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Posts Tagged ‘Freunde’

dabei

Es ist schön, wenn einem jemand sagt: „Weißt du, ich muss schon ganz ehrlich sagen, es ist immer wieder schön wenn du dabei bist!“ Und ich strahle, weil ich auch immer gerne dabei bin und weil ich weiß, dass jede Angst, dass man mich nicht dabei haben will, vollkommen überflüssig ist. Ich hab mich nie getraut einfach mitzugehen, weil ich mich nicht aufdrängen wollte, niemanden nerven wollte, weil ich bin schließlich „nur“ die kleine Schwester und so anders als sie alle und passe doch eigentlich gar nicht richtig dazu. Aber inzwischen denke ich mir einfach, warum nicht? Und so unterschiedlich wir sind, ich bin immer gerne dabei und fühle mich wohl und passe eben irgendwie doch dazu. Deswegen werde ich mir in Zukunft keine Gedanken mehr machen, weil es sich fast immer lohnt 🙂

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Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Artikel über einen ganz besonderen Ort geschrieben, an dem die Welt den Atem anzuhalten scheint und der ganze Alltagsstress ein bisschen weniger wichtig und erschlagend erscheint. Ein Ort, der schöner nicht liegen könnte – schützend umarmt von Bergen und Wäldern liegt er da, nicht weit von einem wunderschönen See. Überhaupt ist es einfach die wunderbarste Landschaft überhaupt und natürlich eine der allerschönsten Gegenden der Welt. Und wie ich schon damals schrieb, ist dort ein Teil von mir zu Hause. Ich wollte eigentlich aussteigen, meine Verantwortung abgeben und mich aus der ganzen Sache rausziehen, aber irgendwie komme ich einfach nicht los, muss doch wieder hin, wieder in diese wunderbare Welt mit all diesen wunderbaren verrückten Menschen. Ich liebe sie alle, noch immer! Schon seltsam, wenn man sich doch schon so viele Jahre kennt, seine Erfahrungen gemeinsam gemacht hat und miteinander gereift und ein bisschen erwachsener und noch viel kindischer geworden ist. Diese Menschen sehe ich so selten, und doch versteht man sich immer wieder wortlos, meist bei unzähligen einigen Gläsern Wein. Und dann sitzt man da, die letzten Flaschen geleert, nach einer zum Tag gemachten Nacht…schlafen gehen lohnt sich nicht mehr, deswegen geht man lieber noch spazieren, lässt sich in den Schnee fallen und da liegt man dann da…zu viert, glücklich (ich zumindest) und zufrieden (ich zumindest) im Schnee…bis sich dann schließlich doch der Kopf einschaltet und dem Körper erklärt, dass Schnee nach einer viertel Stunde doch ein bisschen kalt werden kann. Dann geht man zitternd zurück, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen (ich zumindest), kuschelt sich noch zusammen wie Hühner auf der Stange, unter viele Decken ins Bett, um das Zittern ein bisschen zu beruhigen, genießt die Nähe…eine schöne Nacht mit wunderbaren Menschen, wie immer 🙂 Mancheiner sagt, es sei eine blöde Idee gewesen, das sehe ich anders, weil es sich fast immer lohnt…

Aber nichts bleibt wie es war, die Welt dreht sich weiter, und auch wenn an diesem Ort die Zeit ein bisschen länger Luft zu holen scheint, so kann er den Veränderungen doch nicht ganz entkommen. Eine Ära geht zu Ende, aber wir werden es hoffentlich auch allein gemeinsam schaffen, den Zauber dieses Ortes am Leben zu erhalten, den magisch werden Dinge nur, wenn man sie dazu werden lässt 🙂

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Und an dieser Stelle ein riesengroßen „Danke!“ an das Leben, weil es einfach bemerkenswert, unvergleichbar und wunderbar ist. Ich bin dankbar für jeden Augenblick, den ich genießen darf, dankbar, für die Freiheit meinen Weg selbst zu wählen, dankbar, für all die wunderbaren Menschen, die das Leben zu etwas Lebenswertem machen.

Ich habe noch nie gesagt, das Leben sei einfach, oder immer sonnig, doch trotz wochenlangen Regenfällen und beissender Kälte ist es einzigartig und voller atemberaubender Momente und Überraschungen!!

