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Posts Tagged ‘Glück’

Wie ein stiller Gedanke alter Zeiten standen die letzten Stücke der alten Mauer da, Jahrhunderte alte Geschichten schwebten über dem Ort. Die gigantischen Felsbrocken, von Bäumen umschlungen, verwandelten den Wald in eine bizarre Landschaft, ein unüberschaubares Steinlabyrinth. Die Luft schien den Atem an zu halten, an diesem Ort. Allein der Anblick des Waldes, mit der alten Festungsmauer war unbeschreiblich schön, doch als wir uns dann dem geheimen Eingang näherten, breitete sich erwartungsvolle Begeisterung in uns aus. Still und heimlich wartend lag der Eingang da, der Schlund aus moosbedeckten Felsen rief in die Tiefe. Die Dunkelheit flüsterte uns geheimnisvoll und beschwörend zu, rief uns in den Berg hinein, den Schoß der großen Mutter Erde. Wir befestigten ein Seil  und stiegen hinab in die unbekannte Dunkelheit, die schweigende Finsternis. Ich konnte es kaum erwarten das Geheimnis zu entdecken und kletterte mit klopfendem Herzen über die Felsen den schmalen Spalt hinab und fand mich plötzlich in einer fremden Welt wieder. Vor mir erstreckte sich ein große Höhlenhalle. Die ganze Höhlendecke glitzerte im Licht der Taschenlampe, als wären wir auf Gold und Silberadern gestoßen. Tausende winziger Tropfen spiegelten das Licht wieder, alles funkelte und glitzerte, es war unbeschreiblich. Furchtlos, aber gespannt wagten wir uns weiter in die Tiefe und folgten einem relativ großen Spalt. Doch relativ bald ging es nur ein schmales Loch weiter, durch das man sich nur auf dem Rücken liegend durchzwängen könnte. Gegen meine Erwartungen erfüllte mich die Enge und Dunkelheit der Höhle nicht im geringsten mit Furcht. Es war aufregend, sich durch die engen Löcher und Spalten zu zwängen und dich hinabzulassen, niemals wissend, was einen auf der anderen Seite erwartet. Die Wände waren mit einer mehrere Zentimeter dicken, schleimigen Schicht überzogen. Wir zwängten uns durch die Gänge, kletterten in der Finsternis umher, rutschten auf dem Bauch oder auf dem Rücken durch Hindernisse und waren dementsprechend selbst von oben bis unten von der weißen Schicht überzogen. Doch es war einfach unbeschreiblich, dort in dem Bauch des Berges umherzukriechen, wieder einen Durchgang zu finden, neue Räume zu entdecken, Wege auszuprobieren, versuchen, wieder durch enge Spalten zurück zu klettern…noch nie hatte ich etwas so abenteuliches gemacht und hätte auch niemals gedacht, dass ich mich so etwas jemals trauen würde und nicht einmal ein kleines bisschen Angst und Unbehagen dabei verspüren würde. Es war eine andere Welt, dort unten im Berg, ein Eingang zur Anderswelt. Eine Welt der Sagen und Mythen, der Kobolde, Elfen und Waldgeister, das Reich des Bergkönigs.

Es ist eine unglaubliche Erfahrung in den Schoß der Erde hinabzusteigen, in IHR zu sein. Und wenn dann wieder durch einen winzigen Eingang das Tageslicht fällt und sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und man die ganze Höhle in seltsam verklärtem Dämmerlicht schlummern sieht, dann beschleicht einen ein Gefühl von Ehrfurcht und Respekt vor den wunderbaren Geheimnissen dieser Welt und dem Zauber, der alles durchströmt. Und wenn man schließlich vollkommen dreckverschmiert und zerzaust wieder aus dem dunklen Loch heraus in das gleißende Tageslicht klettert und den geheimen Eingang still schweigend in seinem Bett aus Moos schlummern sieht, dann beschleicht ein unbeschreibliches Gefühl von Freude, Glück und Größe.

