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Posts Tagged ‘Verzweiflung’

Ich habe gerade in meinen alten Blogeinträgen herumgestöbert und habe mit Erschrecken festgestellt, wie verzweifelt ich vor noch gut einem Monat war. Schon seltsam, wie einen oft Kleinigkeiten total aus der Bahn werfen können. Vielleicht war es nur dieser hartnäckige Traum, dem ich schon seit fast einem Jahr nachhänge, vielleicht war es auch nur die lange, kraftraubende Kälte des Winters, die mir jegliche Begeisterung und Lebensfreude raubte. Den Höhepunkt meiner Verzweiflung erreichte ich Mitte Februar, als besagter Traum wahr zu werden  schien und ich danach fürchtete, meine Welt zum Einsturz gebracht zu haben, ich fühlte mich schrecklich wie nie! Jetzt erscheint es mir ja schon fast ein bisschen lächerlich,  ich habe lange gebraucht, um meinen Frieden mit der Sache zu schließen. Ich schrieb einen Text, der eine Art Charakterbeschreibung dieses Mannes sein sollte, es war wirklich ein Seelentext, geschrieben aus den tiefsten Ecken meines Herzens heraus. Naja, so wirklich hat mir das auch nichts geholfen, gut getan hat es trotzdem!

Irgendwann trat er plötzlich an meine Seite, als schwarzer, schemenhafter Begleiter, der mich an seiner Kraft teilhaben ließ und mich stärkte. Von diesem Zeitpunkt an begann ich, meine Mauer wieder abzubauen, Stein für Stein. Ich wollte offen sein und verletzlich, nicht kalt und emotionslos…

Und jetzt, jetzt geht es mir gut, eigentlich seit den ersten Sonnenstrahlen, seit der Frühling den Winter endgültig vertrieben hat.  Ein gutes Gefühl, wenn man das Leben mal einfach nur richtig schön findet, dann stört es auch nicht, wenn ab und zu ein paar Wolken vorbeiziehen. Manchmal kommen die Erinnerungen wieder hoch, Gedanken an „was wäre wenn…“, aber sie sind nur mehr kleine Stiche und werfen mich nicht mehr aus der Bahn. Außerdem ist der Regen ja auch von Zeit zu Zeit einfach notwendig und wir wissen ja, dass die Sonne sich nur für ein Weilchen hinter den Wolken versteckt!

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breakout

Was soll das ganze?? Ich bewege mich ständig nur im Kreis! Kaum glaube ich, dass  etwas weitergeht, dass sich etwas bewegt und verändert in meinem Leben, komme ich wieder an meinem Ausgangspunkt an, alles ist wieder zuvor, ich stelle fest, dass ich mich die ganze Zeit nur im Kreis bewegt habe und nichts erreicht habe. Ich habe keine Kraft mehr weiter zu laufen, einen Fuß vor den anderen zu setzen nur um festzustellen, dass ich wieder am gleichen Punkt ankomme, von dem ich los gegangen bin. Ich will ausbrechen, weglaufen, selbst wenn ich dazu Berge überwinden, Flüsse durchqueren und mich durch Dornensträucher kämpfen muss, aber ich will mich nicht mehr im Kreis drehen, aussichtslos und ziellos weiterlaufen. Ich will aus diesem Käfig ausbrechen, der vermutlich bloß in meinem Kopf existiert, doch die Stäbe bieten keinen Fluchtwe…ich kann nicht mehr und bleibe stehen, regungslos, kraftlos, ich will nicht mehr weiterlaufen. Also bleibe ich liegen, verschließe die Augen vor meiner Realität, die mich in die Knie zwingt, ich schlafe, träume von einer Welt ohne Stäbe, von Wegen, die ein Ziel haben und von Flügeln, die mich an diese Orte tragen. Also bleibe ich liegen und schlafe, um irgendwann neuen Mutes aufzuwachen und zu sehen, dass der runde Käfig nur ein Trugbild meiner Traumwelt war…

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Aufschrei!

