armen zu halten. Ich weiß dass es Ihm genauso geht, dass er die gleichen sinnlosen Ängste hat wie ich…ich hoffe nur, dass uns diese Gedanken nicht wieder in unsere kleinen Schneckenhäuser treiben, jeder für sich, denn Liebe ist gefährlich.

Und dann schleicht sich plötzlich wieder ein leises Lächeln auf meine Lippen, weil mir mal wieder meine eigene Dummheit bewusst wird. Ich weiß, dass es mir noch nie bei jemandem besser gegangen ist, dass ich mich noch nie sicherer und mehr am richtigen Platz gefühlt habe, als bei Ihm und ich weiß, dass diesmal alles gut ist. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt und die Vergangenheit holt einen nicht mehr ein, wenn man immer schön einen Fuß vor den anderen setzt. Mag der Sturm auch noch so cholerisch wüten, ich bin hier, allein, zu zweit und alles ist gut…und es tut gut die Sehnsucht wieder zuspüren, das Brennen im Bauch, das Gefühl, allein nicht atmen zu können…selbst die kleinen Stiche fühlen sich irgendwie, auf ihre seltsame Art und Weise gut an. Ich kann mein Herz wieder fühlen…

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Kennst du das auch?  (Hermann Hesse)

°

Kenst du das auch, dass manchesmal

Inmitten einer lauten Lust,

Bei einem Fest in einem frohen Saal,

Du plötzlich schweigen und hinwegehn musst?

°

Dann legst du dich aufs Lager ohne Schlaf

Wie einer, den ein plötzlich Herzweh traf;

Lust und Gelächter ist verstiebt wie Rauch,

Du weinst, weinst ohne Halt-Kennst du das auch?

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Und manchmal, da kann ich einfach nicht anders, dann fühle ich mich überflüssig, fehl am Platz, unzugehörig und ich muss mich abwenden, abseits setzen, allein sein, Einsamkeit spüren…Ich lache über die Witze der anderen, aber eigentlich bin ich ganz wo anders, in  meiner eigenen Welt. Ich sehe den dunklen silberblauen Wassermassen zu, wie sie sich durch das Flussbrett drängen, die Lichter der Laternen spiegeln sich auf der schwarzen Oberfläche, trügerische Lichtblicke. Manchmal kann ich einfach nicht dazugehören, weil ich tief in mir fühle, dass irgendetwas  nicht passt, ich muss mich zurückziehen, die Flucht ergreifen…

Irgendwann kehrt sie dann zurück, die Kraft, der Mut, dann drehe ich mich wieder um, lache mit ihnen, mache an und zu sogar den Mund auf, doch trotzdem sagt  etwas in mir, dass ich immernoch nur einem Traum nachhänge, der niemals wahr werden kann…

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Sonnenstrahlen lächeln mir entgegen, versprechen Wärme und Frühling, aber der eisige Wind jagt mich beinahe zurück ins warme Haus. Grausam und kalt reisst er an meinen Kleidern, treibt mir Gänsehaut auf die Haut. Ich zittere, laufe um der Kälte zu entfliehen, doch ich kann ihr nicht entkommen, nicht der Kälte in mir…eine kalte schützende Eisschicht betäubt glühende Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, es tut immer noch weh, keine Schmerztabletten für gebrochene Herzen, eingestürzte Wolkenburgen, verblasste Hoffnungsschimmer…das Eis taut, trotz eisigen Winden und das Herz ist den launischen Spielen des Lebens schutzlos ausgeliefert. Aber was einen nicht umringt macht einen ja angeblich stärker, also hoffe ich das mein Herz stark genug ist, für alles was kommt und dass es lernt geduldig zu sein, auszuharren und auf den richtigen Moment zu warten, in dem es dann anfangen darf in heftigen Freudensprüngen auf und ab zu hüpfen. Bis dahin muss ich es irgendwie alleine aushalten, versuchen mich abzulenken, Augenblicke genießen, weitergehen und nicht in „Was-wäre-wenn-Gedanken“ hängen bleiben.