Und ich lächelte, den nun kannte ich das Geheimnis hinter dem Eingang. Es erschien mir wie ein seltsam lebhafter Traum und die Erinnerungen legten sich wie eine Decke aus Geheimnissen über mich. So unwirklich kam mir alles vor, dass ich mir – wären nicht meine Klamotten über und über mit Dreck bedeckt und meine Hände aufgerissen – gar nicht mehr sicher gewesen wäre, ob das alles wirklich geschehen war. Es gibt so viele magische Orte auf dieser Welt und es ist einfach unglaublich, wenn man solche Geheimnisse entdecken darf. Dieses Abenteuer zählt auf jeden Fall zu den verrücktesten, abenteuerlichsten und beeindruckendsten Dingen, die ich je getan habe und ich bin fast ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich in die dunklen Tiefen gewagt habe. Und ich bin so dankbar, dass ich eine der schönsten Gegenden der ganzen Welt leben darf. Für mich gibt es einfach keinen schöneren Ort, als diese Gegend hier, in der mein Herz zuhause ist.

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Da ich mir ja jetzt vorgenommen habe, fleißiger bei Fellmonsterchens 52 Bücher Projekt mitzumachen, mache ich heut gleich mal einen auf Oberstreber und schreibe gleich meinen zweiten Beitrag des heutigen Tages. Als ich das Thema „Russische (und was so drumherum liegt) Literatur“ las, überlas ich das Literatur zunächst und wollte schon was über Animal Buch von einem russischen Autor gelesen. Ich habe ein Reclam von Tolstoi im Regal stehen, der Bildung wegen (haha) (ich weiß nicht mal welches), habe es aber, außer beim Kauf und ins Regal stellen noch nie angerührt. Krieg und Frieden steht auch im Regal, ich hatte es auch schon kurz in der hand, bevor meine Arme auf Grund des Gewichts nachgaben und ich das Buch mit Hilfe eines Flaschenzugs wieder ins Regal stellte. Aber zu meiner Rettung fiel mir dann doch noch ein, dass ich schon 2 1/2 Seiten Dostojewski gelesen habe! Und zwar ist es ein kurzer Ausschnitt aus „Die Teufel“, den ich in einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Von der Gelassenheit“, welches mir immer als Klo-Lektüre diente, las. So ganz verstanden hab ich es nicht…

Also in dem Text unterhalten sich ein paar Männer, wie viele genau kann ich nicht sagen, über das Leben, da sich einer von ihnen, der das Leben sehr liebt und ein glücklicher Mensch ist, sich erschießen möchte. Dies erscheint den anderen doch ein wenig befremdlich…weiter geht es um die Zeit und Glück und schließlich erklärt ein Mann namens Kirillow (ich vermute es ist jener, der sich erschießen möchte) von seiner Erkenntis beim Anblick eines Blattes , dass immer alles gut ist, und dass die Menschen nicht unglücklich wären, wenn sie erkennen würden, dass sie glücklich sind und immer alles gut ist. Und es geht all jenen gut, welche wissen, dass alles gut ist. Und solange die Menschen nicht wissen, dass es ihnen gut geht, wird es ihnen schlecht gehen….so viel dazu.

Irgendwie schon ein interessanter Text(ausschnitt), wenn auch ein bisschen verwirrend und verstörend, denn laut Kirillow ist es auch gut, wenn jemand einem Kind den Kopf zerschmettert, da ja alles gut ist. Ich konnte dem Gesprächsverlauf nicht ganz folgen, was daran liegen könnte, dass ich nur 2 1/2 Seiten davon las, aber irgendwie gefällt mir die schlichte, etwas derbe Art. Vielleicht werde ich mir „Die Teufel“ ja einmal ganz zu Gemüte führen 🙂

 

