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Posts Tagged ‘Glück’

Wie ein stiller Gedanke alter Zeiten standen die letzten Stücke der alten Mauer da, Jahrhunderte alte Geschichten schwebten über dem Ort. Die gigantischen Felsbrocken, von Bäumen umschlungen, verwandelten den Wald in eine bizarre Landschaft, ein unüberschaubares Steinlabyrinth. Die Luft schien den Atem an zu halten, an diesem Ort. Allein der Anblick des Waldes, mit der alten Festungsmauer war unbeschreiblich schön, doch als wir uns dann dem geheimen Eingang näherten, breitete sich erwartungsvolle Begeisterung in uns aus. Still und heimlich wartend lag der Eingang da, der Schlund aus moosbedeckten Felsen rief in die Tiefe. Die Dunkelheit flüsterte uns geheimnisvoll und beschwörend zu, rief uns in den Berg hinein, den Schoß der großen Mutter Erde. Wir befestigten ein Seil  und stiegen hinab in die unbekannte Dunkelheit, die schweigende Finsternis. Ich konnte es kaum erwarten das Geheimnis zu entdecken und kletterte mit klopfendem Herzen über die Felsen den schmalen Spalt hinab und fand mich plötzlich in einer fremden Welt wieder. Vor mir erstreckte sich ein große Höhlenhalle. Die ganze Höhlendecke glitzerte im Licht der Taschenlampe, als wären wir auf Gold und Silberadern gestoßen. Tausende winziger Tropfen spiegelten das Licht wieder, alles funkelte und glitzerte, es war unbeschreiblich. Furchtlos, aber gespannt wagten wir uns weiter in die Tiefe und folgten einem relativ großen Spalt. Doch relativ bald ging es nur ein schmales Loch weiter, durch das man sich nur auf dem Rücken liegend durchzwängen könnte. Gegen meine Erwartungen erfüllte mich die Enge und Dunkelheit der Höhle nicht im geringsten mit Furcht. Es war aufregend, sich durch die engen Löcher und Spalten zu zwängen und dich hinabzulassen, niemals wissend, was einen auf der anderen Seite erwartet. Die Wände waren mit einer mehrere Zentimeter dicken, schleimigen Schicht überzogen. Wir zwängten uns durch die Gänge, kletterten in der Finsternis umher, rutschten auf dem Bauch oder auf dem Rücken durch Hindernisse und waren dementsprechend selbst von oben bis unten von der weißen Schicht überzogen. Doch es war einfach unbeschreiblich, dort in dem Bauch des Berges umherzukriechen, wieder einen Durchgang zu finden, neue Räume zu entdecken, Wege auszuprobieren, versuchen, wieder durch enge Spalten zurück zu klettern…noch nie hatte ich etwas so abenteuliches gemacht und hätte auch niemals gedacht, dass ich mich so etwas jemals trauen würde und nicht einmal ein kleines bisschen Angst und Unbehagen dabei verspüren würde. Es war eine andere Welt, dort unten im Berg, ein Eingang zur Anderswelt. Eine Welt der Sagen und Mythen, der Kobolde, Elfen und Waldgeister, das Reich des Bergkönigs.

Es ist eine unglaubliche Erfahrung in den Schoß der Erde hinabzusteigen, in IHR zu sein. Und wenn dann wieder durch einen winzigen Eingang das Tageslicht fällt und sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und man die ganze Höhle in seltsam verklärtem Dämmerlicht schlummern sieht, dann beschleicht einen ein Gefühl von Ehrfurcht und Respekt vor den wunderbaren Geheimnissen dieser Welt und dem Zauber, der alles durchströmt. Und wenn man schließlich vollkommen dreckverschmiert und zerzaust wieder aus dem dunklen Loch heraus in das gleißende Tageslicht klettert und den geheimen Eingang still schweigend in seinem Bett aus Moos schlummern sieht, dann beschleicht ein unbeschreibliches Gefühl von Freude, Glück und Größe.

Und ich lächelte, den nun kannte ich das Geheimnis hinter dem Eingang. Es erschien mir wie ein seltsam lebhafter Traum und die Erinnerungen legten sich wie eine Decke aus Geheimnissen über mich. So unwirklich kam mir alles vor, dass ich mir – wären nicht meine Klamotten über und über mit Dreck bedeckt und meine Hände aufgerissen – gar nicht mehr sicher gewesen wäre, ob das alles wirklich geschehen war. Es gibt so viele magische Orte auf dieser Welt und es ist einfach unglaublich, wenn man solche Geheimnisse entdecken darf. Dieses Abenteuer zählt auf jeden Fall zu den verrücktesten, abenteuerlichsten und beeindruckendsten Dingen, die ich je getan habe und ich bin fast ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich in die dunklen Tiefen gewagt habe. Und ich bin so dankbar, dass ich eine der schönsten Gegenden der ganzen Welt leben darf. Für mich gibt es einfach keinen schöneren Ort, als diese Gegend hier, in der mein Herz zuhause ist.

