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Posts Tagged ‘traurigkeit’

Was tut man, wenn es zusammen nicht funktioniert und man sich doch nicht trennen kann? Was macht man, wenn es zusammen viel zu oft schwer und drückend ist und der andere doch ein Teil der eigenen Welt ist und man fürchtet, sie könne plötzlich aufhören sich zu drehen, sobald man die unsagbaren Worte ausspricht? Was macht man, wenn ein Teil in einem sagt: „Es ist vorbei“ und die andere Stimme weiter darauf beharrt, dass es ja irgendwie doch alles gut ist? Was macht man, wenn man weiß, dass es so wie es ist nicht gut für einen ist und trotzdem will man sich nicht trennen? Ich verstehe mich nicht, ich verstehe uns nicht, ich verstehe nicht, wie es so weit kommen konnte.  Die zu Elefanten gemachten Mücken trampelten ohne Rücksicht unsere Welt kaputt, rissen alle Illusionen nieder und brachten die Grundfesten zum erbeben. Die Säulen stehen noch, aber sie sind so wacklig, dass ich es nicht mehr wage etwas darauf zu bauen. Ein paar Worte reichten um eine Schlucht zwischen uns auf zu reißen. Du kannst vielleicht weiter springen als ich, aber für mich ist die Distanz nicht überwindbar und ich weiß auch nicht, ob ich es riskieren würde. Aber es tut weh, alles tut weh, ich bekomme kaum Luft, so eng ist es mir um die Brust. Für dich ist alles gut? Ich kann es kaum glauben. Für mich ist nichts gut, die Nähe und Verbundenheit ist für mich nicht mehr spürbar. Manchmal rollen die Tränen einfach hinab, weil es mich so traurig macht dich nicht mehr greifen zu können, dich nicht mehr spüren zu können.  Zusammen allein – wir versuchen ein Bild aufrecht zu erhalten, das schon lange verwaschen wurde und die einst feinen Züge zu Fratzen verzerrte. Ich hab keine Kraft mehr, weiß nicht was ich tun soll, was wir tun sollen…ich will dich nicht verlieren und doch weiß ich, dass wir uns so nur gegenseitig die Kraft rauben. Vielleicht wäre es ohne dich besser, doch der Gedanke betäubt mich. Vielleicht ist es doch mit dir schöner, doch der Gedanke lähmt mich…Was tut man, wenn Herz und Kopf beide auf der Stelle treten und große Fragezeichen in die Luft starren? Wenn die Ratlosigkeit alles mit ihrem dumpfen Mantel umhüllt? Im Moment ist mein sehnlichster Wunsch Klarheit, damit sich endlich wieder Leichtigkeit ausbreiten kann…

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Wir konnten nicht aufhören zu kämpfen, gegen uns, gegen die Liebe, gegen unsere Ängste. Einen Schritt vor, einen zurück – der Mund lächelt, die Augen verstecken sich hinter dem Schleier aus verletzem Stolz, keine Liebe im Angstverschleiertem Blick. Die Zweifel verfolgten mich, jagten mich durch die dunklen Seelenbilder der Vergangenheit, ließen mich dem Jetzt entfliehen. Zweifel, Trauer, Wut und Angst, diese schreckliche Angst die die Kontrolle über uns gewonnen hatte. Man kann niemanden lieben, wenn man sich selbst nicht liebt – jeder weiß das, aber wir haben es nicht verstanden – wir sagten „ich liebe dich, wenn du mich liebst!“ Und dabei machten wir die Augen ganz zu, zogen unsere Grenzen um unsere Freiheit zu behalten…ironisch irgendwie. Wir liebten den Kampf, denn er rechtfertigte unseren Schmerz, rechtfertigte die Angst, die Flucht…ich konnte die Liebe nicht mehr spüren.