Aber im Moment verkrieche ich mich lieber wieder unter meiner Decke und träume vom Leben…

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Manchmal fühlt sie sich ein bisschen einsam, hat das Gefühl  niemand denkt an sie. Manchmal ist sie ein bisschen traurig, weil sie sich verlassen vorkommt, stehengelassen in der Wüste ihrer Seele . Schnee und Eis soweit das Auge reicht, in ihrer Eiswüste, es ist einsam dort, alle sind sie gegangen, weil sie keine Kälte mehr ertragen wollten. Sie erträgt sie auch nicht, die Kälte, aber ihre Füße sind bereits fest gefroren, so lange hat sie gewartet…gewartet, dass jemand kommt, sie findet und rettet, dass sie zurückkommen um sie zu holen. Tief in ihrem Herzen weiß sie, dass sie nicht zurückkommen werden, sie kommen nie zurück…

Manchmal lächelt sie dann ein leises Lächeln. Dann spürt sie, wie der Wind an ihren Kleidern reißt, ihr um die Ohren pfeifft, ihr die Haarstränen ins Gesicht wirbelt und dann fliegt sie wieder, mit den Winden zu den Wolken bis hin zu den Sternen, den stillen Schönen, Hoffnungsfunken in schwarzer Nacht. Dann weiß sie, dass sie nicht ganz alleine ist, dass irgendwo jemand wartet, dort oben auf den Sternen, wie sie, allein auf sie, zu zweit…

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Atemlos halte ich inne…zu lange bin ich gelaufen, rastlos und mit dem Wissen, dass ich ihn nie würde einholen können. Die eisige Luft sticht in meinen brennenden Lungen, das Herz rast, der Kopf pulsiert. Ich habe die Augen geschlossen, aus Angst vor dem, was offensichtlich vor mir liegt. Langsam öffne ich die Augen, ich finde mich wieder in einer weiten, aussichtslosen Leere, die mich zu erschlagen droht. Weite Ebene bis zum Horizont, eine Wüste, Eiswüste, kalt und leer. Der Anblick ist erdrückend, das Auge findet keinen Halt, ich bin verloren in der Weite der Ebene, orientierungslos, trostlos und allein, vor allem allein! Der Wind reisst an meinen Gliedern, pfeifft mir um die Ohren, versucht mich in die Knie zu zwingen. Vor mir erstreckt sich das kalte, leere Land, alle Wege stehen mir offen, doch ich weiß nicht, in welche Richtung ich gehen soll, kraftlos sinke ich zu Boden. Ich bin das Suchen so satt, will keinen Schritt mehr tun, ich lege mich einfach auf den gefrorenen Boden und warte, bis ich gefunden werde, gerettet werde… wozu weiterlaufen? Lohnt es sich für verloren Geglaubtes zu kämpfen, weiterzusuchen, bis man irgendwann am Meer angelangt und es  kein Vorwärtsgehen mehr gibt? Wie ich hier her gekommen bin? Ich lief mit geschlossenen Augen, rannte blind einem Traum hinterher bis ich erkannte, dass es nichts als eine Illusion ist, der ich hinterherjage…mit jedem Schritt den ich machte wurde die Entfernung größer, bis ich mich plötzlich in der Leere wiederfand…jetzt ist es an mir langsam einen Fuß vor den anderen zu setzen, denn wer kein Ziel  hat, kann nicht den falschen Weg einschlagen…es war ein schöner Traum, aber eben doch nur ein Gedanke!

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Es ist wieder dieselbe unerträgliche Verliebtheit, wie bei S., jenem Typen, wegen dem ich Jahre lang still vor mich hingelitten habe. Jahre der heimlichen Anbetung,  quälender Sehnsucht, stillem Leid. Wie viele Tränen habe ich vergossen, wie viele schlaflose Nächte zugebracht…und nie hab ich auch nur ein Wort zu ihm gesagt, vielleicht einer der Gründe, wieso nie etwas daraus geworden ist.

