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Posts Tagged ‘ich’

Es ist unglaublich, was sich in einer Woche alles tun kann, wie man sich in wenigen Tagen verändern kann…ich wusste, dass die Woche intensiv werden würde. Ich hatte sogar Angst davor, weil es schmerzhaft ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, nicht wegzusehen, die Bilder aufzulösen, die Rollen abzugeben. Es ist nicht einfach, sich auf so einen Prozess einzulassen. Es ist jedesmal ein bisschen wie sterben, denn mit allem, das ich zurücklasse, stirbt ein kleiner Teil von mir – aber nur, um mich wieder ein Stück näher zu mir zu bringen. Diese Woche war anders als die letzen. Auch in den letzten Kursen hat sich viel bei mir gelöst, aber diesmal war alles anders. Noch bewusster, noch offener… Diesmal kann ich sagen, ich habs wirklich kapiert (wurde auch langsam Zeit…). Zum ersten Mal kann ich wirklich zu dem stehen, was ich kann, ohne Angst haben zu müssen, dass ich dabei irgendjemandem vor den Kopf stoße. Die Zweifel sind weg, die Angst ist weg und ich fühle mich einfach nur gut, leicht, frei, zufrieden, angekommen im Jetzt, in mir…einfach wunderbar. Ich würde das Gefühl gerne in Worte fassen, aber es gelingt mir nicht, die Worte wollen nicht herausfließen. Aber es ist ja auch gar nicht wichtig. Gut ist es – und zwar immernoch und die Veränderungen, die auch in meinem Umfeld geschehen sind noch ein deutlicherer Beweis für das, was sich in mir verändert hat. Schön wenn man das Gefühl auch außerhalb der „geschützten Werkstätte“ umsetzen kann und die Veränderung ins Leben tragen kann. Ich freue mich darauf, auf alles was kommt, alle Entwicklungen, Veränderungen, Bekanntschaften, Abenteuer und all die wunderbaren Menschen in dieser Welt, die meine Wege kreuzen und kreuzen werden. JETZT gehts erst richtig los 🙂 10…9…8…7…6…5…4…3…2…1…Gutes neues Jetzt!!! 😉

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Ich hatte gestern eine interessante Diskussion mit mir selbst, die damit endete, dass ein Teil meiner Selbst einen anderen herzlich ausgelacht hat…

Zur Zeit habe ich immer sehr stark mit meinem inneren Schweinehund zu kämpfen, bin motivationslos, kraftlos, kann mich zu nichts aufraffen, unzufrieden aber auch nicht gewillt etwas zu ändern. Selbstmitleid ist schon eine gemeine, weitverbreitete Gesellschaftskrankheit…Aber gestern hab ich es geschafft den Schweinehund an den Ohren zu packen und ihn hinaus zu schleifen, um einen schönen Winterspaziergang bei Eiseskälte zu machen. Die Sonne stand schon tief und ließ das gefrorene Land in verklärt silbrigem Licht strahlen und ich genoss den kalten Wind der meinen Kopf ein bisschen aufräumte. Die Berge waren kaum zu sehen, nur eine blasse, dunkle Silhouette am Horizont, als könnte man durch einen Nebelschleier eine dahinterliegende, verborgene Welt erahnen. Ich wollte meinen Kopf frei kriegen und den Spaziergang genießen.

