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Posts Tagged ‘erinnerungen’

Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Artikel über einen ganz besonderen Ort geschrieben, an dem die Welt den Atem anzuhalten scheint und der ganze Alltagsstress ein bisschen weniger wichtig und erschlagend erscheint. Ein Ort, der schöner nicht liegen könnte – schützend umarmt von Bergen und Wäldern liegt er da, nicht weit von einem wunderschönen See. Überhaupt ist es einfach die wunderbarste Landschaft überhaupt und natürlich eine der allerschönsten Gegenden der Welt. Und wie ich schon damals schrieb, ist dort ein Teil von mir zu Hause. Ich wollte eigentlich aussteigen, meine Verantwortung abgeben und mich aus der ganzen Sache rausziehen, aber irgendwie komme ich einfach nicht los, muss doch wieder hin, wieder in diese wunderbare Welt mit all diesen wunderbaren verrückten Menschen. Ich liebe sie alle, noch immer! Schon seltsam, wenn man sich doch schon so viele Jahre kennt, seine Erfahrungen gemeinsam gemacht hat und miteinander gereift und ein bisschen erwachsener und noch viel kindischer geworden ist. Diese Menschen sehe ich so selten, und doch versteht man sich immer wieder wortlos, meist bei unzähligen einigen Gläsern Wein. Und dann sitzt man da, die letzten Flaschen geleert, nach einer zum Tag gemachten Nacht…schlafen gehen lohnt sich nicht mehr, deswegen geht man lieber noch spazieren, lässt sich in den Schnee fallen und da liegt man dann da…zu viert, glücklich (ich zumindest) und zufrieden (ich zumindest) im Schnee…bis sich dann schließlich doch der Kopf einschaltet und dem Körper erklärt, dass Schnee nach einer viertel Stunde doch ein bisschen kalt werden kann. Dann geht man zitternd zurück, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen (ich zumindest), kuschelt sich noch zusammen wie Hühner auf der Stange, unter viele Decken ins Bett, um das Zittern ein bisschen zu beruhigen, genießt die Nähe…eine schöne Nacht mit wunderbaren Menschen, wie immer 🙂 Mancheiner sagt, es sei eine blöde Idee gewesen, das sehe ich anders, weil es sich fast immer lohnt…

Aber nichts bleibt wie es war, die Welt dreht sich weiter, und auch wenn an diesem Ort die Zeit ein bisschen länger Luft zu holen scheint, so kann er den Veränderungen doch nicht ganz entkommen. Eine Ära geht zu Ende, aber wir werden es hoffentlich auch allein gemeinsam schaffen, den Zauber dieses Ortes am Leben zu erhalten, den magisch werden Dinge nur, wenn man sie dazu werden lässt 🙂

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O, I need
The darkness
The sweetness
The sadness
The weakness
I need this

I need
A lullaby
A kiss goodnight
Angel sweet
Love of my life
O, I need this

(Natalie Merchant-My Skin)

Diese wenigen Zeilen spiegeln gerade allzu gut mein Inneres wider. Mein Herz fühlt sich im Moment zittrig an, aufgewühlt, zerrissen…es fühlt sich wieder verletzlich an, unsicher…ein komisches Gefühl und doch kein Schlechtes. Ich kann nicht sagen, dass es mir gut geht, zu viele alte Erinnerungen wurden aufgewirbelt. Ich weiß nicht was ich denken soll, fühlen soll. Ich fühle den alten Schmerz, die Narben zwicken, die Melancholie überkommt mich wieder, ich fühle mich schwach und verletzlich-aber ich weiß wieder, wie es ist Nähe zu spüren, Geborgenheit und Vertrauen, das wonach ich mich seit langer zeit sehne…doch da ist auch Angst, Angst vor dem Gedanken daran, dass es immer nur halb und niemals ganz sein wird und dass alles Gute irgendwann ein Ende hat. Doch das was zählt ist einzig und allein das Jetzt-und ich weiß genau, dass das Jetzt gut so ist, wie es ist, so schwer und kompliziert es manchmal auch sein mag…

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Wo die Worte aufhören, da setzt die Musik an…