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Da ich mir ja jetzt vorgenommen habe, fleißiger bei Fellmonsterchens 52 Bücher Projekt mitzumachen, mache ich heut gleich mal einen auf Oberstreber und schreibe gleich meinen zweiten Beitrag des heutigen Tages. Als ich das Thema „Russische (und was so drumherum liegt) Literatur“ las, überlas ich das Literatur zunächst und wollte schon was über Animal Buch von einem russischen Autor gelesen. Ich habe ein Reclam von Tolstoi im Regal stehen, der Bildung wegen (haha) (ich weiß nicht mal welches), habe es aber, außer beim Kauf und ins Regal stellen noch nie angerührt. Krieg und Frieden steht auch im Regal, ich hatte es auch schon kurz in der hand, bevor meine Arme auf Grund des Gewichts nachgaben und ich das Buch mit Hilfe eines Flaschenzugs wieder ins Regal stellte. Aber zu meiner Rettung fiel mir dann doch noch ein, dass ich schon 2 1/2 Seiten Dostojewski gelesen habe! Und zwar ist es ein kurzer Ausschnitt aus „Die Teufel“, den ich in einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Von der Gelassenheit“, welches mir immer als Klo-Lektüre diente, las. So ganz verstanden hab ich es nicht…

Also in dem Text unterhalten sich ein paar Männer, wie viele genau kann ich nicht sagen, über das Leben, da sich einer von ihnen, der das Leben sehr liebt und ein glücklicher Mensch ist, sich erschießen möchte. Dies erscheint den anderen doch ein wenig befremdlich…weiter geht es um die Zeit und Glück und schließlich erklärt ein Mann namens Kirillow (ich vermute es ist jener, der sich erschießen möchte) von seiner Erkenntis beim Anblick eines Blattes , dass immer alles gut ist, und dass die Menschen nicht unglücklich wären, wenn sie erkennen würden, dass sie glücklich sind und immer alles gut ist. Und es geht all jenen gut, welche wissen, dass alles gut ist. Und solange die Menschen nicht wissen, dass es ihnen gut geht, wird es ihnen schlecht gehen….so viel dazu.

Irgendwie schon ein interessanter Text(ausschnitt), wenn auch ein bisschen verwirrend und verstörend, denn laut Kirillow ist es auch gut, wenn jemand einem Kind den Kopf zerschmettert, da ja alles gut ist. Ich konnte dem Gesprächsverlauf nicht ganz folgen, was daran liegen könnte, dass ich nur 2 1/2 Seiten davon las, aber irgendwie gefällt mir die schlichte, etwas derbe Art. Vielleicht werde ich mir „Die Teufel“ ja einmal ganz zu Gemüte führen 🙂

 

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Seltsam irgendwie, wenn man einem Menschen gegenüber steht, den man einst geliebt hat, mit dem man Stunden, Tage, Monate voll wunderbarer und schmerzhafter Augenblicke verbracht hat. Und alles was einst an Magie zwischen den Herzen war ist nur noch eine schale, trügerische Erinnerung an eine Traumseifenblase, die geplatzt ist, als man sie einfangen wollte. So schrecklich seltsam, wenn einem der Mensch, dem man bis in die tiefsten Seelengründe blicken konnte plötzlich so fremd und unbekannt erscheint, als sei man sich nie näher gewesen. Die Seelenbänder sind gerissen, seine Augen leer, mein Herz schweigt, ich erkenne ihn nicht mehr. Es ist so unverständlich für Kopf und Herz, wenn der Boden aufreißt und sich von einem Moment auf den anderen eine nie dagewesen Schlucht auftut, die sich nie wieder schließen wird…

Ich drehe mich um, blicke nicht zurück. Wieder ein Lebensabschnitt beendet, wieder um viele Erfahrungen reifer, wieder ein Neubeginn, endlich wieder frei!! Die Erinnerung an das Zerbrochene schmerzt, aber der Blick nach vorn und der Blick in mich selbst lässt mein Herz vor Freude und Aufregung höher schlagen. Ich spüre einen Hauch von Schicksal, ein Gefühl dass mich immer überkommt wenn ich mir einrede dass alles gut ist und dass noch viel Großes und Kleines auf mich wartet und ich es kaum erwarten kann wieder voll Tatendrang weiterzumarschieren. Und dann hüpft auch wieder die ungestüme Freude herbei und Seite an Seite schlendern wir lächelnd durch die Straßen und ich versuche ein Prusten zu unterdrücken, weil sie mir so viel wahren Blödsinn ins Ohr kichert.