Ich will nicht mehr! Können vielleicht einfach mal alle aufhören irgendwelche Erwartungen an mich zu stellen? Ich kann die Frage nicht mehr hören und ich kann auch nicht mehr hören was ich alles zu tun habe und ständig die Frage ob ich dieses oder jenes schon erledigt habe. Können mich einfach mal alle in Ruhe lassen? Ich weiß was ich zu tun habe! Als würde es mich nicht belasten, dass ich nicht weiß, was ich mit meinem Leben machen soll, dass ich nicht weiß, was ich studieren, arbeiten usw. soll…ich halte es einfach nicht mehr aus, ich schaffe das alle nicht mehr, doch mit ihrem Drängen und Fragen machen sie alles nur noch schlimmer! Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht denke, dass ich so, wie mein Leben momentan ist, einfach nicht mehr leben will, wenn doch einfach alles vorbei wäre. Ich hasse mein Leben, will nicht mehr sein, will wieder Kind sein, keine Verantwortung tragen, nicht die Erwartungen aller meiner Mitmenschen erfüllen. Wie wärs, wenn sie mir mal helfen würden, anstatt mich zu drängen und zu kritisieren. Ich befinde mich momentan in einer sehr schwierigen Situation, muss wichtige Entscheidungen treffen, denen ich mich nicht gewachsen fühle…es gibt Menschen die sich in diese Situation anscheinend nicht mehr hineinversetzen können…

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„There’ll be blue skies for everyone“ singt, bzw. screamt Bob Schneider… seit zwei Tagen höre ich ständig dieses Lied, wie er voller Verzweiflung und in verzweifelter Hoffnung herausschreit, dass der graue Himmel irgendwann wieder blau wird. Und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann ist der Himmel blau, ein strahlend schöner Herbsttag, es kommt mir vor, als würde mich die Sonne voll stiller Genugtuung auslachen, mir gerade extra das schönste Wetter  servieren um meine Welt mal wieder durcheinander bringen. Blue skies for everyone…vielleicht irgendwann einmal, die Hoffnung stirbt zuletzt und es bleibt ein Quantum Trost…Ich will selbst schreien, ich will laufen und schreien, dass es für jeden blauen Himmel gibt, dass alles irgendwie irgendwann gut wird, dass nach Enttäuschungen und Niederlagen der Himmel aufreißt und das grelle Sonnenlicht hervorbricht…I’d like blue skies for everyone dröhnt es in meinen Ohren, doch als ich meinen Blick zum Himmel richte stolpere ich und ich falle…nicht in die ausgebreiteten Arme des Zufalls, sondern in einen Mahlstrom aus Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit…was bleibt, ist die Erinnerung an einen blauen Himmel, an die Sonne wit über mir und unerreichbar!

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Das kühle Licht der Herbstsonne lässt die Altstadt in einem zauberhaften Licht erstrahlen. Die Strahlen legen sich  sanft und warm auf die Haut, doch sie wärmen mich nicht! Ziellos streife ich umher, klein unter den gewaltigen Prachtbauten, klein und unbedeutend. Wie in Trance durchschreite ich die Gassen, meine Füße tragen mich, ohne dass ich den Weg kenne. Das warme, goldene Licht passt nicht zu meinen Gefühlen, in mir herrscht die eisige Kälte des Herbstes. Ich sehe die Schönheit der Stadt, der bunten Bäume, der Brunnen, der Berge, die zur Zeit ein eiziges Farbenmeer sind. Ich sauge die Bilder in mir auf, doch zu schnell verblassen sie wieder.

Ich habe Angst, ich fühle mich allein und ich habe Angst vor dem was kommt, Angst vor der Zukunft, den Herausforderungen, den Hindernissen, all den unzähligen Problemen mit denen man im Laufe des Lebens zu kämpfen hat. Ich bin mutlos, hoffnungslos, verloren und einsam…vor allem einsam. Ich sehne mich nach Liebe, nach Vertrauen, nach jemandem, mit dem ich wieder träumen kann.