Die Klänge dringen an Dein Ohr, strömen durch Dich hindurch, rieseln langsam nach unten bis sie sich plötzlich um Dein Herz legen und es umschlingen. Und plötzlich, aus dem nichts, fängt es Feuer, die Flammen züngeln an dem pochenden Herz empor, der Schmerz ist unerträglich und doch willst Du die Wärme nicht missen. Du lehnst dich zurück, lässt Dich von der Musik durchdringen, forttragen…manchmal reichen ein paar Töne, um uns vollkommen aus dem Konzept zu bringen. Musik kann so viel innerlich in Bewegung bringen, sie kann einen aufbauen, beruhigen, einen in tiefe Trauer stürzen…Wenn Musik allein schon so viel bewegen kann, was kann kann dann Musik in Verbindung mit Worten, Gedanken, Erinnerungen?

Der liebe Herr Geheimrat hat ein sehr schönes Projekt ins Leben gerufen. Es hat den schönen Namen „TMWYLTT“-Projekt, steht für „Tell me why you love this tune“. Dabei geht es NICHT um Musikwissenschaftliche Analysen oder fachliche Kritik über die Qualität eines Liedes, es geht in erster Linie um Emotionen, um Erinnerungen, um Geschichten…was verbindet ihr mit diesem Lied, was bedeutet es für euch, woran erinnert ihr euch, was löst es aus, was ist seine individuelle Geschichte…Ein sehr schönes Projekt wie ich finde, mitmachen kann absolut jeder der will, weitere Informationen über das Projekt, und wie man daran teilnimmt gibt es hier.

Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele daran teilnehmen würden und man stößt bestimmt auf einige interessante musikalische und verbale Ergüsse. Ich würde mich sehr freuen, euch dort wieder zu sehen und an euren musikalischen Erinnerungen teilzuhaben!

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Das Herz ist schon ein seltsam massochistisches Organ. Es denkt nicht einmal daran, auf die Ratschläge des Kopfes zu hören, der verzweifelt versucht, über den Ohrenbetäubenden Lärm des pochenden Herzens hinwegzuschreien. Aber Liebe macht nicht nur blind, sondern auch taub, so versteht es die Warnungen des Kopfes nicht, missachtet die Vernunft und weigert sich, sich das Offensichtliche einzugestehen. Es verschließt die Augen vor den Dingen, die es nicht bereit ist zu erkennen und klammert sich an die Hoffnung, die der Kopf schon seit langem aufgegeben hat. Es will nicht loslassen, will nicht zurück in die eigene Brust , vielleicht hat es auch nur Angst, auf dem Weg fallen gelassen, mit Füßen getreten zu werden und im Straßengraben zu landen.

Gib mir mein Herz zurück, und zwar ganz!! Ich will ja gar nichts von Deinem, ich erwarte nichts von Dir, ich will nur, dass Du mir meines zurückgibst…mit einem halben Herz lebt es sich so schwer… Lass mich endlich los, lass mich gehen…

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Ich habe gerade in meinen alten Blogeinträgen herumgestöbert und habe mit Erschrecken festgestellt, wie verzweifelt ich vor noch gut einem Monat war. Schon seltsam, wie einen oft Kleinigkeiten total aus der Bahn werfen können. Vielleicht war es nur dieser hartnäckige Traum, dem ich schon seit fast einem Jahr nachhänge, vielleicht war es auch nur die lange, kraftraubende Kälte des Winters, die mir jegliche Begeisterung und Lebensfreude raubte. Den Höhepunkt meiner Verzweiflung erreichte ich Mitte Februar, als besagter Traum wahr zu werden  schien und ich danach fürchtete, meine Welt zum Einsturz gebracht zu haben, ich fühlte mich schrecklich wie nie! Jetzt erscheint es mir ja schon fast ein bisschen lächerlich,  ich habe lange gebraucht, um meinen Frieden mit der Sache zu schließen. Ich schrieb einen Text, der eine Art Charakterbeschreibung dieses Mannes sein sollte, es war wirklich ein Seelentext, geschrieben aus den tiefsten Ecken meines Herzens heraus. Naja, so wirklich hat mir das auch nichts geholfen, gut getan hat es trotzdem!

