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Posts Tagged ‘Abschied’

Ein komisches Gefühl breitet sich in meinem Inneren aus – ein schmerzliches Stechen und bedrückende Schwere und doch habe ich zum ersten Mal wieder das Gefühl, dass Ruhe in mir einkehrt. Meine Hände zittern, mein Atem ist unruhig, aber es fühlt sich an, als würde der ganze angesammelte Druck sich so langsam wieder in die Bauchgegend absinken, wo er wieder in die Energie umgewandelt werden kann, die er sein sollte (Und ich spreche hier von rein energetischen Verdauungsvorgängen, keinen physischen 😉 ) Schwere, Leere, Erleichterung ein bisschen Bedauern, aber irgendwie doch das Wissen, dass es gut so ist, denn es ist vorbei. Das war dann wohl der Schlussstrich. Schluss mit geheuchelter Freundschaft und falschem Lächeln. Vielleicht war es echt für ihn, ich hatte ihm ja auch nichts getan, aber mich hat es krank gemacht. Damit ist jetzt vermutlich Schluss, nachdem was ich geschrieben habe. Ich habe ihm geschrieben wie es mir geht, hart aber sachlich, ohne Beschimpfungen ohne Lügen, wozu sollte das auch gut sein? Damit habe ich mir natürlich auch den Freundschaftsbonus vermiest, jetzt wird er nicht mehr nett zu mir sein, aber warum sollte er das auch? Schade dass es so kommen musste, aber es war abzusehen. Interessant finde ich es, was immer alles in Aussagen hineininterpretiert wird. Da schreibt man, dass man sich selbst belogen hat (also ich mich) und dann wird einem an den Kopf geschmissen, man würde behaupten er hätte einem (also mir) alles vorgelogen und nichts sei echt gewesen…naja, so ist das nunmal mit den Interpretationsspielräumen beim Schreiben. Aber auch gut…man versteht eben das, was man verstehen will, und wenn man glauben will, dass alle gegen einen sind und einem Vorwürfe machen, so muss es wohl so sein…es ist nicht wichtig…nicht mehr…es ist vorbei, und das ist gut so.

Natürlich tut es weh, loslassen tut immer weh und wenn man sich jemandem zum Feind machen muss, dann ist das auch keine schöne Entscheidung. Aber trotzdem noch besser als geheuchelte Freundschaft…Es ist das letzte Lied, Zeit ihn loszulassen und ich habe nicht vor ein neues zu dichten. Irgendwann vergeht der Schmerz des gekränkten Stolzes und dann werde ich deine Erinnerung vielleicht wieder besingen können, von den schönen alten Tagen singen…vielleicht auch nicht. Es werden neue Lieder kommen, und irgendwann werde ich bestimmt auch wieder von der Liebe singen, aber es werden andere Wanderer sein, denen die Nachtigall des Abends ihre Lieder zwitschert.

Wie Bob Dylan schon sagte:

But goodbye’s too good a word, gal
So I’ll just say fare thee well
I ain’t sayin’ you treated me unkind
You could have done better but I don’t mind
You just kinda wasted my precious time
But don’t think twice, it’s all right

(Bob Dylan – Don’t think twice)

Also geh und werde glücklich, ich bin froh, dass ich nicht mehr dabei zusehen muss! Ich bin dankbar für die Zeit, auch wenn ich mir das Ende anders gewünscht hätte. Doch so läuft das nunmal, niemand hat je behauptet, dass es einfach wäre. und jedem Ende wohnt schließlich ein Zauber inne, der neuen Anfang aufleben lässt. Und ich kann endlich loslassen, breite meine Arme aus und versuche wieder zu fliegen und zu fühlen was es heißt, frei zu sein…

