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Posts Tagged ‘Kraft’

Zur Zeit bin ich sehr sentimental, was Musik angeht, verliere mich gern in den Klängen, tauche ab in die Emotionen, die vom Seegrund der Seele heraufsprudeln und lasse mich darin treiben… Dieses Lied ist ein besonderes Lied von einer sehr speziellen Österreichischen Band, die mich schon seit einigen Monaten begleitet. Die „Krautschädl“ schaffen es auf ganz eigene, einfache und doch sehr tiefsinnige Art und Weise die Seele zu berühren, meine zumindest! Und da dieses Lied eigentlich keiner weiteren Worte bedarf und meine momentane Stimmung perfekt beschreibt, belasse ich es für heute einfach dabei euch dieses wunderbare Lied vorzuspielen 🙂

(Bei YouTube mit lyrics und hochdeutscher Übersetzung, für alle die des Österreichischen nicht mächtig sind ^^)

 

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Und schließlich schweigen die Träume. Der verzweifelte Schrei nach der Liebe, die meinen zitternden Händen entglitt, verhallt in der klaren, stillen Leere des inneren Raumes. Es war einer dieser Träume, bei denen man schon lange glaubt wach zu sein und irgendwann aufwacht um festzustellen, dass es doch nur ein Traum war. Der Traum von der Liebe wurde zum Albtraum, weil ich versuchte mich an etwas festzuklammern, was nur ein flüchtiger Gedanke gewesen war, verlor den Halt beim Versuch die falschen Versprechungen an mein Herz nicht loszulassen. Ich kämpfte für die Liebe, nicht um Ihn…Ich bin aufgewacht, schmerzhaft auf dem Boden aufgeschlagen, fassungslos und mit einem in taussende Stücke zersplitterten Herzen.

Doch früher oder später wäre ich ohnehin aufgewacht, und wenn nicht, so ist es umso besser, dass ich unsanft aus dem Tiefschlaf geweckt worden bin. Es war gut, alles ist gut…für irgendetwas. Ich sehe die Dinge klarer, mich selbst wieder klarer und erkenne, dass ich Ihn nicht brauche, dass es mir ohne Ihn besser gegangen ist, es war ein einziger Kampf. Seine Lügen hallen in meinem Herzen nach, verklingen leise in den Seelenabgründen, wo sie tief im dunkel verschlossen werden. Doch es ist gut, denn alle Wunden heilen und der Schmerz macht lebendig, lehrt mich wieder das Licht zu sehen. Und ich habe Zeit…ein Leben für die Liebe, jeden Tag, jede Sekunde! Liebe wird nicht dadurch zerstört, dass einem das Herz zerbricht, Liebe setzt es wieder zusammen und flüstert einem ins Ohr, dass das Leben wunderbar ist und dass man dankbar für jeden Atemzug sein muss. Manchmal wankt der Glaube an die Liebe, doch nicht die Liebe selbst. Sie ist in meinem Herzen, ist die Kraft die mich vorwärts treibt, die mich begeistert innehalten lässt, wenn ich den Tanz von Schmetterlingen im Sonnenlicht beobachte, oder auf einem Berggipfel fern von allem stehe oder einem geliebten Menschen in die Augen sehe. Ich habe es nicht verstanden, ich habe Liebe mit Abhängigkeit und Selbstaufgabe verwechselt. Nun habe ich mich wiedergefunden, diesmal musste es wohl auf die harte Tour geschehen. Aber es ist gut, weil eigentlich alles nicht so schlimm ist!

