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Posts Tagged ‘magie’

Stille…

Winter – die Zeit der Stille und des Rückzugs – aber in mir ist es zur Zeit ziemlich laut. Die lärmenden Gedanken übertönen jeden Augenblick und schreien ohne Unterlass gegeneinander an.

Ich musste raus, musst weg, packte den Hund ein und fuhr – meine Gedanken im Schlepptau – Richtung Berge, Richtung Winter. Während der Fahrt löste sich der Nebel allmählich auf und blau verschleierter Himmel breitete sich aus. Es war bereits Nachmittag und die Sonne ließ nur mehr die Berghänge und Gipfel in ihrem goldenen Licht erstrahlen. Der Anblick war atemberaubend – das Bergpanorama mit den überzuckerten Gipfeln, die einzelnen Nebelschleier, die sich an Baumwipfeln festklammerten und die dicke, nahezu unberührte Schneedecke die das Land (endlich!) überzog. Als ich aus dem warmen Auto ausstieg, schlug mir eisige Luft ins Gesicht. Der Hund stürzte sich begeistert in den Schnee und machte Überschläge vor Freude und ich ging fast rennend den kleinen Waldpfad entlang, der neben einem Bach verlief.

Begeisterung die ich lange nicht gespürt hatte, breitete sich in mir aus. Vereinzelte Sonnenstrahlen fielen durch das schütter gewordene Dach der Bäume, Schnee tanzte wie feiner Staub herab und schillerte golden im Licht und der Schnee lag wie eine dicke, wohlige, weiche Decke auf dem Waldboden. Jeder Schritt knirschte und knarrte auf der Schneedecke und außer meinen Schritten und denen meines Hundes, unserer beider Atem und dem unaufhaltsamen Murmeln des Baches waren keine Laute zu hören. Nach einer Weile kamen zwischen den Fichtenwipfeln die ersten Felswände und Berggipfel zum Vorschein. Leicht verschleiert ragten sie aus dem Nebel auf, die Gipfel leuchteten im kalten Licht der Wintersonne. Und zu den Füßen der gewaltigen Berge lag der See. Der See selbst war nur zu erahnen, denn auch er schlief unter einer Meterdicken Schneeschicht.

Stille

Ich folgte einem kleinen Pfad, der über eine kleine hölzerne Brücke führte. Dort verharrte ich, denn der Anblick, der sich mir dort bot, raubte mir schier den Atem. Aus dem See floß ein kleiner Bach heraus, der kaum hörbar vor sich hinflüsterte. Stille…es war kein Laut zu hören, kein Autolärm, kein Mensch außer mir unterwegs, kein Knacken, kein Rauschen – es war komplett still. Selbst mein Hund gab keinen Laut von sich und lauschte in die Stille (in der er vermutlich mehr hörte als ich). Ab und zu durchbrach der Schrei irgendeines Waldvogels die verstummte Welt, aber außer meinem Atem hörte ich nichts. Ich war wie gebannt von diesem herrlichen Schweigen der Natur, das wie die schönste Musik in meinen Ohren klang. Und während ich da stand, wurde mir plötzlich bewusst, dass auch in mir Stille herrschte. Während ich dem Schweigen des Winterwaldes gelauscht hatte, waren auch meine Gedanken mehr und mehr verstummt und ein herrlich angenehmes Gefühl der Ruhe und des Friedens breitete sich in mir aus. Ich spürte den Raum und konnte endlich  das Lied der Stille wieder hören, den Zauber der Welt wieder spüren, draußen aber auch in mir…denn in der Stille tönt die schönste Musik…

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Für einen kleinen Moment halte ich den Atem an, als ich das alte Bauwerk betrete. Der Ort ist heiliger und älter als die Mauern, die in umfangen und versuchen das Göttliche zu umarmen. Es ist deutlich spürbar an diesem Ort, ehrfurchtgebietend, kraftvoll, die geheimnisvolle Atmosphäre durchströmt jeden Zentimeter. Bei jedem Schritt ist die andere Ebene spürbar, greifbar…Es riecht nach Menschen, vielen Menschen, der gewohnte modrige Duft alter Steine scheint völlig zu fehlen. Die bunten Fenster werfen ein festliches Licht auf den Ort, ihre Schönheit bannt mich, doch mein Blick weilt nicht auf den Fenstern oder Mauern, er wird auf das Zentrum gezogen, das Labyrinth…