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Das Leben hat die Eigenschaft, dass nichts so bleibt, wie es ist. Ich habe schon mal einen Text darüber geschrieben, dass ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten, an den Dingen festhalten und sie daran hindern, mir aus den Händen zu gleiten. Doch es gelingt mir nicht, je mehr ich mich daran festklammere, desto schmerzhafter ist die Erkenntnis, dass die Veränderung nicht aufzuhalten ist. Natürlich weiß ich, dass das nun mal der Lauf des Lebens ist, dass Veränderungen wichtig sind um uns weiter zu bringen. Natürlich weiß ich, dass ein Ende immer der Neubeginn von etwas Anderem ist und dass ich mit dem Wandel mitschwimmen muss, dass es nichts nützt, sich gegen den Strom zu stellen. Trotzdem tut mehr der Gedanke weh, dass sich die Wege nun trennen und das Liebgewonnene einfach unaufhaltsam davontreibt. Denn es wird nie so sein, wie es war. Ich weiß, ich werde neue Wege finden, neue Ziele, neue Anhaltspunkte, neue Weggefährten-ich weiß ich werde weitermachen, auch wenn es nicht mehr dasselbe sein wird…es wird anders und auch auf eine leise Art und Weise gut, die Zeit wird es zeigen…und eigentlich ist ja immer alles gut.

Doch jeder Abschnitt, der zu Ende geht, sollte in Würde verabschiedet werden und ziehen dürfen.  Der Fluss, das Feuer, die Sterne boten uns den geeigneten Rahmen. Und wenn man dann nach einer durchwachten Nacht in der frühen Dämmerung erstmals in Schweigen versinkt und sich singende Stille über den, in diesem Moment heiligen Ort ausbreitet, wenn das Gezwitscher der ersten Morgensänger die einzigen Gespräche sind, die einem ans Ohr dringen und nur das leise Knistern der letzten Flammen das leise, stetige Rauschen des Flusses untermalt-wenn sich die Ruhe wie ein samtiger Mantel auf die Herzen legt und alle andächtig innehalten lässt, dann weiß man wofür man lebt. Und plötzlich fühlt man sich eins mit dem Fluss, mit dem Wind, mit den ersten Sonnenstrahlen und dem Vogelgezwitscher, fühlt sich lebendig und in vollkommener Eintracht mit dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Dann legt sich ein leises Lächeln auf die Lippen, ein wissendes Lächeln, das das Licht erkannt hat und sanft ins Herz hinein fließen lässt. Dann weiß man, wofür man lebt…

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Dieses Blog braucht eine Auszeit. Zu lange habe ich in der virtuellen Welt des Web 2.0 Zuflucht gesucht, mich vor dem Leben versteckt, mir eine neue Welt erschaffen. Eine Welt aus Worten, aus Vorstellungen, aus lebenden Kopfbildern von Dingen, von Situationen, von Menschen…Ich fing an mich einsam zu fühlen und verbrachte noch mehr Zeit im Internet, tröstete mich über das Alleinsein hinweg, suchte Kontakte in einer anderen Welt, einer Welt aus  Nullen und Einsen, ich versteckte mich, verlor mich…alles ist so einfach, wenn man nichts als Worte hat, man kann gut über seine Gefühle hinwegtäuschen, sich sogar selbst täuschen…es ist ein Teufelskreis! Irgendwann merkte ich, dass ich gar nicht allein bin, dass ich mich nur aus dem Leben zurück gezogen hatte und mir meine Einsamkeit vorgespielt, selbst kreiert hatte.

Mein Leben hat sich verändert, halt, das stimmt nicht, ICH habe mich verändert, nicht mein Leben. Ich ertrage die vorgespielte Realität nicht mehr. Ich ertrage es nicht mehr, lange vor dem leuchtenden Bildschirm zu sitzen, ohne eigentlich wirklich zu wissen, was ich eigentlich tue. Es ermüdet mich, bereitet mir Kopfschmerzen, zehrt an mir, laugt mich aus…ein seltsames Gefühl, nachdem das Internet Wochenlang mein Leben ersetzt hatte.