Als ich jünger war (oder sollte ich sagen NOCH jünger war) hab ich mir eingeredet, mein einziges wirkliches Lebensziel ist es, meine große Liebe zu finden und mit ihm zu leben und zu sterben. Und wenn ich ihn nicht finde? Dann verbringe ich mein ganzes Leben mit der Suche danach und sterbe mit dem Gewissen, dass ich nie wirklich gelebt habe und einem Traum nachgejagt habe, der vielleicht nicht für mich bestimmt war. Natürlich sehne ich mich wie Jede(r) nach einem Partner mit dem alles passt, aber man ist schließlich auch allein ganz, oder sollte es zumindest sein. Diese ewige Suche nach dem Richtigen macht einfach keinen Sinn, denn was kommt kommt und ist gut so und was nicht kommt soll vermutlich nicht so sein (außer man ist zu blöd um sein Glück zu erkennen, soll ja vorkommen). Ich fühle mich so gut wie seit einer Ewigkeit nicht mehr, habe endlich mal wieder eine leise Ahnung davon, wer ich bin. Wer ICH BIN, nicht wer ich glaube dass andere meinen dass ich bin. Das ist schön 🙂

Gute Nacht!

P.S.: Das war jetzt ein sehr verwirrter Blogeintrag und vielleicht nicht so schmalzig sülzig poetisch wie sonst, aber was raus muss muss raus!

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Wir konnten nicht aufhören zu kämpfen, gegen uns, gegen die Liebe, gegen unsere Ängste. Einen Schritt vor, einen zurück – der Mund lächelt, die Augen verstecken sich hinter dem Schleier aus verletzem Stolz, keine Liebe im Angstverschleiertem Blick. Die Zweifel verfolgten mich, jagten mich durch die dunklen Seelenbilder der Vergangenheit, ließen mich dem Jetzt entfliehen. Zweifel, Trauer, Wut und Angst, diese schreckliche Angst die die Kontrolle über uns gewonnen hatte. Man kann niemanden lieben, wenn man sich selbst nicht liebt – jeder weiß das, aber wir haben es nicht verstanden – wir sagten „ich liebe dich, wenn du mich liebst!“ Und dabei machten wir die Augen ganz zu, zogen unsere Grenzen um unsere Freiheit zu behalten…ironisch irgendwie. Wir liebten den Kampf, denn er rechtfertigte unseren Schmerz, rechtfertigte die Angst, die Flucht…ich konnte die Liebe nicht mehr spüren.

Und da sah ich das Licht im Regen, der Regenbogen, der den gesamten Horizont meiner Seele überspannte und ich lachte, als die Wolken aufrissen und die zuvor dunklen Schatten der Berge und Bäume golden erstrahlten. Und dann spürte ich die Liebe! Die Liebe zu mir, zur Welt, zu dir und ich konnte wieder lächeln, mit den Augen lächeln. Und plötzlich fiel die Schwere ab, wie ein schwerer Vorhang, der die Sonne davon abgehalten hatte, in mein Herz zu dringen und ich lachte! Lachte und weinte und tanzte und war erfüllt von tiefster Dankbarkeit an das Leben, an die Wunder, die einem oft geschenkt werden. Und alles ist gut, ich erkenne den Sinn in allem Handeln, ich erkenne mich selbst und ich kann dich wieder sehen. Nicht als Teil von mir, sondern als den Menschen den ich liebe. Es ist nicht wichtig wie lange wir das Glück teilen können, welchen Weg wir wählen werden, was zählt ist das Jetzt zu lieben und dankbar anzunehmen, so schwer es manchmal fällt. Aber sobald man es schafft ist alles ganz leicht. Ich sah in dir meine große Liebe, die einzig wahre, die ewig hält, doch wieso warten wir immer auf das Große? Vielleicht steckt das Glück im Kleinen und wir sehen es nur nicht, weil wir immer auf das Große warten. Ein Adler fragte mich, warum ich ihn mehr respektiere als einen Spatzen und ich lächelte, weil ich endlich wieder die Größe im Kleinen erkennen konnte. Ich kann wieder mit dem Herzen sehen!!! 🙂