Und da sah ich das Licht im Regen, der Regenbogen, der den gesamten Horizont meiner Seele überspannte und ich lachte, als die Wolken aufrissen und die zuvor dunklen Schatten der Berge und Bäume golden erstrahlten. Und dann spürte ich die Liebe! Die Liebe zu mir, zur Welt, zu dir und ich konnte wieder lächeln, mit den Augen lächeln. Und plötzlich fiel die Schwere ab, wie ein schwerer Vorhang, der die Sonne davon abgehalten hatte, in mein Herz zu dringen und ich lachte! Lachte und weinte und tanzte und war erfüllt von tiefster Dankbarkeit an das Leben, an die Wunder, die einem oft geschenkt werden. Und alles ist gut, ich erkenne den Sinn in allem Handeln, ich erkenne mich selbst und ich kann dich wieder sehen. Nicht als Teil von mir, sondern als den Menschen den ich liebe. Es ist nicht wichtig wie lange wir das Glück teilen können, welchen Weg wir wählen werden, was zählt ist das Jetzt zu lieben und dankbar anzunehmen, so schwer es manchmal fällt. Aber sobald man es schafft ist alles ganz leicht. Ich sah in dir meine große Liebe, die einzig wahre, die ewig hält, doch wieso warten wir immer auf das Große? Vielleicht steckt das Glück im Kleinen und wir sehen es nur nicht, weil wir immer auf das Große warten. Ein Adler fragte mich, warum ich ihn mehr respektiere als einen Spatzen und ich lächelte, weil ich endlich wieder die Größe im Kleinen erkennen konnte. Ich kann wieder mit dem Herzen sehen!!! 🙂

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Die Traurigkeit kommt oft aus dem Nichts. Wärmende Sonnenstrahlen lachen mir entgegen, liebkosen die Haut und lassen die Welt Frühlingshaft leuchten. Ein sanfter Wind lässt die trockenen Blätter an der Hecke rascheln und flüstern, vom Frühling träumen. Und dann plötzlich, aus dem Nichts legt sich Dunkelheit wie eine schwere, alles erstickende Decke auf mein Herz. Das strahlende Licht der Sonne verwandelt sich in einen hämischen Traum, fürs Auge sichtbar, aber fern und unerreichbar.  Die Arme gelähmt, die Beine gebunden sitze ich da, kämpfe gegen die Tränen, während der Kopf versucht zu verstehen, was da gerade vor sich geht. Der Kopf ist wie blei, alles dreht sich im Kreis, will ausbrechen, aber der eiserne Käfig lässt nichts entkommen. Und das Herz schreit und pocht und will doch nur gehört werden, beachtet, gepflegt werden… Und dann, ganz plötzlich, verstehe ich es, höre sein Schreien, fühle den Schmerz, die Seelenqualen und lasse alles einfach zu, fühle, leide, lebe…und dann lächle ich, weil es gut so ist, weil es Leben ist und weil ich mich lange Zeit über den Schmerz hinweggetäuscht habe. Ich hab sie noch nicht alle gehört, die Herzensrufe, nicht alle Wunden versorgt und gepflegt und der Schmerz ist gut, weil er mir zeigt, wohin ich schauen muss, weil er mir zeigt, was noch nicht ganz verheilt ist und worum ich mich noch kümmern muss. Und ich lasse die Traurigkeit zu, weil sie echt ist und auch ein Recht hat da zu sein und weil ich weiß, dass sie nie lange bei mir bleibt. Denn irgendwann habe ich dann wieder genug von dem Trauertauchen und Seelensurfen. Denn das Leben ist viel zu schön und alles was man tun muss ist das Herz öffnen und die Augen weit aufmachen für die Wunder unserer Welt! Und was gibt es für ein größeres Wunder als das Leben und die Liebe?! Hello sunshine, ich bin wieder da 🙂 (sun)

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Heimlich, still und leise schleicht sie sich an mich heran, lautlos, körperlos. Sie verschluckt alles Licht, gehüllt in einen Mantel aus heimlicher Dunkelheit tritt sie an mich heran, streicht mir mit ihren eisigen Fingern liebkosend über die Wangen, lässt Tränen gefrieren. Ihre Worte sind Schweigen, schneidende Stille, der wohltuende Klang der Leere, bedrückend und doch tröstend. Süß sind ihre stillen Worte, die lautlos an mein Ohr dringen, wortlos das Schweigen brechen, tröstend ihre kalte Hand, die sanfte Berührung. Sie kommt ohne Vorwarnung, ergreift mich aus dem Hinterhalt, mein stummer Schrei verhallt im Nichts. Ich suche Schutz in ihrem wärmenden Mantel aus tröstender Dunkelheit, verkrieche mich in den Falten aus tiefschwarzer Nacht und lausche dem pulsierenden Klang der flüsternden Stille, den lautlosen Worten die sich wie Balsam auf mein brennendes Herz legen und das Feuer unter dem schweren Mantel ersticken. Lautlos singt sie mich in den Schlaf, wortlos klingend, in der Ferne still verhallend…

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