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Posts Tagged ‘Licht’

Ich sah dich stehen –

einsam –

im Nebel der

verschleierten Zwischenwelt.

Du konntest mich nicht sehen,

drüben auf der anderen Seite,

denn dein Herz

hatte das Sehen längst verlernt,

die Augen geschlossen.

Ich hörte,

wie der weiße Nebel

deinen stummen Schrei

verschluckte.

Du hörtest nicht,

wie deine Seele um Hilfe rief –

wortlos klingend, stumm verhallend.

Ich streckte dir

zitternd

meine kalten Finger hin

und teilte den Nebel

zwischen uns.

Doch du sahst mich nicht,

leere Augen, leeres Herz.

Ich rief nach dir,

doch die Sprache des Herzens

kanntest du nicht.

Du wolltest bleiben,

in deiner verschleierten Zwischenwelt

zwischen Schatten und Licht.

Denn deinen eigenen Schatten

fürchtetest du

und das Licht

erinnerte dich

an die Dunkelheit.

So nahm dich der Nebel

in seine kalten Arme,

ein Hauch von Trost,

erstickter Schmerz.

Und du hörst deine Tränen nicht fallen

Und du hörst nicht,

wie dein Herz nach Wärme

und Licht ruft.

Und deine Seele schreit.

Doch ich höre dich auch nicht mehr…

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Ich hatte das Zaubern verlernt…ich hatte verlernt alles um mich lebendig werden zu lassen, die Welt um mich tanzen zu lassen, im Rhythmus der Erde. Ich hatte verlernt das Kleine unendlich groß werden zu lassen und mit dieser Größe den weiten Raum meines Herzens bis in den letzten Winkel auszufüllen. Ich hatte verlernt die kleinste Flamme heller als das strahlende Licht der Sonne leuchten zu lassen und nur mit einem stillen Gedanken den dunkelsten Raum zu erhellen. Ich hatte verlernt tiefe Wunden mit einem warmen Lächeln zu heilen und Tränen der Trauer zu Quellen des Lebens werden zu lassen. Ich hatte verlernt kalte Masken mit der Wärme meines Herzens zu schmelzen und unüberwindbare Mauern einzureißen, indem ich sie nur behutsam mit den Fingern berührte. Ich hatte verlernt an die Magie zu glauben, die mich durchströmt, mit allem verbindet, mächtig und verletzlich, stark und zart, unendlich groß und klein macht. Ich hatte verlernt auf das Leben zu vertrauen, mich führen zu lassen vom Puls der Erde, der Stimme des Windes. Ich hatte verlernt auf dem Rücken der Wolkendrachen bis zu den fernsten Sternen zu fliegen, mich fallen zu lassen, durch Zeit und Raum zu schweben, getragen von den Händen der Magie, des Universums, des Lichts, das alles ist und nichts…

Ich wachte auf, geweckt von einer bekannten Stimme, die mich wie eine alte Freundin zu sich rief. Ich wachte auf und hielt die Welt in Händen – meine Welt, die ich liebevoll und mit erstaunten Augen betrachten konnte. Und ich wurde klein und die Welt um mich wuchs und wurde größer und größer. Ich wachte auf und fühlte, wie der Zauber meinen Körper durchströmte, die Magie jede Zelle pulsieren ließ, und alles war Licht…und dann wachte ich auf.