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Ich wache auf und spüre deinen gleichmäßigen Atem an meinem Hals. Für einen Augenblick glaube ich, ich bin noch in einem Traum gefangen und dein Bild zerplatz jeden Moment in tausende Traumseifenblasen. Ich habe versucht die Hoffnung aufzugeben, nicht auch nur den kleinsten Hauch eines hoffnungsvollen Gedankens zu verspüren. Doch die Wege die uns das Leben führt, sind oft unergründlich und unvorhersehbar…

Du öffnest die Augen und blickst mich an, als wärst du gerade aus einem Jahrhundertelangen schlaf aufgewacht, ein dankbarer, hoffnungsvoller, aber leicht verhaltener Blick. Und wieder hält die Welt gebannt den Atem an, während sich unsere Seelenbänder schüchtern umeinander schlingen und die Herzen wieder zum Leuchten bringen. So war es doch nur ein Alptraum, aus dem ich letzten Endes doch noch rechtzeitig aufgewacht bin,  bevor ich mich ganz darin verirren konnte. Wir haben noch diese zweite Chance, ein Neubeginn für die Liebe, für uns, für das Leben. Ich sehe dich und erkenne mich in deinen Augen wieder. Mach nicht wieder die Augen zu!

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Und auf einmal ist der Regenbogen wieder da, das Leuchten in unseren Augen, die Liebe und der Glaube daran, dass alles gut ist und wir es irgendwann doch noch schaffen werden, über unsere Schatten zu springen. Mich haben die letzten Tage/Wochen viel gelehrt, viel ist mir klar geworden, vieles hab ich verstanden. Ich hab mich wieder auf die Reise gemacht. Ich habe noch viel zu lernen, muss lernen die Dinge  leichter zu nehmen, nicht so persönlich zu nehmen, doch ich bin wieder auf einem guten Weg in Richtung „Licht“. Nur allzu gern klammern wir uns an der Dunkelheit fest, die uns umhüllt hat, an den Themen und Traumata, die wir als unser Ich bezeichnen und ihnen widerstandslos die Macht über unser Leben geben. Wir geben der Vergangenheit die Schuld an unseren Problemen im Jetzt, eine einfach Lösung mit der man sich für alles rechtfertigen kann. Loslassen ist viel schwerer, wieso ist Leichtigkeit so schwer? Alles gar nicht so einfach, wenn man ein Gehirn hat, dass einem immer einzureden versucht, was man in seinem Leben tun darf und was nicht, besonders was man tun kann und was nicht. Nur allzu gut wenn man es ab und zu zum schweigen bringen kann und wieder auf den Bauch vertraut…alles wieder gut 🙂

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Die Traurigkeit kommt oft aus dem Nichts. Wärmende Sonnenstrahlen lachen mir entgegen, liebkosen die Haut und lassen die Welt Frühlingshaft leuchten. Ein sanfter Wind lässt die trockenen Blätter an der Hecke rascheln und flüstern, vom Frühling träumen. Und dann plötzlich, aus dem Nichts legt sich Dunkelheit wie eine schwere, alles erstickende Decke auf mein Herz. Das strahlende Licht der Sonne verwandelt sich in einen hämischen Traum, fürs Auge sichtbar, aber fern und unerreichbar.  Die Arme gelähmt, die Beine gebunden sitze ich da, kämpfe gegen die Tränen, während der Kopf versucht zu verstehen, was da gerade vor sich geht. Der Kopf ist wie blei, alles dreht sich im Kreis, will ausbrechen, aber der eiserne Käfig lässt nichts entkommen. Und das Herz schreit und pocht und will doch nur gehört werden, beachtet, gepflegt werden… Und dann, ganz plötzlich, verstehe ich es, höre sein Schreien, fühle den Schmerz, die Seelenqualen und lasse alles einfach zu, fühle, leide, lebe…und dann lächle ich, weil es gut so ist, weil es Leben ist und weil ich mich lange Zeit über den Schmerz hinweggetäuscht habe. Ich hab sie noch nicht alle gehört, die Herzensrufe, nicht alle Wunden versorgt und gepflegt und der Schmerz ist gut, weil er mir zeigt, wohin ich schauen muss, weil er mir zeigt, was noch nicht ganz verheilt ist und worum ich mich noch kümmern muss. Und ich lasse die Traurigkeit zu, weil sie echt ist und auch ein Recht hat da zu sein und weil ich weiß, dass sie nie lange bei mir bleibt. Denn irgendwann habe ich dann wieder genug von dem Trauertauchen und Seelensurfen. Denn das Leben ist viel zu schön und alles was man tun muss ist das Herz öffnen und die Augen weit aufmachen für die Wunder unserer Welt! Und was gibt es für ein größeres Wunder als das Leben und die Liebe?! Hello sunshine, ich bin wieder da 🙂 (sun)

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