Ich kann an niemand anderen denken, bei seinem Anblick krampft sich mein Herz schmerzhaft zusammen. Ich leide und jedes Mal sterbe ich einen kleinen Tod, wenn ich ihn sehe. Die Sehnsucht zerreißt mich, doch ich versuche vernünftig zu sein, versuche mir einzureden, dass er ohnehin der Falsche für mich ist, dass ich zu jung bin, dass ich mich nur in die Sache hineinsteigere. Vielleicht stimmt das auch, vielleicht klammere ich mich in Gedanken nur so sehr an ihn, weil er genau das Gegenteil von meinem jetzigen Feund ist, mit dem ich schon seit langem nicht mehr glücklich bin.

Und etwas zu ihm sagen kann ich natürlich auch nicht, deswegen werde ich einfach still und heimlich vor mich hin leiden und daruf warten, dass er irgendwann seine Augen öffnet und mich so sieht, wie ich ihn das erste Mal…

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Ich vermeide es immer, an den Glühweinständen vorbei zu gehen. Beim Anblick all der fröhlichen Menschengruppen, Freunde, Paare die das gesellige Beisammensein genießen, verkrampft sich mein Magen. Ich würde gerne dabei stehen, zusammen mit Freunden Glühwein trinken, die Hände an den Bechern wärmen und das Herz mit den Worten der geliebten Menschen. Doch ich gehe weiter, alleine und ohne Glühwein und sage mir, dass es bei mir bestimmt auch mal wieder aufwärts gehen wird! Kein Wunder, dass zu Weihnachten die Selbstmörderrate am höchsten ist…

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Ich verkrieche mich jetzt in einem warmen Nest aus Decken, in einem kleinen dunklen Zimmer und verstecke mich vor dem Winter, vor dem Leben. Ich will einfach einschlafen, warm, behütet und ich will vom Sommer träumen, als mein Leben noch Spass gemacht hat, als ich jeden Moment intensiv gespürt habe und als ich noch an das Glück und die Magie glaubte, als ich noch glaubte, dass vielleicht doch alles gut wird. Ich will nur schlafen, der Welt, der Realität entfliehen und in meiner Welt Zuflucht finden, vom Leben träumen, wie es sein sollte…

Es ist nicht nur die Kälte des Winters, der ich entfliehen will, es ist auch die Kälte und Oerflächlichkeit der Menschen.  Ich ertrage es einfach nicht mehr! Ich liebe Weihnachten, Weihnachten, das Fest der Liebe, das Fest der Familie!! Ich schenke auch gerne, nichts ist schöner als das Glückliche Gesicht und das dankbare Lächeln eines Beschenkten, und es ist ja erwiesen, dass man selbst Glückshormone produziert, wenn man etwas verschenkt. Und natürlich bekomme ich auch gerne etwas geschenkt, doch wenn es zum Wettbewerb wird, von wem  das tollere, größere Geschenk ist, dann fragt man sich doch, wie diese Werte, die Weihnachten ausmachen, so in vergessenheit geraten können.

In der Werbung heißt es : „Wenn sie ihren Liebsten eine wirkliche Freude machen wollen, dann schenken sie ihnen am besten…“-ich schau selten fern, deswegen fällt mir kein konkretes Beispiel ein, aber wenn ich so etwas höre, kommt mir alles hoch!! Und über all diese hässlich, vollschlanken leuchtenden Weihnachsmänner, die sich von Häusern abseilen…was soll das? Lichter sind schön, finde ich ja auch, aber wenn dann an jedem Haus Leuchtsterne hängen, die sogar die Farbe wechseln können, oh ja, da kommt richtig Weihnachtsstimmung auf.

Nein, es tut mir Leid, aber ich kann das alles nicht mehr sehen. Ist es nicht seltsam, dass es gerade an Weihnachten zu den meisten Familiendramen kommt? Kein Wunder, es funktioniert einfach nicht allen etwas vorzumachen und heile Welt vorzugaukeln. Ich würde mir ein bisschen mehr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit wünschen. Ein bisschen mehr Sinn für die wahre Bedeutung dieses Festes und mehr Achtung vor den Werten, die Weihnachten ausmachen. Ich wünsche mir ein bisschen mehr Liebe und Wärme, achja, und Weltfrieden wäre auch was!!!