Ich ziehe meine Schuhe aus, barfuß spüre ich den kalten Stein unter meinen nackten Füßen, jeder Schritt bewusst gesetzt. Ich bewege mich auf den Eingang zu und verharre einen Moment, bevor ich das Labyrinth betrete. Ein seltsamer Schauer durchströmt mich, ein Gefühl wie nach einem Stromschlag. Schritt für Schritt bewege ich mich vorwärts, spüre die Kraft des Ortes, spüre, wie sich mit jedem Schritt Richtung Mitte die Energie weiter aufschwingt, das Kribbeln zunimmt. Der Weg geht nahe an der Mitte vorbei, bewegt sich wieder weg (wie im Leben denke ich – man ist so nah dran, glaubt man hat das Ziel bald erreicht und plötzlich eine unerwartetet Wendung, das Leben macht eine Schlaufe und zieht einen wieder weg in eine andere Richtung. Und trotzdem führt einen das Leben unablässig zur Mitte hin). Die Gedanken ziehen vorbei, viele Gedanken über die letzten Wochen, doch alles scheint mit einem Mal klarer zu werden. ich habe das Gefühl, mit jedem Meter wird etwas abgestreift, der Druck im Kopf ein wenig leichter. Plötzlich stehe ich vor der Mitte, nur noch wenige Meter trennen mich von dem Zentrum und das Gefühl das mich überkommt ist gewaltig und überraschend. Ich hatte nicht mit einer solchen Kraft gerechnet, ich hatte gar nichts erwartet. Doch die Kraft die das Zentrum durchströmt ist unglaublich. Ich gehe die letzten Schritte und stehe im Mittelpunkt des Labyrinths. Es ist, als würde ich in Strom stehen, das Gefühl ist gewaltig. Ich fühle mich, wie ein Bindeglied zwischen den Welten, die Kraft der Erde und des Himmels umarmen mich, durchströmen mich…Ich spüre den Sog der Erde, die unglaubliche Kraft der Tiefe, gleichzeitig erahne ich die Größe und Weite des Himmels – ein Schwindel überkommt mich, als ich in diesem Sog stehe. Bilder tauchen vor meinem inneren Auge auf. Ich sehe den Weltenbaum, die Wurzeln die tief in die Erde dringen und die Äste, die den ganzen Himmel umarmen. ich stehe im Stamm, der Mensch, ein Bindeglied im großen Baum des Lebens, eine tiefe Liebe zu den Menschen, zum Leben überkommt mich..,Das Gefühl, dass alles miteinander verbunden ist, alles Eins überkommt mich mit ungeheurer Kraft. Ich sehe mich selbst, sehe meine Größe, meine Kraft, meine Liebe, meinen Schatten und ich bin dankbar, dass ich lebe, dass ich bin…der Strom ist gewaltig, der Schwindel irgendwie beruhigend. Ehrfurcht erfüllt mich vor diesem Ort, dieser Kraft, ich kann es kaum in Worte fassen. Ich hatte nichts erwartet, wollte einfach nur das Labyrinth gehen – zum Spass – mit dieser Erfahrung hatte ich nicht gerechnet…

Langsam und bedächtig gehe ich den Weg zurück, spüre wie das Gefühl des Stromschlags nachlässt, je weiter ich mich vom Zentrum entferne. Kraft und Leichtigkeit durchströmen mich und die zuversicht, die ich verloren hatte. Als ich das Labyrinth verlasse und kurz am Eingang innehalte spüre ich erneut das Gefühl von fließendem Strom. Fasziniert verlasse ich den Ort, trete wieder nach draußen und versuche festzuhalten, was dort geschah. Ich fühle mich leicht benebelt, mein Körper kribbelt, mir ist schwummrig und doch fühle ich mich gestärkt, gereinigt…Das Bild des Weltenbaums hat sich eingebrannt und mit ihm die Atmosphäre des Ortes.