Doch als ich so vor mich hinmarschierte, merkte ich plötzlich was für unsinnige Gedanken ich die ganze Zeit über schon hatte. Und zwar führte ich in meinem Kopf einen Dialog mit einer Person, der ich meinen momentanen Herzenszustand erläuterte. Und meine Worte waren doch tatsächlich Folgende: „Weißt du, ich habe von ganzem Herzen geliebt, ich habe alles von mir gegeben, meine ganze Seele, mein Herz wie ein offenes Buch vorgelegt…und dann wurde ich fallengelassen und gebrochen. Ich kann nicht mehr vertrauen, ich weiß nicht mehr, wie es möglich ist Nähe zuzulassen. Ich habe meinen Glauben an die Liebe verloren und weiß nicht ob ich mich jemals wieder auf etwas einlassen kann…“ Bis zu diesem Punkt dauerte es ungefähr, bis mir bewusst wurde was für einen absoluten BULLSHIT ich da eigentlich von mir gebe. Und dann hab ich mich erstmal ordentlich zur Schnecke gemacht, was ich mir denn eigentlich einbilde, so einen absoluten Blödsinn zusammenzulügen. Ich sei ja nur ins Selbstmitleid verliebt und alles was ich damit erreichen wolle wäre Mitleid und dass jemand sagt: „Oh, du armes armes Mädchen, wie konnte man dir das nur antun!?“ Ich werde deine Wunden heilen!“ Und bei dieser Erkenntnis wurde dann auch dem anderen Teil von mir schlecht und er sah ein, dass diese Einstellung alles andere als lobenswert und effektiv ist. Und dann nahm ich das kleine trotzige, schmollende, verletze Kind in den Arm und sagte ihm, dass ich es doch sowieso lieb habe und dass das das einzige ist was zählt und dass es endlich mal aufhören soll zu glauben, es müsse von irgendjemandem gerettet werden und geheilt werden. NIEMAND kann die Wunden anderer Menschen heilen! Die Wunden heilen von selbst, mit der Zeit…aber natürlich nur wenn man nicht die ganze Zeit daran herumkratzt?! Ist ja klar, dass es nicht afhört weh zu tun, wenn ich die frisch gewachsene Kruste sofort wieder in einem Anflug von Selbstmitleid herunterreiße! Die Wunden heilen von selbst, aber man muss sie in Ruhe lassen, aufhören immer wieder daran zu kratzen…

Und schließlich waren wir uns dann einig, dass wir damit jetzt endlich mal aufhören würden und dass wir uns nicht mehr ständig einreden würden, dass wir nicht mehr lieben könnten. Solche Glaubensgrundsätze sind heimtückisch, denn man hält sie immer für Tatsachen und sie manifestieren sich dann auch wirklich. Doch wenn man seine eigenen „Prinzipien“ und Glaubensgrundsätze mal hinterfragt, stellt man meistens fest, dass man sich eigentlich die ganze Zeit nur selbst etwas vormacht…was sind wir doch für geniale Schaupieler^^

Ich für meine(n) Teil(e) werde meine Gedanken auf jeden Fall wieder mehr auf falsche Glaubessätze überprüfen, da schwirren glaub ich einige in meinem Kopf herum. Manchmal muss man sich selbst einfach ein kleinen Tritt in den Allerwertesten geben und die Aufmerksamkeit wieder auf das Jetzt richten. Denn alles andere ist Blödsinn!! 🙂

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Ich war auf einem guten Weg, blickte voller Zuversicht voraus und glaubte an mich, konnte mich spüren, sehen…und dann auf einmal sah ich ihn und konnte mich nicht mehr sehen. Alles, was ich vorher so mühsam aufgelöst, abgelöst hatte, kam wieder hoch, alles umsonst, alles von vorne…Und je mir mir bewusst wurde, dass ich mich selbst aufgab, mich selbst verlor, mir selbst untreu wurde, mich belog und täuschte, desto mehr wuchs auch die Angst und der Widerstand. Ich hatte Angst, wollte mich nicht mehr sehen, aus Angst festzustellen, dass ich mich und alle nur täuschte. Jetzt sehe ich es und will es immer noch nicht wahrhaben. Und ich werde mich wieder in die „Schule“ begeben um wieder weiterzukommen, aber davor habe ich noch mehr Angst…vor dem Scheitern. Festzustellen, dass ich eine Lüge lebe vor mir selbst…ich bin gespannt wie es weiter geht, denn dort wo ich hingehe, da werden die Lügen durchschaut, die Mauern eingerissen. Ich würde es gerne wollen, aber dagegen wehre ich mich noch. Ich habe Angst meinen eigenen Masken erneut ins angesicht blicken zu müssen. Doch ich freue mich drauf, weil ich ja weiß, dass es gut wird.