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Seltsam irgendwie, wenn man einem Menschen gegenüber steht, den man einst geliebt hat, mit dem man Stunden, Tage, Monate voll wunderbarer und schmerzhafter Augenblicke verbracht hat. Und alles was einst an Magie zwischen den Herzen war ist nur noch eine schale, trügerische Erinnerung an eine Traumseifenblase, die geplatzt ist, als man sie einfangen wollte. So schrecklich seltsam, wenn einem der Mensch, dem man bis in die tiefsten Seelengründe blicken konnte plötzlich so fremd und unbekannt erscheint, als sei man sich nie näher gewesen. Die Seelenbänder sind gerissen, seine Augen leer, mein Herz schweigt, ich erkenne ihn nicht mehr. Es ist so unverständlich für Kopf und Herz, wenn der Boden aufreißt und sich von einem Moment auf den anderen eine nie dagewesen Schlucht auftut, die sich nie wieder schließen wird…

Ich drehe mich um, blicke nicht zurück. Wieder ein Lebensabschnitt beendet, wieder um viele Erfahrungen reifer, wieder ein Neubeginn, endlich wieder frei!! Die Erinnerung an das Zerbrochene schmerzt, aber der Blick nach vorn und der Blick in mich selbst lässt mein Herz vor Freude und Aufregung höher schlagen. Ich spüre einen Hauch von Schicksal, ein Gefühl dass mich immer überkommt wenn ich mir einrede dass alles gut ist und dass noch viel Großes und Kleines auf mich wartet und ich es kaum erwarten kann wieder voll Tatendrang weiterzumarschieren. Und dann hüpft auch wieder die ungestüme Freude herbei und Seite an Seite schlendern wir lächelnd durch die Straßen und ich versuche ein Prusten zu unterdrücken, weil sie mir so viel wahren Blödsinn ins Ohr kichert.

Als ich jünger war (oder sollte ich sagen NOCH jünger war) hab ich mir eingeredet, mein einziges wirkliches Lebensziel ist es, meine große Liebe zu finden und mit ihm zu leben und zu sterben. Und wenn ich ihn nicht finde? Dann verbringe ich mein ganzes Leben mit der Suche danach und sterbe mit dem Gewissen, dass ich nie wirklich gelebt habe und einem Traum nachgejagt habe, der vielleicht nicht für mich bestimmt war. Natürlich sehne ich mich wie Jede(r) nach einem Partner mit dem alles passt, aber man ist schließlich auch allein ganz, oder sollte es zumindest sein. Diese ewige Suche nach dem Richtigen macht einfach keinen Sinn, denn was kommt kommt und ist gut so und was nicht kommt soll vermutlich nicht so sein (außer man ist zu blöd um sein Glück zu erkennen, soll ja vorkommen). Ich fühle mich so gut wie seit einer Ewigkeit nicht mehr, habe endlich mal wieder eine leise Ahnung davon, wer ich bin. Wer ICH BIN, nicht wer ich glaube dass andere meinen dass ich bin. Das ist schön 🙂

Gute Nacht!

P.S.: Das war jetzt ein sehr verwirrter Blogeintrag und vielleicht nicht so schmalzig sülzig poetisch wie sonst, aber was raus muss muss raus!

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Wir konnten nicht aufhören zu kämpfen, gegen uns, gegen die Liebe, gegen unsere Ängste. Einen Schritt vor, einen zurück – der Mund lächelt, die Augen verstecken sich hinter dem Schleier aus verletzem Stolz, keine Liebe im Angstverschleiertem Blick. Die Zweifel verfolgten mich, jagten mich durch die dunklen Seelenbilder der Vergangenheit, ließen mich dem Jetzt entfliehen. Zweifel, Trauer, Wut und Angst, diese schreckliche Angst die die Kontrolle über uns gewonnen hatte. Man kann niemanden lieben, wenn man sich selbst nicht liebt – jeder weiß das, aber wir haben es nicht verstanden – wir sagten „ich liebe dich, wenn du mich liebst!“ Und dabei machten wir die Augen ganz zu, zogen unsere Grenzen um unsere Freiheit zu behalten…ironisch irgendwie. Wir liebten den Kampf, denn er rechtfertigte unseren Schmerz, rechtfertigte die Angst, die Flucht…ich konnte die Liebe nicht mehr spüren.