Ich verkrieche mich jetzt wieder in meiner Welt, in der das alles möglich ist, vielleicht kann mich einfach irgendjemand aufwecken, wenn das alles vorbei ist, wenn die Bäume wieder grün sind und die Sonne wieder wärmt?!

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Wo sind sie, die bunten Blumen, die Nahrung für Augen und Seele waren? Wo sind die Schmetterlinge, deren unbefangenes Spiel mein Herz leicht wie eine Feder tanzen ließ? Wo sind die Vögel, deren Gesang mich so erfüllte und tröstete? Wo ist die Wärme der Sonne geblieben? Die Sonne selbst ist noch da, doch ihre Strahlen wärmen nicht. Das Lied der Vögel ist traurig und verhalten. Schmetterlinge habe ich lange keine mehr gesehen oder gespürt und die Blumen schlummern unter der Erde! Es bleibt nichts außer Kälte, braunen Wiesen, kahlen Bäumen und Eisblumen.

Was ist mit meinem Ich geschehen, das sich stets über jede Kleinigkeit freuen konnte, das immer das Glück am Wegrand gesehen hat? Was ist mit dem Ich geschehen, dem allein schon das Wort „Gänseblümchen“ gereicht hat um alle trüben Gedanken zu verjagen?

Ich gehe geradeaus, folge dem Weg, dessen Ziel mir nicht bekannt ist, den Blick starr auf den Boden gerichtet, aus Angst vor dem Fall…

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Der Himmel ist grau und trüb, kalter Wind lässt mich erzittern. Die Kälte kriecht in jede Ritze, Herz sehnt sich nach Wärme, Liebe, Zuhause… Die einst so leuchtende Farbpracht der Bäume verblasst, das tote Laub, eine weiche Decke auf dem schlafenden Boden…Die Schönheit des Verfalls, der modrige Geruch nach gefallenen Blättern, das Wissen, dass alles vergänglich ist, das Wissen, dass nach jedem Winter ein neuer Frühling kommt. Die Farben wärmen mich, immer noch ist die Welt in ein warmes Rot und Gold getaucht, Nahrung für Herz und Seele an kalten, grauen Herbsttagen. Ich streife allein durch den Herbstwald, allein mit meinen Gedanken und Dämonen, wirble das gefallene Laub auf, sehe neues fallen…die Bäume werden kahl! Ich sauge den Walddduft in mich auf…der Herbst riecht so anders, als der Fühling.

Ich weiß, dass nach dem Winter ein neuer Frühling kommt, ich weiß,    dass die Sonne immer noch da ist, auch wenn sie von Wolkenbergen verborgen ist, ich weiß, dass es irgendwann wieder warm wird, in mir und um mich her, doch jetzt ist Herbst! Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben…jetzt ist Herbst, in mir und um mich her…

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Das kühle Licht der Herbstsonne lässt die Altstadt in einem zauberhaften Licht erstrahlen. Die Strahlen legen sich  sanft und warm auf die Haut, doch sie wärmen mich nicht! Ziellos streife ich umher, klein unter den gewaltigen Prachtbauten, klein und unbedeutend. Wie in Trance durchschreite ich die Gassen, meine Füße tragen mich, ohne dass ich den Weg kenne. Das warme, goldene Licht passt nicht zu meinen Gefühlen, in mir herrscht die eisige Kälte des Herbstes. Ich sehe die Schönheit der Stadt, der bunten Bäume, der Brunnen, der Berge, die zur Zeit ein eiziges Farbenmeer sind. Ich sauge die Bilder in mir auf, doch zu schnell verblassen sie wieder.

Ich habe Angst, ich fühle mich allein und ich habe Angst vor dem was kommt, Angst vor der Zukunft, den Herausforderungen, den Hindernissen, all den unzähligen Problemen mit denen man im Laufe des Lebens zu kämpfen hat. Ich bin mutlos, hoffnungslos, verloren und einsam…vor allem einsam. Ich sehne mich nach Liebe, nach Vertrauen, nach jemandem, mit dem ich wieder träumen kann.