Nach den letzten Tagen ist mir wieder besonders bewusst geworden, wie sehr ich an der Stadt hänge, wie wichtig mir diese wenigen verrückten Menschen sind, bei denen ich mich so gut aufgehoben fühle. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich das Gefühl habe, dazu zu gehören, am richtigen Fleck zu sein, dass einfach alles gut ist. Ein herrliches Gefühl, wenn einem plötzlich bewusst wird, dass einen die Leute wirklich mögen, dass man ihnen nicht egal ist, sondern dass sie Anteil nehmen, und mit einem zittern. Und genau deswegen muss ich Prioritäten setzen, deswegen darf ich in dieser Stadt bleiben, weil mir die Menschen und mein eigenes Herz wichtiger sind, als die vernünftigen Ratschläge meines besorgten Kopfes, der von Existenzängsten geplagt wird.

Ich war schon immer jemand, der jeden Moment auskostete, der sich über Dinge begeistern konnte, die andere als normal und unspektakulär empfanden. Ich kann stundenlang am Fluss stehen, mit vor Freude weit aufgerissenen Augen, weil der Nebel so schön über dem Wasser wabert und sich die Lichter so gespenstisch spiegeln. Ich kann mich im Spiel der Blätter und in der Jagd der Wolken verlieren und alles um mich vergessen. Und darum liebe ich das Leben, weil ich nie genug davon bekomme und den Nebel auch noch faszinierend finde, nachdem ich hunderte von Nebeltagen erlebt habe. Weil mich ein Lächeln immer noch verzaubert, auch wenn ich schon hunderte geschenkt bekommen habe. Weil mich Augen immer noch in ihren Bann ziehen, auch wenn ich schon in Hunderte geblickt habe. Weil jeder Tag etwas besonderes ist und ich niemals nur halb leben will. In Sache „Leben“ gibt es keine halben Sachen, dazu ist es  einfach zu kurz. Und niemand kann meine Sicht auf die Welt trüben, kann ihr den Zauber nehmen. Deswegen bin ich dankbar, dass ich den Mut hatte, alleine loszugehen und mich auf unbekannte Pfade zu begeben, denn die Weggefährten, die ich auf dieser Reise fand, zeigten mir wieder, was Leben heißt.

Deswegen an dieser Stelle ein großes „Danke“ an die, die mir zeigten, dass das Leben jetzt ist, und dass man es auch genau jetzt, in diesem Augenblick genießen darf, ohne sich Gedanken über das Morgen zu machen…today is the day 🙂

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…und du sitzt einfach nur da und lässt die Welt an dir vorüber ziehen. Die Musik in den Ohren lässt du Gedankenverloren deinen Blick schweifen, saugst die Bilder in dich auf, ohne wirklich etwas zu sehen. An dir vorbei fliegen verschneite Wiesen, Wälder, einsame Höfe, Dörfer, Städte, Strassen…Bilderbuchdörfer sind es, mit ihren weißen Zuckermützen, Miniaturdörfer aus einer dieser kitschigen Schneekugeln, die doch wieder auf ihre eigene Art schön sind. So ruhig und friedlich liegen sie da, unter ihrer Decke aus Schnee, erleuchtete Fenster lassen von wohligen Stunden am Kamin träumen…so viele Bilder, so viele Menschen…ein ständiges Kommen und Gehen. Und du sitzt da und wartest, wartest bis du an der Reihe bist, dich deinem Ziel näherst. Die Zeit vergeht schnell, so wie sie es meistens tut, doch das ist gut so, denn du bist bald da, nur noch ein paar Minuten…