Und da sah ich das Licht im Regen, der Regenbogen, der den gesamten Horizont meiner Seele überspannte und ich lachte, als die Wolken aufrissen und die zuvor dunklen Schatten der Berge und Bäume golden erstrahlten. Und dann spürte ich die Liebe! Die Liebe zu mir, zur Welt, zu dir und ich konnte wieder lächeln, mit den Augen lächeln. Und plötzlich fiel die Schwere ab, wie ein schwerer Vorhang, der die Sonne davon abgehalten hatte, in mein Herz zu dringen und ich lachte! Lachte und weinte und tanzte und war erfüllt von tiefster Dankbarkeit an das Leben, an die Wunder, die einem oft geschenkt werden. Und alles ist gut, ich erkenne den Sinn in allem Handeln, ich erkenne mich selbst und ich kann dich wieder sehen. Nicht als Teil von mir, sondern als den Menschen den ich liebe. Es ist nicht wichtig wie lange wir das Glück teilen können, welchen Weg wir wählen werden, was zählt ist das Jetzt zu lieben und dankbar anzunehmen, so schwer es manchmal fällt. Aber sobald man es schafft ist alles ganz leicht. Ich sah in dir meine große Liebe, die einzig wahre, die ewig hält, doch wieso warten wir immer auf das Große? Vielleicht steckt das Glück im Kleinen und wir sehen es nur nicht, weil wir immer auf das Große warten. Ein Adler fragte mich, warum ich ihn mehr respektiere als einen Spatzen und ich lächelte, weil ich endlich wieder die Größe im Kleinen erkennen konnte. Ich kann wieder mit dem Herzen sehen!!! 🙂

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Ich wache auf und spüre deinen gleichmäßigen Atem an meinem Hals. Für einen Augenblick glaube ich, ich bin noch in einem Traum gefangen und dein Bild zerplatz jeden Moment in tausende Traumseifenblasen. Ich habe versucht die Hoffnung aufzugeben, nicht auch nur den kleinsten Hauch eines hoffnungsvollen Gedankens zu verspüren. Doch die Wege die uns das Leben führt, sind oft unergründlich und unvorhersehbar…

Du öffnest die Augen und blickst mich an, als wärst du gerade aus einem Jahrhundertelangen schlaf aufgewacht, ein dankbarer, hoffnungsvoller, aber leicht verhaltener Blick. Und wieder hält die Welt gebannt den Atem an, während sich unsere Seelenbänder schüchtern umeinander schlingen und die Herzen wieder zum Leuchten bringen. So war es doch nur ein Alptraum, aus dem ich letzten Endes doch noch rechtzeitig aufgewacht bin,  bevor ich mich ganz darin verirren konnte. Wir haben noch diese zweite Chance, ein Neubeginn für die Liebe, für uns, für das Leben. Ich sehe dich und erkenne mich in deinen Augen wieder. Mach nicht wieder die Augen zu!

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Und auf einmal ist der Regenbogen wieder da, das Leuchten in unseren Augen, die Liebe und der Glaube daran, dass alles gut ist und wir es irgendwann doch noch schaffen werden, über unsere Schatten zu springen. Mich haben die letzten Tage/Wochen viel gelehrt, viel ist mir klar geworden, vieles hab ich verstanden. Ich hab mich wieder auf die Reise gemacht. Ich habe noch viel zu lernen, muss lernen die Dinge  leichter zu nehmen, nicht so persönlich zu nehmen, doch ich bin wieder auf einem guten Weg in Richtung „Licht“. Nur allzu gern klammern wir uns an der Dunkelheit fest, die uns umhüllt hat, an den Themen und Traumata, die wir als unser Ich bezeichnen und ihnen widerstandslos die Macht über unser Leben geben. Wir geben der Vergangenheit die Schuld an unseren Problemen im Jetzt, eine einfach Lösung mit der man sich für alles rechtfertigen kann. Loslassen ist viel schwerer, wieso ist Leichtigkeit so schwer? Alles gar nicht so einfach, wenn man ein Gehirn hat, dass einem immer einzureden versucht, was man in seinem Leben tun darf und was nicht, besonders was man tun kann und was nicht. Nur allzu gut wenn man es ab und zu zum schweigen bringen kann und wieder auf den Bauch vertraut…alles wieder gut 🙂