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Beim darken Johann und beim Fellmonsterchen bin ich über dieses schöne Stöckchen gestolpert, das ich mir gleich mitnehmen musste:

10 mögliche Titel meiner Biographie

Ich weiß zwar nicht, wen meine Biographie interessieren würde aber mir sind doch ziemlich viele mögliche Titel durch den Kopf geschwirrt und es war sehr schwierig, mich auf eine Auswahl von 10 Titeln zu beschränken (vor allem musste ich die Titel dann teilweise doch ein wenig zensieren, ich will ja nicht, dass hier ein schlechtes Bild von mir entsteht) . Aber hier sind sie, die titel für die Biographie, die es nie geben wird:

1. Einfach wär doch langweilig

2. Warum eigentlich nicht?

3. Normal ist anders

4. Wenn ich groß bin, werd ich Gimli

5. Tagebuch einer Nachtigall

6. Mit Panther und Schwert

7. Traumtänzerin

8. Herz an Kopf: „SOS!“

9. Der Affe wars!

10. Ich finds hier unten auch ganz schön

und und und… 🙂 hätte nicht gedacht, dass mir trotz meines verhältnismäßig kurzen Lebens doch relativ viele Titel einfallen 🙂

 

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„Es ist nicht wichtig ob du verrückt bist, oder nicht“, brummte die Lady auf der Liege unter ihrem tief über die Stirn gezogenen Strohhut hervor. „Du selbst musst du sein, darauf kommt es an. Wenn du verrückt bist, musst du es akzeptieren, so ist das nunmal. Und wer will denn schon normal sein? Und die meisten „Normalen“, die dich verächtlich anschauen weil du nicht bist wie sie, sind doch insgeheim nur neidisch, weil sie sich nicht trauen ein bisschen verrückter zu sein. Glaub mir, Schätzchen, eine Prise Verrücktheit macht das Leben doch erst lebenswert und interessant. Eigentlich sind doch die Normalen die Verrückten, wenn man es genau nimmt!“ Mit einer beiläufigen Handbewegung, ohne sich aus ihrem Liegestuhl aufzurichten, winkte mich die Lady weiter und deutete mir die Richtung, in die ich gehen sollte. Ich wanderte weiter, durch die goldene Nebelwelt, die bizarre Strukturen aufsteigen ließ und kam schließlich zu einer kristallenen Höhle. Mein Geistführer, ein außerordentlich kleiner Lilliputaner, der mir nicht einmal bis zur Hüfte reichte, grinste mich breit an und streckte mir die Hand hin. Ich ließ mich von ihm durch den schimmernden Höhlengang führen, der von einem einem immer wärmeren, gleißenderen Licht erfüllt wurde. Dann betraten wir die lichtdurchflutete Säulenhalle. Fein gewundene Säulen aus strahlendem Licht wuchsen in den Himmel und verschwanden im Irgendwo. Sie bildeten einen Kreis und säumten ein Becken aus kristallklarem Wasser, das im goldenen Licht schimmerte und davon durchdrungen war. Der Geistführer führte mich zum Becken und bedeutete mir hineinzusehen. Ich ließ meinen Blick über das strahlende Wasser gleiten und wartete, dass etwas geschehen würde. Ich versuchte, etwas im Wasser zu erkennen, doch außer dem beständigen Glitzern und Schimmern konnte ich nichts wahrnehmen. Eine Zeit lang blickte ich so auf das Wasser, ohne dass sich etwas rührte, bis plötzlich ein Bild vor meinem inneren Auge auf der Wasseroberfläche auftauchte- Ich sah das Meer, die stürmische See, haushohe Wellen und wütende Gischt. In dem aufgewühlten Wasser trieb ein Boot. Wie ein Spielzeugboot wurde es von den Wellen hin und hergeschleudert, doch es sank nicht. Es überließ sich ganz den Fluten, ließ sich treiben… „Dein Geist ist wie die See“, piepste mein Geistführer von unten herauf, fischte das Boot aus dem Wasser und gab es mir in die Hand. Ich betrachtete es liebevoll und lächelte, während ich die Worte auf mich wirken ließ. Die Seele der See-mal ruhig und klar, mal zornig, aufgewühlt und gefährlich, voll unzähliger Geheimnisse, die für die meisten für immer unsichtbar blieben. Ein interessantes, starkes Bild und doch nicht das, was ich mir erwartet hatte…

Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Geistführer und bedankte mich. Dann wandte ich mich um, es war wieder an der Zeit, diese Welt zu verlassen. Ich kam wieder bei der Lady vorbei, die immer noch unverändert auf ihrem Liegestuhl lag. Ich wollte sie nicht wecken und ging an ihr vorbei auf das Nebeltor zu. Als ich gerade durch den Bogen schreiten und mich wieder auf den Weg nach Unten machen wollte, bellte plötzlich die kehlige Stimme der Frau unter dem Strohhut hervor: „Nicht jeder ist eine Blumenwiese, Schätzchen!“ Dann lachte sie und winkte mir zum Abschied, bevor sich die goldene Nebelwelt in strahlende Lichtfäden auflöste und verschwand.

Ich lächelte, denn ich hatte wieder etwas Bedeutendes verstanden, auf meiner wundersamen Reise…

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Einfach und doch so schwer…ich sollte es besser wissen, besser können, besser fühlen. Ich sollte wissen, dass es unnötig ist, dass es allein ich selbst bin, die sich das Leben so schwer macht. Viel hat sich getan, viel hat sich bewegt in mir, vieles gelöst, vieles ist leichter geworden, viele Blockaden verschwunden. Doch jene, die am allertiefsten sitzen, holen mich dafür umso stärker ein. Der Kopf wehrt sich, weil er weiß, dass ich diejenige bin, die alles kaputt macht, aber ein anderer Teil fängt bei jedem kleinsten Stich an zu bluten und schiebt alles auf die bösen Wunden, die mir zugefügt werden. Dabei bin ich doch diejenige, die den Dolch nochmal umdreht, wenn er schon im Herz steckt. Ich hasse mich dafür, dass ich mich immer in jede Kleinigkeit so hineinsteigere und in tiefstem Selbstmitleid versinke. Das verfluchte Ego, diese verdammten Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen…wehe sie werden enttäuscht, wehe ich werde enttäuscht, dann ist die Welt ihrem Untergang wieder einen gewaltigen Sprung näher. Es ist ein verfluchter Teufelskreis…meine ganze Welt ist ver-rückt, ich kenne mich gerade selbst nicht mehr, sehe mich nicht, fühle mich nicht, erkenne mich nicht, ich bin nur halb, wenn überhaupt. Ich hab mich verloren, verschenkt, was auch immer…es ist gut, es ist alles gut so wie es ist. Ich muss mich wiederfinden, wieder allein ganz werden. Eine Beziehung kann nicht funktionieren, wenn man allein nicht funktioniert. Ich muss meine eigene Kraft wieder finden, darf nicht von einer anderen abhängig sein…ist das so? Rede ich mir wieder irgendein Kopfkonzept ein? Ich darf niemanden brauchen? Man kann niemals jemanden zu sehr lieben, aber man muss sich selbst genauso lieben, sonst funktioniert das ganze eben nicht. Und dann redet man sich wieder ein, man müsste sich mehr Zeit für sich nehmen, auf Abstand gehen, damit man nicht so abhängig ist blablabla…

Ich hatte eine wunderbare Vision: Ein nebeneinander im unendlichen Raum, ohne voneinader abhängig zu sein-Seite an Seite ohne sich gegenseitig einzuengen. Aber manchmal ist mir Seite an Seite eben nicht genug…wieso schreib ich das hier gerade eigentlich alles? Ich wollte nicht mehr jammern, ich wollte überhaupt nicht mehr jammern! Aber manchmal ist es trotzdem gut, die Klagen aufzuschreiben, am nächsten Tag sieht man oft, wie belanglos sie eigentlich waren und wie schwer man sich das Leben doch immer macht. Deswegen höre ich jetzt wieder auf und tanze ein bisschen durch den Raum. Tanzen ist immer gut 🙂 eigentlich ist Leichtigkeit gar nicht so schwer…