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Zur Zeit bin ich sehr sentimental, was Musik angeht, verliere mich gern in den Klängen, tauche ab in die Emotionen, die vom Seegrund der Seele heraufsprudeln und lasse mich darin treiben… Dieses Lied ist ein besonderes Lied von einer sehr speziellen Österreichischen Band, die mich schon seit einigen Monaten begleitet. Die „Krautschädl“ schaffen es auf ganz eigene, einfache und doch sehr tiefsinnige Art und Weise die Seele zu berühren, meine zumindest! Und da dieses Lied eigentlich keiner weiteren Worte bedarf und meine momentane Stimmung perfekt beschreibt, belasse ich es für heute einfach dabei euch dieses wunderbare Lied vorzuspielen 🙂

(Bei YouTube mit lyrics und hochdeutscher Übersetzung, für alle die des Österreichischen nicht mächtig sind ^^)

 

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Das Leben hat die Eigenschaft, dass nichts so bleibt, wie es ist. Ich habe schon mal einen Text darüber geschrieben, dass ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten, an den Dingen festhalten und sie daran hindern, mir aus den Händen zu gleiten. Doch es gelingt mir nicht, je mehr ich mich daran festklammere, desto schmerzhafter ist die Erkenntnis, dass die Veränderung nicht aufzuhalten ist. Natürlich weiß ich, dass das nun mal der Lauf des Lebens ist, dass Veränderungen wichtig sind um uns weiter zu bringen. Natürlich weiß ich, dass ein Ende immer der Neubeginn von etwas Anderem ist und dass ich mit dem Wandel mitschwimmen muss, dass es nichts nützt, sich gegen den Strom zu stellen. Trotzdem tut mehr der Gedanke weh, dass sich die Wege nun trennen und das Liebgewonnene einfach unaufhaltsam davontreibt. Denn es wird nie so sein, wie es war. Ich weiß, ich werde neue Wege finden, neue Ziele, neue Anhaltspunkte, neue Weggefährten-ich weiß ich werde weitermachen, auch wenn es nicht mehr dasselbe sein wird…es wird anders und auch auf eine leise Art und Weise gut, die Zeit wird es zeigen…und eigentlich ist ja immer alles gut.

Doch jeder Abschnitt, der zu Ende geht, sollte in Würde verabschiedet werden und ziehen dürfen.  Der Fluss, das Feuer, die Sterne boten uns den geeigneten Rahmen. Und wenn man dann nach einer durchwachten Nacht in der frühen Dämmerung erstmals in Schweigen versinkt und sich singende Stille über den, in diesem Moment heiligen Ort ausbreitet, wenn das Gezwitscher der ersten Morgensänger die einzigen Gespräche sind, die einem ans Ohr dringen und nur das leise Knistern der letzten Flammen das leise, stetige Rauschen des Flusses untermalt-wenn sich die Ruhe wie ein samtiger Mantel auf die Herzen legt und alle andächtig innehalten lässt, dann weiß man wofür man lebt. Und plötzlich fühlt man sich eins mit dem Fluss, mit dem Wind, mit den ersten Sonnenstrahlen und dem Vogelgezwitscher, fühlt sich lebendig und in vollkommener Eintracht mit dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Dann legt sich ein leises Lächeln auf die Lippen, ein wissendes Lächeln, das das Licht erkannt hat und sanft ins Herz hinein fließen lässt. Dann weiß man, wofür man lebt…

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Der Herbst besticht durch eine unglaubliche Farbgewalt. Farbenmeer ist gar kein Ausdruck für die bunte Pracht aus flammend roten und goldenen Blättern, die sich scharf gegen das triste Grau des Abendhimmels absetzen. Der Wald steht in Flammen, die Baumkronen scheinen Feuer gefangen zu haben. Die Blätter lodern im Abendlicht wie hungrige Glut, zögern die frühe Dunkelheit des Herbstes noch für einen Augenblick hinaus.