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Die Traurigkeit kommt oft aus dem Nichts. Wärmende Sonnenstrahlen lachen mir entgegen, liebkosen die Haut und lassen die Welt Frühlingshaft leuchten. Ein sanfter Wind lässt die trockenen Blätter an der Hecke rascheln und flüstern, vom Frühling träumen. Und dann plötzlich, aus dem Nichts legt sich Dunkelheit wie eine schwere, alles erstickende Decke auf mein Herz. Das strahlende Licht der Sonne verwandelt sich in einen hämischen Traum, fürs Auge sichtbar, aber fern und unerreichbar.  Die Arme gelähmt, die Beine gebunden sitze ich da, kämpfe gegen die Tränen, während der Kopf versucht zu verstehen, was da gerade vor sich geht. Der Kopf ist wie blei, alles dreht sich im Kreis, will ausbrechen, aber der eiserne Käfig lässt nichts entkommen. Und das Herz schreit und pocht und will doch nur gehört werden, beachtet, gepflegt werden… Und dann, ganz plötzlich, verstehe ich es, höre sein Schreien, fühle den Schmerz, die Seelenqualen und lasse alles einfach zu, fühle, leide, lebe…und dann lächle ich, weil es gut so ist, weil es Leben ist und weil ich mich lange Zeit über den Schmerz hinweggetäuscht habe. Ich hab sie noch nicht alle gehört, die Herzensrufe, nicht alle Wunden versorgt und gepflegt und der Schmerz ist gut, weil er mir zeigt, wohin ich schauen muss, weil er mir zeigt, was noch nicht ganz verheilt ist und worum ich mich noch kümmern muss. Und ich lasse die Traurigkeit zu, weil sie echt ist und auch ein Recht hat da zu sein und weil ich weiß, dass sie nie lange bei mir bleibt. Denn irgendwann habe ich dann wieder genug von dem Trauertauchen und Seelensurfen. Denn das Leben ist viel zu schön und alles was man tun muss ist das Herz öffnen und die Augen weit aufmachen für die Wunder unserer Welt! Und was gibt es für ein größeres Wunder als das Leben und die Liebe?! Hello sunshine, ich bin wieder da 🙂 (sun)

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…es ist immer noch alles gut! Einfach sein…

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Und plötzlich hörte ich ihr leises Flüstern. Fast schüchtern beugte sie sich an mein Ohr, und ihr Worte legten sich wie Balsam auf mein mein aufgewühltes Herz. Es sei endlich an der Zeit, meinte sie, ich solle meine alten Vorstellungen und Ängste einfach zurück lassen und mich fallen lassen, vertrauen, mich auf das große Abenteuer einlassen, dass darauf wartet in mein Leben zu dürfen. Sie meinte, ich hätte lange genug gewartet und still vor mich hingelitten, trügerisch schillernden Traumseifenblasen nachgeschaut, die irgendwann letztendlich doch immer platzen. Es sei an der Zeit aufzuwachen und festzustellen, dass das echte Leben, die wahre Liebe tausenmal schöner ist, als der schönste Traum, den sich der Kopf ausmalen kann. Ich solle mutig sein, mich aufrichten, meinem Licht die Möglichkeit geben die dunkelste Nacht der Seele zu erhellen, mein Herz öffnen und zulassen, dass sich die Seelen zu einem unlösbaren Knoten verschlingen, den keine Gewalt der Welt mehr lösen kann. Sie sagte mir, dass ich ihr vertrauen solle, dass ich diesmal nicht enttäuscht werden würde, dass endlich, zum allerersten Mal einfach alles gut werden würde, dass ich keine Angst haben müsse. Es sei jetzt endlich an der Zeit mich zu verlieben, nicht nur halb, es sei an der Zeit mein ganzes Herz zu verschenken, denn ich würde alles mit Zinsen zurückbekommen. Die vielen Wunden, Narben und Löcher würden endlich geschlossen werden. Sanft küsste sie meine Stirn und sagte mir, dass ich das, wonach ich die ganze Zeit gesucht hatte bereits in meinen Armen halte.