Irgendwann trat er plötzlich an meine Seite, als schwarzer, schemenhafter Begleiter, der mich an seiner Kraft teilhaben ließ und mich stärkte. Von diesem Zeitpunkt an begann ich, meine Mauer wieder abzubauen, Stein für Stein. Ich wollte offen sein und verletzlich, nicht kalt und emotionslos…

Und jetzt, jetzt geht es mir gut, eigentlich seit den ersten Sonnenstrahlen, seit der Frühling den Winter endgültig vertrieben hat.  Ein gutes Gefühl, wenn man das Leben mal einfach nur richtig schön findet, dann stört es auch nicht, wenn ab und zu ein paar Wolken vorbeiziehen. Manchmal kommen die Erinnerungen wieder hoch, Gedanken an „was wäre wenn…“, aber sie sind nur mehr kleine Stiche und werfen mich nicht mehr aus der Bahn. Außerdem ist der Regen ja auch von Zeit zu Zeit einfach notwendig und wir wissen ja, dass die Sonne sich nur für ein Weilchen hinter den Wolken versteckt!

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Es waren ein Video und ein Lied, die mein Leben in neue Bahnen lenkten, mich von Grund auf veränderten. Es war vor nicht einmal einem Jahr, zu Sommerbeginn, als es warm war, Veränderung lag in der Luft…es war eine aufregende Zeit, eine der intensivsten die ich je erlebt habe, voll Abenteuerlust, Begeistung, Leidenschaft, magischer Momente…ich erinnere mich noch an dieses flaue Gefühl im Magen, ein intensives, wunderbares Gefühl, ich genoss jeden Augenblick, sog alles in mich auf, ich wusste, dass das Leben unglaublich schön sein kann, wenn man sich darauf einlässt. Ich erinnere mich an den Geruch dieses Sommers, an die Musik, an das Rasen meines Herzens…ein Video, ein Lied und die Menschen, die in dieses Lied gehören, haben mein Leben geändert und ich kann sagen, eindeutig zum Guten!! Ich bin dankbar für diese Zeit, für die immer noch in mir pulsierenden Erinnerungen und ich sehne mich zurück, wünsche mir diesen letzten Sommer herbei…und heute? Ich spüre die Magie nicht mehr, der nicht ganz alltägliche Alltag hat die Oberhand gewonnen, doch manchmal spüre ich den Funken, ein leises Flüstern, ein Windhauch, der mir den Geruch des Sommers in die Nase weht, und dann spüre ich wieder, dass der Zauber allgegenwärtig ist, dass ich mich nur schon daran gewöhnt habe. Und dann freue ich mich auf den neuen Sommer, aufs barfuß auf nassem Boden herumtanzen, während der warme Sommerregen auf meine Haut prasselt, auf  das am Fluss liegen, auf lange Gespräche bei Lagerfeuer und Wein, auf unvergessliche Begegnungen, auf viele Sommer voll wunderbar magischer Momente!!! Also Schluss mit Winter, lasst ihn uns zum Tor hinausjagen…es ist Zeit für den Frühling, ich fange schonmal an den Teppich auszurollen!

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Fields of gold

Ein wunderschönes Lied, vor allem ein wunderschöner Text:

Fields of gold (Sting)

You’ll remember me when the west wind moves
Upon the fields of barley
You’ll forget the sun in his jealous sky
As we walk in fields of gold

So she took her love
For to gaze awhile
Upon the fields of barley
In his arms she fell as her hair came down
Among the fields of gold

Will you stay with me, will you be my love
Among the fields of barley
We’ll forget the sun in his jealous sky
As we lie in fields of gold

See the west wind move like a lover so
Upon the fields of barley
Feel her body rise when you kiss her mouth
Among the fields of gold

I never made promises lightly
And there have been some that I’ve broken
But I swear in the days still left
We’ll walk in fields of gold
We’ll walk in fields of gold

Many years have passed since those summer days
Among the fields of barley
See the children run as the sun goes down
Among the fields of gold

You’ll remember me when the west wind moves
Upon the fields of barley
You can tell the sun in his jealous sky
When we walked in fields of gold
When we walked in fields of gold
When we walked in fields of gold

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