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All die fremden Menschen, auch die Bekannten sind mir fremd! Ein fröhliches Hallo, aufgesetztes Lächeln, vorgespieltes Selbstbewusstsein…ich fühle mich fehl am Platz und verloren, wie ein stiller Beobachter. Weniger als ich gedacht hätte sind es, ich  hätte es gerne voll, dann könnte ich mich verstecken, würde nicht auffallen, könnte so tun als gehörte ich irgendwo dazu. Was tue ich hier, frage ich mich immer wieder…das Glas ist leer, ich brauche etwas zu trinken muss mich beschäftigen. Ein paar Worte gewechselt, falsches Lächeln verwandelt sich in Echtes, jetzt schon nicht mehr so allein…das nächste Glas ist leer, lieber mal ein Bier…die Musik dröhnt in den Ohren, jetzt gar nicht mehr allein, lachen, reden, singen, trinken…die letzten Reste beseitigen, Gläser abspülen, Boden wischen…eine gelungene Feier, ohne Katastrophen, ohne Erinnerungsverlust…mit einer unerwarteten Überraschung zum Schluss, die mich wieder fliegen ließ…morgens in der U-Bahn, die ersten Frühaufsteher und Reisenden schon unterwegs, wir, die Übriggeblieben, reif fürs Bett, trübe Blicke, dümmliches Grinsen…dann noch ein paar philosophische Themen diskutiert ohne zu Punkten zu kommen, wie sich das eben gehört nach einer zum Tag gemachten Nacht und dann langsam, ganz langsam…ich mach nur mal eben die Augen zu…

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Der Regen verwandelt den Zuckerhut in eine bräunliche Creme…die Bilder fliegen vorbei, ich schließe die Augen vor der vorbeirasenden Landschaft. Die Augen wieder geöffnet finde ich mich in heimischen Gegenden wieder, doch das Land hat sich verändert. Die Berge sind verschwunden, verschluckt von einer grauen Wand, die sich langsam und schwerfällig über das Land zieht. Seltsam fremd wirkt das Dorf mit der fehlenden Hintergrundkulisse…wieder daheim und alles was ich will ist ein Bett…ein weiches schönes Bett nach zwei anstrengenden Tagen…aber es hat sich mal wieder gelohnt!

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Dieser Ort ist jenseits von Zeit und Raum, ein kleines Universum mit seinen eigenen Regeln und Naturgesetzen, fernab von jeglichem Alltag und Realität. Eigebettet in ein stilles Tal mit Mauern aus markanten Gipfeln liegt es da, unser Reich, eingehüllt in einen Mantel aus Nebel.  Ich liebe sie alle, diese Menschen, die ich dort treffe, sie sind Teil dieser  Welt und sie sind es, die diesen Ort zu etwas magischen machen. Sie sind alle besondere Menschen, verückt sind sie auch, sonst wären sie nicht dort. Ich sehe diese Leute bloß zwei oder dreimal im Jahr, nur an diesem Ort. Ich kann nicht sagen, dass sie meine Freunde wären, dazu kenne ich sie zu wenig, mit vielen hab ich noch nicht viel geredet, manchen anderen bin ich näher gekommen als ich geplant hatte…doch diese Menschen gehören zu diesem Ort und sie sind wichtig für mich, dieser Ort ist wichtig für mich. Er wirkt auf seltsame Art und Weise nicht real, im nachhinein erscheint mir immer alles wie ein Traum, unwirklich und viel zu schnell vorbei! In unserem Reich herrschen andere Gesetze, was dort geschieht, bleibt dort und unter uns, es ist nie wirklich geschehen,  nicht real, was an diesem Ort geschieht, bleibt für immer an diesem Ort! Es ist eine eigene Welt, diese Menschen sind Teil davon und machen sie einzigartig! Jedesmal verlasse ich diese Welt voll Wehmut, jedesmal mit der Angst, dass dieser Traum verblasst, sich die Welt in Luft auf löst, ich diese Menschen nicht mehr sehe… ich weiß nicht, welche Folgen das für mich hätte, doch ich weiß, dass ein Teil von mir für immer verloren gehen würde, denn wie jeder von uns habe ich einen Teil von mir an diesem Ort gelassen und ich werde ihn nicht zurückbekommen. Die einzige Möglichkeit ist immer wieder in diese Welt zurückzukehren, denn nur dort bin ich komplett…

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Geburtstage sind schon immer so eine Sache, besonders runde Geburtstage, an denen sich die ganze Familie selbst einlädt. Das eine weinende Auge hat mein Vater heute ganz gut verborgen als er in Generation 50+ willkommen geheißen wurde. Die Haare grau, die Knochen sind auch nicht mehr das was sie mal waren, am im großen und ganzen ist er gesund und hat ja immerhin ein albes Jahrhundert geschafft. So sehr sie sich auch vor der Feier gefürchtet haben, es war doch ein sehr gelungener Tag und es ist einfach ein schönes Gefühl alle seine Lieben um sich zu haben. Der Tag war wirklich anstrengend und ich freue mich schon darauf endlich ins Bett zu fallen, aber ich habe es sehr genossen meine ganzen (wirklich sehr lieben) Verwandten wieder zu sehen. Im Alter sieht man dann erst, wer die richtigen Freunde sind, manche haben ihn schon seinen ganzen Lebensweg lang begleitet. Ich würde die meisten gerne öfter sehen, meine Cousine zum Beispiel. Wir sehen uns sehr selten, trotzdem sind wir auf ewig in Freundschaft verbunden, solche Freundschaften überstehen jede Entfernung. Und meistens kann man die wirklich guten Freunde alle an einer Hand abzählen.