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„Es ist nicht wichtig ob du verrückt bist, oder nicht“, brummte die Lady auf der Liege unter ihrem tief über die Stirn gezogenen Strohhut hervor. „Du selbst musst du sein, darauf kommt es an. Wenn du verrückt bist, musst du es akzeptieren, so ist das nunmal. Und wer will denn schon normal sein? Und die meisten „Normalen“, die dich verächtlich anschauen weil du nicht bist wie sie, sind doch insgeheim nur neidisch, weil sie sich nicht trauen ein bisschen verrückter zu sein. Glaub mir, Schätzchen, eine Prise Verrücktheit macht das Leben doch erst lebenswert und interessant. Eigentlich sind doch die Normalen die Verrückten, wenn man es genau nimmt!“ Mit einer beiläufigen Handbewegung, ohne sich aus ihrem Liegestuhl aufzurichten, winkte mich die Lady weiter und deutete mir die Richtung, in die ich gehen sollte. Ich wanderte weiter, durch die goldene Nebelwelt, die bizarre Strukturen aufsteigen ließ und kam schließlich zu einer kristallenen Höhle. Mein Geistführer, ein außerordentlich kleiner Lilliputaner, der mir nicht einmal bis zur Hüfte reichte, grinste mich breit an und streckte mir die Hand hin. Ich ließ mich von ihm durch den schimmernden Höhlengang führen, der von einem einem immer wärmeren, gleißenderen Licht erfüllt wurde. Dann betraten wir die lichtdurchflutete Säulenhalle. Fein gewundene Säulen aus strahlendem Licht wuchsen in den Himmel und verschwanden im Irgendwo. Sie bildeten einen Kreis und säumten ein Becken aus kristallklarem Wasser, das im goldenen Licht schimmerte und davon durchdrungen war. Der Geistführer führte mich zum Becken und bedeutete mir hineinzusehen. Ich ließ meinen Blick über das strahlende Wasser gleiten und wartete, dass etwas geschehen würde. Ich versuchte, etwas im Wasser zu erkennen, doch außer dem beständigen Glitzern und Schimmern konnte ich nichts wahrnehmen. Eine Zeit lang blickte ich so auf das Wasser, ohne dass sich etwas rührte, bis plötzlich ein Bild vor meinem inneren Auge auf der Wasseroberfläche auftauchte- Ich sah das Meer, die stürmische See, haushohe Wellen und wütende Gischt. In dem aufgewühlten Wasser trieb ein Boot. Wie ein Spielzeugboot wurde es von den Wellen hin und hergeschleudert, doch es sank nicht. Es überließ sich ganz den Fluten, ließ sich treiben… „Dein Geist ist wie die See“, piepste mein Geistführer von unten herauf, fischte das Boot aus dem Wasser und gab es mir in die Hand. Ich betrachtete es liebevoll und lächelte, während ich die Worte auf mich wirken ließ. Die Seele der See-mal ruhig und klar, mal zornig, aufgewühlt und gefährlich, voll unzähliger Geheimnisse, die für die meisten für immer unsichtbar blieben. Ein interessantes, starkes Bild und doch nicht das, was ich mir erwartet hatte…

Ich verabschiedete mich von meinem kleinen Geistführer und bedankte mich. Dann wandte ich mich um, es war wieder an der Zeit, diese Welt zu verlassen. Ich kam wieder bei der Lady vorbei, die immer noch unverändert auf ihrem Liegestuhl lag. Ich wollte sie nicht wecken und ging an ihr vorbei auf das Nebeltor zu. Als ich gerade durch den Bogen schreiten und mich wieder auf den Weg nach Unten machen wollte, bellte plötzlich die kehlige Stimme der Frau unter dem Strohhut hervor: „Nicht jeder ist eine Blumenwiese, Schätzchen!“ Dann lachte sie und winkte mir zum Abschied, bevor sich die goldene Nebelwelt in strahlende Lichtfäden auflöste und verschwand.

Ich lächelte, denn ich hatte wieder etwas Bedeutendes verstanden, auf meiner wundersamen Reise…

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Es ist schon verflixt, mit dem Jetzt. Da ist man eine Woche in einer Welt jenseits von Zeit und Raum, lernt unvorstellbare Welten kennen und erkennt plötzlich, dass eigentlich alles so einfach sein könnte und dass ohnehin alles Schwere  in einem selbst liegt und alles was man tun müsste, ist bewusst zu leben. Man fährt nach Hause, mit einem unbeschreiblich mächtigen Gefühl, als gäbe es niemanden, der einen aufhalten und in der Selbstverwirklichung bremsen könnte. Voll positiver Energie und neuer Kraft kommt man nach Hause und brennt nur so darauf, die neuen Visionen ins Leben zu bringen…Und dann kommt der schmerzliche Aufprall mit der Alltagswelt, der mich unsanft wieder hinunterreisst, in die Welt der Schwere, der Hindernisse und Zweifel. Wieso lasse ich mich wieder sofort in die Knie zwingen? Wieso machen ich mir selber alles so gemein schwer? Ich werde daran arbeiten, das ist klar, aber ich verstehe mich einfach nicht, ich verstehe nicht, wieso mich der Alltag sofort wieder erdrückt und es schafft, mich um dieses wunderbare, strahlende Gefühl zu bringen…