Dieser Ort ist alt, uralt und seit Jahrtausenden ein heiliger Ort. ich bin unendlich dankbar, diese Kraft selbst spüren zu dürfen und erfahren zu dürfen…es gibt sie eben doch, die  Magie und es gibt Orte, die scheinen wirklich ein Bindeglied zwischen den Welten zu sein, wo die Verbindung von Himmel und Erde so greifbar wird, wie das Licht der Sonne und der Schatten der Nacht…

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Gestern war so ein Abend, der in meiner Seele wieder lang verborgne Träume und Sehnsüchte weckte. Die Musik bei diesem wunderbaren Konzert weckte mich aus meinem traumlosen Schlaf, ließ das Herz tanzen, die Seele fliegen und erinnerte mich wieder an die verschleierten Zwischenwelten, in die ich mich schon lange nicht mehr geflüchtet hatte. Ich erinnerte mich wieder an die Träume, die mich früher in weite Ferne trugen, weg vom Alltag, tief hinein in die Seelenlabyrinthe der verzauberten Waldreiche und Auen. Ich jagte mit den Falken durch die Winde, ritt auf Wolkendrachen, pflückte Sterne vom Himmel, tanze mit Elfen auf tauschweren Lichtungen, folgte den Flötenklängen des Pan, schlief in dem Armen alter Bäume und wachte auf, vom Lachen der Blätter geweckt…Ich hatte das Träumen verlernt. Oder besser gesagt traute ich mich nicht mehr zu träumen, denn mit jedem Traum verstärkte sich die Sehnsucht, dass sie doch Wirklichkeit werden mögen. Jeder Traum machte das trübe Dasein in der „echten“ Welt (was auch immer man als die echte Welt bezeichnen mag) ein bisschen trister und trostloser.

Doch so funktioniert das mit dem Zaubern eben nicht – man kann sich nicht in andere Welten zaubern – man muss erkennen, dass sie immer schon hier waren, dass es nie eine Trennung zwischen den Welten gegeben hat, dass man diese Wunderwelten immer im eigenen Herzen trägt. Und öffnet man dann Herz und Seele, sieht man sie plötzlich, die Wolkendrachen, die Waldelfen und Wurzelgnome, die sich hinter knorrigen Bäumen verstecken. Dann hört man plötzlich den leisen Gesang der Wassernymphen (den man zuvor für bloßes Bachgeplätscher gehalten hat) und das Fauchen der Windreiter, die unermüdlich durch die Lande jagen. Dann sieht man wieder, dass der Himmel einem das schönste Geschenk macht, wenn er gefrorene Sterne zum Boden rieseln lässt, jede kleinste Schneeflocke das größte, vollendete Kunstwerk. Und man hört, wie die Erde wohlig aufatmet, als die weiße Decke über sie gelegt wird und sie sanft umhüllt. Dann schließt sie die Augen und lächelt, denn auch sie will einmal Zeit zu träumen…

…und auf einmal kann ich es wieder, das Träumen. Doch es sind keine trügerischen Traumseifenblasen, die platzen sobald sie die Sonne sehen. D i e s e  Träume sind nur das wache Auge des Herzens, das den Zauber des Lebens wieder sehen will…

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Diesmal ist das Thema eigentlich eines, zu dem mir sofort hunderte Bücher einfallen, aber genau das macht es wieder so schwierig.

Magie

Und zu diesem Thema fallen mir so viele Bücher ein, weil ich am liebsten Bücher lese, in denen es in irgendeiner Art und Weise um Magie geht. Da wäre natürlich mal Harry Potter, aber das wäre zu einfach, dann natürlich die ganzen wunderbaren Pratchetts und sowieso der ganze Fantasy-Kram…aber irgendwie will ich darüber nicht schreiben…und gerade hatte ich mich entschieden und jetzt fällt mir doch wieder etwas anderes ein…schlimm ist das, ich glaub mit diesem Thema würde ich die Wochen voll kriegen^^Aber jetzt fang ich mal mit einem an:

„Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley.