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Heut war einer dieser einfach perfekten Sommersonnentage. Ich glaube mir ging es schon lange nicht mehr so gut wie heute, der Tag war vom Morgen bishin zum Abend einfach genial, besser gehts fast nicht.

Bei strahlendem Sonnenschein führt mich mein Weg an dem großen Fluss entlang, schnellen Schritts, am liebsten würde ich hüpfen und laut singen, aber das verkneife ich mir dann doch…Eine warme Brise verleiht mir noch ein bisschen mehr das Gefühl von Leichtigkeit. Und dann schaue ich wieder in die gleichen Gesichter wie gestern, das gleiche fröhliche Lachen, diesmal gehen wir ins Kino, seit einer Ewigkeit mal wieder. Unser Weg führt uns wieder durch die, wie ich wirklich zugeben muss, schönste Gasse der Stadt, neben uns ragt der Berg auf, auf der anderen Seite Blick auf die Altstadt auf den Fluss…

Der Film war wunderschön: „Dialog mit meinem Gärtner“, traurig und rührend, aber gleichzeitig auch herzerwärmend und ich kann nicht umher zu lächeln, auch wenn mir zum Weinen zumute ist.

Danach einen schönen Platz am Wasser suchen und chillen, lachen, reden, philosophieren, träumen sich ganz im reissenden, dunklen Wasser verlieren. Tiefschwarz ist das Wasser, doch die unzähligen Laternen tauchen den Fluss in ein seltsam goldenes Licht, das dem Ort etwas magisch anziehendes verleiht. Reissend und unaufhaltsam strömen die Wassermassen immer weiter vorwärts und reissen mich mit meinen Gedanken fort, ich verliere mich in diesen unaufhaltsamen dunklen Wassermassen und lasse mich in Gedanken treiben. Fast hypnotisierend wirken die Wellen auf mich, es ist plötzlich still geworden, wir sitzen alle schweigend da, jeder allein mit seinen Gedanken, und lauschen dem Rauschen des Flusses. Es wirkt mal wieder alles so seltsam unwirklich auf mich, ich höre die Wassermassen an mir vorbeiströmen, ich sehe das goldene Leuchten und die eilenden Wellen, wie im Traum vergeht die Zeit. Manchmal bin ich mir wirklich nicht sicher, ob ich mich noch in dieser Welt befinde, ich fühle mich oft plötzlich in andere Wirklichkeiten versetzt, doch ich in noch hier, dies IST meine Wirklichkeit…

…Vom Bus in den Zug, Massen von Menschen liegen mit ihren Isomatten auf dem Bahnhofsboden und warten darauf, ihre Reise ins Ungewisse fortzusetzen…

…Aus dem Zug hinaus in die kühle Nachtluft. Am Horizont zucken Blitze über den Himmel und bieten mir ein wildes Himmelschauspiel, während ich in die Pedale trete, auf dem Heimweg. Was für ein Hochgefühl, in einer dunklen, einsamen Sommernacht auf leeren Straßen heimzufahren. Ich bin vollkommen allein, meine Hände lösen sich vom Lenker und ich breite meine Arme aus, meine Finger spielen mit dem Wind, ich fühle mich frei wie ein Vogel, ich fliege durch die Nacht. Der Wind streicht sanft über meine Haut und lässt meine Haare fliegen, ich verspüre ein Gefühl von grenzenloser Freiheit.

So fliege ich einsam und allein durch die dunkle Sommernacht, angetrieben von meiner Entschlossenheit, meiner Freude, meiner Liebe zur Welt, zur Natur, zu unserer Erde und selbst zu den Menschen. Eigentlich hätten wirs doch ganz schön hier, oder etwa nicht?

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