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Posts Tagged ‘Sehnsucht’

Und für ein paar Stunden vermischen sich Traum und Wirklichkeit. Die Zeit gönnt sich einen Moment der Ruhe, weil sie weiß, dass wir nicht davon laufen werden. Für einen Moment verschwimmt die Welt zu einem Strudel aus Eindrücken, Gefühlen, Bildern, Gerüchen…ich will die Augen nicht öffnen, weil ich Angst davor habe, dass ich nur in einer neuen Traumseifenblase schwebe, die jeden Moment zu platzen droht. Doch es ist kein Traum, es ist ein Spiel und wir kennen die Regeln. Ich weiß, auf was ich mich eingelassen habe und ich genieße das Spiel. Für ein paar Stunden täuschen wir die Wirklichkeit, verlieren uns im gefährlichen Rausch des Spiels…es ist so unendlich schwer, die Augen zu öffnen und das Spielbrett zu räumen, doch die Erinnerung bleibt und schleicht sich in den immer noch hitzigen Kopf, spielt die vergangenen Stunden in einer „Best of“- Wiederholungsschleife ab…

und eine der Spielfiguren behalte ich mir als Andenken…

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Nimm meine Hand,

bevor sie in der nahenden Dämmerung verblasst

Folge mir über die verschlungenen Pfade der Seelenlabyrinthe

Wie Spinnweben zersplitterter Träume greifen sie nach uns

versuchen uns zu fangen

uns am Fliegen zu hindern.

*

Folge mir zum schlafenden Mond

Aber gib Acht, dass du ihn nicht weckst

Vorbei an silbernen Träumen

und schweigenden Erinnerungen

tanzen wir auf heimtückischen Wolken

der verschleierten Zwischenwelt.

*

Wir sind Traumtänzer

Kinder der rastlosen Seelen

die erstarrte Geister

mit glühenden Herzen bekämpfen

Wo die Zeit mit der Ewigkeit tanzt

greifen wir nach den Sternen,

jagen Träume, die zu Fliehen versuchen

Wir sind Träumtänzer in der Zwischenwelt

irgendwo zwischen Schatten und Licht…

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Ich glaube, ich sollte mir wieder mehr Liebesfilme anschauen. Ich habe dieses Genre in letzter Zeit immer etwas belächelt und darüber gespottet…kitschige, schnulzige, herzzerreissende, zu Tränen rührende Kömodien, bei denen irgendwann immer ein großes Drama kommt und am Ende doch alles so unfassbar gut ausgeht…dabei konnte ich nur die Augen verdrehen!

Mir war langweilig, ich war allein, ich hatte keine Lust zu lesen oder vor dem Computer zu hocken, also setzte ich mich vor den Fernseher und sah mir „Tatsächlich Liebe“ an. Und spätestens als der kleine Sam einen so wahren Satz von sich gab, kamen mir die Tränen:

„Noch schlimmer?? Was kann denn bitte schlimmer sein, als die unseglichen Leiden der Liebe?“

Die Liebe ist und bleibt eben das einzig wirklich große Thema in unserem Leben und nichts lässt uns so intensiv fühlen und erleben wie die Liebe. Nichts kann zugleich so schön und so grausam und unerträglich sein und soviel Chaos hervorrufen, wie sie. Sie ist es doch schließlich, die das Leben überhaupt lebenswert macht, so kitschig und schnulzig es jetzt auch klingen mag, aber sie ist doch das einzige was wirklich zählt?! Nein, ich erwarte nicht zu viel von der Liebe, ich verlange nicht mehr von ihr, als sie sein kann, ich erwarte ALLES von ihr! (so, bei diesen Worten stelle man sich jetzt ein stetiges crescendo in einem riesigen Orchester vor, mit einem gewaltigen Finale…hatte ich zumidest gerade im Ohr^^)

Ich saß tatsächlich mit Taschentüchern vorm Fernseher und musste heulen, als das kleine 10-jährige Mädchen dem Jungen einen Kuss auf die Backe drückte…ich musste ja schon ein wenig über mich schmunzeln, zum Glück kann mans ja immer auf die Hormone schieben…Nicht dass ich sonst immer so gefasst wäre, mir kommen bei jeder beeindruckenden, rührenden, tragischen oder auch glücklichen Szene die Tränen (teilweise selbst schon beim Filmvorspann), aber der Film heute hat mir mal wieder gezeigt, dass ich Kitsch ja eigentlich mag, uund dass ich mich innerlich danach  sehne, und dass ich dazu zu stehen darf: Ich finde „Tatsächlich Liebe“ toll!

So, jetzt ist es raus…jetzt muss ich nur noch auf meinen ganz persönlichen Film warten, ich hoffe der Hauptdarsteller lässt sich nicht allzu viel Zeit!

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Herbstduft liegt in der Luft. Die kalten Winde berichten von bunten Wäldern und weißen Gipfeln, die Bäume flüstern von Eis und Stille. In einem letzten Aufbäumen gegen die bevorstehende Blässe des Winters kleiden sich die Blumen ein letztes Mal in ihre edelsten Kleider und recken ihre zarten Köpfe den sanften Sonnenstrahlen entgegen. Es ist ein letztes tiefes Luftholen, bevor sie der Hauch des ersten Frosts erstarren lässt und Eisblumen ihren Platz einnehmen.