Eines der Bücher, das in vielen Regalen zu finden ist und wohl kaum eine Möchtegern-Hexe nicht gelesen hat. Als ich das Buch zum ersten Mal versucht habe zu lesen, war ich vielleicht 10 Jahre al und hab mich sehr durchkämpfen müssen. Aber auch damals war ich schon sehr fasziniert von dem „alten Weg“, der alten Magie, der Muttergöttin usw. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich es mal wieder gelesen, und dieses Mal nahezu verschlungen. Ich finde die Art wunderbar, wie sie die Artus-Sage aus anderer Sicht erklärt, wie sie versucht den Geist der Zeit aufleben zu lassen, die politischen Umbrüche, Intrigen, Machtkämpfe, Werte, der ständige Kampf zwischen Verantwortung und Sehnsüchten…und vor allem die Magie. Nicht die Fantasy-Kitsch-Blitzschleuder Magie, sondern die echte Magie von Ritualen, Zeremonien und der Macht des Glaubens, einfach diese archaischen Urenergien, die dort freigesetzt werden und gelebt werden. In mir weckte das Buch große Sehnsucht und den Wunsch, diese Magie zu spüren…und irgendwie auch alles mit ein bisschen mehr Wertschätzung und ehrfürchtigen, oder vielmehr bewundernden Augen betrachten und diese Kraft zu erwecken. Und ich fand immer schon diese Muttergöttin  so faszinierend – grausam, liebend, unbarmherzig, sanft, Licht, Dunkelheit, Leben und Tod…Magie einfach!

Mit meinem Kopf funktioniert die Kooperation zum Sätze formulieren gerade nicht so gut, deswegen lass ichs jetzt einfach mal gut sein. Auf jeden Fall ein gutes Buch! Und wie sollten alle versuchen, wieder viel mehr zu zaubern und an die Magie zu glauben 🙂

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Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Artikel über einen ganz besonderen Ort geschrieben, an dem die Welt den Atem anzuhalten scheint und der ganze Alltagsstress ein bisschen weniger wichtig und erschlagend erscheint. Ein Ort, der schöner nicht liegen könnte – schützend umarmt von Bergen und Wäldern liegt er da, nicht weit von einem wunderschönen See. Überhaupt ist es einfach die wunderbarste Landschaft überhaupt und natürlich eine der allerschönsten Gegenden der Welt. Und wie ich schon damals schrieb, ist dort ein Teil von mir zu Hause. Ich wollte eigentlich aussteigen, meine Verantwortung abgeben und mich aus der ganzen Sache rausziehen, aber irgendwie komme ich einfach nicht los, muss doch wieder hin, wieder in diese wunderbare Welt mit all diesen wunderbaren verrückten Menschen. Ich liebe sie alle, noch immer! Schon seltsam, wenn man sich doch schon so viele Jahre kennt, seine Erfahrungen gemeinsam gemacht hat und miteinander gereift und ein bisschen erwachsener und noch viel kindischer geworden ist. Diese Menschen sehe ich so selten, und doch versteht man sich immer wieder wortlos, meist bei unzähligen einigen Gläsern Wein. Und dann sitzt man da, die letzten Flaschen geleert, nach einer zum Tag gemachten Nacht…schlafen gehen lohnt sich nicht mehr, deswegen geht man lieber noch spazieren, lässt sich in den Schnee fallen und da liegt man dann da…zu viert, glücklich (ich zumindest) und zufrieden (ich zumindest) im Schnee…bis sich dann schließlich doch der Kopf einschaltet und dem Körper erklärt, dass Schnee nach einer viertel Stunde doch ein bisschen kalt werden kann. Dann geht man zitternd zurück, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen (ich zumindest), kuschelt sich noch zusammen wie Hühner auf der Stange, unter viele Decken ins Bett, um das Zittern ein bisschen zu beruhigen, genießt die Nähe…eine schöne Nacht mit wunderbaren Menschen, wie immer 🙂 Mancheiner sagt, es sei eine blöde Idee gewesen, das sehe ich anders, weil es sich fast immer lohnt…