Deswegen braucht dieses Blog eine Auszeit. Ich muss leben, das RICHTIGE Leben, draußen, in dieser wunderbaren Wunderwelt voll Zauber und Magie, voll liebenswerter Menschen und atemberaubender Schönheit. Ich werde bestimmt ab und zu vorbei schauen,  ein paar Zeilen schreiben, mich ein bisschen umsehen…aber alles andere ist wichtiger und man soll sich ja schließlich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmern. Dieses Web-Tagebuch macht jetzt Urlaub auf unbegrenzte Zeit, ich ziehe aus, um neue Welten zu entdecken, in mir und um mich her. Ich danke allen, die mich auf meiner Reise begleitet haben und vielleicht immer noch begleiten. Ih habt diesen Ort zu einem zweiten Zuhause gemacht, zu einem Zufluchtsort. Ihr habt mir mit euren Kommentaren viel Freude bereitet, mich aufgebaut, angeregt, inspiriert und bekräftigt weiter zu schreiben, wodurch ich ein neues Talent in mir entdeckt habe. Danke an all die lauten und leisen Leser, die mich auf meiner Suche begleitet haben und ein Stück des Weges mit mir gegangen sind. Aus der Suchenden ist eine Reisende geworden, vielleicht kreuzen sich die Wege wieder. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir uns in dieser virtuellen Welt begegnet sind. Bis dahin sage ich auf Wiedersehen, lebt wohl, LEBT!!! Ich wünsche euch allen das Beste 🙂

Eure Johanna Tindomerel

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Ich fühle mich gerade sehr leer und eigentlich fällt es mir schwer, meine Gedanken niederzuschreiben, es ging einfach alles viel zu schnell!! Ein paar Worte und auf einmal ist alles vorbei. Man liegt nebeneinander auf dem Bett und zwei Minuten später ist es vorbei! Man ist sich plötzlich fremd, obwohl man sich seltsamerweise nie so nahe gewesen ist, wie in diesem Moment.

Ich bereue nichts, es ist besser so, nun kann ich in Freiheit ins neue Jahr gehen. Doch es ist traurig, wie schnell eine Beziehung vorbei sein kann. Man verbringt eineinhalb Jahre seines Lebens miteinander, ein paar Worte und die Wegen trennen sich…es tut weh, auch wenn ich es mir lange gewünscht habe. Es war nicht seine Schuld und auch nicht meine, wir waren einfach zu unterschiedlich, wir brauchten lange um das einzusehen. Das Ende war ernüchternd und schwieriger, als ich es je befürchtet hatte. Es ist viel leichter, wenn man sich anbrüllen kann und er einfach ein Arschloch ist, aber das ist er eben nicht. Doch so kann ich ihn immer noch als den sehen, den ich geliebt habe. Die Erinnerung bleibt und es ist eine gute Erinnerung. Ja, ich habe ihn geliebt, das wird mir jetzt umso deutlicher und er wird immer der Erste sein, den ich wirklich geliebt habe.

Ich danke ihm dafür und ich wünsche ihm von Herzen alles Gute! Danke fürs lieben, fürs lachen und danke für das Gefühl wertvoll zu sein!

Das neue Jahr kann beginnen, ich denke ich bin bereit dafür und werde es mit offenen Armen willkommen heißen. Leben? Ja, ich muss endlich wieder lernen zu leben, doch vielleicht brauchen ich Hilfe dazu…wer weiß was das neue Jahr mit sich bringt.

Ich habe es geschafft, doch eigentlich ist der Blog jetzt überflüssig geworden, ging es doch meistens um meine unlückliche Beziehung. Doch ich denke ich werde trotzdem weiterschreiben, um des schreibens Willen.

Und euch allen wünsche ich ein wundervolles neues Jahr, voll Liebe und Glück, Magie, Phantasie und vor allem voll wunderbarer Lebenslust!!! Auf das Jahr 2009!!! (Schließlich haben wir ja auch nur noch 3 Jahren is 2012 😉

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