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Letztendlich hat die Sonne den Kampf gegen die schweren Wolken doch noch gewonnen und  ein tiefes Loch in die grauen Massen gerissen. Das zarte Licht der letzten Sonnenstrahlen fällt auf die vorderste Wolkenfront und steckt den Himmel in Brand. Feuer, das  Wasser entflammt. Der Himmel ist ein Gemälde, zartes Blaß-Blau, umarmt von Flieder, in flammendes Rot getaucht-Wer zweifelt bei diesem Anblick an schöpferischen Kräften, die den Himmel in ein Kunstwerk verwandeln? Die schweren Wolken, die wie eine tosende See über der Erde schweben, werden langsam zurückgedrängt. Nur die Berge hüllen sich noch in den düstergrauen Mantel, der sich sanft an ihre kalten Körper schmiegt. In der Ferne hört man das wütende Grollen des Donners, der einmal mehr einen Kampf verloren hat und nun fort zieht, um über andere Länder hereinzubrechen.

Die Luft ist klar, das Land reingewaschen und die Sonne zieht weiter und lässt das Land in Dunkelheit zurück um an anderen Orten Licht zu bringen. Und dann kommt der süße Schlaf  über das Land, schleicht sich von Ort zu Ort um Augen zu schließen und Herzen für die Welt der Träume zu öffnen. Die Abendstille legt sich übers müde Land und man hört nur mehr den tiefen, starken Atem der Welt, und den Puls der Erde, der in unser aller Brust schlägt und uns eins werden lässt, mit den atemberaubenden Wundern der Erde…

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Geschmeidig schleicht der Schatten ums Gehege,

das einmal seiner Seele Käfig war.

Ein letzer Blick, dann geht er seiner Wege,

Vergangenheit bleibt das, was einst geschah.

Sein wacher Blick, die ungetrübten Sinne

verschlingen gierig  jeden Augenblick.

Kein Duft, kein Laut kann unentdeckt entrinnen.

Behutsam setzt er jeden neuen Schritt.

Lässt sich vom Hauch der Freiheit traulich führen

Und ziellos treibend weiß er um den Sinn.

Er kann den Puls des Lebens wieder spüren

und jeder neue Schritt ein Neubeginn.

*

©by johannatindomerel

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Ich mag den Winter. Ich kann es selbst kaum glauben, wünschte ich mir doch letztes Jahr um die gleiche Zeit nichts sehnlicher, als mich in einem warmen Nest zurückzuziehen und die ganze grausame dunkle Zeit zu einfach verschlafen und erst im Frühling wieder aufzuwachen, soobald das ganze Eis getaut ist.

Aber die Welt hat sich weiter gedreht und vieles hat sich seit dem verändert. Jetzt strecke ich die Nase in den eisigen Wind, der sich wie tausend Nadeln in meine Wangen bohrt, ich fühle wie die beissende Kälte an mir zerrt,  meine Lungen füllt und versucht, mein Herz in der langen Dunkelheit erstarren zu lassen…doch in mir ist es warm. Das Herz lacht, als sich die schweren Wolken vor die Sonne schieben und Schnee verkünden, der Wind faucht vor Wut und versucht mit aller Macht, mich von den Füßen zu reissen, doch ich breite die Arme und fliege, lebe. Das Herz vermag  gefrorenes Wasser in ein Meer aus glitzernden, funkelnden Diamanten, zu verwandeln, die das Mondlicht widerspiegeln. Es macht die lange Dunkelheit zu einer Gelegenheit, sich vor dem wärmenden Ofen niederzulassen und den Blick in den gierigenFlammen zu verlieren, die unaufhaltsam an den schweren Holzscheiten lecken. Die Kälte hat keine Chance gegen ein glühendes Herz und der eisige Wind klärt den gedankenschweren Geist. Ich mag den Winter 🙂

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