Aber nichts bleibt wie es war, die Welt dreht sich weiter, und auch wenn an diesem Ort die Zeit ein bisschen länger Luft zu holen scheint, so kann er den Veränderungen doch nicht ganz entkommen. Eine Ära geht zu Ende, aber wir werden es hoffentlich auch allein gemeinsam schaffen, den Zauber dieses Ortes am Leben zu erhalten, den magisch werden Dinge nur, wenn man sie dazu werden lässt 🙂

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Ich hatte das Zaubern verlernt…ich hatte verlernt alles um mich lebendig werden zu lassen, die Welt um mich tanzen zu lassen, im Rhythmus der Erde. Ich hatte verlernt das Kleine unendlich groß werden zu lassen und mit dieser Größe den weiten Raum meines Herzens bis in den letzten Winkel auszufüllen. Ich hatte verlernt die kleinste Flamme heller als das strahlende Licht der Sonne leuchten zu lassen und nur mit einem stillen Gedanken den dunkelsten Raum zu erhellen. Ich hatte verlernt tiefe Wunden mit einem warmen Lächeln zu heilen und Tränen der Trauer zu Quellen des Lebens werden zu lassen. Ich hatte verlernt kalte Masken mit der Wärme meines Herzens zu schmelzen und unüberwindbare Mauern einzureißen, indem ich sie nur behutsam mit den Fingern berührte. Ich hatte verlernt an die Magie zu glauben, die mich durchströmt, mit allem verbindet, mächtig und verletzlich, stark und zart, unendlich groß und klein macht. Ich hatte verlernt auf das Leben zu vertrauen, mich führen zu lassen vom Puls der Erde, der Stimme des Windes. Ich hatte verlernt auf dem Rücken der Wolkendrachen bis zu den fernsten Sternen zu fliegen, mich fallen zu lassen, durch Zeit und Raum zu schweben, getragen von den Händen der Magie, des Universums, des Lichts, das alles ist und nichts…

Ich wachte auf, geweckt von einer bekannten Stimme, die mich wie eine alte Freundin zu sich rief. Ich wachte auf und hielt die Welt in Händen – meine Welt, die ich liebevoll und mit erstaunten Augen betrachten konnte. Und ich wurde klein und die Welt um mich wuchs und wurde größer und größer. Ich wachte auf und fühlte, wie der Zauber meinen Körper durchströmte, die Magie jede Zelle pulsieren ließ, und alles war Licht…und dann wachte ich auf.

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Letztendlich hat die Sonne den Kampf gegen die schweren Wolken doch noch gewonnen und  ein tiefes Loch in die grauen Massen gerissen. Das zarte Licht der letzten Sonnenstrahlen fällt auf die vorderste Wolkenfront und steckt den Himmel in Brand. Feuer, das  Wasser entflammt. Der Himmel ist ein Gemälde, zartes Blaß-Blau, umarmt von Flieder, in flammendes Rot getaucht-Wer zweifelt bei diesem Anblick an schöpferischen Kräften, die den Himmel in ein Kunstwerk verwandeln? Die schweren Wolken, die wie eine tosende See über der Erde schweben, werden langsam zurückgedrängt. Nur die Berge hüllen sich noch in den düstergrauen Mantel, der sich sanft an ihre kalten Körper schmiegt. In der Ferne hört man das wütende Grollen des Donners, der einmal mehr einen Kampf verloren hat und nun fort zieht, um über andere Länder hereinzubrechen.

Die Luft ist klar, das Land reingewaschen und die Sonne zieht weiter und lässt das Land in Dunkelheit zurück um an anderen Orten Licht zu bringen. Und dann kommt der süße Schlaf  über das Land, schleicht sich von Ort zu Ort um Augen zu schließen und Herzen für die Welt der Träume zu öffnen. Die Abendstille legt sich übers müde Land und man hört nur mehr den tiefen, starken Atem der Welt, und den Puls der Erde, der in unser aller Brust schlägt und uns eins werden lässt, mit den atemberaubenden Wundern der Erde…

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