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Es ist kalt geworden. Heimlich und lautlos hat sich der erste Schnee des Nachts über die Wiesen gelegt und meine Augen blicken in eine neue Welt. Die grau-braune Herbstwelt wurde von einem weißen Hauch überzuckert. Fast bescheiden liegt der erste Schnee auf der Wiese, nur ein kleiner Vorbote des Winters, ein kleiner Gruß der kalten Jahreszeit, es ist Zeit! Die Welt wird ruhig, alles zieht sich zurück in die eigenen Seelenfestung, denn der Herbst ist die Zeit des Rückzugs, der Mauern, des Schutzsuchens. Manche wehren sich noch gegen den Winter, weigern sich, den warmen Mantel aus dem Schrank zu räumen, nähren sich noch von den letzten Strahlen des Sommers, aber die kalten Winde singen von Schnee und Eis, von Ruhe und Stille, der langen Zeit des Wartens, der Einkehr in die Tiefen der eigenen Seele. Vereinzelte Sonnenstrahlen verbreiten ein kühles Licht, betupfen die graue Welt mit goldenen Klecksen, lassen stumme Gesichter leuchten. Blätter tanzen von den Bäumen, der letzte Tanz…Verfall und Wiederbeginn, alles liegt so nahe zusammen, Schönheit und Kälte, alles stirbt feierlich, tanzend, düster strahlend, bereitet sich auf den Schlaf, die Starre vor, um dann, im neuen Jahr wieder voll neuer Kraft und Schönheit aufzublühen.

Ich liebe diese Zeit. Ich liebe die düstergraue Nebelstimmung, die Dunstverhangenen Berge, die vermantelten Bäume, die Nebelvorhänge wie Tore in eine andere Welt jenseits von Zeit und Raum. Die Welt scheint ihren Gang zu verlangsamen, alles wird ein bisschen leiser, ein bisschen verlassener, ein bisschen dunkler und doch hat diese Zeit ihre ganz eigene Macht und stille Schönheit. Ich liebe es, wenn die Blätter tanzend sterben und im Winde zu Boden kreisen. Ich liebe den feuchten, modrigen, aber frischen Geruch des Waldes und des Nebels. Ich liebe den Regen, der die Erde reinwäscht. Ich liebe den Wind, der meine Gedanken fort trägt und mich wieder zurück zu mir, zu meinem zitternden Körper, meinen kalten Händen und Zehen und den roten Wangen bringt und mich neu belebt. Ich liebe das Gefühl, den kalten Winden zu entkommen und in einem warmen Bus Zuflucht zu finden. Und ich liebe die Stille, die Ruhe, den Rückzug in die eigene Mitte, weil im Außen nicht viel bleibt, was einen ablenken kann. Das innere Feuer wärmt das Herz, lässt die Kälte nicht auf mein Gemüt zugreifen und verwehrt ihr den Zutritt in meine Gedanken. In mir ist es warm und der zitternde Körper zeigt auch nur dass ich noch lebe, am eigenen Leibe fühle. Ich genieße das Gefühl in mir selbst zu sein, mich zurückzuziehen und zu warten wie ein Keim im Boden, um dann im nächsten Frühling mit umgebremster Kraft auszubrechen und mich der Sonne entgegen zu strecken. Es ist Herbst, der Winter naht und ich freue mich darauf!

Und wenn dann auch noch jemand an meiner Seite ist, um mit mir über die fauchenden Winde zu lachen und dem Sturm die Zunge herauszustrecken, jemand, der mir eine Sonne an die gefrorene Scheibe malt und mein Herz immer von neuem wärmt, wie könnte ich mich da über den Winter beschweren, der doch nur noch mehr Anlass bietet um mich wärmen zu lassen?!

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