Und ich öffne die Augen und lächle, denn ich blicke in die die Augen, die nicht unterschiedlicher sein könnten als meine und doch ein Spiegel meiner Seele sind und ich lächle, weil ich weiß, dass diesmal alles gut wird, dass dies kein Traum ist, aus dem ich irgendwann mit Tränen in den Augen wieder aufwachen werde. Das hier ist echt, greifbar, fühlbar, ich spüre, dass ich etwas großes unendlich wertvolles in den Händen halte 🙂

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Heute kam mich meine alte Freundin, die Sehnsucht, besuchen. Ganz sachte klopfte sie an meine Zimmertür und ich bat sie herein. Ich genoss die sanfte Umarmung, den süßen Schmerz,  fühlte, wie mein Herz beim Klang ihrer samtigen Stimme immer wärmer wurde. Sie entschuldigte sich, dass sie so lange Zeit nicht mehr hier gewesen war, aber im Winter, so erklärte sie mir, war sie immer ausgebucht. Sie musste sich in die Herzen so Vieler schleichen, dass sie gar nicht mehr wusste, wo sie anfangen, beziehungsweise weiter machen sollte. Ich versicherte ihr, dass ich vollstes Verständnis hätte und dass ich in letzer Zeit ohnehin viel zu beschäftigt gewesen sei. Ich erzählte ihr von allem, was mir in letzter Zeit widerfahren war. Sie fragte mich, ob ich einsam sei? Ich antwortete ihr, dass ich zurecht käme. Manchmal fühle ich mich schon ein wenig allein, aber das sei in Ordnung so, ich sei ja gerne allein. Sie blickte mich mit ihren sanften Augen an, die selbst das kälteste Herz zum schmelzen brachten. Ich sagte ihr, dass ich sie irgendwie vermisst hätte. Da lächelte sie ihr Lächeln, das selbst dem fröhlichsten Menschen die Tränen in die Augen trieb und ich fühlte, wie verletzlich ich doch war, wie dünn und empfindlich doch meine Haut ohne die Rüstung war, die ich entschlossen hatte, abzulegen. Ihre Berührung war wie warmer Sommerregen, der sich wie eine reinigende Decke auf meine Haut legte. Sie flüsterte mir leise ins Ohr, dass ich mich öffnen solle, dass das Glück zu dem kommt, der nicht danach sucht, dass ich mich in Geduld üben solle. Ich nickte wie ein artiges Kind, das Gesicht in ihrem seidigen Haar verborgen, das strahlte wie eine kühle Vollmondnacht. Sie nahm mich in ihre Arme, strich mir die Tränen von der Wange, küsste mich auf die Stirn und sagte mir, dass sie mich nun verlassen musste. Sie musste weiter, zu jenen, die das Ende der kalten Zeit herbeisehnten und sich in der Dunkelheit des Winters verloren. Aber sie würde wieder kommen, wenn es an der Zeit sei.

Ich blickte ihr nach, wie sie lautlos die Tür hinter sich schloss und mich allein in meinem Zimmer zurück ließ. Und ich lächelte, weil sie mich berührt hatte und ich das süße Gefühl der Sehnsucht wieder in meinem Herzen spüren konnte. Allein stand ich vor meinem Fenster, den Blick auf die Wolkenverhangenen Berge gerichtet. Die schweren Regenvorhänge wanderten über das Land, verwandelten die weiße Winterpracht in eine trübe grau-braune Masse. Ich nahm einen tiefen Atemzug und ließ die Gefühle einfach zu, fühlte mich eins mit der Unendlichkeit des Himmels und der Erde, spürte die kleine Flamme in mir, die an meinem Herz zehrte und ich lächelte, weil Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Schmerz, Freude und Verzweiflung eigentlich ein und dasselbe sind…

