Der Herbst besticht durch eine unglaubliche Farbgewalt. Farbenmeer ist gar kein Ausdruck für die bunte Pracht aus flammend roten und goldenen Blättern, die sich scharf gegen das triste Grau des Abendhimmels absetzen. Der Wald steht in Flammen, die Baumkronen scheinen Feuer gefangen zu haben. Die Blätter lodern im Abendlicht wie hungrige Glut, zögern die frühe Dunkelheit des Herbstes noch für einen Augenblick hinaus.
Ich kann nicht umhin, jedesmal wieder den Atem anzuhalten, beim Anblick diese Farbspiels. Die zarten Übergänge, vom tiefen Grün der Tannen über dunkles Rot, bis hin zu leuchtendem Gold…es ist als hätte ein übermotivierter Maler ein bisschen zu energisch den Pinsel geschwungen und dabei ein wenig zu kräftige Farben verwendet, so unwirklich wirken die bunten Waldränder und betupften Berge. Jedesmal wieder entwischt mir ein: „Oh, schau mal, wie wunderschön, dieser Baum…einfach unglaublich, nicht wahr?“ Und jedesmal wieder ist es mir unverständlich, wenn ich nur ein verständisloses „Hmpf…“ als Antwort bekomme. Wie kann einem diese Farbpracht nicht ins Herz gehen, die warmen Farben der Blätter, das prächtige Gewand der Bäume nicht die Seele streicheln und einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern? Gerade im Herbst, wo einem die kalten Winde um die Ohren pfeiffen, man den Schal eng um den Hals schlingt und ein trüber Dunstschleier das ganze Land zu verschlingen scheint, wie kann man beim Anblick der Sonne, die einen einsamen Baum plötzlich leuchten und die Berge lodern lässt, nicht für einen Augenblick innehalten, und die ganze Schönheit des Herbstes einatmen und tief in sich aufnehmen?
Ich spaziere über den Teppich aus trockenem Laub, wirbele die Blätter auf, strecke die Nase in die Luft und sauge den modrigen Geruch von fauligem Laub in mich ein. Ich beobachte die Blätter, wie sie im Winde tanzen und spielerisch zu Boden kreisen, lausche auf das leise Flüstern des Windes, der zitternden Zweige und tanzenden Blätter, und ich lächle, weil in allem ein bisschen Magie steckt und ich den leisen Zauber der Welt wieder spüren kann…
Ich weiß nicht wie ihr das macht, aber ich sammle Farben für den Winter
Oh ja – an „Seele streicheln“ lassen dachte ich gestern auch bei einem kleinen Spaziergang. Der Herbst hat seinen eigenen Zauber. Und der ist einfach wunderschön!
Und ohne die fallenden Blätter könnte im Frühling das Grün nicht wieder neu explodieren. Im Grunde hat jede Jahreszeit ihren eigenen Zauber. Wir müssen bloß offen dafür sein!
Liebe Grüße!
Du sagst es! Irgendwie mag ich auch diese düstere Stille, die der Herbst mit sich bringt, die Ruhe und das in sich gekehrt sein…
Schön wieder von dir zu hören
Liebe Grüße zurück!
Liebe Johanna,
du sagst es!
Heute war wieder so ein herrlicher Tag. Nach dem vielen Regen in dieser Woche bin ich durch den Garten geschlendert und habe mich an gelben und braunen Blättern erfreut, Pilze bestaunt, die durch die viele Feuchtigkeit aus dem Boden schießen.
Alle Kübelpflanzen sind nun im Winterquartier. Nur meine Geranien, die noch immer leuchten, stehen noch auf der Terrasse und halten meine Sommergefühle noch wach.
Hab’ eine gute Zeit!
Lieben Gruß
Anna-Lena
Wunderschön hast du das beschrieben
Ich kann mich auch gar nicht sattsehen, bleibe alle paar Meter stehen, schaue, fotografiere, und immer wieder kommt ein: „Kommst du? – Was schaust du denn schon wieder? – …“ Da kann ich auch nur den Kopf schütteln, atme tief die wunderbare Herbstluft ein und schaue weiter…
Alles Liebe und einen wunderschönen herbstlichen Sonnntag Nachmittag,
Sunny
Hallo Sunny! Erstmal willkommen auf meinem Blog und danke für deinen lieben Kommentar
Ja, der Herbst ist einfach wunderbar, und es ist so wertvoll, wenn man sich an den bunten Wäldern und Blätterspielen erfreuen kann. Mir tun alle Leid, denen das nicht Herz und Augen öffnet!
Liebe Grüße zurück!
Danke für das herzliche Willkommen

Ich hab gerade Nebel vorm Fenster. Aber die gelb verfärbte riesige Birke zwischen mir und der Nebelwand leuchtet dadurch noch viel mehr
Ja, es ist schade, dass viele Menschen die Schönheit der Natur nicht erkennen können…
Alles Liebe,
Sunny