Der Sommer tauscht seinen grünen Mantel gegen sein rot-goldenes Festtagsgewand und beginnt in majästätischen Schritten seinen Auszug aus den hiesigen Landen und macht sich auf den Weg in südlichere Gefilde. Die Wälder verabschieden den Sommerkönig mit einem Feuerwerk aus bunten Blättern, die in ihrem ersten und letzten Tanz Pirouetten drehend zu Boden kreisen, und dem Sommerkönig den edlen Teppich aus rotem Laub ausrollen.

Das ganze Land wartet, in einen Schleier aus blassem Dunst gehüllt, der sich zwischen Himmel und Erde geschoben hat. Das blasse Licht verleiht der Welt einen Hauch von Mystik und Verklärtheit. Der tiefe Herzschlag der Erde pulsiert im Inneren, der Atem der Welt wird ruhig und gleichmäßig. Alles kehrt sich nach Innen, sucht Zuflucht in der eigenen Wärme und Kraft, während die kalten Winde den Vormarsch des Winters verkünden…

Ich lausche dem Atem der Wälder, dem Rascheln des Laubs, das von meinen Schritten aufgewirbelt wird und um mich herum tanzt, dem leisen Flüstern der Wälder. Ich sauge den modrigen Geruch feuchter Blätter in mich auf, den Geruch von Ruhe und Verfall. Ich beobachte das Spiel der Blätter im Wind, ihren Kampf gegen die erbarmungslosen Finger des Windes, der nicht eher von ihnen ablässt, bis er auch das letzte Blatt vom Zweig gerissen hat. Ich sehe zu, wie sie sich schließlich seinen Armen anvertrauen und sanft und schwerelos zu Boden tanzen. Mein Blick wandert über das weite Meer aus leuchtenden Blättern, die von der goldenen Abendsonne in Brand gesteckt werden und ich lächle, weil ich weiß, dass die Welt nur in einen süßen Schlaf verfällt, aus dem sie im Frühjahr frisch und erholt aufwachen wird…

Also freue ich mich auf einen bunten Herbst, auf beißende Winde und Regenspaziergänge, den ersten Schnee und eine Tasse Tee am warmen Kamin. Es hat einfach keinen Sinn, sich die ganze Zeit nach dem Sommer zu sehnen, er ist vorüber, ehe man überhaupt richtig zur Kenntnis genommen hat, dass er bereits begonnen hat. Und auch Herbst und Winter haben ihre unvergleichlich schönen, einzigartigen Seiten, denen man gebührende Aufmerksamkeit und Dankbarkeit entgegen bringen muss 🙂

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Ich bin wieder zurück, aber noch nicht ganz, bin noch nicht komplett! Es fehlen noch ein paar Teile, die irgendwo auf der Strecke liegen geblieben sind und ich hoffe sehr, dass sie den Weg zurückfinden werden. Ich habe viel verschenkt, an Menschen, an Orte, an dieses wunderbare Land, an das ich mein Herz schon früher verloren habe. Es war ein Abenteuer, wir überließen viele Entscheidungen dem Zufall, wundervoll und abstrengend zugleich war unsere Reise.

Ich habe viel gelernt, habe viel gewonnen und genauso viel verloren. Ich habe das Leben der Vagabunden kennengelernt, der wandernden Spieler, die sich dem Wind übergeben und zu fliegen vermögen. Wir sahen den Eifelturm um 24 Uhr blinken, nächtigten in einem besetzten Haus, kochten auf einem Bunker, neben Windrädern, schliefen unter Leuchttürmen und am Ufer der See, tranken in verlassenen Gassen auf das Leben, verliefen uns auf der Suche nach einem Hinkelstein, fanden Besseres, tanzten bis zur Erschöpfung zu bretonischer Volksmusik, lernten diese und jene Menschen kennen, und lernten den Wert einer warmen Dusche zu schätzen…am Ende der Reise fühlte ich das starke Bedürfnis nach Urlaub. Fernab von der zivilisierten Welt, von Nachrichten und realitätsfern lebten wir.

Zurück in den Fängen des nicht ganz alltäglichen Alltags, fühle ich mich beinahe verloren, als ob ich am falschen Ort wäre. Ich will mich der Realität widersetzen, mich dem Alltag nicht unterwerfen, doch ich weiß, dass ich mich irgendwann fügen muss. Aber ich muss warten, bis meine verlorenen Seelenteile wieder zu mir zurückgefunden haben, sie haben noch einen langen Weg vor sich…

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Simon and Garfunkel, Andy Williams – Scarborough Fair

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Heimlicher Nachtgesang

«◊»

Wenn des Sommermondes kühle Strahlen

sanft der Erde warme Wangen streichen

und die satten Farben in dem fahlen

Lichte dunklem Blau und Silber weichen

«◊»

Wenn der Sonne Sänger müd verstummen

ihre letzten Töne fern verklingen,

nur vereinzelt hört man Grillen summen,

dann erst wage heimlich ich zu singen.

«◊»

Sehnsuchtsvoll ertönt mein Lied im Wald

Fliederschwere Nacht trägt meine Klage,

deren Wahrheit immer neu erschallt

Weil ich sie durch alle Zeiten trage,

bis sie hinterm Horizont verhallt

Der Klang wirkt weiter in euch alle Tage.

·

©by johannatindomerel

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