Ich habe das träumen verlernt, ich wage nicht zu träumen, denn Träume bleiben meistens eben nur Träume! Ich habe gelernt, dass man schneller zufrieden ist, wenn man sich nicht viel erwartet…deswegen habe ich aufgehört zu träumen. Doch wie will man leben, wenn man keine Träume, keine Ziele hat?

Ich weiß, dass alles nicht so schlimm ist, wie es mir momentan erscheint. Ich neige immer dazu, alles viel ernster zu nehmen, als es eigentlich ist. Ich will nicht sagen, dass ich immer pessimistisch bin, manchmal nehme ich die Dinge mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Doch ein Hauch Melancholie schwingt meistens mit, besonders im Herbst. Die süße Melancholie, die dich das Leben viel intensiever spüren lässt, indem du sanft leidest,doch sie ist tückisch. Zu leicht verstrickt man sich in ihren hauchdünnen Fäden, verirrt sich und findet den Weg ins wirkliche Leben nicht mehr, zu schnell kann sie zu meiner Grundstimmung werden.

Ich brauche jemanden, der mich aus dieses trügerischen Irrgärten herauszieht, der mir sagt, dass alles nicht so schlimm ist, dass irgendwann alles gut wird…Ich brauche jemanden, der mich wieder das Träumen lehrt…

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Es gibt Tage, an denen erscheint alles unmöglich, ich stehe als kleiner, einsamer Punkt vor einem Berg aus Problemen, der sich bis ins unendliche zu erstrecken scheint. Steht man direkt vor dem Berg wirkt der Aufstieg hoffnungslos, das Ziel ist den Augen verborgen, der Weg ins ungewisse macht einem Angst, man fühlt sich klein und hilflos und ist von der Aufgabe überfordert.

Schafft man es ein bisschen Abstand zu gewinnen, dann sieht man den Gipfel, das Ziel ist zwar weit entfernt, doch sichtbar, der Weg mühsam, doch man kennt das Ziel.

Gestern Abend fühlte ich mich vollkommen hilflos, alles wirkte so kompliziert und unerreichbar Ich konnte nicht gegen die Tränen tun, sie kamen und es war gut so, manchmal können Tränen unglaublich erleichternd sein! Heute fühle ich mich immer noch überfordert, die Gedanken an die Zukunft belasten mich immer noch, doch ich habe wieder Abstand dazu. Ich sehe die Wege, nur den Gipfel kann ich vor lauter Wolken nicht erkennen. Doch ich bin wieder zuversichtlich! Es nützt nichts Angst vor der Zukunft zu haben, denn sie kommt sowieso…alles kommt auf einen zu, ich habe nur die Wahl, was ich mit den Dingen und der Zeit anfangen, die mir gegeben ist…

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Es ist kalt, sehr kalt! Der Herbst zeigt mir, dass mein Sommer jetzt  endgültig vorbei ist. Alles ist grau und nass und trüb, passend zu meinen Gefühlen. Ich gehe weiter, ich werde nicht stehen bleiben, mich nicht unterkriegen lassen, auch nicht von der ganzen Scheiße, die immer versucht mich zu Boden zu zwingen. Ich weiß, dass die Sonne irgendwo scheint, nicht für mich, aber trotzdem ist sie da und sie wird die dicke Wolkenwand wieder durchbrechen. Das Wissen, dass über den dunklen Wolken Licht ist, gibt mir Trost.

Wäre ein Fluss in der Nähe, würde ich am Ufer stehen und mir vorstellen, wie ich mich in die reissenden Fluten stürze und der Fluss meinen Körper davon reisst. Ich würde mit dem Gedanken spielen zu springen, auf diese Weise wegzulaufen, doch ich würde es nie tun. Ich bin ein Kämpfer, ich gebe nicht auf, ich weiß, dass alles wieder besser wird…irgendwann…vielleicht…Doch mich selbst aufgeben werde ich nicht. Wäre ich an diesem Fluss gestanden, würde ich mich wieder umdrehen, nachdem ich eine Zeit lang ins reissende Wasser gestarrt habe. Ich würde mich umdrehen und vorwärts gehen, weiter kämpfen, weiter leiden, solange, bis ich irgendwann einmal gewinne!

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