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Ein komisches Gefühl, wenn einem bewusst wird, wie schnell alles gehen kann, dass von einem Momant auf den anderen alles vorbei sein kann. Eine stundenlange Sekunde, in der du zwischen Leben und Tod schwebst, an deinem Auge vorbei rasen die Bäume, die Leitplanke, die Felsen, hilflos sitzt du in deinem Käfig, denkst an den Bach der unter dir das Tal hinabstürzt…alles dreht sich, wie in einem Karusell, du bist angeschnallt, an deinem Sitz festgekettet, du kannst nicht mehr aussteigen, es ist zu spät! Doch du bist ganz ruhig, du siehst das Gemisch aus Farben, bemerkst die Bäume, die auf dich zu springen und wieder zurückweichen, du weißt, dass der Aufprall schmerzhaft wäre, doch Angst hast du keine…es ist, als würdest du alles aus sicherer Entfernung beobachten, wie in einem Film, du sitzt gar nicht in dem Wagen. Was hilft dir Angst? Du ist hilflos, kannst nichts tun, musst dich damit abfinden…du bist ganz ruhig, als das Auto stehen bleibt, auf der falschen Spur, du weißt, dass du gerade riesengroßen Glück hattest. Neben dir der Berg, auf der anderen Seite der Bach…kein Kratzer…und dann fahrt ihr weiter, fast als wäre nichts geschehen…aber der Schreck steckt in den Knochen, er braucht nur ein bisschen, bis er an die Oberfläche kommt…

Manchmal kann es ganz schön schnell gehen, ein riesengroßes Danke an meine Schutzengel!!

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weil mich jemand an den Ozean des Lebens erinnerte:


Das Segel (von Michail Lermontow)


Wo Meer und Himmel sich vereinen
Erglänzt ein Segel, weiß und weit-
Was trieb es aus dem Land der Seinen?
Was sucht es in der Einsamkeit?

Es pfeifft der Wind. Die Wellen drohen.
Es knarrt der Mast. Das Segel schwebt-
Nicht vor dem Glück ist es geflohen.
Es ist nicht Glück, wonach es strebt.

Strahlt auch in Gold der Himmelsbogen,
Und glänzt auch noch so blau das Meer-
Das Segel lechzt nach Sturm und Wogen,
Als ob in Stürmen Ruhe wär.

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Es geht mir nicht schlecht, es hätte schlimmer sein können…Glück im Unglück, aber so ein Sturz ist immer schmerzhaft und die Erinnerung bleibt und die Angst vor dem nächsten Fall steigt. Umso länger nichts passiert ist um so mehr wächst die Angst an, die Angst vor dem Fall. Es geht mir nicht schlecht, ich hatte Glück im Unglück, der Schmerz erinnert mich daran, dass auch ich fallen kann und dass immer ein Risiko dabei ist…

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Nur ein Lächeln

Es war ein kühler grauer Morgen,
Die Kälte bohrt sich eisig in mein Herz
Dort schlummerte, von weichem Fels verborgen
Der stille, fast vergessene Schmerz.

Der Wind pfiff kalt und grausam durch die Gassen
Den Mantel schlug ich fester um die Brust
Mir schien, der Wind wollt mich am Ärmel fassen,
Als füllte ihn mein Zittern gar mit Lust.

Ich suchte Zuflucht vor den kalten Wogen
Und fand sie in dem gut geheizten Bus
Da kam mir still ein Lächeln zugeflogen,
Legt sich auf meine Wangen wie ein sanfter Kuss

Ein kleines Lächeln nur, von Kindermund gespendet
Hat mir das Herz erfüllt und süßen Trost gespendet
Erfüllte mich mit Wärme, gab mir Mut und gerne
Gab ich das Lächeln ihm zurück!

©johannatindomerel

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Das glückliche Michelin-Männchen gehört zu einem besonders freundlichen und lebensfrohen Vertreter der Gattung Mensch. Es ist weitverbreitet und kommt so gut wie überall vor, bevorzugt werden jedoch warme Küstengebiete.