Ich habe das träumen verlernt, ich wage nicht zu träumen, denn Träume bleiben meistens eben nur Träume! Ich habe gelernt, dass man schneller zufrieden ist, wenn man sich nicht viel erwartet…deswegen habe ich aufgehört zu träumen. Doch wie will man leben, wenn man keine Träume, keine Ziele hat?

Ich weiß, dass alles nicht so schlimm ist, wie es mir momentan erscheint. Ich neige immer dazu, alles viel ernster zu nehmen, als es eigentlich ist. Ich will nicht sagen, dass ich immer pessimistisch bin, manchmal nehme ich die Dinge mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Doch ein Hauch Melancholie schwingt meistens mit, besonders im Herbst. Die süße Melancholie, die dich das Leben viel intensiever spüren lässt, indem du sanft leidest,doch sie ist tückisch. Zu leicht verstrickt man sich in ihren hauchdünnen Fäden, verirrt sich und findet den Weg ins wirkliche Leben nicht mehr, zu schnell kann sie zu meiner Grundstimmung werden.

Ich brauche jemanden, der mich aus dieses trügerischen Irrgärten herauszieht, der mir sagt, dass alles nicht so schlimm ist, dass irgendwann alles gut wird…Ich brauche jemanden, der mich wieder das Träumen lehrt…

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Schon lange habe ich nicht mehr so unter der Sehnsucht gelitten wie jetzt. Die letzte Zeit war ruhig, mit meiner Beziehung ging es wieder aufwärts, meine Gefühle habe ich ignoriert und die Hoffnung aufgegeben. Dann kam anz plötzlich und unerwartet ein kleiner Hoffnungsfunke vorbei geflogen, der mich neu entflammte. Mein Herz überschlug sich, ich begann wieder zu hoffen, doch so schnell er gekommen war, war der Funke auch schon wieder erloschen.

Jetzt sitze ich hier im Dunkel, der volle Mond scheint durchs Fenster während mich die Sehnsucht mehr und mehr verzehrt. Jeden Tag bin ich in seiner Nähe, und jedes Mal spüre ich dieses seltsam, flattrige Gefühl in der Magengegend…

Alles was ich will ist ein kleines bisschen Liebe, Aufmerksamkeit, Interesse…ich weiß, dass ich ihm nichts bedeute, dass er vermutlich gar nicht an mich denkt, dabei wäre es genau das, was ich mir so sehr wünschen würde. Ich sitze hier, allein, allein mit den Gedanken an ihn, Musik im Hintergrund, seine Musik, ich weiß nicht, wieso ich sie immer noch höre. Ich fühle mich wie ein kleines Mädchen, dass zum ersten Mal spürt, was es heißt verliebt zu sein. Dieses Gefühl ist schön, doch es macht mich unsicher.

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Ich fühle mich krank, ganz ausgelaugt und ich habe Lust zu gar nichts. Am liebsten würde ich mich unter vielen Decken verkriechen und Winterschlaf halten. Wie schön es sein muss, so tief zu schlafen, sich vor der Welt mit ihren Leiden und Problemen zu verbergen, Frieden finden und neue Kraft tanken. Ich  würde mich gerne  verbergen, untertauchen, auswandern, ein neues Leben anfangen, als jemand ganz anderes…so viele Dinge würde ich versuchen anders zu machen, alte Fehler vermeiden. Ich will schlafen, will nichts wissen von den Menschen, die mir ständig weh tun, denen ich vermutlich auch weh tue.

Ich will nicht länger allein im Dunkel sitzen, nur ab und zu brechen Lichtstrahlen durch den zugezogenen Vorhang, kleine Hoffnungsschimmer, doch im nächsten Moment verdunkelt eine schwarze Wolke das Sonnenlicht und ich verkrieche mich tiefer unter der Decke, verstecke mich! Ich will nicht gefunden werden, ich will nicht mehr verletzt werden, ich will schlafen, will träumen und nichts mehr von der Kälte spüren, die durch jede Ritze kriecht, lass mich schlafen…

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