Ich kann nicht umhin, jedesmal wieder den Atem anzuhalten, beim Anblick diese Farbspiels. Die zarten Übergänge, vom tiefen Grün der Tannen über dunkles Rot, bis hin zu leuchtendem Gold…es ist als hätte ein übermotivierter Maler ein bisschen zu energisch den Pinsel geschwungen und dabei ein wenig zu kräftige Farben verwendet, so unwirklich wirken die bunten Waldränder und betupften Berge. Jedesmal wieder entwischt mir ein: „Oh, schau mal, wie wunderschön, dieser Baum…einfach unglaublich, nicht wahr?“ Und jedesmal wieder ist es mir unverständlich, wenn ich nur ein verständisloses  „Hmpf…“ als Antwort bekomme. Wie kann einem diese Farbpracht nicht ins Herz gehen, die warmen Farben der Blätter, das prächtige Gewand der Bäume nicht die Seele streicheln und einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern? Gerade im Herbst, wo einem die kalten Winde um die Ohren pfeiffen, man den Schal eng um den Hals schlingt und ein trüber Dunstschleier das ganze Land zu verschlingen scheint, wie kann man beim Anblick der Sonne, die einen einsamen Baum plötzlich leuchten und die Berge lodern lässt, nicht für einen Augenblick innehalten, und die ganze Schönheit des Herbstes einatmen und tief in sich aufnehmen?

Ich spaziere über den Teppich aus trockenem Laub, wirbele die Blätter auf, strecke die Nase in die Luft und sauge den modrigen Geruch von fauligem Laub in mich ein. Ich beobachte die Blätter, wie sie im Winde tanzen und spielerisch zu Boden kreisen, lausche auf das leise Flüstern des Windes, der zitternden Zweige und tanzenden Blätter, und ich lächle, weil in allem ein bisschen Magie steckt und ich den leisen Zauber der Welt wieder spüren kann…

Ich weiß nicht wie ihr das macht, aber ich sammle Farben für den Winter 🙂

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Ein paar Sonnenstrahlen machen doch gleich einen anderen Menschen aus mir. Tagelange Winterskälte, grauer Himmel, Schneematsch…dementsprechend ist auch meine Stimmung den ganzen Winter über. Ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, die an Winterdepressivität leidet. Das Licht fehlt, die Wärme fehlt, bei Eiseskälte zieht man sich in sich selbst zurück, sucht Schutz vor der  kalten Grausamkeit des Winters. Es ist nicht so, dass ich den Winter nicht mögen würde…ich liebe auch ihn, mit seinen Schneebedeckten Gipfeln, den Eisstarren Bäumen, die Schneekristalle, die im Sonnenlicht wie tausende kleine Diamanten glitzern und funkeln, die Eisblumen, die mit ihrer feinen, kalten Schönheit Fenster verzieren…ja, liebe auch den Winter! Manchmal genieße ich es auch, wenn mir der eisige Wind um die Ohren pfeifft, umso schöner ist es dann, nach Hause zurück  zu kehren und sich unter einem Berg von Decken zu verkriechen.

Trotzdem wächst mit jedem kalten Tag die Sehnsucht nach dem Frühling. Wie sehr freue ich mich darauf, wieder im T-shirt herumzulaufen, ohne Jacke und ohne Schuhe…wie sehr freue ich mich aufs barfuß gehen!!! Ja, endlich wieder barfuß die Wiese spüren, spitze Steine, weichen Sand, im Schatten eines Baumes liegen, am Fluss sitzen und die Gedanken vom Wasser fortspülen lassen.

Heute war ein traumhafter Tag, er war wie leiser Vorbote des Frühlings. Ich saß auf der Terasse, spürte die Wärme der Sonne auf meinem Gesicht, die Vögel zeterten im Apfelbaum. Ich ging spazieren, Licht tanken und atmete den Duft des Frühlings ein, ein Hauch vom Frühling, fast wie ein Traum..ein Frühlingstraum. Wie heilend können doch Lichtstrahlen sein, die Sonne ist wahre Medizin für die Seele.

Ich brauche auch den Winter, ohne einen richtigen Winter ist das Jahr nicht komplett, es fehlt etwas Entscheidendes…doch ein paar eisige Tage genügen völlig, danach kann es gerne Frühling werden…also bitte, wenn sie die Güte hätten, sie dürfen gerne in unseren Landen Einzug halten!

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