Das Michelin-Männchen genießt das Leben in vollen Zügen, es liebt Wein und gute Küche, was auch an seinem Äußeren deutlich zum Vorschein kommt, denn das glückliche Michelin-Männchen entwickelt, besonders im steigenden Alter, gigantische Körperausmaße und kann einen Durchmesser von über einem Meter erreichen.

das glückliche Michelin-Männchen ist ein Rudeltier und sucht die Gesellschaft anderer Michelin-Männchen. Zusammen können sie ihre Vorlieben ausleben, sie sind glücklich und zufrieden, sie essen, trinken und lieben FKK!

Gehen die Michelin-Männchen an den Strand, um ihr tägliches Sonnenbad einzunehmen, so belegen sie weiträumige Liegeflächen und verdrängen andere Lebewesen. Dort sonnen sie sich freizügig unter Ihresgleichen. Michelin-Männchen schämen sich ihres Körpers nicht und zeigen gerne was sie haben, denn sie haben viel!

Etwas schwierig wird es jedoch bei der Geschlechtbestimmung, da die primären Geschlechtmerkmale auf Grund der Körpermassen nur mehr schwer zu erkennen sind und besonders im Alter werden sich Weibchen und Männchen an Form immer ähnlicher. Einziges verlässliches Merkmal ist die Höhe und Intensität des Lachens, da die Männlichen Vertreter ein tiefes „Ho-Ho-Ho“ ausstoßen, während die weiblichen Laute verblüffende Ähnlichkeit mit Truthähnen haben.

Die glücklichen Michelin-Männchen lachen zu jedem Anlass, was auch ihr seltsames Baderitual erklärt: Das gesamte Michelin-Männchen-Rudel bewegt sich im Gänsemarsch in Richtung Wasser und einer nach dem anderen begibt sich in die kalten Fluten. dann erhebt das Leitmännchen seine Stimme und sagt etwas, woraufhin der Rest des Rudels in schallendes Gelächter ausbricht. Dann wird das Wort an den Nächsten weitergegeben, der widerum einen Witz oder dergleichen zum Besten gibt und versucht, seine Artgenossen so zum Lachen zu bringen.

Auf Außenstehende wirkt das Michelin-Männchen oft befremdlich, wenn nicht gar bedrohlich und stößt häufig auf Unverständnis. Beschäftigt man sich jedoch ein bisschen intensiver mit der Philosophie und Mentalität dieser faszinierenden Wesen, so kann man nicht umher, sie zu bewundern. Und ihre Lebensfreude und Begeisterung schafft es häufig auch die der Außenstehenden zu erwecken und ihre Hemmungen zu lösen, denn wer wäre manchmal nicht gerne so ein glückliches Michelin-Männchen?

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Und es gibt Tage, die einfach von Anfang bis Ende wunderschön sind. An denen ich keinen einzigen trüben  Gedanken hege und über die Maßen glücklich bin! So gut wie heute gings mir schon lange nicht mehr, seit ca nem Monat war ich nicht mehr so fröhlich und gut gelaunt.

Es erstaunt mich immer wieder, wie Kleinigkeiten mir den ganzen Tag retten können…ein paar nette Worte, ein Lächeln, eine lang ersehnte Nachricht…egal was. Ebenso schnell, wie mich etwas aus der Bahn werfen und in unerträgliche Melancholie versetzen kann, kann mich auch der kleinste Lichtblick wieder herausholen und so vollkommen mit Glück erfüllen, dass dieses Hochgefühl den ganzen Tag andauert und dann vermag mir auch nichts die Laune zu trüben, dann stören mich keine Komplikationen und ich habe das Gefühl, dass doch eigentlich alles gar nicht so schrecklich kompliziert und schwierig ist, dass es doch eigentlich ganz easy ist und ich bloß den Mut finden muss, die Dinge anzugehen und das zu tun, was ich eigentlich will!

Genau so ein Tag war heute 🙂

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